Vermietete Wohnung - Schimmel

Diskutiere Vermietete Wohnung - Schimmel im Schädlingsbekämpfung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen, in einer vermieteten Wohnung habe ich folgendes Problem und weiß nicht genau wie ich damit umgehen soll: Die Mieter haben mich...

  1. #1 Einsteiger1986, 09.02.2018
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    Hallo zusammen,

    in einer vermieteten Wohnung habe ich folgendes Problem und weiß nicht genau wie ich damit umgehen soll:

    Die Mieter haben mich darüber informiert, dass sie Schimmel in der Küche haben. Dies habe ich an den Hausverwalter weitergegeben, worauf festgestellt wurde, dass das Regenwasser vom Dach nicht richtig abfloss und direkt an der Außenwand landete und sich dadurch wohl Schimmel bildete. Hier wurde von einem Dachdecker nachgebessert, vom Trockenbauer der Schimmel bekämpft (Entfeuchtungsgerät über 3 Wochen usw.) und neu tapeziert.

    Anfang Januar wurde vom Trockenbauer das Entfeuchtungsgerät abgenommen und gemessen. Alles sollte jetzt in bester Ordnung sein.

    Anfang Februar – also 4 Wochen später – haben sich die Mieter wieder gemeldet, dass dort Schimmel wieder durchkommt. Der Verwalter pocht darauf, dass die Mieter nicht lüften würden und ich mich darum selbst kümmern müsste.

    Ich bin nicht vom Fach, doch dass es nach 4 Wochen wieder schimmelt kommt mir schon sehr merkwürdig vor. Zumal wirkt es für mich nicht so, als dass sie nie lüften würden. Aber mir ist auch klar, dass ich das schwer aus der Ferne beurteilen kann.

    Ich bin noch nicht so erfahren in Sachen Vermietung, daher wollte ich hier nachfragen wie Ihr weiter vorgehen würdet.

    Ich wollte gleich persönlich beim Trockenbauer anrufen, aber der wird vermutlich auch eher darauf pochen, dass sie es korrekt bekämpft haben und die Mieter Schuld sind.

    Mir geht`s um Folgendes: Kommt es von außen, müsste die Wohngemeinschaft dafür haften. Kommt es von den Mietern, könnte ich sie doch theoretisch (praktisch müsste man sehen) zur Rechenschaft ziehen?

    Aber wie soll ich weiter vorgehen?

    Danke schon mal.
     
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  3. Olbi

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    Ein Schimmelproblem aus der Ferne zu beurteilen ist immer schwierig.

    Gibt es Bilder wie es vor der Schimmelbekämpfung aussah?
    Gibt es Bilder wie es jetzt aussieht?
    Kannst Du die einstellen?

    Was genau hat der Trockenbauer gemacht, wie hat er den Schimmel bekämpft? Oder hat er nur die Wand getrocknet?

    Ein Lüftungsproblem der Mieter kann man auch mit Datenloggern (Luftfeuchtigkeit, Temperatur), die über einen längeren Zeitraum aufzeichnen, herausbekommen. Wenn die Mieter richtig lüften und das Problem immer noch da ist, bzw. sich vergrößert, kann sich der Mieter auch darüber entlasten.

    Nach dem ersten Anschein, Feuchteschaden aufgrund äußerer Einflüsse, scheint die Ursache nicht final abgestellt worden zu sein.

    Was genau war am Dach defekt und wie wurde das repariert?
     
  4. #3 Benni.G, 09.02.2018
    Benni.G

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    Nicht richtig repariert... oder nicht richtig getrocknet.

    Wer weiß, wie viel Wasser in der Wand war?
     
  5. Pitty

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    Wieviel Digis hatte denn die Wand als festgestellt wurde das der Schaden behoben wurde? Ich würde mir das Messprotokoll zeigen lassen. Das mus ja vom Mieter unterschrieben worden sein.

    Kann es sein, dass an der Schimmelwand eine Küchenzeile steht und dadurch keine Luftzirkulation statt finden kann?
     
  6. #5 Einsteiger1986, 22.02.2018
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    Der Trockenbauer war jetzt nochmal zur Nachmessung da und hat sich den erneuten Schimmelbefall nochmal angeguckt und meint, dass es auf jeden Fall ein Lüftungsproblem sei. Jetzt möchte die Verwaltung natürlich nicht dafür aufkommen.

    Nebenbei: ein Notar (schließlich auch Anwalt) meinte, dass selbst die Wände zum Gemeinschaftseigentum gehören würde und somit auch hierfür so oder so die Gemeinschaft haften müsste. Aber erstens möchte ich nicht direkt in Konfrontation gehen und zweitens kann ich mir das irgendwie nicht ganz vorstellen. Ist ja auch nicht sein Spezialgebiet und müsste ich ggf. nochmal zum Fachanwalt. Aber soweit möchte ich es eigentlich ja gar nicht kommen lassen.

    Meine Überlegung wäre jetzt:
    Ich beauftrage einen einfachen Schimmelgutachter (mündliches Gutachten für knapp 100 €) damit, um die Ursache zu ermitteln.
    Sollte es von außen kommen, gebe ich die Rechnung an den Verwaltung weiter (klar hat das mündliche Gutachten keine Rechtskraft, sollte der Verwaltung aber genügen). Sollte es durchs Lüften kommen, müssten theoretisch ja die Mieter dafür aufkommen. Die werden damit sicherlich nicht einverstanden sein. Dann müsste man weitergucken. Wie würdet ihr dabei vorgehen, wenn es sicher durch die Mieter verursacht wird?

    Ein weiterer Grund des Schimmels könnte sein, dass vor 2 Jahren das Haus aufwändig gedämmt wurde. Sollte das der Grund dafür sein, könnte ich sicherlich auch die Rechnung dem Verwalter übergeben oder?

    Könnte natürlich auch sein, dass mehrere mögliche Ursachen gefunden werden. Dann
    wäre ich mit dem Gutachter natürlich viel weiter gekommen.

    Für mich ist es halt sehr wichtig, die Ursache langfristig zu beheben.
     
  7. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Mal ganz abstrakt betrachtet:
    Du (als Vermieter) musst dem Mieter eine(die) vertragsgemäße Mietsache zur Verfügung stellen.
    Das heißt auch: Ohne Schimmel.
    Es ist erst mal egal, wer den Schimmel verursacht hat.
    Wenn du keine schimmelfreie Mietsache zur Verfügung stellen kannst (z.B. weil der Mieter durch falsches Lüften den Schimmel verursacht) kann der Mieter die Miete zu Recht mindern.
    Im Gegenzug kannst du dir dann aber den entstandenen Schaden vom Schimmelverursacher ersetzen lassen (wenn denn was zu holen ist).

    Also einfach nur aussitzen, weil der Mieter eh Schuld am Schimmel ist, ist (in der Theorie) keine gute Idee, weil du dich damit angreifbar machst: DU hast keine vertragsgemäße Mietsache zur Verfügung gestellt, in dem Punkt bist du schon mal "schuldig". Dass der Mieter in einem anderen Punkt auch schuldig ist, ändert nichts daran.

    Wenn man es sich leisten kann und/oder sich traut, kann man natürlich auch ein Risiko eingehen und vom offiziellen Weg abweichen.
    Und: Durch Lösen der Schuldfrage ist der Schimmel noch längst nicht weg. Mir wäre die Schadenbehebung (zunächst) wichtiger als die Klärung der Schuld. Wer die Schadenbehebung später zahlt (oder mir zu erstatten hat) würde ich erst nach der Behebung klären.
     
  8. Olbi

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    ich wiederhole mich....
     
  9. Nanne

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    Zitat aus. Mietminderung.org
    Schaden selbst verursacht, bedeutet Ausschluss der Mietminderung
    Hat aber der Mieter selbst den Schaden verursacht, ist ein Anspruch auf Mietminderung ausgeschlossen. Eigentlich sollte dieses selbstverständlich sein. Dann ist es vielmehr so, dass der Mieter einen Schaden verursachte, der zu Lasten des Vermieters geht. Den Mieter trifft dann eine Schadensersatzpflicht und er muss den Schaden auf eigene Kosten beseitigen oder falls der Vermieter den Schaden beseitigt, die diesem entstehenden Kosten ersetzen.
     
  10. #9 immobiliensammler, 23.02.2018
    immobiliensammler

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    Stimmt so aber auch nicht hundertprozentig, wenn z.B. der Vermieter die Schadensbehebung verzögert kann es dann doch wieder eine Mietminderung geben .... - auch die Frage, ob der Mieter den Schaden selbst beseitigen lassen muss oder nur eine Schadensersatzpflicht besteht hatten wir ja schon hinlänglich diskutiert ....

    In der Juristerei ist es eben nciht alles so eindeutig, wie es diverse Internet-Seiten darstellen!
     
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  11. Nanne

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    @immobiliensammler, Dein Beitrag ganz klar, nur ich denke da einen Schritt weiter, so z.B.: Der Mieter hat den VM so richtig dicke (soll es ja geben:048sonst:) Nun denkt sich dieser liebe Mieter was besonders Lustiges aus, er verursacht einen Schaden in der Wohnung, aber nicht zu klein, meldet diesen dem VM und mindert gleichzeitg die Miete, aber nicht zu gering. Dem VM steht nun die Schadensregulierung zu und die Rechnung gibt er dem Mieter, weil der Schaden durch den nachweisbar verursacht wurde.

    Der Mieter lacht sich kaputt, er hat das erreicht was er wollte, nämlich dem VM Schaden zuzufügen, er selbst ist "nackt", und das für alle Ewigkeit.
    So könnte es sein, ist aber nicht, weil es solch boshafte Mieter nicht gibt.
     
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  13. Olbi

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    @Nanne um bei Deinen Worten zu bleiben: was hat das mit dem Thema zu tun?
     
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  14. Nanne

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    Soviel, dass es mir ungerecht scheint, wenn ein M auch bei selbstverursachtem Schaden Mietminderung verlangen kann. Deshalb auch mein Zitat von "Mietrecht.org". Aber Gesetze sind nun mal anders, überwiegend zu Gunsten des Mieters, auch wenn es mir ungerecht scheint.
     
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