Vermieter und Lokalpolitik

Diskutiere Vermieter und Lokalpolitik im Was nicht passt - der Small-Talk Forum im Bereich Off-Topic; Hallo, achtet Ihr als Vermieter eigentlich auch auf die Lokalpolitik und ihren Einfluss auf den Ort als ganzes und Eure Immobilie im Besonderen?...

  1. Andy

    Andy Erfahrener Benutzer

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    Hallo,

    achtet Ihr als Vermieter eigentlich auch auf die Lokalpolitik und ihren Einfluss auf den Ort als ganzes und Eure Immobilie im Besonderen?
    Was macht ihr da konkret?

    Ich bin ja Vermieter eines EFH in einem Bade-/Ferienort am Meer. Mir ist in den letzten Jahren aufgefallen, dass es immer wieder zu Grundstücksaufteilungen kommt. Da wird dann auf einem Grundstück, auf dem ursprünglich ein EFH stand, ein kleines MFH gebaut oder sogar eine kleine Zeile Reihenhäuser.

    Das führt dann dazu, dass die Gegend insgesamt schlechter dasteht. Also ursprünglich war "mein" Stadtteil eine Gegend, in der alle Grundstücke so ca. +/- 1000qm groß waren mit je einem mittelgroßen EFH.
    Nun kommen immer mehr diese 4-6 Parteien MFHs oder kleine Reihenhauszeilen und stören den Gesamteindruck der Gegend.

    Was kann man da als Grundstückseigentümer tun? (Ich bin jedoch kein Bürger dieser Kleinstadt am Meer. Ich wohne in Hamburg und habe hier Stimmrecht)
    Trotzdem: Was kann man tun?

    Wie sicher sich z.B. die Leute an der Elbchaussee in Hamburg dagegen ab, dass die Grundstücke aufgeteilt und mit Reihenhäusern zugestellt werden?
    Einfluss auf Bebauungsplan?
    Wie?
    Was kann ich tun als ortsfremder Eigentümer?
     
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  3. #2 lostcontrol, 07.01.2010
    lostcontrol

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    ich halt mich da schon auf dem laufenden, wähle entsprechend und hab auch schon mal an einer bürgerinitiative mitgewirkt.

    ganz einfach, in dem sie nicht verkaufen (bzw. die grundstücke kaufen, d.h. mehr bieten als die bauträger, die die reihenhäuer hinstellen).

    das kannste leider vergessen, der richtet sich nicht nach privatinteressen sondern nach den interessen der gemeinschaft. und wenn nun mal mehr wohnraum gebraucht wird...

    garnichts. ausser vielleicht 'ne bürgerinitiative anschubsen, aber ob die viel bringt ist halt fraglich...
    bzw. du kannst natürlich die grundstücke aufkaufen bevor sie ein reihenhaus-bauer kauft, aber das könnte sehr, sehr teuer werden...
     
  4. Andy

    Andy Erfahrener Benutzer

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    Ich hab mal etwas gegoogelt und dabei ist mir das Stichwort "Villenklausel" aufgefallen. Sowas gab es früher mal. In einer solchen Klausel wird die Bebauung näher geregelt und nach diesen Regeln sind dann Reihenhäuser oder gequetschte MFHs unmöglich. Genausowenig eine Aufteilung eines 1000qm Grundstücks in 2x500qm und dann zwei gequetschte EFHs, bei denen man jeweils auf der Terrasse dem nächsten Nachbarn in die Kaffeetasse gucken kann.

    Oder heutzutage "Millieuschutz". Das geht wohl in die Richtung?

    Ich könnte langfristig meine Einnahmen aus dem Grundstück sicher auch mehr als verdoppeln, wenn ich das Haus abreiße und da stattdessen eine Zeile Reihenhäuser hinstelle. Manche Reihenhäuser haben ja nicht mal 180qm Grundstücksfläche(!) Wie sowas dann in Natura aussieht... Hühnerbatterien. Mein Großvater würde im Grab rotieren. Und nicht nur der.
    Es kann doch nicht sein, dass nur aufgrund von überzogenem Profitdenken die ganze Gegend vor die Hunde geht!

    Also geht da etwas mit "Villenklausel" oder "Millieuschutz"?
    Wie stellt man sowas an?
     
  5. #4 lostcontrol, 07.01.2010
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    tja, wir leben nun mal in einer profitorientierten gesellschaft...

    na sicher kann das sein.
    das ist das risiko jedes immo-eigentümers, dass die umgebung sich verschlechtert.

    vergiss es. der bebauungsplan geht vor, und auf den wirst du nur dann einfluss nehmen können, wenn du entweder selbst in die politik gehst oder wenigstens "richtig" wählst...
     
Thema: Vermieter und Lokalpolitik
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