Verjährung

Dieses Thema im Forum "Baufinanzierung" wurde erstellt von eni_84, 08.02.2007.

  1. eni_84

    eni_84 Neuer Benutzer

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    Ich habe keine Ahnung, ob ich hier richtig bin, bzw. ob die Frage vielleicht blöd ist.

    Es geht um einen Grundstückskaufvertrag. Dort ist eine Paragraph eingebaut, in dem steht so etwas wie:
    ...bei einem Zahlungsverzug besteht Schadenersatzanspruch...Recht auf sofortige Zwangsvollstreckung...
    Es ist doch so, dass normalerweise das Recht auf sofortige Zwangsvollstreckung bei dem Erwerber nach 30 Jahren erlischt, oder?
    Wie ist das bei einer Privatinsolvenz? Da soll man ja nach 6 Jahren schuldenfrei sein, oder? Wie ist das da geregelt?

    Ich habe keine Ahnung, ob das richtig formuliert ist, bzw. ob die Frage sinnig richtig ist. Kann mir jemand helfen? :help

    Danke
     
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  3. #2 lostcontrol, 08.02.2007
    lostcontrol

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    wenn man "privatinsolvenz" anmeldet (darf nicht jeder einfach so - das wird dann schon gründlich geprüft), bekommt man einen "schuldnerberater" zugewiesen, der einem erstmal die kompletten finanzen auseinandernimmt und den haushalt quasi aufs existenzminimum herunterfährt. das kann bedeuten dass das auto abgeschafft werden muss, eine kleinere wohnung angemietet werden muss, familienschmuck verkauft werden muss etc. es wird quasi ALLES verzichtbare direkt zu geld gemacht.
    dem schuldnerberater ist dabei NICHTS heilig.

    ausserdem versucht er bei sämtlichen gläubigern mit allen verfügbaren mitteln die schulden herunterzuhandeln - was oft auch gelingt, denn vielen gläubigern ist es irgendwann lieber wenigstens die hälfte zu bekommen als garnichts.

    zudem erstellt der schuldnerberater einen sehr ausgefeilten plan, wie man in den folgejahren mit seinem geld umzugehen hat, wer wann wieviele raten abzahlung bekommt und ähnliches. und an diesen plan muss man sich halten, sonst setzt man das ganze ding in den sand und landet unter umständen sogar in haft.

    wann man dann schuldenfrei ist hängt damit zusammen, wie gut man es hinbekommt, die verbleibenden schulden schön brav abzuzahlen - im allgemeinen dauert das dann sowas um die 7 jahre.
    in dieser zeit wird man aber akribisch überwacht und muss seinen kompletten finanzverkehr bis hin zum letzten cent offenlegen. da ist dann kein zweites paar pumps drin oder so, wenn das eine für die paar familienfeste im jahr ausreicht (auf bälle kann man dann ohnhin nicht mehr gehen).

    GESCHENKT wird einem da jedenfalls definitiv nichts.
    VIELLEICHT bekommt man ein bisschen nachlass, aber BEZAHLEN muss man trotzdem.

    aber die frage "Es ist doch so, dass normalerweise das Recht auf sofortige Zwangsvollstreckung bei dem Erwerber nach 30 Jahren erlischt, oder?" nicht:
    was soll denn der erwerber da vollstrecken können? da wirst du wohl den gläubiger meinen...
    und: der titel (also das recht zur vollstreckung) erlischt nach 30 jahren, das stimmt schon. aber es ist überhaupt kein problem, den am tag 364 vom dreissigsten jahr zu erneuern.

    worauf möchtest du denn raus?
    wie ist denn die sachlage?
     
  4. #3 lostcontrol, 08.02.2007
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    grundstückskäufe müssen notariell beurkundet werden und werden rechtskräftig per grundbucheintrag.
    das ganze gedöns von wegen zahlungsverzug und schadensersatz kann's da eigentlich nicht geben, weil der grundbucheintrag ohne bezahlung meines wissens garnicht zustande kommen kann - korrigiert mich wenn ich da falsch liege.
     
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