Vermieter will Kaution teilweise einbehalten

Dieses Thema im Forum "Sicherheitsleistung" wurde erstellt von MaidMary, 21.08.2007.

  1. #1 MaidMary, 21.08.2007
    MaidMary

    MaidMary Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    21.08.2007
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Hallo zusammen,

    ich weiß einfach nicht mehr weiter und hoffe es kann mir jemand von euch helfen.

    Seit ich vor fast 4 Monaten gekündigt habe, gibt es mit meinem alten Vermieter nur Probleme. Das fing mit Kleinigkeiten an, als ich noch in der alten Wohnung wohnte. Als ich dann auszog, war mein Vermieter bei der Wohnungsübergabe nicht anwesend und schickte einen Vertreter, der dann das Übergabeprotokoll schrieb. Dieser schrieb da rein, dass sämtliche Fußleisten lose wären. Daraufhin sagte ich ihm, dass das bereits beim Einzug der Fall gewesen wäre. Zu der Wohnung gehörte auch ein Dachboden direkt über der Wohnung. Da gab der Vertreter an, dass dieser nicht entrümpelt wäre. Das Problem ist nur, dass diese Sachen mir nicht gehören, die dort wahrscheinlich schon seit Jahren lagern. Das gab ich auch so im Übergabeprotokoll an. Der Vertreter meinte dann, dass das mein Vermieter dann klären müsste und dass ja im Übergabeprotokoll von meinem Einzug stehen würde, was dort oben alles gewesen ist.
    Mein Problem ist, dass bei meinem Einzug kein Übergabeprotokoll gemacht wurde und ich nie mit dem Vermieter auf dem Dachboden gewesen bin. Als ich dann das erste Mal dort hoch ging traf mich fast der Schlag. Dort stand allerlei Gerümpel, wo laut Vermieter nur Türen sein sollten, die noch zu der Wohnung gehörten. Um an die Türen zu kommen, musste allerlei Kram zur Seite geräumt werden. Dabei fand ich auch alte Flaschen, gelbe Säcke mit Abfällen darin und anderen offensichtlichen Abfall, den ich entsorgte. Ich überlegte mir sogar mit meinem Vermieter zu sprechen, dass ich die anderen Sachen gerne auf meine Kosten auf den Sperrmüll stellen wollte, um auf dem Dachboden Wäsche aufhängen zu können. Dazu kam es aber nie.
    Als ich vorgestern bei meinem Vermieter anrief und nachfragte, was denn jetzt mit der Kaution wäre, meinte er nur, dass er mir die Entsorgung des Gerümpels auf dem Dachboden noch in Rechnung stellen wollte, aber dafür würde er es sich erstmal ansehen müsen und er käme erst Ende der Woche dazu.
    Darufhin sagte ich nochmal, dass ich meine Sachen entsogt hätte. Er meinte darauf, dass die Sachen sehr wohl von mir wären, weil er genau wüsste, was vorher dort oben war. Und jetzt hätte er dort noch Sachen von mir gesehen. Als ich dann fragte, wie er das gesehen hätte, wenn er erst Ende der Woche dazu käme dort nachzuschauen, lenkte er vom Thema ab. Dann fing er nämlich mit dem zweiten Pumkt an, nämlich damit, dass ich das Umkraut auf dem Bürgersteig nicht entfernt hätte.
    Deswegen rief er mich vor einem Monat kurz vor meinem Auszug schon mal an. Bis dahin wusste ich gar nicht, dass das Unkraut auf dem Bürgersteig zu entfernen ist. In der Hausordnung steht nämlich nur "Bürgersteig, Müll, Keller" mit dem jeweiligen Monat in dem man dran ist. Ich ging davon aus, dass es nur Fegen bedeutet und habe dementsprechend nur gefegt. Als ich das Unkraut dann zwei Tage nach dem Anruf des Vermieters entfernen wollte war es weg. Jetzt will mir mein Vermieter die Entfernung des Unkrauts in Rechnung stellen, bzw. bei der kommenden Nebenkostenabrechnung mit aufführen.
    Der Vermieter sagte mir noch, dass sich die Nachbarn bei ihm beschwert hätten, dass ich das Unkraut nicht weg gemacht hätte und sich geweigert haben es zu machen. Die Nachbarn haben mich nur nie darauf angesprochen.
    Mittlerweile bin ich auch soweit, dem Vermieter die Renovierung der Küche soweit in Rechnung zu stellen, wie es mir zusteht. Als ich einzog war kein vernünftiger Wasseranschluss vorhanden. Nur insoweit, dass man die Spüle vor die Tür stellen konnte. Ich habe dann einen 1m langen Wasseranschluss legen lassen, um die Spüle vernünftig an die Wand stellen zu können, sodass man noch in die Küche hinein kam. Zudem habe ich noch die halben Wände der Küche mit neuen Kacheln belegen lassen, da die alten verschiedene Größen hatten und krumm und schief verlegt waren. Dafür mussten die Wände von einem Maurer erstmal aufbereitet werden. Alles natürlich mit Rücksprache des Vermieters und auf meine Kosten. Der Wasseranschluss liegt jetzt auch noch so und wird von der Nachmieterin verwendet.
    Ich weiß nicht, wie ich jetzt weiter vorgehen soll. Ist es sinnvoll darauf zu bestehen, dabei zu sein, wenn der Vermieter den Dachboden besichtigt? Und kann ich darauf bestehen, dass ich den Wasseranschluss entweder abmontieren und mitnehme in dem Zuge oder eine Rechnung dafür vorlege?
     
  2. AdMan

    Schau mal hier in diesem Ratgeber. Dort findet man viele Antworten!

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2 Thomas123, 21.08.2007
    Thomas123

    Thomas123 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.02.2007
    Beiträge:
    865
    Zustimmungen:
    1
    Wichtig ist: Was gibt es schriftlich???

    Alles, was der Vermieter will, muß er notfalls (vor Gericht) beweisen! Also dass es dein Gerümpel auf dem Dachboeden ist, usw....!

    Es kommt also darauf an, ob das Gerümpel auf dem Dachboden irgendwo (schriftlich) erfasst ist, dass es dem Mieter (also dir) gehört. Es gibt ja kein Übergabeprotokoll... :zwinker

    Falls das nicht der Fall ist, schreib dem Vermieter einen freundlichen Brief.

    Und stelle einfach mal eine Gegenrechnung auf... mit Rechnungen. Du hast hoffentlich seine Zustimmung zu den Umbauten???

    Ansonsten gehst du, falls er weiter stur bleibt und dir die Kaution vorenthält, zum Rechtsanwalt, oder zum Mieterschutzverein, da wird dir geholfen!. :zwinker

    Schreib mal, wie er sich anstellt. Dann sehn wir weiter.

    Grüße Thomas 123
     
  4. #3 MaidMary, 21.08.2007
    MaidMary

    MaidMary Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    21.08.2007
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Also kann der Vermieter eigentlich nichts machen, weil er bei der Wohnungsübergabe an mich nichts schriftlich festgehalten hat?
    Viel umgebaut worden ist ja nicht. Ich hatte als ich beim Einzug mit dem Vermieter in der Wohnung war gesagt, dass ich die Fliesen in der Küche neu verlegen will. Da meinte er nur, dass ich das gerne machen könnte. Es gab also nur eine mündliche Erlaubnis.
    Der Maurer hat nur eine Schicht Putz draufgelegt, da die Wände sehr uneben waren (sogar mit kleinen Hügeln drin).
    Der Wasseranschluss ist auf dem Putz verlegt worden. Wäre also ohne Beschädigungen wieder abzumontieren.
     
  5. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    16.07.2005
    Beiträge:
    3.747
    Zustimmungen:
    61
    Das ist Wunschdenken. Der Mieter hat die Mietsache vollständig geräumt zurück zu geben. Der Vermieter muss also nicht beweisen, wer wann was hinterlassen hat, sondern lediglich die Tatsache, dass die Mietsache nicht vollständig geräumt wurde. Dieser Beweis wird nicht schwer zu führen sein. Behauptet der MIeter, das Gerümpel wäre bei Mietbeginn schon vorhanden gewesen, wird er diese Behauptung beweisen müssen. Dies könnte ohne Übergabeprotokoll schwierig werden.

    Soll ich darüber lachen oder eher weinen? Soweit nicht abweichende Vereinbarungen bestehen, wird man den bei Übergabe vorhandenen Zustand als vertragsgemäß ansehen müssen. Wenn der Mieter anschließend Umbauten vornimmt ist dies, egal ob genehmigt oder nicht, sein Privatvergnügen. Hier wird der Mieter damit zufrieden sein müssen, dass vom Vermieter nicht der Rückbau verlangt wurde.

    Die Drohung mit der Wegnahme eines Wasseranschlusses wird den Vermieter sicher dazu bewegen, jegliche Mieterforderung umgehend zu erfüllen... :lol
    Will der Mieter denn wirklich noch Aufwand betreiben um den einen oder anderen Meter relativ wertlose Wasserleitung mitzunehmen? Nicht zu vergessen, dass auch die Fliesen zu entfernen und der ursprüngliche Zustand wiederherzustellen wäre.
    Lassen wir mal offen, ob die wirtschaftlich unsinnige Durchsetzung des Wegnahmeanspruchs nicht ohnehin rechtsmissbräuchlich und damit unzulässig wäre. Der Wegnahmeanspruch richtet sich gegen den Vermieter. Da die Wohnung neu vermietet sein soll, müsste der Zugang zur Wohnung aber gegen den neuen Mieter durchgesetzt werden. Stellt sich also die nächste Frage: warum sollte der neue Mieter zulassen, dass in seiner Wohnung der Wasseranschluss herausgerissen und an einer anderen Stelle wiederhergestellt wird?

    Falls der Anwalt nicht dringend einen Prozess benötigt, wird er dem Mieter sicher nicht vorenthalten, dass die Rechtsprechung dem Vermieter für die Kautionsabrechnung einen Zeitrahmen bis zu 6 Monaten zugesteht. Dies ist die Verjährungsfrist für Ersatzansprüche wegen einer Verschlechterung der Mietsache. Stehen noch Betriebsksotenabrechnungen aus, kann auch darüber hinaus ein angemessener Teil der Kaution zurückbehalten werden.
     
  6. #5 Thomas123, 22.08.2007
    Thomas123

    Thomas123 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.02.2007
    Beiträge:
    865
    Zustimmungen:
    1
    Wenn der Vermieter die Zustimmung zu den Umbauten gab, hat er sich damit einverstanden erklärt, dass der ursprüngliche Zustand der Mietsache geändert wird.
    Ein Zurückbau kann er m. E. dann nicht fordern.

    Stimmt, der Vermieter dar einen Teil der Kaution zurückbehalten, wenn damit zu rechnen ist, dass Nachforderungen aus der Nebenkostenabrechnung noch zu zahlen sind.
     
  7. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    16.07.2005
    Beiträge:
    3.747
    Zustimmungen:
    61
    Mit der Genehmigung von Umbauten hat der Vermieter keinesfalls automatisch auf seinen Rückbauanspruch verzichtet. Dieser Verzicht bedarf einer expliziten Erklärung.
    Beruft der Mieter sich auf einen Verzicht des Vermieters auf den Rückbau, muss er dies auch beweisen.
     
  8. Dr.No

    Dr.No Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    19.03.2007
    Beiträge:
    584
    Zustimmungen:
    0
    Ich teile die Auffassung von RMHV.

    Darüberhinaus schwebt mir noch eine mögliche Pflichtverletzung vor.
    Wenn der Mieter feststellt, dass ein Dritter sich ein Recht an der Mietsache anmaßt
    (hier Sachen abstellen) ist er verpflichtet dies dem Vermieter mitzuteilen.

    Die Mieterin hat dies ja auch vorgehabt, aber dann "verschlampt".
    Hätte sie es getan, dann hätte der Vermieter den Dritten zur Räumung
    bewegen können. Jetzt ist der Zug vermutlich abgefahren. Für die Kosten
    wird die Mieterin aufkommen müssen.


    EDIT

    Hallo Capo,

    schau mal was der BGH von sich gegeben hat. Achtung, ist noch "körperwarm":

    BGH, Urteil vom 17.07.2007, Az.: VIII ZR 387/04

    Leitsatz:

    Vereinbaren die Parteien eines Mietvertrages, dass der Mieter an der Mietsache Veränderungen vornehmen darf, die ausschließlich in seinem eigenen Interesse liegen, kann von einem stillschweigenden Einverständnis der Parteien auszugehen sein, dass der Mieter hierfür keinen Aufwendungsersatz beanspruchen kann.
     
  9. #8 Thomas123, 23.08.2007
    Thomas123

    Thomas123 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.02.2007
    Beiträge:
    865
    Zustimmungen:
    1
    In eine Mietwohnung würde ich an Kosten für "Umbaumaßnahmen" keinen Cent stecken. Gehört mir ja nix!!!

    Da hat der Mieter Fehler über Fehler gemacht. Aber wie heißt es so schön: Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei.
    Und mancher Richter läuft halt "neben der Kapp" und fällt (weltfremde) Urteile, die ein anderes Gericht wieder "kassiert". Warum sollte unsere Mieterin nicht an einen "mieterfreundlichen" Richter geraten?

    Merke: 2 Juristen = 5 Meinungen...je nach Bedarf und Laune.

    (Bei Gutachten ist zunächst die Frage zu beantworten: wer zahlt?....leider....)


    Grüßle Thomas123
     
  10. #9 MaidMary, 23.08.2007
    MaidMary

    MaidMary Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    21.08.2007
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Ich habe jetzt nochmal mit dem Vermieter gesprochen und gesagt, dass ich gerne dabei wäre, wenn er sich die Sachen ansieht. Ich würde dann einen Verwandten mitbringen und die Sachen die von mir sein sollen mitnehmen. Daraufhin meinte der Vermieter, dass er keine Zeit hätte mitzukommen und ich schon selbst einen Termin mit der Nachmieterin machen soll. Ich meinte, dass ich ja gar nicht wüsste, was da oben angeblich von mir sein soll. Da meinte mein Vermieter, ich wüsste ja wohl, dass 3-4 Holzlatten von mir wären und wenn die weg wären, dann wäre das kein Problem mehr.
    Jetzt fahre ich da morgen hin und nehme 3-4 Holzlatten von den zig die da liegen. Und dann? Wenn das immer noch nicht genügt? Aber er hat ja selber gesagt, dass es dann ok ist...
    Komme mir ein bisschen verarscht vor. Erst soll alles mir gehören und dann 3-4 Latten?
     
Thema: Vermieter will Kaution teilweise einbehalten
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. vermieter will kaution einbehalten

    ,
  2. mietkaution teilweise einbehalten

    ,
  3. kaution teilweise einbehalten

    ,
  4. vermieter will kaution kürzen,
  5. wieviel der kaution darf der vermieter für kommende nebenkostenabrechnungen einbehalten,
  6. vermieter will mietkaution einbehalten,
  7. mietkaution einbehalten,
  8. mietkaution kein übergabeprotokoll,
  9. vermieter will kein übergabeprotokoll,
  10. wieviel kaution darf der vermieter einbehalten,
  11. bad kachel sticker drauf jetzt kürzung der kaution,
  12. wieviel mietkaution darf der vermieter einbehalten,
  13. kaution einbehalten kein übergabeprotokoll,
  14. müssen die mängel die von der kaution einbehalten werden im übergabeprotokoll stehen,
  15. keine übergabeprotokoll beim einzug kaution,
  16. mieter hat gekündigt die wohnung nicht greäumt,
  17. darf mein vermieter die nebenkosten die ich raus bekommen würde einbehalten weil ich die straße nicht gekehrt habe,
  18. kaution einbehalt ohne übergabeprotokoll,
  19. wohnungsübergabe vermieter nie zufrieden,
  20. kaution für wohnung teilweise,
  21. mietkaution kürzung durch vermieter,
  22. vertreter vom vermieter will kaution anlegen,
  23. kaution kürzen wenn keine mänge im überabeprotokoll stehen,
  24. darf ein vermieter die kaution teilweise einbehalten ,
  25. darf die kaution teilweise einbehalten werden
Die Seite wird geladen...

Vermieter will Kaution teilweise einbehalten - Ähnliche Themen

  1. Vermietung an Menschen mit Behinderung

    Vermietung an Menschen mit Behinderung: Hallo alle zusammen, seit kurzem übenehme ich die Vermietung für das Mietshaus meiner Oma. Nun wurde wieder eine Wohnung frei und eine sehr nette...
  2. Kaution...2 oder 3 KM..da war doch was

    Kaution...2 oder 3 KM..da war doch was: Mahlzeit! Habe eben mal durchs Forum gewühlt aber leider nicht das gefunden, was ich irgendwie im Hinterkopf habe.. Folgendes, ich bin der...
  3. Mietvertrag nach Tod des Vermieters beendbar?

    Mietvertrag nach Tod des Vermieters beendbar?: Hallo zusammen, ich bin neu hier und habe eine Frage zur Ausgestaltung eines Mietvertrages. Folgende Situation: Der Eigentümer eines ZFHs lebt...
  4. Vermieter darf Gas Anbieter wechseln?

    Vermieter darf Gas Anbieter wechseln?: Guten Abend, ich bin Vermieter und habe das Gewerbe vom vor Besitzer übernommen. Der vor Besitzer hat Gas Vertrag von den Stadtwerke. Und Gewerbe...
  5. Feuchte Wohnung vermieten

    Feuchte Wohnung vermieten: Hallo, ich habe eine Wohnung, die schon immer ein Problem mit aufsteigender Feuchtigkeit in den Wänden hatte. Vor 2 Jahren habe ich diese etwas...