Vermietung an Stad bzw. Flüchtlinge

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Block9, 10.02.2016.

  1. Block9

    Block9 Benutzer

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    Hallo,
    weiß jemand, wie es mit der Pro-Kopf-Regel für die Unterkunft von Flüchtlingen aussieht. Mal abgesehen, dass hier unterschiedliche Werte kursieren (10-15 Euro pro Tag/Kopf) würde mich mal interessieren was alles beachtet werden muss. Ich stelle diese Fragen hier, weil meine Anfragen bei den öffentlichen Stellen nur bruchteilhafte Informationen brachten. Am liebsten wäre mir eine Checkliste, wenn es so etwas gäbe.

    Generelle Fragen:
    1) Vermietet man an die Stadt, die Komune oder den Kreis?
    2) Wer bestimmt, dass die Wohnungen für Flüchtlinge geeignet sind?
    3) Wie lang gilt die Pro-Kopf-Regel, also wie lang erhält der Vermieter die ortsübliche Miete plus den Pro-Kopf-Bonus?
    4) Wie geht man damit um, dass viele Flüchtlinge keine Haftpflichtversicherung besitzen?
    5) Was geschieht bei Mietschäden?
    6) Investiert die Stadt, Komune, der Kreis eventuell in die Modernisierung der Wohnungen, um einen passenden Standard zu entwickeln?

    Spezielle Fragen vor dem Kauf eines Mehrfamilienhauses oder Hotels zum Zwecke der Unterbringung von Flüchtlingen:
    1) Schaut sich ein Vertreter der Stadt eventuell das Haus mit an, bevor es vom zukünftigen Vermieter gekauft wird un gibt quasi sein Okay?
    2) Sind Hotels nur für vorübergehende Unterbringungen geeignet?
    3) Wann wird der Pro-Kopf-Bonus nicht mehr gezahlt?

    Vielen Dank für Eure Antworten
     
  2. AdMan

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  3. Duncan

    Duncan
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    Das kommt drauf an welche dieser Institutionen wen genau unterbringen möchte. Das werden diese auch nochmal von Fall zu Fall unterschiedlich handhaben.
    Derjenige, der sie für diese anmietet. Gehe von einem Zustand aus, der auf dem regionalem freien Markt üblich ist.
    von gar nicht, also es gibt nur die ortsübliche Miete bis so lange wie vertraglich vereinbart ist.
    genauso wie mit den anderen Mietern die keine private Haftpflichtversicherung haben. Das Pflicht bezieht sich hier (leider) nicht darauf, dass jeder verpflichtet ist eine solche zu haben....
    Das gleiche wie bei allen anderen Mietern. Da hier ein Einkommen unterhalb der Pfändungsfreigrenzen anzunehmen ist wird dass Privatvergnügen des Vermieters werden...
    Das kommt drauf an. Bevorzugt werden hier in der Region Gebäude des Landes entsprechend hergerichtet, z.T. mit sehr hohem Aufwand (Asbestsanierung, Dachdeckungen, Denkmalbestand (alte Fliegerschule) usw.)
    das sollte zumindest so sein. Blindkauf durch die Stadt sollte doch sehr die Kommunalaufsicht aufhorchen lassen. Was du kaufst und damit irgendetwas planst tust du auf dein Risiko, auch ggf. dass du eine unvermietbare Ruine kaufst.
    zumindest ist das ihre ursprüngliche Intention. Der Einzelfall wird entscheiden. Man kann auch Hotelbauten in normale Wohnbauten umwandeln.
    s.o.

    Vergesst es, dass mit Flüchtlingen und der Vermietung an diese eine Lizenz zum Gelddrucken erteilt wird! Das wird nichts. Zumindest nicht ohne Korruption und Gemauschel.
    Im wesentlichen gelten für Flüchtlinge für dich die gleichen Spielregeln wie für die Vermietung an ALG-2-Empfänger, aber mit erhöhtem Risiko, weil bestimmte Kenntnisse nicht vorhanden sind/sein können. Das fängt mit Sprache an und hört mit anderen Kulturtechniken, Gewohnheiten und persönlichen Eigenarten noch lange nicht auf.
     
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  4. #3 ImmerPositiv, 10.02.2016
    ImmerPositiv

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    Also, bei uns wendet man sich an die Stadt dann und die hat Auflagen für die Wohnungen und Häuser (bei uns auf jeden Fall)

    Bei uns wurden Auflagen aufgerufen dass es Seitenweise Leserbriefe gab und die Stadt dann doch etwas entschärft hat. Nach den ersten Auflagen müsste man Neubauwohnungen zur Verfügung stehen haben (sinngemäss), obwohl doch so eiNiger sowieso zu eine Haus/Whg gehört die vermietet wird

    Aber mal ein kleiner Auszug :

    keine Holztreppe, frisch renoviert in weiss bitteschön, Fenster mit Doppelverglasung und in einer bestimmten Grösse , Brandschutz und Fluchtwege müssen gesichert sein, Flüchtlinge dürfen nicht zum Schneeräumen und TH Reinigung verpflichtet werden dazu muss sich der VM verpflichten ...usw.

    Ich würde es nicht machen nicht weil ich was gegen Flüchtlinge habe aber die Auflagen die sie uns hier aufs Auge drücken ...nöööö , wir haben schon tolle Wohnungen und langfristige Mieter.

    LG
     
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  5. Block9

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    Vielen Dank für die Antworten. Ein bißchen schade ist der wohl unvermeidliche Hinweis, daß man an Flüchtlinge vermietet, weil man an eine Gelddruckmaschine glaubt. Meines Wissens nach, gibt es die Pro-Kopf/Tag-Bonus-Regelung. Und das recht offiziell, z.B. von unserem Ortsbezirk, also ohne Gemauschel. Und jetzt sage ich mal etwas, was ich zwar schade finde, aber davon überzeugt bin, daß es so ist: gäbe es für den Vermieter keinen finanziellen Bonus bei der Vermietung an Flüchtlinge, würden sich die Vermieter bestimmt nicht so schnell für eine Flüchtlingsfamilie entscheiden. Oder liege ich da falsch? Ich fürchte eher nicht. Aber eine moralische/politische Diskussion will ich hier nicht starten.
     
  6. Duncan

    Duncan
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    Entweder ich mache das weil ich das will, wie z.B. dieser Vermieter hier oder ich lasse das weil ich es nicht will oder nicht kann. Es ist mit dem einfach, hier Wohnung und nun mach halt nicht getan. Und ja die meisten die mit dem Thema ankommen wollen mit aller Macht reich werden. Die anderen gehen hin, finden ihre Ansprechpartner und machen. Bei uns ist für die Flüchtlingsunterbringung zuerst der Landkreis zuständig, der arbeitet mit den Städten und Gemeinden zusammen, insbesondere wenn es um die Unterbringung in Einzelwohnungen geht. Weil die Anmietung ganzer Gebäude möchte man ganz bewusst nicht, weil man Ghettobildung vermeiden möchte.
    Ich habe hier 2 Anfragen vorliegen, für eine Familie aus Somalia und eine aus Afghanistan.
    Wenn du Flüchtlinge unterbringen möchtest ist das gar kein Problem, selbst über ebay-Kleinanzeigen werden Wohnungen für diese gesucht, einfach sich da melden und dann lässt dass auf dich zukommen.
     
  7. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Aus reiner Nächstenliebe vermieten wohl nur die wenigstens Eigentümer. Und genauso wie einige Mieter immer noch denken, das jeder Vermieter in Geld schwimmen muss, genauso denken einige, das man an Flüchtlingen leichtes & schnelles Geld ohne Risiken verdienen könnte.

    Ansonsten sage ich das mal so, interessant dürfte das m.E. in erster Linie nur für die Eigentümer sein, die eine Immobilie haben, die auf "normalen" Weg nur sehr schwer bzw. garnicht zu vermieten wäre. Die Risiken wird man hier aber auch nicht abgegeben können, die trägt eben wie immer der Eigentümer/Vermieter.


     
  8. Pitty

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    Wir hatten das mal in Brandenburg kund getan, das wir eine ProKopf Pauschale haben wollten. Die Zahlen nur den normalen KDU Satz, das war uns zu wenig, falls die Warmkosten nicht vollständig übernommen werden. Weiter sollten wir die Verträge mit den Flüchtlingen abschließen. Schäden an der Wohnung wären auch nicht übernommen worden. Da war auf einmal keine Rede mehr, man dringend benötigten Wohnungen.

    Das nur mal dazu.
     
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  9. Block9

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    Aber eine Website oder ein Prospekt, in dem mal alle Punkte aufgelistet sind, die man bei einer Viermietung an die Komune zwecks Flüchtlingsunterkunft beachten muss, kennt Ihr nicht, oder? Vermutlich kann es eine solche Checkliste auch nur in einer groben Richtung geben, da die einzelnen Komunen oder Kreise teilweise unterschiedlich agieren.
     
  10. #9 ImmerPositiv, 11.02.2016
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    Schau doch mal im Internet auf der HP Deiner Stadt oder ruf mal dort an, dort kann man Dir sagen welche Auflagen da sind für die Vermietung.

    Unsere Auflagen hier gingen sogar durch die Medien so heftig waren die ....danach wurden sie etwas entschleunigt.

    LG
     
  11. #10 immobiliensammler, 11.02.2016
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    Hallo Block9,

    es ist in der Tat so, dass man jeden Landkreis anders betrachten muss, da überall andere Verträge ausgehandelt werden. Da muss man sehr genau prüfen, die Juristen in den Landratsämtern sind auch nicht ohne. Es gibt diverse Fallstricke, vor allem sollte der Mieter eben immer der Landkreis bzw. die Stadt sein und nicht der Asylbewerber selbst.

    Das große Geld machst Du nur, wenn Du das als Pension aufziehst, das machen bei mir in der Region zur Zeit zwei Leute, die es sogar schon - aber eher negativ - ins Fernsehen geschafft haben (Politikmagazin Quer beim Bayerischen Rundfunk).

    Die kaufen auf dem Land stillgelegte Gasthöfe auf (gibt es ja eigentlich fast in jedem Dorf), machen eine Pinselrenovierung, packen in jedes der alten Gästezimmer 2 Stockbetten rein und bekommen dann pro Kopf x Euro.

    Das Risiko für die ist halt, dass es Pensionsverträge sind, also wenn das Landratsamt irgendwo eine billigere Sammelunterkunft aufmacht - oder die Asylproblematik sich dank der Regierung erledigt - dann sind die "Pensionsgäste" nächste Woche weg und die haben so und so viele Gasthöfe die nicht vermietbar sind.

    Stefan
     
  12. Syker

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    Hallo immobiliensammler,

    Ich dachte immer Quer ist Satire ;-)

    VG Syker
     
  13. #12 immobiliensammler, 11.02.2016
    Zuletzt bearbeitet: 11.02.2016
    immobiliensammler

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    Hallo Syker,

    naja, politische Themen satirisch kommentiert - eine Mischung aus beiden. Also die Beiträge selbst sind sachlich, die Kommentare danach vom Süß gehen dann halt schon in die satirische Ecke.

    Ich schau gerade ob der Beitrag noch irgendwo in der Mediathek auftaucht, dann stelle ich den noch dazu rein.
    EDIT: Gerade nachgeschaut, leider nur die letzten 4 Wochen in der Mediathek, geht also nicht!

    Stefan
     
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  14. Duncan

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    hier hilft gar nicht selten Youtube.

    Ist vielleicht das hier gemeint?
     
  15. #14 immobiliensammler, 11.02.2016
    immobiliensammler

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  16. Duncan

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    Danke. Aber ziemlich bezeichnend für den ö.r. RF. Schlecht recherchiert, viele Annahmen und Mutmaßungen, Milchmädchenrechnungen, provozierender Schluss ohne aufzeigen einer gangbaren Alternative und keine weiterführende Betrachtung. Wo war da jetzt der Vorteil zum Privaten?
     
  17. Block9

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    Ich habe mir auch gerade den Bericht angeschaut. Oh ja...auf Kosten des Steuerzahlers...der Klassiker. Das ist doch sowieso klar. Egal, ob jemand seine Privatwohnung an Flüchtlinge vermietet, oder ob ein Finanztyp Gaststätten kauft und diese dann vermietet. Was ist denn die Alternative? Ist Geldverdienen und dabei zusätzlich den Flüchtlingen eine Unterkunft bieten denn wirklich so unmoralisch? Eine schöne Idee wäre es, wenn der Investor einen Teil der Einnahmen spenden würde und das als Konzept hinter seiner Aktion darstellt. Wenn die Regierung diesen Anreiz nicht schaffen würde, hätten noch mehr Flüchtlinge einen sehr kalten Winter.
     
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