Vermieter fordert Mietminderung zurück

Diskutiere Vermieter fordert Mietminderung zurück im Fristen Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Anfang 2009 kam es zu extrem starken Geruchs- und Schmutzbelästigungen durch meine direkten Nachbarn auf der Eatge. Zahlreiche Briefe an meine...

  1. #1 Delphine28, 13.01.2014
    Delphine28

    Delphine28 Gast

    Anfang 2009 kam es zu extrem starken Geruchs- und Schmutzbelästigungen durch meine direkten Nachbarn auf der Eatge. Zahlreiche Briefe an meine Vermieterin brachten weder Reaktion noch Verbesserung, dann ein Schreiben meines Anwalts mit der Ankündigung 10 % von der Netto-Miete zu kürzen. Das habe ich dann auch getan, da sich an dem Zustand nichts verbesserte, es im Gegenteil schlimmer wurde. Im Dezember 2013 fordert meine Vermieterin mich nun auf, die Mietminderung ab 2009 zurückzubezahlen. In der Zeit von 2009 - 2013 habe ich von meiner Vermieterin nie wieder etwas gehört, ich habe weiterhin Schriftverkehr an Sie geschickt und auch an unseren Hausverwalter. Ist es nach so einer Zeit rechtens, die Mietminderung zurückzufordern, wer kennt sich rechtlich hieb und stichfest damit aus?

    Danke schon vorab.

    Liebe Grüße
     
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  3. #2 Aktionär, 13.01.2014
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    Hallo Delphine28,

    z.B. Dein Anwalt. Der kennt den Fall ja bereits.
     
  4. #3 BHShuber, 13.01.2014
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    Hallo,

    hat der Anwalt lediglich mitgeteilt, dass die Miete, bei nichtänderung der Umstände gekürzt werden wird oder hat er mitgeteilt, dass die Miete definitiv ab dann und dann gekürzt wird.

    Konkludentes Dulden des Vermieters steht hier im Raum, sowie Verjährung von Forderungen.

    Soll sich doch der Herr Anwalt, der bereits das Mietkürzungsschreiben verfasst hat jetzt mit der Forderung befassen, was spricht dagegen?

    Gruß

    BHShuber
     
  5. #4 delphine28, 14.01.2014
    delphine28

    delphine28 Neuer Benutzer

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    Der Anwalt aus 2009 hat sich ins Ausland abgesetzt, so dass ich mir nun einen neuen Anwalt nehmen müsste!!!

    Wie sehen die Verjährungsfristen aus ?
     
  6. #5 BHShuber, 14.01.2014
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    klasse Anwalt

    Hallo,

    na das sind Anwälte, wegen Reichtum geschlossen, :45:

    Verjährungsfristen, guckst du hier:

    Verjaehrung im* Mietrecht

    Gruß

    BHShuber
     
  7. Andres

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    Kurze Verständnisfrage: Du minderst bis heute die Miete? Oder war das nur 2009?

    3 Jahre (§ 195 BGB). Die beginnen mit Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und in dem der Vermieter vom Anspruch Kenntnis erlangt hat oder haben müsste (§ 199 BGB). Die Sache mit der Kenntnis ist in diesem Fall einfach - das ist mit Fälligkeit der Mietzahlung gegeben.

    Ansprüche aus 2009 sind also mit Ende des Jahres 2012 verjährt, Ansprüche aus 2010 mit Ende des Jahres 2013. Ansprüche seit 2011 könnte die Vermieterin noch geltend machen.

    Die längere, 30jährige Verjährungsfrist gilt nur für titulierte Forderungen. Dazu müsste die Vermieterin zunächst einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragen. Vorsicht: Verjährung ist eine Einrede. Das bedeutet, dass man sich auf diesen Umstand berufen muss, um ihn geltend zu machen. Wenn die Vermieterin also einen Mahnbescheid beantragt, musst du diesem widersprechen, auch und ganz besonders, wenn die Forderung bereits verjährt ist.
     
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  9. RMHV

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    Das ist zwar richtig, trotzdem aber nur die halbe Wahrheit.
    Die Tilgungsverrechnung darf man nicht aus dem Auge verlieren. Stark vereinfacht könnten Zahlungen ohne genaue Tilgungsbestimmung auf die jeweils älteste Forderung des Vermieters anzurechnen sein mit der Folge, dass nicht ein Teil der "alten" Mieten offen wäre, sondern die neuesten Mieten.
    Die Frage der Verjährung wird man daher schon für den konkreten Fall beurteilen müssen.
     
  10. Andres

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    Stimmt. Wenn es dann an die Einzelfallprüfung geht, gäbe es auch noch weitere spannende Fragen zu klären, die ich auch noch nicht angesprochen habe.
     
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