Verbrauchsabhänige NK dank Wärmemengenzähler???

Diskutiere Verbrauchsabhänige NK dank Wärmemengenzähler??? im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen und vielen Dank für die freundliche Aufnahme, wir sind seit 2018 stolze Besitzer eines Einfamilienhauses mit einer...

  1. #1 lippi84, 08.05.2019
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    Hallo zusammen und vielen Dank für die freundliche Aufnahme,

    wir sind seit 2018 stolze Besitzer eines Einfamilienhauses mit einer Einliegerwohnung im Erdgeschoss, die wir vermieten. Nach den ersten Erfahrungen und dem ersten Winter ist uns nun aufgefallen, dass wir bei einer Heizkostenverteilung über die qm einen schlechten Schnitt machen, da wir nur die Hälfte aller Räume heizen und einen Kamin nutzen.

    Meine Frage: wie kann ich am einfachsten/kostengünstigsten eine verbrauchsabhängige Verteilung umsetzten und welche Investitionen muss ich machen. Ich denke an einen Wärmemengenzähler je Kreislauf, wenn das rechtens ist, lass mich aber auch gerne eines Besseren belehren. Aber erst zu den Begebenheiten vor Ort:

    Insgesamt hat unser Haus 310qm Wohnfläche an, davon sind 70qm die Mietwohnung.

    Wir haben eine zentrale Gasheizung von Viessmann von der drei Heizkreisläufe abgehen:

    · Heizkörper in die Mietwohnung
    · Heizkörper in unserer Wohnung
    · Fußbodenheizung in unserer Wohnung.

    Die Fußbodenheizung wurde einmal nachgerüstet und wird direkt im Heizungskeller geregelt, über ein Regel-Set für Flächenheizung von oeventrop (Bypassventil, Temperaturregler mit Anlegefühler, elektrischer Rohranleger zur Abschaltung der Umwälzpumpe). Diesen Verbrauch kann ich eh nicht einschätzen, in der warmen Jahreshälfte wird dieser Kreislauf komplett ausgestellt.

    Wir haben ausreichend Wasserzähler, um sowohl den kalten als auch den warmen Wasserverbrauch für beide Parteien auszurechnen.

    Zusätzlich haben wir noch Warmwasserkollektoren von Vaillant auf dem Dach.

    Wie kann nun eine verbrauchsabhängige Aufteilung der Gaskosten aussehen? Kann ich je Heizkreislauf einfach einen Wärmemengenzähler einbauen lassen und ins Verhältnis setzten? Können diese im Heizungskeller installiert werden oder müssen diese möglichst nah an die Verbrauchstelle ran.

    Vorab schon mal vielen Dank für Eure Antworten.
     
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  3. #2 Newbie15, 08.05.2019
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    Grundsätzlich könntest du mit Wärmemengenzähler in jedem Heizkreislauf und zusätzlich für das Warmwasser eine verbrauchsabhängige Abrechnung erstellen. Im Heizungskeller ist vollkommen okay, da sitzen sie sehr häufig.

    Die Frage ist aber, insbesondere bei deinem Flächenverhältnis, ob sich das wirklich lohnt. Wie hoch sind denn die Gesamtheizkosten? Geräte mieten macht in deinem Fall wenig Sinn, weil du selbst mit im Haus wohnst und auch die Mietkosten tragen musst. Wenn du die Zähler kaufst, kannst du das nur schwer auf die Mieter umlegen (meines Wissens nach nicht höchstrichterlich entschieden bisher). Du müsstest als die Kosten für den regelmäßigen Tausch alleine tragen. Bei uns könnte man für die Kosten der Verbrauchserfassung und -abrechnung eine ganze Weile heizen, aber da es ein Dreifamilienhaus ist, haben wir keine Wahl.
     
  4. Andres

    Andres
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    Da du hier freiwillig etwas machen möchstest, das viele Vermieter, die es machen müssen, gerne loswerden möchten, erscheint mir zu Beginn folgender Hinweis dringend angebracht: "Einfach" und "kostengünstig" steht im Widerspruch zu eine Verbrauchserfassung, noch dazu unter den hier geschilderten Umständen. Euch muss klar sein, dass die Verbrauchserfassung Geld kostet und am Ende beide Parteien die Kosten tragen. Gerade wenn die Heizkosten insgesamt gar nicht so wild sind (günstige Heizung, gute Dämmung, wenig Verbrauch, ...) besteht die ernsthafte Möglichkeit, dass man über die Verbrauchserfassung mehr Geld verbrennt, als man durch die vermeintlich gerechtere Aufteilung spart.


    Vorwort, Teil 2: Obwohl ihr in eurer Situation grundsätzlich frei in der Gestaltung der Abrechnung seid (solange es im Mietvertrag so festgehalten ist), sollte man sich nun doch an die HeizkostenV halten. Das hat den großen Vorteil, dass man gar nichts ändern muss, sollte man jemals nicht mehr im Haus wohnen und/oder beide Wohnungen vermieten. Nach HeizkostenV gehören zu den Heizkosten nicht nur die Brennstoffkosten, sondern auch der Betriebsstrom, der Schornsteinfeger, die Verbrauchserfassung, ... . Verteilt werden die Gesamtkosten.


    Ja. Da hier aber eine verbundene Anlage vorliegt, d.h. auch Warmwasser über die Heizung erzeugt wird, ist ein zusätzlicher WMZ für das gesamte Warmwasser erforderlich. Außerdem sollte der Betriebsstrom von Heizung und Solarthermie über einen Zähler erfasst werden. Schätzung wäre grundsätzlich auch zulässig, aber wegen der Solarthermie würde ich lieber messen wollen.


    Heizungskeller ist die bessere Wahl. Dann muss man zum Ablesen nicht in die Mietwohnung und meist lässt sich dort auch relativ unproblematisch eine geeignete Meßstelle einrichten.


    Auch das ist eine Formulierung, bei der ich etwas hellhörig werde: "Rechnen" heißt per Differenz zum Gesamtverbrauch? Das hat eigene Fallstricke. Zähler für Kalt- und Warmwasser je Partei sind besser.
     
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