Vermieter Rechtschutzversicherung - noch möglich?

Diskutiere Vermieter Rechtschutzversicherung - noch möglich? im Versicherungen Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo Community, ich vermiete eine Wohnung in Köln (Altstadt Nord) an einen Mieter welchen ich übernommen habe mit dem Kauf im Jahr 2016. Ich...

halione

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Hallo Community,

ich vermiete eine Wohnung in Köln (Altstadt Nord) an einen Mieter welchen ich übernommen habe mit dem Kauf im Jahr 2016.
Ich habe ein Mieterhöhungsverlangen auf den Weg gebracht und habe 10% mehr Miete gefordert, die Miete wurde bisher nie erhöht.
Nun hat mir der Mieter mit seinem Anwalt geschrieben das es wohl einen Schimmelbefall in der Wohnung gibt und weitere Kleinigkeiten wie Kellertür wären defekt.
Von diesem Schimmelbefall wurde ich vorher nicht von dem Mieter in Kenntnis gesetzt, allerdings weiß ich das es bereits mit dem Verkäufer mal Streitigkeiten gab, da folgte aber eine Balkonsanierungen und seit dem gab es keine Probleme mit Schimmelbefall mehr, zumindest war das die damalige Aussage.
Bevor ich nun weiter mit dem Fall mache hatte ich mir überlegt ob es nicht doch besser wäre eine Rechtschutzversicherung abzuschließen?
Allerdings frage ich mich ob es jetzt schon zu spät ist, da er ja bereits einen Anwalt eingeschaltet hat.

Wäre es noch möglich eine Rechtschutzversicherung abzuschließen und die Mieterhöhung ertsmal ad acta zu legen und nach 3 Monaten Wartezeit erneut aktiv zu werden?
Natürlich würde ich mir in der Zwischenzeit den vermeidlichen Schimmel Schaden erstmal ansehen um weiter Schritte zu bestimmen.

Woran wird es ausgemacht das eine Rechtschutzversicherung auch Wirkung hat wenn jetzt diese Themen bereits mit Anwalt im Raum steht?

Wäre Euch über Eure Einschätzung dankbar

LG
Matthias
 
Andres

Andres

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Bevor ich nun weiter mit dem Fall mache hatte ich mir überlegt ob es nicht doch besser wäre eine Rechtschutzversicherung abzuschließen?
Meiner Meinung sind Rechtschutzversicherungen etwas für Leute, die nicht rechnen können. Nachfolgend wieder einmal die drei Gründe, warum man eine Versicherung hat:
  • Es ist Pflicht - ist es hier aber nicht. Gilt z.B. für die Kfz-Haftpflicht.
  • Der Schaden wäre wirtschaftlich ruinös - wenn eine vielleicht nicht durchsetzbare Mieterhöhung in diese Kategorie fällt, hat man ganz andere Probleme. Die Gebäudeversicherung ist so ein Kandidat, außerdem praktisch alle Pflichtversicherungen.
  • Die Versicherung berechnet den Schadensbedarf falsch - ist ganz selten, denn so gut verstehen die Versicherungen ihr Geschäft dann schon.
Bleibt noch die subjektive Sicherheit, die man aber bezahlt. Man muss sich immer vor Augen führen: Von den Prämien führen die Versicherung 19 % Versicherungssteuer ab, decken ihre Kosten, realisieren ihren Gewinn und können nur als Versicherungsleistungen ausschütten, was danach noch übrig bleibt. Langfristig zahlt der Versicherungsnehmer zwangsläufig drauf, daher geht es nur um die Absicherung für ruinöse Schäden.

Allerdings frage ich mich ob es jetzt schon zu spät ist, da er ja bereits einen Anwalt eingeschaltet hat.
Der Anwalt dürfte egal sein, aber die Ursache des Streits (sei es nun der Mangel oder die Mieterhöhung) ist bereits eingetreten. Nach den meisten Versicherungsbedingungen dürfte damit ein Ausschlussgrund vorliegen. Klärst du aber besser mit der Versicherung deiner Wahl.

Wäre Euch über Eure Einschätzung dankbar
Typisches Theater: Die Mieterhöhung hat nichts mit der Mietminderung zu tun, also weiterhin die Erhöhung verfolgen, gleichzeitig die Mängel abstellen, sofern sie denn bestehen.
 

Ferdl

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Ich frage mich eher ob der Mieter es versäumt hat bestehende Schäden fristgerecht zu melden.
 
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