Verlustvortrag bei Vermietungs-GbR?

Diskutiere Verlustvortrag bei Vermietungs-GbR? im Steuer - Vermietung und Verpachtung Forum im Bereich Finanzen; Guten Morgen in die Runde :brille011:, hatte ja schonmal vor einiger Zeit geschrieben, dass ich mit jmd. zusammen eine GbR betriebe, die...

  1. #1 sandra83, 02.09.2019
    sandra83

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    Guten Morgen in die Runde :brille011:,

    hatte ja schonmal vor einiger Zeit geschrieben, dass ich mit jmd. zusammen eine GbR betriebe, die Vermietung betreibt. Für jedes Jahr machen wir dabei eine Feststellungserklärung. Wir haben dieses Jahr relativ viele Ausgaben, so dass wir wahrscheinlich einen Verlust einfahren werden. :hut004:

    Soweit so gut. Jetzt kam mir folgende Frage in den Sinn: Kann man eigentlich bei einer Feststellungserklärung auch einen Verlustvortrag "aktivieren", so dass die Verluste immer wieder ins nächste Jahr geschleppt werden oder habe ich einen Denkfehler?

    Danke Euch und viele Grüße :),
    Sandra
     
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  3. #2 immobiliensammler, 02.09.2019
    immobiliensammler

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    Du hast einen Denkfehler! Die GbR ist (genau wie z.B. die OhG und die KG) (laienhaft ausgedrückt) keine eigene steuerliche Persönlichkeit, darum zahlt diese auch selbst keine Einkommens- oder Körperschaftssteuer. Die Gewinne und Verluste werden via Feststellungserklärung auf die Gesellschafter verteilt, nur auf deren Ebene kann ein Verlust evtl. vor- oder zurückgetragen werden.
     
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  4. #3 sandra83, 02.09.2019
    Zuletzt bearbeitet: 02.09.2019
    sandra83

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    Alles klar, danke Immobiliensammler. Schade, das wäre praktisch gewesen. :016sonst:

    Kann man das irgendwie ändern? :16:
     
  5. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    Nach der nächsten Steuererklärung in der u a. auch die Einkünfte durch Feststellungserklärung versteuert werden, werden die Vorauszahlungen im Vorauszahlungsbescheid doch eh angepasst.
    Also was sollte man da noch ändern.
     
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  6. #5 taxpert, 03.09.2019
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    Mir erschließt sich nicht ganz die Zielrichtung deiner Frage??!!

    Die Einkünfte aus einer Personengesellschaft werden in Bezug auf die Ertragsteuer (ESt und KöSt) Dir direkt zugerechnet, da -wie @immobiliensammler schon richtig festgestellt hat!- der Personengesellschaft nur eine Teilrechtsfähigkeit hinsichtlich der Betriebssteuern (GewSt, USt) zukommt.

    Auf Ebene Deiner persönlichen ESt kommt es immer zunächst zu einem horizontalem (innerhalb der Einkunftsart) und vertikalen (zwischen den verschiedenen Einkunftsarten) Verlustausgleich. Nur wenn auf Grund der Höhe der Verluste ein negativer Gesamtbetrag der Einkünfte (NICHT negatives zu versteuerndes Einkommen!) entsteht, kommt es zu einem Verlustrücktrag oder -auf Antrag!- zu einem Verlustvortrag, §10d EStG. Egal ob Rück- oder Vortrag, in den entsprechenden Jahren erfolgt dann automatisch eine Verrechnung mit dem positiven Gesamtbetrag der Einkünfte. Ein "immer wieder ins nächste Jahr schleppen" gibt es also gar nicht es sei denn man hat immer nur Verluste!)!

    Ausnahme: Verluste aus Einkünften im Sinne §23 EStG (Aktien- oder Immo-Verkäufe). Hier ist der Verlustausgleich auf weitere Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften im Sinne des §23 EStG beschränkt, §23 Abs.3 Sätze 7 und 8 EStG. Diese Verluste können daher schon über viele Jahre in den Steuerbescheiden auftauchen!

    Das stimmt schon, ist aber doch unterm Strich eher kontraproduktiv, den im Folgejahr ist ja kein Verlust entstanden, so dass es im nächsten Jahr dann zu einer entsprechenden Nachzahlung kommt!

    Interessanter ist es da schon, auf Grund des sich abzeichnenden Verlustes bereits für das Jahr 2019 eine Herabsetzung der Vorauszahlungen zu beantragen bzw. sich einen entsprechenden Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eintragen zu lassen!

    taxpert
     
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