Vermögensverwaltende GmbH oder als Privatperson

Diskutiere Vermögensverwaltende GmbH oder als Privatperson im Steuer - Vermietung und Verpachtung Forum im Bereich Finanzen; Hallo, ich würde mich über eine objektive Sichtweise freuen. Ich habe gerade meine ersten drei Eigentumswohnungen gekauft. Diese werden...

  1. dnns

    dnns Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    05.05.2019
    Beiträge:
    8
    Zustimmungen:
    5
    Hallo,

    ich würde mich über eine objektive Sichtweise freuen.
    Ich habe gerade meine ersten drei Eigentumswohnungen gekauft. Diese werden vermietet, Eigenbedarf wird es hier nicht geben.
    Jetzt bin ich am überlegen, ob ich die Wohnungen als Privatperson führen oder eine vermögensverwaltende GmbH gründen solle. Vor- und Nachteile habe ich mir in den letzten Tage etliche durchgelesen.

    Die Immobilien sollen nicht nach 10 Jahren verkauft, sondern gehalten werden. Die Immobilien stehen in meiner Heimat-Kreisstadt, wo keine nennenswerte Wertsteigerung zu erwarten ist, die einen Verkauf in 10 Jahren rechtfertigen würde. Eher interessant sind hier die relativ guten Kaufpreise samt Cashflow.

    Weiterhin möchte ich das Geld nicht privat ausgeben, sondern Rücklagen für Reparaturen bilden und weitere Immobilien erwerben. Für die reinen drei ETW würde sich eine VvGmbH wohl nicht lohnen.
    Ich bin natürlich weiterhin auf der Suche nach ETWen und MFHer, wodurch es m.E. eine Überlegung Wert wäre.

    Thema Buchhaltung: Ich war vor ein paar Jahren nebenberuflich selbstständig mit einem Einzelunternehmen (EÜR) und habe hier die Buchführung komplett selbst erledigt. Ein gewisses Grundverständnis ist definitiv vorhanden. Auf Grund der wenigen Buchungen würde ich die Buchhaltung sowie den Jahresabschluss vorerst auch selbst übernehmen.

    Ich bin auf Eure Meinungen gespannt und hoffe, aus meiner subjektiven Sichtweise ein paar andere Eindrücke gewinnen zu können.


    Viele Grüße
     
  2. Anzeige

  3. Andres

    Andres
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    04.09.2013
    Beiträge:
    9.844
    Zustimmungen:
    4.050
    Dann hat eine GmbH (oder allgemein eine Rechtsform, die der Körperschaftssteuer unterliegt) steuerliche Vorteile. Da du im Unterforum Steuer gepostet hast, gehe ich davon aus, dass dir das zumindest in Grundzügen bekannt ist. Trotzdem sollte man sich mal überlegt haben, wie man am Ende die Rendite eigentlich ins Privatvermögen bewegen kann.

    Allgemein frage ich mich, was du mit der GmbH eigentlich erreichen willst. Wie bei allen Konstrukten, die etwas komplizierter als unbedingt nötig sind, sollte man damit doch einen klaren Plan verfolgen. Also: Was versprichst du dir von der Gründung einer GmbH?
     
    taxpert gefällt das.
  4. dnns

    dnns Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    05.05.2019
    Beiträge:
    8
    Zustimmungen:
    5
    Natürlich ist der steuerliche Aspekt einer der Hauptgründe, warum ich auf diese Gesellschaftsform gestoßen bin. Eine grundsätzliche Versteuerung von ca. 16 Prozent scheint auf den ersten Blick recht interessant zu sein. Aktuell denke ich über keine private Entnahme nach, da ich das Geld nicht benötige. Ich denke, wenn ich Geld entnehmen möchte, egal ob in Form eines GF-Gehalt (Lohnsteuer) oder Ausschüttung (Kapitalertragssteuer), kann ich die Objekte auch privat führen, denn hier sollte ich auf einen ungefähren identischen Steuersatz im Ergebnis kommen.

    Um Deine Frage konkret zu beantworten: Ich erhoffe mir durch die steuerlichen Vorteile den schnelleren Aufbau eines Rücklagenpolsters, ggf. das schnellere Tilgen des Kredites und/oder einen schnelleren Vermögensaufbau für die Erweiterung des Immobilienportfolios.
    Wie gesagt, bei der aktuellen Anzahl an Wohnungen scheint eine VvGmbH noch übertrieben zu sein, jedoch möchte ich auch jetzt schon an alle Eventualitäten denken, wenn ich weitere Immobilien erwerben möchte.
     
  5. #4 Goldhamster, 07.05.2019
    Goldhamster

    Goldhamster Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.01.2015
    Beiträge:
    1.277
    Zustimmungen:
    569
    Hallo @dnns ,
    dass du lange Texte schreiben kannst, das hast du uns jetzt gezeigt.

    Wie bekommst du jetzt das verdiente Geld wieder aus der GmbH raus?
    Oder soll das da für immer und ewig drin bleiben und die Immos sind reiner Selbstzweck?

    Goldi
     
  6. dnns

    dnns Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    05.05.2019
    Beiträge:
    8
    Zustimmungen:
    5
    @Goldhamster danke für die nette Begrüßung ;-) Ich kann auch gerne in kurzen, grammatikalisch falschen Sätzen für Dich schreiben, wenn es Dir besser gefällt und Du damit eher klarkommst.

    Wie ich bereits sagte, benötige ich nicht zwingend den Cashflow der Immobilien. Wenn ich mein Immobilienportfolio weiter ausbauen kann und in 10 - 20 Jahren ein netter Nebenverdienst, gerne auch mehr, dadurch entsteht, wäre das für mich ausreichend. Ich wüsste nicht, warum ich z.B. in den nächsten 10 Jahren den Gewinn "verbraten" sollte, wenn ich mir hierfür lieber ein zweites Standbein aufbauen möchte.
    Ist hoffe, es kommt rüber, was ich damit sagen möchte.


    Viele Grüße
     
    immobiliensammler und Immofan gefällt das.
  7. #6 Immofan, 07.05.2019
    Immofan

    Immofan Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    02.01.2017
    Beiträge:
    314
    Zustimmungen:
    184
    Sorry, aber was das Lesen und verstehen von Texten angeht hast Du uns eben auch ein Beispiel Deiner Künste gezeigt. Das mit dem Gehalt bzw. Ausschüttungen hat er doch direkt vor Dir in dem meiner Meinung nach Recht kurzen Text geschrieben... Nicht böse sein, aber wer austeilt... ;)

    Sobald hier jemand einen Thread eröffnet in dem es darum geht sich mehrere ETW oder gar MFH zu kaufen, bzw. schlimmer noch mit einer 100% Finanzierung über eine Bank scheint bei einigen der Blutdruck stark zu steigen... :D
     
    set gefällt das.
  8. #7 taxpert, 07.05.2019
    taxpert

    taxpert Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    02.05.2016
    Beiträge:
    796
    Zustimmungen:
    777
    Ort:
    Bayern
    Du hast keinen Nebenverdienst, denn das Geld gehört der GmbH! Entnimmst Du es, egal auf welchem Weg, fällt ESt an. Du kannst durch die Gründung einer KapGes die Versteuerung nur aufschieben!

    Hmm ... Du bist also in der Lage eine EÜR anzufertigen! Und Du meinst wirklich, dass würde dich befähigen den Abschluss einer KapGes aufzustellen? Alle Achtung vor soviel Selbstvertrauen! Dann sind Dir die Unterschiede zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz geläufig und Du weißt, wie Du sie der Finanzverwaltung gegenüber darzustellen hast? Und die Taxonomie der e-Bilanz ist auch kein Fremdwort für dich? Na dann ist ja alles super! Und vergiss nicht die Offenlegungs- bzw. Hinterlegungspflicht beim Bundesanzeiger!

    Ganz ehrlich? Eine GmbH braucht man, wenn man ein Haftungsrisiko minimieren will! Ein entsprechendes Haftungsrisiko existiert aber bei der Vermietung von Wohnraum nicht!

    Wenn die Auslagerung der vermieteten Objekte vom Privatvermögen in eine KapGes ein echtes Steuersparmodell wäre, dann hätten sich die Family Offices der diversen Steuerkanzleien bereits darauf gestürzt! Ich kann Dir versichern, dass es in den letzten 20 Jahren keine "Flucht" in die GmbH in dieser Art und Weise gegeben hat! Es kann natürlich auch sein, dass die alle nur blöd sind und Du tatsächlich das Ei des Kolumbus gefunden hast! Aber dann hättest Du ja bereits den ersten Fehler begangen ...
    taxpert
     
    dots und Immofan gefällt das.
  9. dnns

    dnns Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    05.05.2019
    Beiträge:
    8
    Zustimmungen:
    5
    Dessen bin ich mir durchaus bewusst. Aber bis es in 10 oder 20 Jahren soweit ist, spare ich Steuern, da ich das Geld bzw. den Überschuss nicht benötige.


    Ein wenig Selbstvertrauen sollte man schon haben ;-) Aber ja, ich nehme es mir mit einem Wirtschaftsstudium und der Vorbildung durchaus raus, dass ich jenes schaffen würde, wenngleich ich mich natürlich ordentlich einlesen müsste und auch würde.

    Ein Forum dient zum Informationsaustausch. Ich finde es schade, dass hier ständig, ist ja nicht nur in meinem Thread so, ein derart rauer Ton herrscht. Es geht doch nicht darum, ob alle anderen außer ich zu blöd bin, meine Güte. Es gibt jedoch das Konstrukt der VvGmbH, welches sicherlich kein Nischenkonstrukt sein wird, sondern sicherlich seine Berechtigung hat, Einzelfallabhängig.

    Mir ging es lediglich um einen Informationsaustausch, ob ein solches Konstrukt sinnvoll ist oder nicht. Denn ob ich 16% Steuern bezahle oder das ganze privat versteuern muss, kann (!) schon einen Unterschied machen.


    Viele Grüße
     
  10. #9 taxpert, 07.05.2019
    taxpert

    taxpert Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    02.05.2016
    Beiträge:
    796
    Zustimmungen:
    777
    Ort:
    Bayern
    Das Du einmal das versteuerst was Du einnimmst und das andere mal auch das versteuerst, was die GmbH nicht einnimmt, ist Dir schon klar, oder?

    Finde den Fehler!

    Und damit bin ich raus!

    taxpert, der sich dienstlich immer über selbstgestrickte Bilanzen freut!
     
  11. #10 immobiliensammler, 07.05.2019
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    17.09.2015
    Beiträge:
    4.646
    Zustimmungen:
    2.848
    Ort:
    bei Nürnberg
    Mal meine Meinung als steuerlicher Laie, der sich aber im Zweifel hier ganz gut beraten lässt:

    Ich gebe @taxpert recht, wenn das so einfach wäre dann hätten wir eine Flut von GmbH-Gründungen, diesen Rat nicht zu geben würde ja sonst jeden Steuerberater Haftungsrisiken aussetzen.

    Aus meinem verstaubten EStG-Wissen (wobei hier das EStG ja glaube ich für die Ermittlung des Einkommens auch für die Körperschaftssteuer gilt): In der GmbH gibt es keine 10-Jahres-Frist mehr, der Verkaufsgewinn ist daher am Tag X immer zu versteuern (gut, man kann wohl via § 6b einen Teil steuerfrei übertragen). Selbst wenn Du sagst, nicht verkaufen zu müssen, irgendwann mal wird das Objekt von irgendjemanden verkauft werden müssen und der würde sich dann freuen, wenn er eine Immobilie im Privatvermögen geerbt hat und nicht GmbH-Anteile.

    Wäre - wenn Du schon im Bereich der Ewigkeit für den Besitz rechnest) - nicht eine Stiftung dann besser? Das ist ja wirklich der Weg, den vermögende Privatpersonen hier schon immer gegangen sind?
     
    taxpert gefällt das.
  12. Duncan

    Duncan
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    19.01.2014
    Beiträge:
    5.981
    Zustimmungen:
    2.903
    Ort:
    Mark Brandenburg
    ok, du "sparst" heute Steuern, die du dann bezahlst, wenn du das Geld brauchst, also noch ungelegener kommen als sonst schon.
    Dafür zahlst du dann jeden Monat, jedes Jahr für die bloße Existenz der GmbH. Und ja die reine Existenz einer GmbH kostet dich dann schon Geld, sogar wenn die gar nichts einnimmt. Ganz im Gegenteil dazu ist die private Vermögensverwaltung steuerlich privilegiert.
    Also um da auf ein positives Ergebnis zukommen muss er Immobilienbestand schon sehr erheblich sein und das Haftungsrisiko diesen Aufwand auch wirklich wert sein. Dazu guck dir mal die zusätzlichen Haftungen eines GmbH-Geschäftsführers an - so klaren Verstandes will man das eigentlich gar nicht...
     
    immobiliensammler gefällt das.
  13. #12 Goldhamster, 08.05.2019
    Goldhamster

    Goldhamster Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.01.2015
    Beiträge:
    1.277
    Zustimmungen:
    569
    Hallo @Immofan

    schön, dass dir mein Beitrag aufgefallen ist.
    Ich melde mich gerne zu Worte, wenn hier (oder woanders) Unwahrheiten gepostet werden. Mein Thema ist dabei natürlich - du hast es richtig bemerkt - die Wirtschaftlichkeit von vermieteten Immobilien als Geldanlage und Altersvorsorge.

    Es gibt hier immer wieder User, die erzählen mathematisch Unrichtiges. Wie auch dieser User @dnns
    Und jetzt kommt es: Das er mal falsch liegt - dagegen habe ich nichts. Aber dass er jetzt noch ein Wirtschaftsstudium als Vorbildung angibt, dass ist schon fett.



    Was sollen wir denn machen? Beifall klatschen?
    Wir hatten hier mal einen User, der war nach eigener Aussage Banker, der beruflich mit Immobilienfinanzierungen zu tun hatte. Der hat auch immer elendig lange Texte geschrieben, kam nicht zum Punkt und mathematisch war das natürlich auch sehr arm. Der hieß hulkhogen oder so. Das ist schon fast bizarr - wie manche Leute falsch rechnen - vielleicht findest du Beiträge von diesem User.

    Mit seinen kleinen Pfötchen das Frühstücksbrötchen hält
    DER HAMSTER
     
    dots gefällt das.
  14. dnns

    dnns Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    05.05.2019
    Beiträge:
    8
    Zustimmungen:
    5
    Zeig mir doch bitte mal meinen mathematischen Fehler, wenn Du mich dessen bezichtigst. Ich habe lediglich ausgeführt, dass bei einer VvGmbH lediglich ca. 16% Steuern anfallen, sofern das Geld in der VvGmbH bleibt. Meine Güte, Umgangston wie im Ghetto hier.

    Darum ging es mir ja auch, dass ich die Versteuerung verschiebe. Natürlich fallen bei einem GF-Gehalt oder bei einer Ausschüttung wieder Steuern an. Aber bis es soweit ist, 10 - 20 Jahre, spare ich jährlich Steuern, die ggf. höher sind als die Kosten einer GmbH jährlich.


    Danke! Genau das war ja die Frage, ob sich sowas erst bei einem erheblich höhren Immobilienbestand lohnt.
     
    Immofan und Goldhamster gefällt das.
  15. #14 ehrenwertes Haus, 08.05.2019
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    13.10.2017
    Beiträge:
    3.848
    Zustimmungen:
    2.252
    Wenn du für diese Antwort wirklich in einem Forum nachfragen musst, nachdem du ein Wirtschaftsstudium hast...
    DAS Ergebnis kann man dann doch leicht selber nachrechnen...

    Übrigends, Wirtschaft haben hier Alle mehr oder minder ausgiebig studiert. Oder meinst du wir waren noch nie in Kneipen, Pinten, Besenwirtschaften, usw. ?
    Die meisten von uns beherrschen sogar die überregionale Wirtschaftskunde...



    Aber die Sache mit selber Denken und Wissen anwenden, das beherrschen wohl nicht Alle.
    Deine Rechen- bzw. Denkfehler hat man dir doch schon gesagt, nur verstanden hast du es nicht.
     
  16. #15 ehrenwertes Haus, 08.05.2019
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    13.10.2017
    Beiträge:
    3.848
    Zustimmungen:
    2.252
    Na und?
    Gibt auch Ingenieure, die keinen Nagel in die Wand bringen können... aber dir dafür genau vorrechnen, welche Traglast der Nagel hätte, so er denn in der Wand stecken würde und welcher Reibungswiederstand beim Eintreiben oder Herausziehen zu überwinden ist...
    Aber praktisches Anwenden dieses Wissens... Fehlanzeige!
     
    Wohnungskatz und Goldhamster gefällt das.
  17. #16 Goldhamster, 08.05.2019
    Goldhamster

    Goldhamster Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.01.2015
    Beiträge:
    1.277
    Zustimmungen:
    569
    Hallo @ehrenwertes Haus ,

    jetzt spielt er auch noch Leberwurst:




    dabei hat er doch mit der Verarsche angefangen....


    Hamsti
     
    dots gefällt das.
  18. #17 taxpert, 08.05.2019
    taxpert

    taxpert Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    02.05.2016
    Beiträge:
    796
    Zustimmungen:
    777
    Ort:
    Bayern
    Hier hast Du m.E.n. einige Denkfehler drin ...
    Mindert die Steuerlast der GmbH, dafür fällt -wie bei Einkünften V+V- der persönliche Steuersatz an ... zuzüglich ggf. Belastung durch Sozialabgaben (ArbG und ArbN-Anteil!), die bei V+V nicht anfallen!
    Hier wird sozusagen bereits auf Ebene der KöSt besteuertes Geld nochmals besteuert! Insgesamt liegt die Besteuerung damit im Bereich deines persönlichen Steuersatzes!
    Nein, Du verschiebst Steuern um den Preis ...
    . Ergo darfst Du nicht die "ersparte" Steuer (die ja nur nachgelagert ist!) mit den anfallenden Kosten vergleichen, sondern die durch die höhere Liquidität eingesparten Kosten. Daneben erhöhst Du ggf. die Gesamtbemessungsgrundlage für die Steuer (kein §§11, 23 EStG) und tauscht die relative "Unbeschwertheit" der Einkünfte aus V+V gegen die aufwändigen Regelungen des GmbHG, HGB und §§140ff, 193ff AO, die Dich noch mindestens 10 Jahre nach Liquidation der GmbH belasten.

    Ich unterstelle mal, das Du die GewSt bei deinen Rechenspielen außen vor lässt, weil Du sie gar nicht auf dem Schirm gehabt hast, und nicht etwa, weil Dir §9 Nr.1 Satz 2 GewStG bekannt ist!

    Natürlich können Holdingstrukturen steuerlich sinnvoll sein! Die Vorteile beziehen sich dabei jedoch nicht auf die unterschiedliche Steuerbelastung nach EStG bzw. KStG, sondern sind eher im Bereich des UmwG bzw. UmwStG oder im §§8b ff KStG zu finden.

    Und gerne nochmal!
    ich habe in den letzten 20 Jahren genügend Leute mit mehr oder weniger großen Immo-Vermögen geprüft. Dabei waren auch Leute mit mehreren hundert WE im Eigentum, aber auch Leute mit weniger als 10 Einheiten aber einem positiven Einkommen daraus in sechsstelliger Höhe! Die meisten waren von fähigen StB/WP-Kanzleien vertreten! Nicht einer hat ein Konstrukt, so wie Du es vorhast, auch nur angedacht! Warum wohl?

    taxpert
     
    FMBerlin, Immofan, dots und einer weiteren Person gefällt das.
Thema:

Vermögensverwaltende GmbH oder als Privatperson

Die Seite wird geladen...

Vermögensverwaltende GmbH oder als Privatperson - Ähnliche Themen

  1. Gewerbefläche als Privatperson anmieten?!

    Gewerbefläche als Privatperson anmieten?!: Hallo an alle dort draußen, da wir mittelerweile keinerlei Informationen finden können, und ich mir in diesem Forum hier doch an der richtigen...
  2. Privatperson => Vermietung an Gewerbe mit USt => Gewerbe?

    Privatperson => Vermietung an Gewerbe mit USt => Gewerbe?: Hallo zusammen, nun habe ich schon beim Bundesfinanzministerium und sonstigen Fachstellen, die es wissen müssten, angerufen und extrem viel...
  3. Eigene Holding? Ab wann lohnt sich eine Immobilien GmbH?

    Eigene Holding? Ab wann lohnt sich eine Immobilien GmbH?: Hallo, im Gespräch mit einem Bekannten ließ dieser den Gedanken aufblitzen, seine "zukünftigen" Immobilien über eine GmbH zu erwerben/halten. Da...
  4. A. GmbH & Co. KG in D.

    A. GmbH & Co. KG in D.: ich habe mit diesem Hausverwalter nur Ärger gehabt. Jeder sollte sowohl als Mieter aber auch als Vermieter genau Prüfen ob die Zahlen stimmen....
  5. Überführung geerbter Immobilien in GmbH

    Überführung geerbter Immobilien in GmbH: Einen schönen guten Tag zusammen, ich bin recht neu in dem Thema Immobilienbesitz/Vermietung und habe da eine Idee zu der ich gerne einmal eure...
  1. Diese Seite verwendet Cookies um Inhalte zu personalisieren. Außerdem werden auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Mit dem weiteren Aufenthalt akzeptierst du diesen Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden