Verbrauchsmessgeräte umlegen

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  1. Ferdl

    Ferdl Erfahrener Benutzer

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    Die Kosten für die Miete von Verbrauchsmessgeräten (HKV, Wasserzähler etc.) kann man ja auf die Mieter abwälzen.
    Wie sieht das bei gekauften Messgeräten aus, die Kosten enstehen doch auch Regelmäßig (HKV 10 Jahre, KW-zhler 6 Jahre ...), könnte doch dann auch umlegbar sein. Oder bin da auf dem Holzweg?
     
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  3. Andres

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    Eher nicht, auch wenn das m.W. noch nicht höchstrichterlich geklärt ist. Ausgehend vom Wortlaut von § 2 BetrKV bzw. § 7 f. HeizkostenV ist die Frage, ob der Kauf eine "andere Form der Gebrauchsüberlassung" ist. Ich sehe das (inzwischen) eher kritisch und damit zumindest die Kosten der Erstausstattung für nicht umlagefähig.

    Wenn man sich nun schon so grundlegende Gedanken macht, könnte man sich auch fragen, wie es mit den Kosten der Eichung aussieht, falls ein Eichaustausch vorgenommen wird. Das sehe ich zwar deutlich freundlicher (wir sind schließlich im Zivilrecht und da gibt es kein Analogieverbot wie im Strafrecht), aber es ist wieder einmal bemerkenswert, dass der Vermieter für eine rechtssichere Gestaltung die für den Mieter maximal ungünstigste, teuerste Lösung wählen muss: die Miete der Verbrauchserfassung mit allem Drum und Dran.
     
  4. #3 Lucky Strike, 11.12.2018
    Lucky Strike

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    Sofern es sich nicht um eine Erstinstallation handelt, kann der regelmäßige Tausch von Wärmemengen-, Warm- und Kaltwasserzählern auf den M umgelegt werden...entsprechende Vereinbarung bzw. Hinweis auf die BK im MV vorausgesetzt --> LINK

    Ich lege die Kosten bisher auf 5 (Wärmemengen- und Warmwasserzähler) bzw. 6 Jahre (Kaltwasserzähler) um --> LINK

    Allerdings tendieren wir in der ETG für den nächsten Tausch nun auch zu Mietgeräten, um evtl. Problemen aus dem Weg zu gehen.
     
  5. #4 immodream, 11.12.2018
    immodream

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    Hallo Ferdi,
    ich handhabe das wie folgt:
    Wenn ein Mieter auszieht ,füge ich der Endabrechnung eine Kopie über die Kosten des Austauschs der Wasseruhr bei. ( incl. Eichgebühr für die neue Wasseruhr )
    Auf der Kopie vermerke ich z. B. bei Kaltwasseruhren, Eichdauer 6 Jahre gleich 72 Monate, sie haben z. B. 36 Monate in der Wohnung gewohnt und zahlen daher anteilig für 36 Monate die Austauschkosten.
    Das ist bisher fast von allen ehemaligen Mietern so akzeptiert ( oder vielleicht sogar verstanden ) worden.
    Eine ehemalige Mieterin war damit nicht einverstanden, hat geklagt und der zuständige Richter hat meine Vorgehensweise akzeptiert.
    Natürlich kann man das auch alles anders abrechnen oder die Geräte mieten.
    Grüße
    Immodream

    PS : Bei der Umrüstung auf Wasseruhren habe ich immer alle Kosten getragen, damit die Mieter der neuen Abrechnungsmethode nach Wasserverbrauch auch zustimmten.
     
  6. Ferdl

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    Was ist ein/e ETG?
    So wie Immodream und Lucky das handhaben würde mir auch zusagen :005sonst:
    Frage: Im dümmsten Fall bleibe ich auf den Kosten sitzen? +evtl. Kosten für den amtlichen Nachweis meiner Dummheit?

    Aber wir sind doch so aktionistich bei der Mietpreisbremse, da kann man doch nicht auch noch den armen Abrechnungsdienstleistern den Kaviar vom Löffel nehmen.:144:
     
  7. #6 immobiliensammler, 11.12.2018
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  8. Andres

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    Eigentümergemeinschaft.

    Wo ich eigene Zähler habe, mache ich es auch so.


    Ja.
     
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  9. #8 Benni.G, 12.12.2018
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    Hallo,
    unsere WEG ist auch am überlegen, von gemieteten Wasseruhren auf Kaufuhren zu wechseln. Dabei habe ich einige Fragen.

    Wie hoch ist bei euch die jährliche Miete einer Wasseruhr?
    Wie hoch ist der Kaufpreis einer Wasseruhr und wo kauft man sie am besten?
    Ist der Anschluss genormt oder hat z.B. ein besondere Mechanik?
    Wie Aufwendig ist der Austausch und was für Werkzeug wird benötigt?
    Was kostet das Eichen und wo macht man das am besten?
    Wie lange dauert das Eichen?
    Habt ihr quasi einen zweiten frisch geeichten Satz Wasseruhren, der bei Fälligkeit eingebaut wird?

    Viele Grüße
    Benni.G
     
  10. #9 FMBerlin, 12.12.2018
    Zuletzt bearbeitet: 12.12.2018
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    Beispiel (kein Vorzugspreis) Wasseruhr allmess Qn1,5 in Berlin: 31,89€ zuzüglich Eichgebühr 8,40€ alles Nettopreise zzgl. Montagelohn und MwSt.. Es gibt wie bei Medikamenten Originalteile und günstigere baugleiche.
    Ich lasse einbauen aber man kann es auch selber machen und das Material im Internet kaufen. Ist dann billiger und man muß exakt wissen, was man braucht, aber ob das besser ist? Ich habe auf meine Weise ein Protokoll über den korrekten Einbau vom Fachmann falls ein Mieter die Messung anzweifelt. Da ist man als Vermieter nämlich beweispflichtig.
    Es gibt verschiedene Anschlüsse. Auf Deinem Zähler steht Herstellername, Typ und evtl. Abmessungen. Mit diesen Angaben sollte eine Fachfirma (Sanitär oder Meßdienstleister) den richtigen Anschlußtyp bestimmen können. Mit der Wahl des Anschlußtypes (Gewinde im Unterputzblock) ist man auf einen Typ festgelegt. Vorher die Kosten auch der Uhren klären. Manchmal sind auch billige Aufputzzähler möglich ohne sich auf einen Hersteller festlegen zu müssen.
    Der Austausch ist meist mit einem bestimmten Formschlüssel (je nach Anschlußtyp) möglich und in wenigen Minuten erledigt.
    Das Eichen kostet mehr als der Einbau einer neuen Uhr weswegen man von Eichaustausch spricht und gegen neue geeichte austauscht statt nacheicht. Die alten Uhren mit abgelaufener Eichdauer werden in der Regel entsogt.
     
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  11. #10 Benni.G, 12.12.2018
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    Also bei mir kostet der Kaltwasserzähler (AMES UNIKoaxM65, Doma. m 1,5 110, Doma. m2,5 130 und istameter m 1,5) je Jahr 8,05 € (netto). Also kann man durch Kauf oder Miete nicht sonderlich sparen.
    Wie teuer ist denn die Montage bei dir und wie viele Zähler werden da auf einmal getauscht?
     
  12. Ferdl

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    Der Aufwand liegt daran wie er Zählerplatz ausgelegt ist, es gibt Messbrücken mit Absperrhähnen vor und hinter dem Zähler, da geht auch ein Kompletttausch einfacher als wenn der Zähler einfach in die Leitung gefrickelt ist. Es gibt Wasserzähler mit austauschbarem Innenleben da bleibt das meist blaue Gehäuse im Leitungsstrang und es wird nur das Innenleben getauscht = einfache Montage, Spezialwerkzeug nötig, teurer Zähler (ca. 30-35 €. Und es gibt Zähler die komplett getauscht werden = aufwendigere Montage, billigere Zähler ( ca. 10-15 €).
    Und die alten Zähler werden tatsächlich weggeworfen.:wand:

    das die Eichfrist in D-land 6 Jahre, in CA 17, in F 18 Jahre und in E+P 23 Jahre beträgt ist auch voll logisch, wir wollen doch den Mietpreis senken und das Abfallaufkommen reduzieren :rauch003:
    Halten tun zumindest die Nassläufer locker 30 Jahre.
     
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  13. #12 FMBerlin, 12.12.2018
    Zuletzt bearbeitet: 12.12.2018
    FMBerlin

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    Das kommt darauf an, ob der Geselle im Akkord arbeitet oder der Lehrling Montagmorgen noch müde vom durchgefeierten Wochenende zum ersten Mal im Leben so einen Zähler wechselt. (Bezahlt wird natürlich der Geselle der dabei zuguckt.) Schätze so 5 bis 15 Minuten pro Wasserzähler bei 45 € Nettostundenlohn. Genauer weiß ich es nicht, da die Firma immer verschiedene Zähler in unterschiedlichen Einbausituationen für ein ganzes Objekt auf einmal wechselt und nur die Gesamtarbeitszeit abrechnet.
    Laß Dir für Miete und Kauf (beides inkl. Montage) ein konkretes Angebot vom Meßdienstleister machen. Da sollte eine Ersparnis für Kauf herauskommen. Der Meßdienstleister sollte die Zähler günstiger einkaufen können als eine normale Sanitärfirma.
    Sparen kannst Du beim Selbstablesen und -abrechnen wenn das Objekt in Deiner Nähe ist. Die Abrechnungskosten des Dienstleisters abzüglich der MwSt. kannst Du bei Eigenleistung als Betriebskosten abrechnen.
     
  14. jorgk

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    Dürfte man einen Zähler aus F oder E+P erst hier 6 Jahre betreiben und dann, bei entsprechendem Abschlag, nach F oder E+P "zurück" verkaufen? Kann ja eigentlich nicht sein, dass ein Gerät, welches in der anderen EU zugelassen ist, hier wg. Bürokratie nicht taugen soll. Aber wer weiss ...
     
  15. #14 Benni.G, 12.12.2018
    Benni.G

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    Vielleicht eichen die anderen Länder einfach besser...
     
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  16. Andres

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    Oder schlechter. Aber immer noch gut genug. Man darf sich ja schon mal fragen, ab welcher Toleranz das zu viel bezahlte Wasser teurer als der Tausch des Zählers wäre. Aber wahrscheinlich denke ich schon wieder zu praktisch ...
     
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  17. Duncan

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    ach, ich bin dieses Jahr einige tausend Kilometer durch die ganze Republik gefahren um in Hotels einer größeren Kette die französischen RCD auszubauen und neue deutsche, mit den gleichen Kenndaten, einzubauen weil die französischen hier keine Zulassung haben. Unsere "hobbymäßigen" Messungen zweier Elektromeister kamen zu keinen signifikanten Unterschieden. Die gingen dann auch zu hunderten in den Müll...
     
  18. Ferdl

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    @ Andres: Praktisch gesehen: ein geeichter Zähler darf 10% Tolleranz haben.Daher erklärt sich auch warum Einspeisezähler und Wohnungszähler selten ganz übereinstimmen.

    @Duncan: Ein Hoch auf die Europäische Gemeinschaft! Du hättest doch blos die Schaltzustände "I" + "0" von einem amtlichen Übersetzter ins Deutsche übersetzten lassen müssen und dann mit einem zertifizierten Etikett kennzeichnen können.
     
  19. #18 immobiliensammler, 12.12.2018
    immobiliensammler

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    Keine Ahnung, ob das inzwischen durch die Bürokratie überholt ist, aber ich weiß dass es zumindest 2005 eine Firma gab, die die ausgetauschten Wasserzähler (keine Zwischenzähler sondern die Zähler der Wasserwerke) aufgekauft, dann aufgearbeitet und in die Niederlande weiterverkauft hat. Da liefen die dann weiter, keine Ahnung wann dann auch dort die Lebensdauer zu Ende war .....
     
  20. Duncan

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    oh heiliger Simplicissimus - du hattest noch nicht viel mit EU-Zertifizierungen zu tun oder? Da mit einer Kohorte in ein Hotel einfallen und dann im Fließbandprinzip die Dinger durch zu wechseln ist deutlich billiger als eine Bauartabnahme und Zertifizierung und etlichen Prüfungen und vor allem um Jahre schneller. Bedenke;: Haftung, Personenschutz, ahnungslose Menschen zuhauf auf einem Fleck und schnell wechselnd.
     
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