Verkauf von Mietforderungen???

Dieses Thema im Forum "Zahlungsmoral der Mieter/Vermieter" wurde erstellt von Funda, 18.05.2010.

  1. Funda

    Funda Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    bin auf der Suche nach einer Lösung für mein Problem auf dieses Forum gestoßen :wink

    Ich bzw. wir haben folgendes Problem.... (Kurzfassung)

    Unsere noch Mieter (haben zum Ende des Monats gekündigt) haben noch Mietschulden bei uns. Bisher sind wir keine gerichtliche Schritte gegangen, da wir eine Ratenzahlungsvereinbarung getroffen haben. Leider kommt es hier auch immer wieder zu unregelmäßigkeiten... Nun da sie ausziehen, haben wir die Befürchtung, dass wie diesem Geld hinterherrenen müssen....
    Unsere Überlegung war nun:
    Nach Änderung der Ratenzahlungsvereinbarung, diese Forderung abzutreten/zu verkaufen... Bisher habe ich im Netz nur Anbieter gefunden, die das sogenannte Forderungsausfallrisiko absichern, für den Fall, dass Mieter ihre Miete nicht zahlen (also zukunftsbetrachtend). Wir aber möchten die bereits bestehende Forderung (Ratenzahlungsvereinbarung) verkaufen, um einfach Ruhe zu haben!!! Hab echt keine Lust mehr mich mit diesen Leuten herumzuschlagen. Auch wenn ich auf 20-30% der Forderung verzichten müsste...

    Hat jemand bereits Erfahrung damit gemacht und kann mir da einen Anbieter oder so empfehlen??? :help

    Vielen Dank schon mal im voraus....

    Ganz liebe Grüße
    Funda
     
  2. AdMan

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  3. #2 Thomas76, 18.05.2010
    Thomas76

    Thomas76 Erfahrener Benutzer

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    Also Erfahrungen habe ich da (zum Glück) keine, aber such mal im Netz nach "Mietfactoring", so nennt sich wohl das, was du suchst.Es gibt da ein paar Anbieter, aber ob die quasi alles ankaufen bzw. wenn ja, zu welchen Konditionen u.s.w. weiß ich auch nicht.

    Nebenbei : Eine Kaution von den Noch-Mietern habt ihr vermutlich auch nicht, oder ?
     
  4. #3 Michael_62, 18.05.2010
    Michael_62

    Michael_62 Erfahrener Benutzer

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    Bei einem Forderungsverkauf verzichtest du nicht auf 20-30% der Forderung sondern erhälst 10-30%.

    Ob du gerichtlich mehr durchsetzt und bekommst sei dahingestellt.

    Übrigens: Du benötigst eine titulierte Forderung um diese zu verkaufen.
    Also zwei Möglichkeiten: Titel oder notarielles Schuldanerkenntnis.
    Nur Mietschulden ist kein Titel
    :wink
     
  5. #4 Thomas76, 18.05.2010
    Thomas76

    Thomas76 Erfahrener Benutzer

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    Wobei die Betonung hier eindeutig auf "bekommen" liegt.Leute, denen man jeden Euro quasi mit Gewalt aus der Nase ziehen muß, haben meist nicht so wahnsinnig viele Besitztümer, auf die zurückgegriffen werden kann.

    Darüber hinaus könnte ich mir vorstellen, das solche Factoring-Vereine auch nicht jede Titulierte Forderung ankaufen, sondern nur solche, bei denen sie noch irgendwie mit Verdienst rechnen.

    Sprich hier entstehen auch erst mal wieder Kosten.
     
  6. #5 Stephan S, 01.02.2011
    Stephan S

    Stephan S Benutzer

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    Guten Tag

    ich denke auch, dass ein Titel vorliegen muss. Die bis dahin entstanden Kosten sind erst einmal vorzustrecken.

    Seriöse Anbieter in diese Richtung kenne ich derzeit nicht.

    Die Frage ist, ob man dann nicht selbst noch den Gerichtsvollzieher beauftragt, statt sich Gedanken um einen Forderungsverkauf zu machen.

    Das ist in diesem Fall eine persönliche Abwägung, inwieweit man dabei Erfolgsaussichten sieht.

    Wenn jemand Anbieter, die Mietschulden (Titel) aufkaufen, kennt wäre es spannend zu erfahren, wie hoch die Zahlungen sind. Dann könnte man leichter Abwägen ob sich das rechnet
     
  7. #6 nobrett, 04.02.2011
    nobrett

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    Wenn es jemand gäbe, der titulierte Mietforderungen mit Abzug von 20-30% kauft wäre ich schlagartig saniert...

    Spaß beiseite: Ich glaube nicht, dass man so jemand findet.
    Es gibt keinen anderen Weg als den bekannten mit gerichtlichem Mahnbescheid, Vollsteckungsbescheid (Titel) ggf. auf dem Klageweg, Gerichtsvollzieher, ggf. Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung.

    Meine Erfahrung: Häufige Antwort des GV ist "Schuldner ist amtsbekannt pfandlos" und Lügen in der Eidesstattlichen Versicherung sind weit verbreitet, weil schwer nachzuweisen. Man hat dann zusätzliches Geld verbrannt, aber einen 30 Jahre lang gültigen Titel. Und kann dann alle paar Jahre mal wieder den GV beauftragen in der Hoffnung, dass der Schuldner zwischenzeitlich zu Geld gekommen ist. 30 Jahre sind eine lange Zeit.

    Manchmal zweifle ich am Sinn dieses Tuns, finde aber das muss man machen, um ein Zeichen zu setzen, dass Nichtzahlen nicht völlig folgenlos bleibt. Aber die Waffen die einem das Gesetz hier gibt sind stumpf.

    Alternative Handlungsweisen wären Verzicht oder Einsatz krimineller Methoden. Beides nicht gut.
     
  8. #7 VfLinHessen, 11.02.2011
    VfLinHessen

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    Verkauf von Schuldtiteln

    Liebe Forumsteilnehmer,

    ich lese seit einiger Zeit mit und habe mich nun selbst angemeldet, um das immer wieder aufgebrachte Thema "was tun nach erwirktem Schuldtitel?" zur Diskussion zu stellen; in diesem Thread geht es ja auch darum.

    Unser Ex-Mieter schuldet uns einschl. Rechts- u. Mahnkosten, Verzugszinsen usw. EUR 4.200,-

    Die reinen Mietschulden betreffen fast das ganze Jahr 2009. Er zog schlicht und einfach aus, hinterließ die Wohnung zum Glück nicht in unbrauchbarem Zustand, verrät uns natürlich nicht seine momentane Anschrift und arbeitet auf Provisionsbasis bei einem Gebrauchtwagenhändler, wobei das Gehalt (auch hier bin ich gezwungen zu sagen: natürlich) unterhalb der Pfändungsgrenze liegt, zumal es da wohl auch noch ein uneheliches Kind gibt, für das Unterhalt zu zahlen ist.

    Wir erwirkten einen Schuldtitel und ließen Mitte 2010 eine Zwangsvollstreckung durchziehen, die aber mit dem im Grunde voraussehbaren Zwischenfazit "eidesstattliche Versicherung" scheiterte.

    Wem ist es schon einmal ähnlich gegangen, und was kann man unternehmen?

    Was bringt uns die 30jährige Gültigkeit des Titels?

    Was kostet es uns eigentlich, den Gerichtsvollzieher zu aktivieren? Die Rechtsschutzversicherung übernimmt nur noch einen Versuch, also sollte man tunlichst wissen, was an erneuten Kosten auf uns zukommen kann.

    Wie ratsam ist ein Verkauf des Titels; wer kennt z. B. die Titelbörse www.schuldtitel-online.com?

    Und auch, wenn es naiv klingt: Was meint Teilnehmer 'nobrett' mit "Alternative Handlungsweisen wären Verzicht oder Einsatz krimineller Methoden. Beides nicht gut."? Sind südosteuropäische Schulden-Erinnerungs-Einsätze schon kriminell, oder nicht eher die Tatsache, dass wir völlig machtlos zuschauen müssen, wie jemand offenbar ungerührt Jahr um Jahr verstreichen lässt und nicht im Traum daran denkt, seine Schulden zu begleichen?

    Ist die Hilfe des Rechtsstaats wirklich darin erschöpft, dass er uns einen Schuldtitel in die Hand drückt und uns viel Erfolg damit wünscht?

    Wir freuen uns über jeden Beitrag und jede Antwort!
     
  9. #8 nobrett, 11.02.2011
    nobrett

    nobrett Erfahrener Benutzer

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    RE: Verkauf von Schuldtiteln

    Siehe oben

    Die Chance, dass in den 30 Jahren der Schuldner soch irgendwann zu Geld kommt, z.B. durch Erbschaft, und dann mit Zins und Zinseszins zahlen muss.

    Das ist nicht teuer und das Einzige legale Mittel das etwas bringen könnte. Sollte man alle paar Jahre immer mal wieder machen.

    Wenn Du einen Käufer findest ist das überlegenswert. Diese Titelbörse sieht mir mehr nach Gebührenschinderei aus. Mehr als eine Anzeige mit zweifelhaftem Erfolg zu schalten scheinen die einem für sein Geld ja nicht zuzusichern.

    Kommt drauf an wie die sich verhalten. Freundlich fragen ist bestimmt nicht kriminell. Sobald Druck aufgebaut wird kommt man leicht in den Bereich des ungesetzlichen.

    Ja, leider.
     
Thema: Verkauf von Mietforderungen???
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