Versicherung für Einbauküche und Fußboden in vermieteter Wohnung

Dieses Thema im Forum "Versicherungen" wurde erstellt von Wilhelm Schmidt, 14.07.2016.

  1. #1 Wilhelm Schmidt, 14.07.2016
    Wilhelm Schmidt

    Wilhelm Schmidt Neuer Benutzer

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    Vorab: Ich besitze eine Eigentumswohnung in einer WEG, die ich ab September vermieten werde.

    Ich habe mich jetzt hier im Forum gründlich eingelesen bzgl. Versicherungen, aber ganz sicher weiß ich leider noch nicht, welche Versicherung ich noch brauche.
    Mir ist klar, dass Schäden am Eigentum der Mieter über dessen Hausratversicherung abgedeckt sind.
    Auch dass die vorhandene Gebäudeversicherung die Schäden am Gebäude absichert.
    Jetzt bleibt eigentlich nur noch meine Einbauküche und der Holzfußboden übrig (und ggf. die Eingangstür und Zimmertüren).

    Sollte ich dafür einfach eine reguläre Hausratversicherung mit einer geringen Versicherungssumme (10.000 Euro) abschließen?

    Grüße
    Wilhelm
     
  2. AdMan

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  3. AJ1900

    AJ1900 Erfahrener Benutzer

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    Eigentlich haftet da auch die Versicherung des Mieters? Ich meine welche sonst, wenn der Mieter die Küche oder den Fußboden beschädigt?
     
  4. #3 Wilhelm Schmidt, 14.07.2016
    Wilhelm Schmidt

    Wilhelm Schmidt Neuer Benutzer

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    Was aber, wenn der Mieter unschuldig ist? Bei einem Wasserleck oder Einbruch?
     
  5. Andres

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    Erstens muss er keine haben, zweitens wird die nicht zahlen, sofern du den Schaden verschuldet hast. Im letzteren Fall kommt deine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht auf.


    Die Türen gehören zum Gebäude. Der Boden gehört auch zum Gebäude, sofern er damit fest verbunden ist. Davon wird auch bei schwimmend verlegtem Laminat als unterstem Bodenbelag (also nicht auf einem zusätzlichen Teppich oder Kork) zunehmend ausgegangen.


    Zumindest nicht einfach so, denn Hausratversicherungen decken grundsätzlich nur den Schaden im Haushalt des Versicherungsnehmers ab. Ich lasse solchen Risiken unversichert.
     
  6. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Man kann heutzutage ja alles versichern, sogar die eigene Singstimme, warum nicht auch Türen und Fußböden.
    Nur ist es so, eine Versicherung springt i.d.R. nur ein wenn ich einen Schaden habe und dieser auch mitversichert ist. Jede Versicherung wird prüfen, wer den Schaden verursacht hat - und derjenige bezahlt dann auch.

    So hatte ich vor einem Jahr einen Fall: Nachweisbar ein Orkan trug aus meinem Garten einen Ast auf Nachbars Grundstück und verursachte einen Schaden an dessen Hauswand. Der Nachbar -wutentbrannt zu mir ich solle den Schaden ersetzen. Ich verständigte unverzüglich meine "Haushaft-Versicherung", die mir wissen ließ, Schadensverursacher ist in diesem Fall Petrus, der Heilige und an diesen solle sich der Nachbar bezügl.des Schadens wenden. Es war Windstärke 8.
     
  7. #6 immobiliensammler, 14.07.2016
    immobiliensammler

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    Wobei Dein Nachbar bei dieser Konstellation ja Glück hat, denn bei Sturm zahlt - so vorhanden - dessen eigene Wohngebäudeversicherung. Die kann dann ja beim Schuldigen - hier Petrus - Regress nehmen.
     
  8. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Hat der Nachbar dann wohl auch getan, und wir sind alle wieder gute Nachbarn.
     
  9. #8 Wilhelm Schmidt, 14.07.2016
    Wilhelm Schmidt

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    Solch eine Versicherung habe ich nicht. Würde sich, glaube ich, auch nicht lohnen, da es eine WEG ist und z.B. für das Schneeräumen gesorgt ist.

    Wenn Türen und Böden von der Gebäudeversicherung abgedeckt sind, wären potentielle Schadenfälle eigentlich nur noch in der Küche ein Problem.
    Da reguläre Haftplichtversicherungen des Mieters ja keine Schäden an gemieteten Objekten abdecken, wie kann man dann z.B. ein Feuer in der Küche (verursacht vom unaufmerksamen Mieter) absichern?
     
  10. Andres

    Andres
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    Eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht ist absolut unerlässlich. Der Winterdienst klappt einen einzigen Tag lang nicht - und schon besteht das Haftungsrisiko. Ẃie willst du z.B. das Risiko des legendären Dachziegels, der einen Passanten erschlägt, ausschließen? Alleine der passive Versicherungsschutz (Abwehr unberechtigter Ansprüche) ist sein Geld schon wert.

    Der Versicherungsschutz kann auch über die Gemeinschaft bestehen. Dann sollte man prüfen, ob auch die persönlichen Risiken des einzelnen Eigentümers (z.B. durch Fehlfunktion der an den Mieter überlassenen Elektrogeräte) ausreichend abgedeckt sind.


    Der Gebäudeschaden ist trotzdem über die Gebäudeversicherung abgedeckt, die ggf. Regress beim Mieter fordern wird. Das Inventar des Mieters ist in diesem Fall sein persönliches Problem, wäre aber z.B. von seiner Hausratversicherung abgedeckt. Für die Küche müsstest du dich direkt beim Mieter schadlos halten - bleibt "nur" noch das Zahlungsausfallrisiko.

    Die Privathaftpflicht kann Schäden an gemieteten Sachen übrigens sehr wohl abdecken, wenn das so vereinbart war. Dieser Ausschluss ist nur in den Musterbedingungen des GDV enthalten. Das Problem an dieser Geschichte ist eher, dass man Mieter nicht zur Aufrechterhaltung einer solchen Versicherung zwingen kann.


    Wenn dir die Versicherung der EBK so wichtig ist, dann frage das doch gezielt an. Mir scheint es sowieso sinnvoll, dass du dich zu diesem gesamten Thema einmal ausführlich beraten lässt.
     
  11. #10 Valentin, 14.07.2016
    Valentin

    Valentin Gast

    Hallo Wilhelm,

    es kommt darauf an.

    Zahlt der Mieter in den Nebenkosten auch für die Wohngebäudeversicherung dazu? Dann wäre bei einem Schaden die Wohngebäudeversicherung dran. Sonst seine Privathaftpflichtversicherung.

    Grüße
     
  12. #11 BHShuber, 14.07.2016
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    Hallo,

    hierfür gibt es eine sog. Mietschadenversicherung, kostet in der Regel so um die 70€ im Jahr, allerdings ist darauf zu achten, wann dann letztendlich der Vermieter eine Leistung der Versicherung abrufen kann!

    Viele leisten erst, wenn letztinstanzlich alle rechtlichen Möglichkeiten des Vermieters ausgeschöpft sind und vom Mieter definitiv nichts zu holen ist, das Kleingedruckte ist hier genau zu studieren.

    Gruß
    BHSHuber
     
  13. #12 Wilhelm Schmidt, 14.07.2016
    Wilhelm Schmidt

    Wilhelm Schmidt Neuer Benutzer

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    Es gibt eine Gebäudeversicherung und eine Haus-Haftpflichtversicherung, die ich beide mit dem Hausgeld bezahle und die ich an den Mieter in den Nebenkosten weitergebe.

    Also denke ich, dass ich mir wirklich nur noch über die Ausstattung der Wohnung Gedanken machen muss.
     
  14. #13 BHShuber, 15.07.2016
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    Hallo,

    nicht ganz, denn diese Versicherungen decken lediglich alles ab was mit dem Gemeinschaftseigentum zu tun hat.

    Kommt der Mieter z. B. jetzt aufgrund fehlerhafter Elektroinstallation im Sondereigentum, sprich Mietsache zu Schaden oder fehlerhafter Wasserinstallation, fakto allem was von der Mietsache und Sondereigentum ausgehend passieren kann, ist der Vermieter haftpflichtig.

    Die Ausstattung der Wohnung ist allenfalls über eine Mietschadenversicherung zu decken, sofern der Mieter den Schaden verschuldet hat und eine Haftpflichtversicherung unterhält, ist diese heranzuziehen.

    Wie Andres bereits erwähnt hat, ist eine Haus u. Grundbesitzerhaftpflicht für jeden Wohnungseigentümer der dein Sondereigentum Dritten zum Gebrauch überlasst, anzuraten.

    Gruß
    BHShuber
     
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