Vermietung an WG - aktuelle Erfahrungen gefragt!

Dieses Thema im Forum "Mietvertrag über Wohnraum" wurde erstellt von lostcontrol, 03.09.2015.

  1. #1 lostcontrol, 03.09.2015
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    Ihr lieben,

    ich bin ja grad wieder auf Mietersuche, und erstmalig wird's ernst in Sachen Vermietung an WG.

    Es geht um eine Wohnung die geradezu ideal für eine WG ist: 2 etwa gleich große und gleich schöne Zimmer (17 und 17,5qm), große Küche mit Platz für Tisch und Stühle auch für mehr als nur 2 Personen (ohne Kühlschrank, dafür aber ansonsten mit komplett ausgestatteter EBK und - für Seppl - sogar Kabelanschluss), Kammer die nicht nur Platz und Anschluss für die Waschmaschine sondern auch jede Menge Stauraum bietet, Bad mit Duschkabine und Gästetoilette sind zugegebenermaßen winzig, aber funktional (müssen die Mädels den Schminktisch halt in ihre Zimmer verlegen - die Jungs wird's nicht jucken).
    Zur PH sind's 15min von Haustüre zu PH-S-Bahn-Station.
    Zur renommierten Filmakademie sind's höchstens 10min mehr.
    Zur City-Uni ist's weiter, das kenn ich aus eigener Erfahrung, mit Fussweg 30-35min mindestens.

    Und genau das sind auch die entsprechenden Verdächtigen:
    Vor allem sehr junge Mädels die ein PH-Studium anfangen (wäre ich ein Mann, man würde mich wohl erschlagen für diese Feststellung - oh heiliges Antidiskriminierungsgesetz).

    Langer Rede kurzer Sinn:

    Ich habe 3 Formen von WG-Modellen die angefragt werden:
    1.) Einzelperson, die selbst untervermieten möchte
    2.) WG-Partner, die gemeinsam suchen
    3.) Eltern, die für ihr Kind die Wohnung anmieten und ein Zimmer untervermieten würden

    Dass Eltern für Ihre Kinder Wohnungen anmieten möchten, das habe ich bisher immer abgelehnt und lieber mit den "Kindern" direkt Mietverträge geschlossen - aber da ging's nicht um WGs.
    Würdet Ihr Euch darauf einlassen? Wie kann man festlegen wer Ansprechpartner ist, gibt's da fertige Klauseln die ich "klauen" könnte?

    Vielen Dank für Antworten :-)
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Du meinst auf das Konstrukt mit untervermietenden Eltern? Höchstens in der Form, dass die Kinder auch im Mietvertrag stehen. Ich hätte gerne, dass zumindest ein Teil der Mieterschaft auch tatsächlich im Objekt wohnt. Wenn es Probleme gibt, will ich einen Verantwortlichen vor Ort haben.


    Ich würde den Teufel tun und das vertraglich festlegen. Wie gesagt habe ich möglichst jemanden im Objekt. Den Joker, bei Mama und Papa "petzen" zu können (falls mir das nach grober EInschätzung des Delinquenten sinnvoll erscheint), gebe ich sicher nicht aus der Hand.
     
  4. #3 Glaskügelchen 2, 03.09.2015
    Glaskügelchen 2

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    Das kann auch nach hinten losgehen. Siehe link, unter Praxistipp.

    http://www.grundeigentum-verlag.de/?show=article&cat=01.01&id=2974

    Wo siehst du da den Unterschied? Wenn dir das Kind solvent genug erscheint um die Wohnung zu finanzieren, dann ist es doch egal, ob WG oder nicht.

    Man könnte das im Rahmen einer Vollmacht festlegen. Je nachdem wie es formuliert wird, müsste man dafür auch keine Joker aus der Hand geben.
     
  5. #4 lostcontrol, 03.09.2015
    Zuletzt bearbeitet: 03.09.2015
    lostcontrol

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    Interessanter Ansatz - werde ich überdenken. Dann stehen halt 3 Leute drin. Ich finde zwar - aus der Erfahrung raus - schon 2 Haftbare stressig (wir hatten schon mal einen 25.000-Euro-Rosenkrieg), aber besser als nur Eine/n.

    So geht's mir auch. Die Eltern in Hannover (oder auch viel näher) nützen mir herzlich wenig, wenn andere Mieter im Haus sich über Gestank aus der Wohnung beschweren...

    Der Dir im Endeffekt womöglich aber auch garnichts nützt - wie's mir ja auch grad bei 'ner anderen Wohnung geht (*kotz*).

    Es geht mir nicht um eine Bürgschaft, sondern darum den Vertrag mit den Eltern abzuschliessen - damit wären sie auch voll haftbar.

    Der Unterschied liegt in ca. 25qm Wohnfläche und im Sanierungszustand.

    Die Wohnung kostet kalt 500 Euro, Heizkostenvorauszahlung aktuell 85 Euro, Betriebskostenvorauszahlung aktuell (für 2 Personen) 55 Euro.
    Da ist noch kein Strom dabei (Warmwasserbereitung per Durchlauferhitzer/Elektroboiler).
    Das wären dann rund 700 Euro monatlich.
    Dazu kommt noch was anderweitig abgerechnet wird, z.B. Abfallgebühren, Kabelgebühren, Telefon etc.

    Ganz ehrlich:
    Mein Bauch sagt: Wenn "das Kind" so solvent ist, dann passt es nicht ins Haus.
    Was nicht heisst dass ich "dem Kind" nicht die kleine Wohnung oben (*ggggggrrrrr*) geben würde, da geht's dann um deutlich weniger Geld.

    An sowas hab ich auch gedacht. Müsste sich relativ einfach machen lassen.
     
  6. #5 Glaskügelchen 2, 03.09.2015
    Glaskügelchen 2

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    Deshalb hatte ich den link gepostet. Nimmst du nur die Eltern, oder ein Elternteil in den Vertrag auf, dann bist du auf der sicheren Seite. Nimmst du Eltern UND Kind auf, könnte das, wie im link geschrieben, evtl. gar nichts nützen.

    Gehe ich auch davon aus. Eine Vollmacht entzieht dem Vermieter ja nicht das Recht, sich auch an die Vollmachtgeber zu wenden, wenn es nötig werden sollte.
     
  7. Andres

    Andres
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    Ich weiß und ich glaube, Losti war auch schon einmal an der Diskussion so einer Entscheidung beteiligt. Lieber habe ich aber eine zusätzliche, zweifelhafte Sicherheit als nur die Kaution.


    Gleiche Überlegung: Ich sehe eher die Chance - und wenn's nicht funktioniert, habe ich es wenigstens versucht.


    Die Vollmacht an den Nachwuchs hätte aber keine unmittelbare Haftung zur Folge. Ich hätte gerne die möglichst unmittelbare Kausalität: "Wenn du das kaputt machst, musst du es zahlen."
     
  8. #7 Glaskügelchen 2, 03.09.2015
    Glaskügelchen 2

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    Eine zweifelhafte Sicherheit, für die ich evtl. bis zum BGH gehen muss, um meine Forderung durchzusetzen, kommt mich u.U. noch teurer, als gar keine Sicherheit.


    Zum Glück, denn sonst wäre es ziemlich sinnlos, überhaupt die Eltern (mit) in den Vertrag aufzunehmen.

    Mir ist die unmittelbare Kausalität relativ egal, wenn derjenige, der haften müsste, nicht zahlen kann.
    Schliesslich geht es nicht um strafrechtliche Dinge, bei denen man den tatsächlichen Täter finden und bestrafen sollte, sondern im Endeffekt nur darum, dass der Schaden ersetzt wird.
     
  9. #8 immodream, 03.09.2015
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    Hallo Losti,
    da unsere Kreisstadt auch eine Fachhochschule hat, habe ich mehrfach auch an Studenten vermietet.
    Die Wohnungen haben zwei gleich große Zimmer und eine gemeinsame Küche.
    Ich hab bisher immer beide Studenten/ innen als gleichberechtigte Mieter in den Mietvertrag aufgenommen. Wenn Einer nicht zahlt, muß der Andere eben für die Gesamtmiete " den Kopf hinhalten ". Das hab ich den Mietern auch immer gleich gesagt.
    Eigentlich waren meine Studenten ja mittellos. Kaution und Miete wurden von den Eltern überwiesen. Alle Eltern haben mich auch immer gebeten ihre Adressen und Telefonnummern aufzuschreiben und bei Problemen sie auch zu benachrichtigen.
    Wenn eine Mietpartei früher ausgezogen ist, haben die Studenten immer einen passenden Nachmieter gefunden oder haben gemeinsam gekündigt.
    Und als am Ende einer Vertragslaufzeit ein Student verschwunden ist und den letzten Monat den Mietanteil schuldig geblieben ist, hab ich das anstandslos mit der Gesamtkaution verrechnen können.
    Das sind meine überwiegend positiven Erfahrungen mit Studenten WG ' s.
    Übrigens die Studenten war aus Deutschland, Afghanistan ( Eltern waren Ärzte ) oder hatten auch türkische Eltern.
    Grüße
    Immodream
     
    Falter, Jobo45 und Syker gefällt das.
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