Vermieten an eine Firma

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von andi7, 29.05.2016.

  1. andi7

    andi7 Erfahrener Benutzer

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    Hallo liebe Vermieter,

    wir suchen zur Zeit wieder einen neuen Mieter und jetzt würde eine Firma die Wohnung für ihren Mitarbeiter mieten wollen.

    Wie sieht das bei Problemen aus?
    Firma zahlt nicht - Mitarbeiter wohnt drin
    oder irgendwelche sonstigen Probleme mit dem Mieter

    Würdet ihr einen "normalen" Mieter bevorzugen?

    lg
    Andi
     
  2. AdMan

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  3. Andres

    Andres
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    Das kommt auf die Vertragsgestaltung an. Soll die Firma als Mieter mit Erlaubnis zur Untervermietung bzw. Gebrauchsüberlassung im Vertrag stehen? Hauptproblem dabei: Wird diese Erlaubnis pauschal erteilt, kann die Firma die Belegung der Wohnung in beliebiger Frequenz wechseln, also z.B. alle 3 Tage 6 neue Monteure dort parken. Unter der ständigen Völkerwanderung leidet die Substanz und womöglich auch der Hausfrieden.

    Sofern sich die Firma darauf einlässt, würde ich die Erlaubnis daher nur für diesen einen Mitarbeiter erteilen. Wenn die Firma dann jemand anderen dort unterbringen will, muss sie erneut bei dir anfragen.


    Das ist etwas weniger kritisch, denn dir stehen die selben Möglichkeiten, also z.B. eine Räumungsklage, zu. Problematisch kann aber bei o.g. Szenario werden, dass dir die Personalien der aktuellen Bewohner unbekannt sind. Das erschwert es, einen ausreichend weit gefassten Räumungstitel zu erhalten.

    Ansonsten ist die Bonität der Firma so sorgfältig, wie bei jedem anderen Mieter, zu prüfen. Wie man das im Einzelfall sinnvoll anstellt, hängt von der Art der Unternehmung und deren Rechtsform ab.


    Das kommt sehr stark darauf an, was für eine Firma das ist und wer dort untergebracht werden soll. Ich habe z.B. ganz hervorragende Erfahrungen mit den Streitkräften unserer transatlantischen "Freunde" gemacht, die sich mit dem ukrainischen Subsubsubunternehmer des örtlichen Schlachhofs, der wöchentlich andere Lohnsklaven unterbringen muss, sicher nicht wiederholen würden.

    Wenn du die Folgen nicht absehen kannst, bei der Prüfung, was hinter dem Unternehmen steckt, nicht weiterkommst oder die Vertragsbedingungen nicht wie oben beschrieben gestaltet werden können, würde ich von diesem Modell Abstand nehmen.
     
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  4. andi7

    andi7 Erfahrener Benutzer

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    Hallo Andres,

    die Vertragsgestaltung ist bestimmt kein Problem, da geht die Firma drauf ein.

    Der Mitarbeiter war jetzt 8 Jahre im Nachbarort untergebracht. Die Wohnung wurde aber verkauft und ihm wurde wegen Eigenbedarf gekündigt.

    lg
     
  5. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    also wenn die Wohnung für "wechselnde" Mitarbeiter dieser Firma immer für einen Zeitraum x wären, dann würde ich das ganze irgendwie verstehen, aber bei nur einem Mitarbeiter der dauerhaft dort wohnen soll? Wo ist hier der große Vorteil für die Firma & den Mitarbeiter?

    Ansonsten kenne ich das eher so, das manche größeren Firmen für ihre Mitarbeiter Wohnungen suchen (also für meist ausländische, neue Mitarbeiter, die wenig Deutsch sprechen und da geht es dann auch nicht um einen Hilfsarbeiterjob), aber der MV wird dann zwischen Vermieter und Mitarbeiter abgeschlossen und nicht mit der Firma.


     
  6. Andres

    Andres
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    Ich finde es seltsam, dass der Arbeitgeber für jemanden sucht, der schon viele Jahre vor Ort lebt. Ist das wirklich so ein unverzichtbarer Superheld, dass man ihn dermaßen hätscheln muss, oder ist es eher ein Chaot, der das selbst nie auf die Reihe bekommen würde? Von letzterem Typ würde ich mich bei Bewohnern gerne fernhalten.
     
  7. Duncan

    Duncan
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    Ich kenne die Konstellation auch für bestellte Geschäftsführer von Firmen und auch im gehobenen Management von Großkonzernen, hier hat dass wohl vor allem steuerliche Gründe. Die jeweiligen Mitarbeiter wären finanziell durchaus in der Lage Wohnung/Haus/Villa auch zu kaufen. Also eine ähnliche Betriebswohnungskonstellation wie vom Weißen Haus bekannt.
    Die jeweiligen Mitarbeiter können dabei auch durchaus aus dem Ausland stammen und die ggf. unbekannte Rechtslage scheuen. Auch Botschaften mieten mal gelegentlich Wohnungen an in denen dann Mitarbeiter/Gäste für unterschiedlich lange Zeiträume wohnen, durchaus in der Größenordnung von 2-10 Jahren.

    Also es gibt da auch das ganz andere Ende der Skala gegenüber dem Saison-/Montagearbeiter.
     
  8. andi7

    andi7 Erfahrener Benutzer

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    Also der Mitarbeiter hat sich die Wohnung schon angesehen, er machte einen ganz normalen Eindruck auf mich.

    Die Firma ist ihm bei der Suche behilflich, da sie ja auch die Kosten trägt.
    Sie sind in einem anderen Bundesland und der Mitarbeiter ist aber immer in unserer Gegend tätig.

    Da wir ja schon eine Zwangsräumung wegen nicht bezahlter Miete hatten, sind wir halt vorsichtig (obwohls wirklich schnell und problemlos ging, GSD). Einen Single bekommt man leichter los als eine Familie mit Kindern. Wie ist das bei der Firma, kündigt man dem Mieter oder dem Bewohner? Sind die rechtlichen Gegebenheiten dieselben wie bei normaler Vermietung an eine Person?

    LG
     
  9. #8 Goldhamster, 29.05.2016
    Goldhamster

    Goldhamster Erfahrener Benutzer

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    Hallo Andi,
    ich würde einen Grund suchen, die Miete z. B. 20% höher anzusetzen. Oder noch mehr.
    Kommt drauf an wie glaubhaft du die vorgetäuschten Gründe vorbringst und wie angespannt der Mietmarkt ist.
    Aber eine Firma?

    Kannst du nicht sagen, dass du gleichzeitig eine alleinerziehende Mutter mit Kind als Bewerber hättest aber gegen eine Mehrmiete von 30% deine kirchlich sozialen Verpflichtungen übersehen könntest?

    GOLDHAMSTER
     
  10. Andres

    Andres
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    Dem Mieter. Mit dem Bewohner hast du nichts zu tun.


    ... mit den o.g. Besonderheiten zur Gebrauchsüberlassung/Untervermietung.
     
  11. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Dem Mietvertragspartner.
     
  12. andi7

    andi7 Erfahrener Benutzer

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    Hab mich leider falsch ausgedrückt, sorry. Normale Kündigung ist klar, aber was bei Räumungsklage, der Mieter wohnt ja nicht drin.

    lg
    und einen schönen Montag
     
  13. andi7

    andi7 Erfahrener Benutzer

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    20 % mehr wären natürlich nicht schlecht......aber ob das funktioniert???
     
  14. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    Hallo andi7,

    Die Klage muss die tatsächlich Bewohner beinhalten.
    Daher wurde oben weiter schon angesprochen das eine generelle Nutzungsüberlassung nicht so gut ist.

    VG Syker
     
  15. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Eine Firma mietete für einen Mitarbeiter eine kleine Wohnung in meinem Haus. 1Mitarbeiter war für mich das Stichwort, nach nicht mehr als 3 Wochen waren es deren 3 mit allen erdenklichen Folgen wie Lautstärke und Dreck. Es wurde im MV nicht explizite eine bestimmte Person genannt und ich war sozusagen machtlos dagegen vorzugehen.
    Heute würde ich einen MV mit einer Firma natürlich anders gestalten.
     
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