Vermietete ETW gekauft, Mieter/Verkäufer wollen Ablesung der Zählerstände

Dieses Thema im Forum "Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung" wurde erstellt von sunis, 12.10.2014.

  1. sunis

    sunis Neuer Benutzer

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    Hallo,

    ich habe eine vermietete ETW gekauft und der Mieter bzw. Verkäufer wollen eine Ablesung der Zählerstände vornehmen.

    Mir ist nicht ganz klar, wozu das gut sein soll, denn am Ende bekomme ich ja von der Hausverwaltung eine Jahresabrechnung in der ein etwaiges Guthaben bzw. eine Nachzahlung aufgeführt werden. Bei einer Nachzahlung werde ich diese vom Mieter verlangen und bei einem Guthaben, es entsprechend an den Mieter weiterleiten.

    Ist doch nur ein "durchlaufender" Posten für mich als Eigentümer, oder habe ich da etwas übersehen?

    Danke&Gruss, Sunis
     
  2. AdMan

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  3. Syker

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    Hallo sunis,

    Für den M und die Hausverwaltung hast du recht, du rechnest i.d.R. ab bzw mit dir wird abgerechnet und damit hat sich das.
    Es kann aber sein das im Kaufvertrag etwas zeitanteiliges geregelt ist und du mit dem Verkäufer im nachhinein etwas verrechnen musst.
    Das ist meistens auch ganz gut so. Stell dir vor dein M bekommt eine Rückzahlung von mehreren hundert oder gar tausend Euro u.U. kannst du das jetzt mit dem Verkäufer verrechnen oder wenn du Pech hast eben nicht.

    VG Syker
     
  4. #3 sunis, 12.10.2014
    Zuletzt bearbeitet: 12.10.2014
    sunis

    sunis Neuer Benutzer

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    Hallo,

    ok - also nehmen wir an, bei der Jahresabrechnung für 2014 kommt heraus, dass der Mieter eine riesige Rückzahlung von 1.000 Euro bekommt. Nur mal als extremes Beispiel.

    Auch in dem Falle verstehe ich nicht, was der Verkäufer damit zu tun hat, denn dann bekomme ich diese 1.000 Euro doch von der Hausverwaltung erstattet, da ich ja regelmässig (und die Monate vorher der Verkäufer) das Hausgeld einbezahlt habe, in dem die Heizkosten enthalten waren?

    Ich bekomme also das Geld von der Hausverwaltung erstattet und leite es an den Mieter weiter, oder?

    Wo ist mein Denkfehler?
     
  5. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    Nicht unbedingt, zwar ist i.d.R. die Hausgeldabrechnung die Grundlage für die Abrechnung die du dem M erstellst.
    Es könnte durchaus auch sein das du neben der Rückzahlung an den M auch eine Nachzahlung an die WEG leisten musst.

    VG Syker
     
  6. sunis

    sunis Neuer Benutzer

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    Also erst einmal vielen Dank für die schnellen Antworten mitten am Sonntag :wink4:

    Also nehmen wir an, bei der Jahresabrechnung kommt a) eine hohe Rückzahlung an den Mieter raus, weil dieser viel weniger verbraucht hat als angenommen und gleichzeitig b) eine hohe Nachzahlung für mich als Eigentümer, weil eine Kostenposition bei den nicht umlegbaren Kosten wesentlich höher als geplant ist.

    In diesem Falle würde ich wenig oder kein Geld von der Hausverwaltung bekommen weil sich a) und b) aufrechnen und wäre dem Mieter aber trotzdem seine Rückzahlung schuldig.

    Von diesem Fall redest du doch jetzt, oder?

    Auch in diesem Falle sehe ich den Sinn einer Zwischenablesung nicht, denn die Hausverwaltung müsste sich ja die Nachzahlung anteilig von mir und dem Verkäufer holen und nicht alles von mir.

    Selbst wenn es sich die Hausverwaltung ersteinmal einfach macht und die gesamte Nachzahlung von mir haben will, würden mir ja eine Zwischenablesung der Verbräuche nichts bringen, da es ja um die nicht umlegbaren Kosten geht und nicht um Heiz- oder Warmwasserkosten die ablesbar wären.

    Wo ist mein Denkfehler? Bzw. in welchem (Spezial-)Fall würde es wirklich Sinn machen eine Zwischenablesung bei Eigentümerwechsel vorzunehmen?

    Danke&Gruss
     
  7. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Grundsätzlich ist es doch nicht verkehrt, die Zahlen schriftlich festzuhalten, dazu vielleicht noch mit Zeugen.
    Ob die Zahlen dann in irgendeine Berechnung einfließen sei erst mal dahingestellt. Aber Zählerstände kann man nie genug haben, sei es, um Ablesewerte zu plausibilisieren oder bei Zählerausfällen/-defekten eine Basis für eine Hochrechnung, Abschätzung oder als Argumentationshilfe zu haben.

    Wenn man sie braucht, kann man nie genug Zwischenablesewerte haben, und wenn man sie nicht braucht, kostet es außer ein paar Minuten Zeit nichts.
    Und wenn es die anderen beruhigt, mach es doch einfach.
     
  8. Andres

    Andres
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    Nein, ab Grundbucheintragung hat die Hausverwaltung mit dem bisherigen Eigentümer (fast) nichts mehr zu tun. Eine Nachzahlung würde ausschließlich von dir gefordert werden.

    Das Szenario, das du suchst, ist folgendes: Mit dem Mieter sind zu hohe Vorauszahlungen vereinbart, d.h. die Vorauszahlungen haben die tatsächlichen Kosten überschritten. Gleichzeitig ist mit der Gemeinschaft ein zu niedriges Hausgeld vereinbart, d.h. die laufenden Hausgeldzahlungen decken die tatsächlichen, umlagefähigen Kosten nicht. Es kommt also zu einer Nachzahlung beim Hausgeld und gleichzeitig zu einer Rückzahlung bei den Betriebskosten. Ohne Abrechnung zwischen Verkäufer und Käufer (für die Zwischenablesungen erforderlich sind), könnte der Verkäufer die Differenz zwischen BK-Vorauszahlung und Hausgeld (umlagefähiger Teil) einfach behalten.


    Ein weiterer gar nicht so spezieller Fall, ist die Eigennutzung durch den Käufer oder den Verkäufer.


    Hier:

    Der "Durchlauf" während des Abrechnungsjahres ist alles andere als gleichmäßig. Deine Betrachtungsweise ist daher nur geeignet, wenn man während des gesamten Jahres und auch noch bei der Abrechnung mit dem Mieter und der WEG Eigentümer ist.
     
  9. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Daumen hoch!! ;-))
     
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