Vermieter zu rechtlichen Schritten verpflichten?

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von tumsdick, 22.10.2009.

  1. #1 tumsdick, 22.10.2009
    tumsdick

    tumsdick Neuer Benutzer

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    Hallo miteinander,

    bisher konnte ich nichts entsprechendes finden, deshalb frage ich mal hier an:

    Wir sind Eigentümer einer selbstbewohnten Wohnung in einem 6-Parteien-Haus. Der Nachbar nervt seit seinem Einzug mit Lärm, den er durch wöchentlich (manchmal auch mehrfach pro Woche) stattfindende Sessions mit seinen Freunden aus Anlass der Bundesliga-Übertragung und Wii-Spielen veranstaltet. Die Wii hat er erst seit einem knappen Jahr, bis dahin habe ich (als Fußballfan) die Fußballleidenschaft zähneknirschend toleriert. Seit der Wii dauert das Johlen, laute Aufschreien und lautstarke Zuknallen der Haustür über die Fußballzeiten hinaus, teilweise auch in die Ruhezeiten hinein. Dazu kommen noch einige andere Lärmbelästigungen zu nachtschlafener Zeit.
    Seit kurzem haben wir eine kleine Tochter, deren Zimmer an die Wohnung dieses Typen angrenzt. Seitdem haben wir ihn zweimal aufgefordert, sich an die Hausordnung zu halten und den Lärm zu reduzieren.

    Lange Rede, kurze Frage: Demnächst ist Eigentümerversammlung. Kann man den Vermieter des Nachbarn ggf. zu rechtlichen Schritten gegen seinen Mieter verpflichten (der Vermieter ist von Haus aus auch ein seltsamer Typ)?

    Danke vorab für Antworten, Tipps und Hilfe,
    tumsdick
     
  2. AdMan

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  3. Capo

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    Nein kann man nicht. zudem muss der Vermieter das Lärmen belegen. Ich schlage vor, das wie in einem Mietshaus zu handhaben. Polizei holen. Die protokollieren das ganze. Damit hat der Vermieter überhaupt die Mglichkeit gegen den Mieter vorzugehen.
     
  4. #3 tumsdick, 22.10.2009
    tumsdick

    tumsdick Neuer Benutzer

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    Danke für die schnelle Antwort. Ist das mit der Polizei so, wie ich es in einem anderen Forum gelesen habe:

    - ich lasse mir deren Tagebuch-Eintrag-Nummer geben
    - melde die Lärmbelästigung unter Angabe dieser Nummer an das städtische Ordnungsamt
    - die werden bei einer bestimmten Anzahl von sich aus Tätig und verhängen ein Ordnungsgeld gegen den Nachbarn?

    Danke,
    tumsdick
     
  5. #4 lostcontrol, 22.10.2009
    lostcontrol

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    wasn das? noch nie von gehört...

    ich glaube capo meinte du sollst die lärmbelästigung der polizei melden, damit die vorbeikommt und den mieter ermahnt. die führen protokoll über ihre einsätze, du hast gute zeugen usw.

    selbst wenn sie das täten, was würde es dir nützen?

    ich würd an eurer stelle auf jeden fall mal anfangen ein lärmprotokoll zu führen und möglichst auch noch andere im haus dazu anregen. ohne lärmprotokoll wird vermutlich nicht viel passieren.
     
  6. Olbi

    Olbi Benutzer

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    Sobald die Polizei einen Einsatz eröffnet, läuft dieser unter einer Nummer. Bei der Polizei ist dieses eben die Tagebuch-Eintrag-nummer. :wink
     
  7. #6 lostcontrol, 22.10.2009
    lostcontrol

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    ok. aber warum braucht man dann noch das ordnungsamt?
     
  8. Olbi

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    Das weiß ich auch nicht.
     
  9. #8 BarneyGumble2, 22.10.2009
    BarneyGumble2

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    Ganz einfach: Das OA ist zwar iriginär zuständig, jedoch selten nachts erreichbar.
    Ruhestörungen werden deshalb in solchen Fällen kurzerhand von der Polizei übernommen und abgestellt falls möglich.
    Für Ordnungs- bzw. Bußgelder kommt dann wieder das OA ins Spiel, da man denen ja dann tagsüber das angesprochene Lärmprotokoll (genaue Art der Verstöße, Datum, Uhrzeit, Zeugen!) übergeben kann und die dann entsprechende Maßnahmen ergreifen.
     
  10. Olbi

    Olbi Benutzer

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    Es kann ein Lärmprotokoll erstellt werden.

    Dieses wird dann der Eigentümerversammlung vorgelegt mit einem entsprechenden Tagesordnungspunkt, in dem beantragt wird, dass die Eigentümergemeinschaft beschließen möge, dahingehend auf den Eigentümer einzuwirken, dass die Hausordnung eingehalten wird.
    Demnach kann die Eigentümergemeinschaft gegenüber dem Eigentümer der vermieteten Wohnung einen Anspruch auf Einhaltung der Hausordnung haben. Dieser hat dann den Anspruch dann gegenüber seinem Mieter auch durchsetzen.

    Dieses wäre mein Lösungsansatz, ich weiß allerdings nicht, ob dieser Weg der richtige ist.
     
  11. #10 lostcontrol, 23.10.2009
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    ordnungs- und bußgelder?
    ich glaub um die geht's hier garnicht.
    und ich hab da eh so meine zweifel, dass die überhaupt zur anwendung kommen.
     
  12. RMHV

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    Wenn der Wohnungseigentümer kooperiert, sicher der sinnvollste Ansatz weil er letztlich auf eine Kündigung des Mieters hinausläuft.
    Zieht der Vermieter nicht mit, müsste er verklagt werden. Damit würde sehr viel Zeit vergehen bis der Mieter mit irgendwelchen Konsequenzen zu rechnen hätte. In diesem Fall könnte es sinnvoll sein, den Störer unmittelbar auf Unterlassung zu verklagen. Klagen könnte ein einzelner Eigentümer. Im Erfolgfall hätte der Mieter für jeden Fall der Zuwiderhandlung ein Ordnungsgeld zu zahlen.
     
  13. #12 BarneyGumble2, 23.10.2009
    BarneyGumble2

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    Warum sollten die nicht zur Anwendung kommen?
    Meinst Du denn, jeder macht leise, wenn die Polizei o.ä. kommt, nur weil die Polizisten es gern hätten?
    Irgend ein Druckmittel muß man in einem solchen Fall ja haben und beim Geld werden die meisten recht schnell leise...

    Je nach Stadt und Umständen kostet solch eine Ordnungswidrigkeit etwa 50€ aufwärts.

    In der Regel läuft das beispielsweise bei einer lauten Party Nachts so ab:
    1. Besuch -> Ermahnung zur Ruhe
    2. Besuch -> Sicherstellung der Stereoanlage o.ä. und / oder Bußgeld

    Aber wie gesagt, im Prinzip ist das OA dafür zuständig und die verhängen dann auch die Bußgelder.
     
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