Vermieter reagiert nicht

Diskutiere Vermieter reagiert nicht im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo Wir haben ein Problem, von dem wir dachten, es gäbe es gar nicht. Wir sind nach 18 Monaten Mietdauer im vergangenen November aus einer...

Dirk Z.

Hallo

Wir haben ein Problem, von dem wir dachten, es gäbe es gar nicht.

Wir sind nach 18 Monaten Mietdauer im vergangenen November aus einer gemieteten DDH ausgezogen. Damals wurde vereinbart, daß wir zwecks Renovierung zwei Kostenvoranschläge einholen. Diese beliefen sich auf 1500€ (ortsansässige Firma) und 760€ (Internetauktion Firma in der Nähe). Unser Anteil gemäß des Mietzeitraumes beträgt also 260€ bei der preiswerten Firma.

1.Einen Tag nachdem wir nach Überprotokoll ausgezogen waren, rief uns der Vermieter an und sagte, daß bei der Terassentür die Scheibe gesprungen sei. Müssen wir das bezahlen?

2. Einige Wochen später , auf meine Frage nach der Renovierungsrechnung, sagte mir der Vermieter, daß sich die preiswerte Firma nicht gemeldet hat und man deshalb die teure engagiert hätte. Muss ich die Mehrkosten tragen?

3. Wiederum einige Wochen später, wiederum auf mein Fragen nach einer Rechnung schrieb man mir, daß sich die Renovierungskosten verdoppelt hätten, muss ich das akzeptieren?

Als bis heute noch keine Rechnung ankam, rief ich die "beauftragte" Firma an und fragte nach der Rechnung und erfuhr, daß diese da nicht renoviert hätte, sondern nur die besagte Scheibe gewechselt hätte. Nun könnte mich das alles kalt lassen, wenn wir nicht ein Kautionskonto hätten, auf dem 1300€ liegen und dergestalt ist, daß der Vermieter ohne jeglichen Grund rankommt (Hamburger Sparkasse).

Wie kann ich den Vermieter "zwingen" dem ganzen ein Ende und das Kautionskonto frei zu machen. In gutem Glauben 260€ überweisen und um eine Freigabe zu bitten möchte ich nach diesem Verlauf nicht tun, da ich nicht mehr von lauteren Absichten des Vermieters ausgehen kann.

4. Macht es Sinn diese Geschichte einem Anwalt zu übergeben und wer kommt dabei für die Kosten auf?

5. Gibt es "Mahnstufen" die wir vorab bewältigen sollten/müssen?

vielen Dankl schon mal vorab
Dirk Z.

ps: sämtliche Betriebskosten wurden direkt von uns bazahlt, also dies kann kein Grund sein.
 

Beluga

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Versuche erst mal mit dem Vermieter zu reden, mache ihm klar, dass seine Handlungs-
weise unlauter ist. Verlange von ihm die Klarheit, was sich da eigentlich abspielte.
Sage ihm wozu Du bereit bist zu übernehmen und was nicht, und fordere die Restkaution zurück. Drohe ihm mit Anwalt, wenn er unvernünftig bleibt. :tröst
 

Jerry

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Ist ja echt ein interessanter Vermieter...

Normalerweise ist ein Übergabeprotokoll doch bindend - "nachschieben"... ist das überhaupt zulässig? Ich würde meinen, wenn beide Seiten unterschrieben haben, war's das auch.

Was die Renovierungskosten angeht - es ist doch offensichtlich, was hier laufen soll. Wenn Du zum Renovieren verpflichtet bist, musst Du die Kosten tragen, die für eine tatsächliche Durchführung der Arbeiten angefallen sind. Keine Arbeiten - keine Verpflichtung. Es gibt mglw. Pauschalsätze, die angesetzt werden können, wenn der Vermieter die Arbeiten selbst oder irgendwann später auf eigene Rechnung durchführen lässt - aber Du musst eine Chance haben, mit einer nachvollziehbaren Ansage da raus zu kommen. Die belegte Handwerkerrechnung ist da sicherlich die beste Option.

Dass der Vermieter nicht zwangsläufig der Internetauktion folgt, kann ich noch verstehen - nicht jedes Angebot da ist neben günstig auch gut. Auch "schwarz" machen lassen darf man sowas nicht - die Einsparungsmöglichkeiten sind also sehr begrenzt. Wenn Du die Arbeiten selbst in Auftrag geben könntest, hättest Du die bessere Kostenkontrolle, aber der Zug erscheint mir abgefahren.

Die Sache mit den "verdoppelten Kosten" obwohl gar nichts passiert ist, riecht nach... na Du weisst schon wonach. Da würde ich langsam auch über ein Mitglied der rechtsberatenden Fraktion nachdenken...

Mahnstufen oder sowas gibt's da im übrigen nicht - wenn Du zum Anwalt gehen willst, kannst Du das jederzeit tun. Der sagt Dir dann schon, was durchsetzbar ist und was nicht - und auch, wer die Musik bezahlen darf. Ich kann hier nur aus anderen Berichten von Bekannten schliessen, und da hat der Anwalt regelmäßig der anderen Partei zusammen mit der Forderung auch gleich eine Kostennote zugeschickt...

Schade, dass heutzutage scheinbar nichts mehr auf dem "normalen" Weg zu regulieren geht.

Jerry
 
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