Vermieter verweigert Auszahlung von Guthaben aus Betriebskostenabrechnung

Diskutiere Vermieter verweigert Auszahlung von Guthaben aus Betriebskostenabrechnung im Sicherheitsleistung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Mach dir deswegen keinen Kopf. Das ist nur mal wieder die dotssche Wortklauberei, bei der er spitzfindiger ist als jeder halbwegs vernünftig...

  1. #21 Chessala, 30.07.2019
    Chessala

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    Uff danke, das ist gut zu wissen!
     
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  3. #22 ehrenwertes Haus, 30.07.2019
    ehrenwertes Haus

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    @Chessala

    Ich bin zwar kein Freund von Mietervereinen (weil dort viel Blödsinn erzählt wird), in deinem Fall möchte ich aber doch dazu raten, dass du mit deinen Unterlagen dort vorstellig wirst. Das geht für eine kleine Mitgliedsgebühr.

    Mit Sicherheit kann man dir dort eine erste Einschätzung zur evt. Verrechnung von Nebenkostenguthaben geben und deinen Mietvertrag inhaltlich besser erklären als wir. Uns liegen keinerlei Kenntnisse darüber vor. Ich habe den Eindruck, dass du dir gar nicht so sicher bist, was da im Mietvertrag wirklich vereinbart wurde.
    Wenn du magst, kannst du den Mietvertrag auch hier hochladen, anonymisiert bitte.


    Normalerweise darf ein VM die Mietkaution nicht einfach erhöhen oder die Kaution aus irgendwelchen Guthaben des Mieters aufstocken. Aber keine Regel ohne Ausnahmen. Die Kaution darf max. 3 KM betragen. Du sagst die Kaution wurde nur in Höhe einer KM vereinbart. Sicher, dass es keine weiteren Vereinbarungen gibt mit der die Kaution von anfänglich 1 KM auf 3 KM aufgestockt werden soll? Das wäre z.B. auch mit einer Ratenvereinbarung oder Vereinbarung zur Verrechnung mit NK-Guthaben möglich.


    Mein Vorgehen an deiner Stelle wäre
    1. NK-Abrechnungen prüfen, ob sie wirklich korrekt sind. Über Kleinigkeiten, ohne ernsthafte Auswirkungen auf Guthaben bzw. Nachzahlung, kann man evt. hinwegsehen, wenn der Hausfrieden höhere Prio hat.
    2. Prüfen, was es mit den "verrechneten" Beträgen auf sich hat, die nicht ausgezahlt wurden. Wurde korrekt verrechnet oder gibt es auch da Unstimmigkeiten?
    3. Kautionsanlage prüfen. Die Kaution muss vom VM-Vermögen getrennt angelegt sein. Z.B. ein Sparbuch auf den Namen des Vermieters wäre nicht erlaubt.

    Bei allen Punkten, bei denen du dir unsicher bist, Fachleuten alle Unterlagen vorlegen und dazu befragen.
    In den Verträgen kommt es wirklich auf den ganz genauen Wortlaut an, um zu wissen was wirklich vereinbart wurde. In dem Punkt hat dots schon Recht sehr pedantisch zu sein, weil da gerne was übersehen wird, besonders, wenn man nicht weiß worauf zu achten ist.


    Ich denke ganz viele Kleinvermieter machen gerade bei den NK-Abrechnungen und der Kautionsanlage Fehler aus Unwissenheit.
    In den meisten Fällen ist das auch nicht wirklich schlimm. Probleme macht das oft erst, wenn weitere Diskussionspunkte im Mietverhältnis hinzukommen und Anwälte eingeschaltet werden (müssen).
    Wenn dein Mieterverhältnis bisher gut läuft, stehen die Chancen gar nicht so schlecht die jetztigen Diskussionspunkte auch irgendwie einvernehmlich aus der Welt zu schaffen.
     
  4. Nanne

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    Woher weißt Du was ich eben gedacht habe?:15:
     
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  5. #24 immobiliensammler, 30.07.2019
    immobiliensammler

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    Generell stimme ich Euch allen zu, der Mieter ist hier wohl im Recht, nachträgliche Anhebung Kaution geht nicht etc etc.

    Aber der Mieter sollte halt gerade in dieser Konstellation immer einen Plan B im Hinterkopf haben, falls der Vermieter die Karte "erleichterte Kündigung Zweifamilienhaus" zieht.
     
  6. Nanne

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    Hallo, Chessala, informiere Dich besser über das Mietrecht, es gibt gut verständliche Lektüre. Ein wohlgemeinter Rat.
     
  7. #26 ehrenwertes Haus, 30.07.2019
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    Jupp, deswegen auch nicht unbedingt auf die Einhaltung der Vorschriften zu genau sehen. 5 gerade sein lassen ist nicht immer die schlechteste Wahl, selbst wenn rein rechtlich betrachtet mehr drin wäre.
    Lieber ein paar Euro dem VM schenken, als unter Zeitdruck sich eine neue Bleibe suchen müssen.
     
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  8. #27 Benni.G, 30.07.2019
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    Und bevor du die neue Bleibe mieten kannst, solltest du möglichst 3 Monats-Kaltmieten auf der hohen Kante haben.
    Deine aktuelle Kaution - egal ob 500 €, 750 € oder 1.000 € bekommst du nicht unbedingt (in den seltensten Fällen) direkt nach dem Auszug zurück.
     
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  9. #28 Papabär, 30.07.2019
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    Nja, im vorliegenden Fall hat wohl selbst dots nicht wirklich erwartet, dass die Kaution wie die Panini-Sammelbildchem im Mietvertrag (ab Seite 4) eingeklebt wurde - es gibt jedoch genügend Fälle, wo die sog. umgangssprachliche Ausdrucksweise zu Verständnisproblemen und damit u. U. sogar zu fehlerhaften Antworten geführt hat.


    Also wenn man sich die Belege aufhebt und der Vermieter nicht nachweisen kann, dass man Kenntnis von dieser merkwürdigen Kautionsaufstockung hatte, verschenkt man ja nicht unbedingt etwas. Lediglich die Rückforderung wird dann etwas aufwändiger ... aber darum kann man sich kümmern, sobald man eine neue Bleibe gefunden hat und das Risiko einer erleichterten Kündigung nicht mehr relevant ist.
    Das Anfordern irgendwelcher schriftlichen Nachweise über die Verwendung der BK-Guthaben ist daher zum jetzigen Zeitpunkt vielleicht nicht die klügste Maßnahme. Solange man von einer Veruntreuung keine Kenntnis hat, fängt die Verjährungsfrist noch nicht an.

    So eine "dumme Sumpfkuh" ist für mich auch dann ein NoGo, wenn sie sich auf andere Personen bezieht. Letztens hatte sich eine Mietinteressentin in ähnlichen Worten darüber ausgelassen, dass die anderen Interessenten so lange für die Besichtigungen gebraucht haben und sie daher eine Weile vor der Tür warten musste. Alleine von den Unterlagen her wäre sie für die Wohnung locker in Frage gekommen ... diese eine Entgleisung (die sie ja quasi auf abwesende Dritte bezog) reichte mir aber aus, um einen ansonsten gleichwertigen Mitbewerber zu wählen. Langfristig schaffen solche Leute Unfrieden im Haus ... und den brauche ich nicht.
    Bei der Auswahl eines Vermieters wäre ich bei solchen Äußerungen zumindest skeptisch.
     
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  10. #29 ehrenwertes Haus, 30.07.2019
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    Jein...

    Die feine Art ist es nicht sich so über Andere zu äußern.
    Je ne familiärem Hintergrund, ist das aber nicht mal wirklich abfällig gemeint.

    Einer unserer ehemaligen Studis konnte bei Mietbeginn auch nicht ohne Kraftausdrücke über Leute reden die ihn irgendwann mal genervt hatten.
    Trotzdem wurde an ihn vermietet. Abgesehen von der anfangs sehr gewöhnungsbedürftigen Sprache und Benehmen, ein prima Mieter gewesen.
    Mit "Nachhilfe" in Wortwahl, Tischmanieren und einigen anderen Benimmregeln, wurde dieser Studi sogar gesellschaftsfähig für gehobenere Ansprüche.

    Das war eines der Steckenpferde meiner Eltern, auch Leuten mit wenig aussichtsreicher Startposition eine Chance zu geben. Aus einer finanziellen Position heraus, bei der sie auf diese Mieten nicht angewiesen waren.
    Ganz sicher ist das nicht zum allgemeinen Nachahmen geeignet, vielleicht aber zum Nachdenken über die eigenen Vorurteile.
     
  11. #30 Papabär, 30.07.2019
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    Das mag bei einer Vermietung mit 3-4 Interessenten durchaus okay sein. Wenn ich aber 20 gute Mietinteressenten habe und davon 19 ohnehin absagen muss (weil mehr als 1 x kann ich die Wohnung ja nicht vrmieten), genügt mir jedes Staubkorn auf der sonst so weißen Weste als Grund.
    Und wenn ich gar kein Staubkorn finde, muss da bestimmt auch was faul sein ... :wie:?
     
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  12. #31 Chessala, 13.08.2019
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    Ok, entschuldigt die Stille. Ich habe erstmal ein bisschen Abstand von dem Thema genommen, um m ich auch emotional etwas zu beruhigen.

    ich habe jetzt eine Idee, wie wir das Ganze hoffentlich gütig lösen können. Ich bin eine friedliche Person und möchte wirklich kein böses Blut, bin aber aus gesundheitlichen Gründen jedoch zumindest auf einen Teil des Geldes angewiesen. Wir hatten nebenbei schon vorher beschlossen bei einem eventuellen Guthaben dieses mal um Auszahlung zu bitten, gerade wegen der momentanen Situation. Das Ganze hat also nichts mit dem Betrag zu tun.

    ich verstehe jedoch auch, dass man als Vermieter seine Sorgen hat und bin durchaus gewillt hier einen Kompromiss einzugehen, vielleicht eine Teilung der Summe. Natürlich wäre es mir lieber ich könnte einfach sagen "lass gut sein", das geht jedoch leider nicht.

    Und natürlich ist es klar, dass das Geld beim Auszug idealerweise ausgezahlt wird. Da wir jedoch nicht wissen, ob wir in den nächsten Monaten etwas anderes finden, spielt das hier eher weniger eine Rolle.

    Ich habe nun auch zusammen mit dem Mieterschutzbund eine Zusatzvereinbarung ausgearbeitet, die dieses Thema hoffentlich in Zukunft regelt und fpür beide Seiten annehmbar ist. Ich habe jetzt um ein gespräch gebeten (welches bisher nicht passiert ist) und werde dann hier berichten.

    Erstmal danke für die Einsichten!
     
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