Vermieter erkennt Mietminderung nicht an

Dieses Thema im Forum "Mietminderung" wurde erstellt von bonnie2105, 18.11.2007.

  1. #1 bonnie2105, 18.11.2007
    bonnie2105

    bonnie2105 Neuer Benutzer

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    Hallo!

    Aufgrund Kellersanierung (eigentlich sehr löblich) können wir seit Monaten den im Mietvertrag zugesagten Gemeinschaftstrockenraum nicht nutzen. Der ganze Keller sieht aus wie ein Schweinestall, alles ist zugestaubt wegen der andauernden Sanierungsarbeiten. Im Trockenraum stehen sämtliche Geräte der Handwerker, die Wäscheleinen wurden entfernt.
    Da die Handwerker keinerlei Schutzfolien angebracht habrn, ist der Dreck durch den gesamten Hausflur verteilt. Wir putzen regelmäßig, aber weil wir ganz oben wohnnen, tragen wir natürlich den Dreck von unten mit rauf. Im Treppenhaus ist seit Juni die Scheibe zerbrochen, ein Loch von ca. 30 cm Größe ist entstanden. Schuld war hierfür ein ehemaliger Mieter, der Schaden entstand bei dessen Auszug. Es zieht im Treppenhaus, es regnet und schneit rein.

    Wir haben mehrmals schriftlich den Vermieter auf die gesamte Problematik aufmerksam gemacht. Wurden immer vertröstet. U.a. hat wohl die Scheibe ein Sondermaß und muss angefertigt werden. Dauert so etwas denn 4-5 Monate??? Mit Schreiben aus August haben wir Mietminderung per Oktober angekündigt, 10 % für nicht nutzbaren Keller und nochmal 10 % für den Zustand des Hausflurs. Nun erkennt der Vermieter die Minderungen nicht an (muss er das überhaupt?) und schickt uns Mahnungen, die er mit Mahngebühren zusätzlich belegt.

    Sind wir tatsächlich so im Unrecht?

    Danke schonmal für eure Antworten!
     
  2. AdMan

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  3. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Ich denke, hier wird es keine ordentliche Hilfe geben, wenn ihr keinen Anwalt einschaltet. Da ihr bereits die Mietminderung nach gutdüngen durchgesetzt habt, sollte hier anwaltlicher Rat eingeholt werden, der das wieder in die Spur bringt.
     
  4. #3 bonnie2105, 19.11.2007
    bonnie2105

    bonnie2105 Neuer Benutzer

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    Danke, Capo, für Deine Antwort!!!

    An einen Anwalt hatten wir auch bereits gedacht. Natürlich scheut man sich zuerst vor so einem Schritt. Man hat ja auch Angst vor den Kosten, da wir nicht rechtschutzversichert sind.
    Wir hätten uns natürlich viel lieber gütlich geeinigt, aber man schreibt und schreibt, und nichts tut sich. Dem Vermieter ist alles egal, auch wenn die Bude total am verrotten.

    Capo (oder ihr anderen User), meinst Du, unsere Minderung war zu üppig? Der Verwalter hatte uns nämlich selber vorgeschlagen, die Miete zu mindern, da sich ja sonst überhaupt nichts täte. Außerdem schlug er vor, doch die Konsequenzen zu ziehen. Wir suchen jetzt was Neues, aber sowas geht ja auch nicht von jetzt auf gleich.
     
  5. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Trotz der gebotenen Vorsicht in der Bewertung aus der Entfernung lehne ich mich mal weit aus dem Fenster...

    20% Minderung für einen nicht nutzbaren Gemeinschaftsraum, etwas Dreck und eine eingeschlagene Scheibe im Treppenhaus sind m.E. nicht nur zu üppig, sondern eher schon so weit überzogen, dass man als Bewertung an den Begriff Maßlosigkeit denken könnte.

    Würde man einen Mieterkeller noch mit einem Anteil von 10% der Gesamtmiete bewerten, müsste für eine Minderung von 10% eine Nutzung unmöglich sein. Soweit wohl leich tnachzuvollziehen. Nun steht ein Gemeinschaftstrockenraum dem Mieter allerdings keinesfalls für den gesamten Monat zur uneingeschränkten Nutzung zur Verfügung... Geht man - hoch gegriffen - wieder von 10% für den Mieterkeller aus, wird man diesen Wert für den Gemeinschaftstrockenraum auf die anteilige Nutzungsberechtigung herunterrechnen müssen.

    Rechnet man nach Mietervorstellungen weiter, müsste der Mieterkeller mindestens die gleichen 10% Wertanteil der Miete ausmachen wie der Gemeinschaftskeller. Dann müssen wohl, wenn schon etwas Dreck 10% ausmachen soll, mindestens 50% Wertanteil der Miete für eine mängelfreies Treppenhaus angerechnet werden. Wir sind inzwischen bei 70% der Miete angekommen und noch weit von der Wohnungstür entfernt. Wenn man in diesen Dimensionen weiterdenkt, wird man sicher noch den einen oder anderen Ansatz finden um bereits vor der Wohnungstür die Miete zu 100% auf die Gebrauchstauglichkeit irgendwelcher Gemeinschaftseinrichtungen zu verteilen. Dass es das nicht sein kann, wird sogar ein Mieter begreifen müssen.
     
  6. #5 bonnie2105, 24.11.2007
    bonnie2105

    bonnie2105 Neuer Benutzer

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    Mit Anwalt wäre uns das wahrscheinlich nicht passiert...

    Von "etwas Dreck" kann allerdings keine Rede sein. Wie in meinem ersten Post zu lesen, sieht es aus wie ein Schweinestall, und zwar im gesamten Keller. Mit normalen Schuhen kann man leider gar nicht mehr durch den Keller gehen. Überall liegt Bauschutt herum, und der Mist zieht sich durchs gesamte Treppenhaus. Also wenn ich Schweinestall schreibe, meine ich nicht "etwas Dreck". Wegen "etwas Dreck" kürzen wir keine Miete, das wird sogar ein Hausverwalter begreifen müssen.

    Um ein Missverständnis auszuräumen, welches sich aufgrund der mangelnden Beschreibung unseres Treppenhauses in meinem Eingangspost aufdrängt: Wir kürzen nicht nur wegen der zerbrochenen Scheibe, sondern wegen des allg. Zustandes des gesamten Treppenhauses. Der Putz bröckelt von den Wänden, die Geländer sind teilweise locker, die Wände und Decken schreien nach einem neuen Anstrich (noch nicht einmal gestrichen worden, und das Haus ist von 1960), die Sicherungskästen stehen auf, weil sie sich nicht mehr schließen lassen, die Oberlicher gehen nicht vollständig zu etc., etc. Diese Gründe haben wir dem Vermieter alle vor der Minderung genannt.
    Die Scheibe ist seit gestern erneuert, somit werden wir auch unsere Mietminderung entsprechend anpassen können.
     
Thema: Vermieter erkennt Mietminderung nicht an
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