Verschiedene Heizungsarten - Vor- und Nachteile

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von Heizungen, 27.09.2014.

  1. #1 Heizungen, 27.09.2014
    Heizungen

    Heizungen Gast

    Hallo zusammen,

    ich bin noch relativ unerfahren im Gebiet der Immoblilien, möchte mich nun aber doch intensiver einarbeiten. Dabei stellt sich mir als erstes die Frage, welche Vor und Nachteile die jeweiligen unterschiedlichen Heizungsarten haben.

    Es gibt ja die Gasheizung, Nachtspeicher, Öl-Heizung etc...

    Dazu gibt es noch den Unterschied zwischen Etagen- und Zentralheizung, welcher sich allerdings nur auf den Zähler bezieht wenn ich das bisher richtig verstanden habe. Bei der Zentralheizung muss für die jeweiligen Wohnungen alles rausgerechnet werden, bei der Etagenheizung hat jede Wohnung bzw Etage einen eigenen Zähler.

    Soweit korrekt? Über Vor- und Nachteile wäre ich wirklich sehr erfreut und gern auch über weitere Literatur/Hilfen!
     
  2. AdMan

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  3. Andres

    Andres
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    Wenn du jeden dieser Begriffe in eine Suchmaschine deiner Wahl eingibst, bekommst du genug Lesestoff für Wochen.

    Ansonsten würde eine etwas spezifischere Frage vielleicht helfen: Vor-/Nachteile im Bezug auf was? Was für eine Entscheidung musst du treffen?
     
  4. #3 Heizungen, 27.09.2014
    Heizungen

    Heizungen Gast

    Es geht mir um allgemeine Vor und NAchteile. Ich möchte eine Kapitalanlage im Bereich Immobilien tätigen und möchte wissen, welche Kosten bei eventueller Reparatur auf mich zu kommen würden. Dazu möchte ich wissen, wie es mit Haltbarkeit und Wartung der Anlagen aussieht.
     
  5. GSR600

    GSR600
    Super-Moderator

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    Naja das kommt natürlich auch immer auf die Größe des Objektes darauf an.
    Die Anlage für ein EFH ist natürlich günstiger wie für ein Objekt mit 60-100 Wohnungen.
     
  6. Duncan

    Duncan
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    Als absolute Summe wird dass in der Regel so sein. Aber pro m² oder per WE gerechnet wird das selten der Fall sein. :zwinkernd003:

    Zu den oben genannten Anlagen sollte man je nach örtlichen Gegebenheiten auch Wärmepumpenanlagen bzw. Hybridanlagen mit in Erwägung ziehen. Das kommt auf das jeweilige Objekt und seine (Haupt-)Nutzung an und die baulichen Gegebenheiten und Möglichkeiten.
     
  7. #6 Heizungen, 27.09.2014
    Heizungen

    Heizungen Gast

    Es geht mir hier nicht um eine Neuanschaffung, sondern um den Vergleich von Bestandsimmobilien samt Heizung! Annahme hierzu:

    Preis gleich, Ausstattung gleich, Größe gleich, Lage gleich. Welche Heizung ist nun empfehlenswerter, bzw. am empfehlenswertesten?
     
  8. #7 Fremdling, 27.09.2014
    Fremdling

    Fremdling Erfahrener Benutzer

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    Aus der Sicht eines Investors eine Heizungsanlage, die hinsichtlich der Instandsetzung und Neubeschaffung keine/geringe Kosten verursacht. Da fiele mir sofort die Fernheizung als Zentralheizung ein, zu der ein Rund-um-sorglos-Vertrag mit einem Betreiber besteht, bei dem sämtliche Kosten in die Abrechnung der Wärmelieferung einfließen und die Verantwortung für die Funktionstüchtigkeit beim Anbieter liegt.
     
  9. #8 immodream, 27.09.2014
    immodream

    immodream Erfahrener Benutzer

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    Hallo Heizungen,
    die Antwort ist für mich ganz einfach.
    Ich habe vor über 25 Jahren mein erstes Mehrfamilienhaus mit einer Gaszentralheizung gekauft.
    Der Kessel von 1979 funktioniert immer noch tadellos, ich mußte ein Gasmagnetventil für 500 DM und eine Heizungssteuerung für 500 € erneuern. Das waren alle Reparaturen.
    Zur korrekten Abrechnung habe ich eine Abrechungsfirma beauftragt, die entsprechende Geräte an den Heizkörpern angebracht hat.
    Die Geräte sind gemietet, Miete sowie Abrechnung zahlen die Mieter.
    Nachteil, wenn ein Mieter seine Miete nicht zahlt, kann er fleißig weiter auf meine Kosten heizen, da ich ihm die Heizung nicht abdrehen kann.
    Die anderen Objekte sind oder wurden von mir mit sogenannten Gasetagenheizungen ausgerüstet.
    Jede Wohnung hat eine kleine Heizung und eine eigene Gasuhr.
    Der Mieter muß seine Gaskosten direkt an das Versorgungsunternehmen entrichten.
    Wenn er nicht bezahlt, wird das Gas gesperrt, ähnlich wie beim Strom.
    Großer Nachteil ist , selbst wenn beim Erwerb des Hauses bereits jede Wohnung auf Gasetagenheizung umgerüstet wurde, hat man z. B.bei einem 6 Familienhaus 6 Heizgeräte, die spätestens nach 25 Jahren so defekt sind, das es keine Teile dafür gibt.
    Austauschkosten früher einmal 4000 DM, heutzutage bis zu 4000 €.
    Nach den ersten 3- 4 Jahren fangen die Reparaturen an, ca. 300-400 € / Jahr.
    Die gehen natürlich zu Lasten des Vermieters.
    Wenn ich also heute ein Haus kaufen würde, welches noch keine vernünftige Heizung eingebaut hätte ( also Strom Nachtspeicher, Fernwärme oder Kohleöfen ) würde ich einen großen Brennwertechnikkessel in den Keller stellen, zu jeder Wohnung einen eigenen Heizungsstrang legen, in jeden Strang einen Wärmezähler einbauen und die Abrechnung selber durchführen.
    Preiswerter kann man nicht heizen.
    Grüße
    Immodream
     
  10. Duncan

    Duncan
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    Ich habe in einem Objekt (1) besagte Gas-Brennwerttechnik und bezahle dort ~5% mehr für die Heizung als in einem anderen Objekt(2) mit fast doppelt so großer Fläche und Luft-Wasser-Wärmepumpe*. In letzterem ist u.a. ein Massagesalon mit 26-28°C Raumtemperatur.
    Ich liege aber in beiden Objekten deutlich unter der Fernwärme der Stadtwerke...
    Gas: jährliche Wartung+ Schornsteinfeger, Wärmepumpe alle 2 Jahre Wartung, Preis pro Wartung bei beiden vergleichbar. Jeweils nach Herstellervorgabe.


    *Objekt 1 kompaktes Mehrfamilienhaus, Objekt 2 lang gestreckter Flachbau, also heiztechnisch ungünstiger, weil lange Wege und große Oberfläche.
     
  11. #10 Petra_44, 28.09.2014
    Zuletzt bearbeitet: 28.09.2014
    Petra_44

    Petra_44 Erfahrener Benutzer

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    Hallo,

    der Vorteil einer normalen Zentralheizung (also mit Öl, Gas, Holzpellets): Wenn eine Befeuerungsart zu teuer wird, dann musst du nicht die ganze Heizung ersetzen, sondern es sollte reichen, nur den Brenner zu tauschen.

    Von Holzpellets habe ich gehört, dass die sich im Rohr verkeilen können, was natürlich dumm ist, wenn man z.B. gerade im Winter im Urlaub ist und dann die Wasserleitung platzt, weil die Heizung nicht mehr funktioniert. Vielleicht waren das aber auch nur Anfangsschwierigkeiten und das Problem ist inzwischen technisch gelöst.

    Öl ist bequem und gibt eine angenehme Wärme, wird aber auch immer teurer.

    Nachtspeicheröfen kann ich nicht empfehlen. Wir haben die im Haus, und man bekommt das Zimmer praktisch nicht wärmer als 18-20 Grad. Außerdem wird auch Strom immer teurer. Und du darfst auch nicht vergessen, dass deine Mieter von Nachtspeicheröfen nicht so begeistert sein werden. Wenn ich als Mieter zwei gleichwertige Wohnungen zur Auswahl hätte, einmal mit Nachtspeicher, einmal mit Zentralheizung, würde ich die mit Zentralheizung nehmen.

    Die Mieter haben keine Erfahrung mit Nachtspeicheröfen und befürchten, dass das sehr teuer wird und verzichten dann darauf, diese Wohnung zu mieten, ohne sich überhaupt genauer zu informieren.

    Übrigens machen Nachtspeicheröfen auch Lärm, d.h. man hört immer das Gebläse, wenn die heizen. Gut, man gewöhnt sich daran, und ich stelle mir schon wenn ich das höre vor, dass es wärmer wird. Nur: Vielleicht gewöhnt sich nicht jeder Mieter daran, vielleicht gibt es auch welche, die das einfach stört.

    Nicht erwähnt hast du Radiator-Heizungen. Die hat meine Schwester. Ich misstraue dieser Sache ja und befürchte immer, dass die das Zimmer gar nicht warm machen. So richtig im Winter habe ich die noch nicht ausprobiert, aber im Herbst war es jedenfalls warm genug und sie waren besser als Nachtspeicheröfen.

    Radiator-Heizungen haben zwei Nachteile:
    1. Das ist Strahlungswärme. Es wird also nur das warm, was direkt "im Blickfeld" der Heizung steht. Du kannst eine solche Heizung also nicht irgendwo in ein Eck stellen, das bringt nichts. Du musst sie schon in deinem Sichtfeld anbringen.
    2. Radiator-Heizungen verbrauchen den Strom sofort, speichern ihn also nicht. Dadurch kann man die Nachtstromtarife nicht nutzen. Vor allem in Kombination mit Nachtspeicheröfen sind die Radiator-Heizungen also teuer, weil der Strom am Tag ja teurer wird, wenn man einen Nachtstromtarif verwendet.

    Fazit: Finger weg von irgendwelchen Immobilien, die mit Strom geheizt werden, außer der Preis ist wirklich sehr günstig! Es ist für deine Mieter teuer, so zu heizen, und sie werden davon auch nicht begeistert sein.

    Allerdings, eine Anmerkung noch: Auf eBay findet man zahlreiche Nachtspeicheröfen für EUR 1,-. Wenn du also die Möglichkeit hast, diese Geräte selbst zu transportieren (entsprechendes Fahrzeug und die Muskelkraft, um diese Dinger zu trandportieren), kannst du so günstig an wenige Jahre alte Heizungen kommen. So eine Nachtspeicherheizung wiegt so 150-200 kg, man kann sie aber zum Transport zerlegen, d.h. die Steine herausnehmen. Wenn man es kann! ;-)
     
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