Verschuldeter Wasserschaden, Kündigung?

Diskutiere Verschuldeter Wasserschaden, Kündigung? im Kündigung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo zusammen! Ich habe folgende Situation zu lösen und würde gerne unkompliziert nach Rat fragen. Im September 2011 ist der damalige...

  1. #1 Christian2508, 27.11.2012
    Christian2508

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    Hallo zusammen!

    Ich habe folgende Situation zu lösen und würde gerne unkompliziert nach Rat fragen.

    Im September 2011 ist der damalige Hauseigentümer, mein Großonkel, gestorben und ich habe das vermietete Mehrfamilienhaus geerbt.

    In der 3. Etage wohnt ein junger Mann, nicht deutscher Abstammung, dem die Wohnung von der ARGe finanziert wird.

    Im September 2011 verursachte dieser Mann einen Wasserschaden, bedingt durch eine nicht fachgerechte Montierung der Waschmaschine. Das Wasser der Waschmaschine lief über seinen kompletten Badezimmer- und Küchenboden ab. Das Wasser drang durch den Boden durch in die Wohnung der Mieter der 2. Etage. Die Wohnung 2. Etage war praktisch unbewohnbar. Die Mieter zogen aus und nach aufwendiger Renovierung habe ich im September 2012 die Wohnung 2. Etage neu vermietet.
    Ich habe damals dem Herrn (mündlich) zu verstehen geben, dass so ein Vorfall nie wieder passieren darf, da ich ihn ansonsten kündigen werde.

    Nun haben mich vor 3 Wochen die Mieter 2. Etage wissen lassen, dass in der Küche wieder Wasser aus der Decke von der 3. Etage tropft und die Wand entlang läuft. Nach Ansicht der Wohnung 3. Etage habe ich gesehen, dass die Küchen-abwasser-installation ursächlich für diesen Schaden ist. Darüberhinaus ist in der 3. Etage zwischen Küchen- und Badezimmerwand alles nass, der Mieter hat sogar Fliesen, die durch die Nässe locker wurden, abgesammelt. Ohne mein Wissen und ohne es mit mir abzukommunizieren. Nach Rückfrage meinerseits, hat er die ersten Fliesen vor ca. 4 Wochen (bestimmt noch 2 Wochen länger) eingesammelt.

    Meine Frage: Besteht ein fristloser Kündigungsgrund meinerseits, im Hinblick auf eine nicht gerechte Haltung der Wohnräume, bzw. einen sorglosen Umgang mit vermieteten Eigentum in Verbindung mit nicht eingehaltenem Informationsaustausch im Schadensfall?

    Alternativ: Ich muss die Wohnung 3. Etage definitiv sanieren. Unter dem Fliesenboden im Bad und auch unter der Küche unter dem Laminat ist ein Holzdielenboden. Wie der aussieht nach 2 Wasserschäden, kann sich jdmann vorstellen?! Habe ich im Hinblick auf die Sanierung eine rechtliche Möglichkeit für eine Kündigung?

    Der Mann ist versicherungslos und darüberhinaus wird die Wohnung von der Arbeitsagentur bezahlt.

    Besten Dank im Vorraus!

    Viele Grüße
    christian
     
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  3. #2 Papabär, 27.11.2012
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    Hallo Christian2508,

    eine ARGE gibt´s nicht. Man könnte vermuten, dass Du das Jobcenter meinst ... aber die BA (Bundesagentur für Arbeit) ist nun wieder eine gänzlich andere Behörde.

    WER die Miete aber letztlich zahlt ist irrelevant ... ebenso die Abstammung des Mieters. Spätestens seit dem alliierten Kontrollratsgesetz vom 20.09.1945 (= Abschaffung der Nürnberger Gesetze) stehen ihm die gleichen Rechte zu wie jedem anderen Mieter auch.

    Einen Kündigungsgrund sehe ich nach Deiner Ausführung nicht. Eventuell kann ein Schadenersatzanspruch aus der nicht ergangenen, bzw. verzögerten Mängelmeldung hergeleitet werden.

    Bei den beiden Wasserschäden handelt es sich doch ganz offensichtlich um sog. "bestimmungswidrig ausgetretenes Leitungswasser" ... gell? Was sagt denn die Wohngebäudeversicherung (deren Beiträge der Mieter ja i.d.R. auch anteilig zahlt) dazu?
     
  4. Pharao

    Pharao Gast

    Hi Christian2508,

    ob das ein Kündigungsgrund ist bzw sogar ein fristloser Kündigungsgrund, das kann ich dir leider nicht sagen, aber bedenke, eine Kündigung bedeutet noch lange nicht, das der Mieter dann auch freiwillig auszieht zum Kündigungstermin, gerade wenn er keine neue Wohnung hat. Dann müsstest du im schlimmsten Fall die Räumung beantragen und das geht leider auch alles nicht so schnell.

    Vielleicht wäre hier ja anwaltlicher Rat besser wie man vorgehen sollte, denn wenn man den Schaden zusammen zählt, dann kommt`s jetzt auf die Anwaltskosten auch nicht mehr drauf an.

    Sowas sollte man immer schriftlich machen, denn an mündlich erinnert sich später immer keiner und dann hast du ggf. das Problem der Beweisbarkeit.

    Wenn du ihm einen Schaden in Rechnung stellen kannst, dann solltest du das m.E. auch machen, denn vielleicht gib`s ja mal was Pfändbares in der Zukunft ....

    Deine Versicherung springt hier nicht ein ? Evtl. mal nachfragen.

    Das der Mieter nicht deutscher Herkunft ist, dürfte eigentlich uninteressant sein. Und ansonsten nur der Hinweis, das es die ArGe schon seit Jahren nicht mehr gibt, das ist nun das JobCenter.
     
  5. #4 Christian2508, 27.11.2012
    Christian2508

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    Hallo Pharao,
    Hallo Papabär,

    wollte keinen falschen Eindruck aufkommen lassen bzgl. Nationalität, spielt natürlich keine Rolle, sollte nur der Beschreibung wegen dienen.


    Morgen habe ich die konkrete Schadensdiagnose des Installateurs, dann prüfe ich definitiv die Versicherung. Ob das jetzt bestimmungswidrig ausgetretenes Leitungswasser ist, hmmm. Da werde ich gleich mal recherchieren.


    ;)
    Ja, da stimme ich ein. Damals hatte ich mich noch selbst sortiert, viel Bürokratischer Aufwand wg. Nachlass, Steuer etc. haben mich zu dieser Unaufmerksamkeit leiten lassen.


    Ja, ich denke darauf wird es hinauslaufen.



    Besten Dank für Eure Ausführungen! :)
     
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