Verspätete Hausgeldzahlung

Diskutiere Verspätete Hausgeldzahlung im Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo an die Verwalter die hier aktiv sind, wie geht Ihr mit verspäteten Hausgeldzahlungen um. Wir haben einen (zum Glück nur einen) Kandidaten...

  1. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    Hallo an die Verwalter die hier aktiv sind,
    wie geht Ihr mit verspäteten Hausgeldzahlungen um. Wir haben einen (zum Glück nur einen) Kandidaten der sein Hausgeld etwa nur alle drei Monate (für drei Monate) bezahlt?
    Mir gehen Gedanken wie Verzugszinsen etc. durch den Kopf.
     
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  3. Berny

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    Gegenfrage: Gab es ein Gespräch?
     
  4. #3 Tobias F, 09.02.2018
    Tobias F

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    Bevor Dir noch mehr durch den Kopf geht, und das dann evtl. in die H... geht, hier eine wunderbare Anleitung wie man (und sicher machen nicht nur wir es so oder fast genau so) damit am besten umgeht.
    https://www.haufe.de/recht/deutsche...er-verwalter-vor_idesk_PI17574_HI2753425.html



    Gegenfrage: Wozu sollte das gut sein?
     
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  5. Berny

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    Redenden Menschen kann gehelft werden.
     
  6. #5 ehrenwertes Haus, 09.02.2018
    ehrenwertes Haus

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    Die Zahlungsmodalitäten sind doch sicher schriftlich vereinbart worden.
    Wie wäre es mit einer freundlichen schriftlichen Erinnerung (Mahnung) daran?

    Wenn dieser Eigentümer sein Hausgeld quartalsmäßig überweisen möchte, spricht doch nichts grundsätzlich dagegen, außer verspätetes Zahlen.
    Man kann ihm nahelegen, das im voraus zu erledigen und pünktlich, um zukünftig Ärger zu vermeiden.


    @Berny
    ich bin eigentlich auch für erst mal miteinander Reden. Jeder kann mal was verpeilen.
    Aber wenn ich das Einganspost richtig verstehe, kommen hier öfter Zahlung verspätet an.
    Dann bringt ein Gespräch nichts, weil es dann kein einzelnes Versehen mehr ist.
     
  7. #6 Tobias F, 09.02.2018
    Tobias F

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    Anhand der Fragestellung gehe ich davon aus, dass hier sehr vieles "dagegen spricht". Denn i.d.R. handelt es sich hier ja um "Hausgeldvorauszahlungen" die in allen uns bekannten WEG`s am Monatsanfang fällig werden.
    Eine WEG in der jeder zahlen kann wann er möchte ist zumindest mir nicht bekannt. Wohl aber die Tatsache das Zahlungen für Stadt (Müll/Wasser u. Kanal/u.ä.), Abschlagszahlungen für Gas/Strom, Zahlungen für Hausmeister/Putzfrau/HV u.ä. jedoch regelmäßig, oft sogar monatlich, fällig werden. Wenn dann jeder Eigentümer zahlen würde wann es ihm gerade passt .........................
     
  8. Jobo45

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    Ja, aber.....
     
  9. #8 ehrenwertes Haus, 09.02.2018
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    @ Tobias, deswegen schrieb ich ja
    Im voraus wäre das grundsätzlich kein Problem, nur ungewöhnlich für 3 Monate im voraus.
     
  10. #9 Tobias F, 09.02.2018
    Tobias F

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    Was soll denn diese Formulierung: - "grundsätzlich dagegen, außer verspätetes Zahlen" - wovon reden wir denn hier?
    Davon abgesehen das ich bereits erklärt habe wieso eben nicht jeder Zahlen kann wann er gerade möchte, geht es genau darum das einer eben nicht zahlt wann er müsste. Es geht auch nicht um 2-5 Tage verspätete Zahlungen (solche Eigentümer haben wir auch, machen da aber wegen den paar Tagen kein Fass auf), sonder um Verspätungen um Monate.

    Darum geht es hier nicht.
     
  11. #10 Melanie123, 09.02.2018
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    Ich bin kein Verwalter, habe aber gerade eine Einladung zur ETV (Haus & Grund Oberhausen) vorliegen, in der Folgendes beschlossen werden soll:

    "Gerät ein Eigentümer mit der Summe von zwei Monatsvorauszahlungen in Rückstand, ist die gesamte Restjahressumme fällig. [In einer anderen WEG ist ein entsprechender Passus bereits in der Teilungserklärung.] Leistet ein Wohnungseigentümer nur Teilzahlungen auf das Hausgeld, soll zunächst der Anteil der Beitragsleistungen für die Instandhaltungsrücklage bedient werden, und dann der verbleibende Teil auf den Anteil der Bewirtschaftungskosten verteilt werden.
    Die Eigentümer beschließen darüber hinaus, die Verwaltung zu ermächtigen bei Rückständen eines Hauseigentümers mit einer fehlenden monatlichen Hausgeldzahlung, oder Teilbeträgen in mehr als Zweimonaten oder Abrechnungsspitzen der Rückstände gerichtlich in Namen der Eigentümergemeinschaft einzuklagen."

    Was ich ebenfalls aus Verwalterverträgen kenne ist ein Gebührenaufschlag für alle, die nicht am Lastschriftverfahren teilnehmen.
     
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  12. Jobo45

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    @Tobias F danke für den Link!

    Ja die Zahlungsmodalitäten sind festgelegt und der Verwalter mahnt auch bei ausbleiben, nichts desto trotz findet keine Regelmäßige (wie vereinbart) Zahlungen statt.
    Es geht bei dem Eigentümer nicht darum, dass er nicht zahlt oder länger in Verzug kommt sondern eben mal so, mal so zahlt. Eine kürzlich anberaumte Sonderzahlung im 5 stelligen bereich wurde Termingerecht bezahlt.

    Ich wollte eigentlich nur wissen, wie andere Hausverwaltungen das handhaben.

    Es entstehen ja höhere Verwaltungskosten, da wäre z.B. ein Zuschlag von XX Euro bei Nichtzahlung (im Verwaltervertrag muss das natürlich vereinbart sein) eine mögliche Maßnahme um den Eigentümer zu erziehen.
    Die Verwaltung kommt mit dem Argument, in Summe bleibt er der WEG nichts schuldig, und gegebenenfalls gleicht sich das über die Jahresabrechnung aus.
    Zudem kommt die WEG nicht in Schwierigkeiten weil 95 % Beschluss gemäß zahlen.
     
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  14. #12 Tobias F, 09.02.2018
    Tobias F

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    In unseren Verträgen haben wir feste Mahngebühren vereinbart, auch dass wir nach 3 Monaten auf Kosten der WEG einen Anwalt einschalten dürfen.

    Bleibt eine Zahlung ein mal aus erinnern wir freundlich. Beim zweiten mal erinnern wir sehr deutlich, ab der dritten Mal wird kostenpflichtig gemahnt.
    Und bisher hat es dann noch jeder Eigentümer verstanden.

    Vielleicht erinnerst Du den Verwalter ein mal an das WEG?
    Z.B.:
    § 27 Aufgaben und Befugnisse des Verwalters
    (1)Der Verwalter ist gegenüber den Wohnungseigentümern und gegenüber der Gemeinschaft der
    Wohnungseigentümer berechtigt und verpflichtet,
    4. Lasten- und Kostenbeiträge, Tilgungsbeträge und Hypothekenzinsen anzufordern, in Empfang zu
    nehmen und abzuführen, soweit es sich um gemeinschaftliche Angelegenheiten der
    Wohnungseigentümer handelt;
    5. alle Zahlungen und Leistungen zu bewirken und entgegenzunehmen, die mit der laufenden
    Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums zusammenhängen;

    Oder
    § 28 Wirtschaftsplan, Rechnungslegung
    (2)Die Wohnungseigentümer sind verpflichtet, nach Abruf durch den Verwalter dem beschlossenen
    Wirtschaftsplan entsprechende Vorschüsse zu leisten. (hierauf hat der Verwalter zu drängen/hinzuarbeiten - und nicht zu sagen: "ach ja, die anderen zahlen ja pünktlich").
     
  15. jorgk

    jorgk Benutzer

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    Off-topic: Schön - ist aber nicht ganz so einfach (Verwaltervertrag reicht offenbar nicht!):
    OLG München, Beschluß vom 18.09.2006, Az. 34 WX 89/06
    1. Durch Mehrheitsbeschluss können einzelne Eigentümer nicht verpflichtet werden, dem Verwalter eine
    zusätzliche Vergütung zu zahlen, wenn sie nicht am Lastschriftverfahren teilnehmen.
    2. Ein Eigentümerbeschluss über die Einführung einer derartigen Sondervergütung ist mangels
    Beschlusskompetenz nichtig.
    OLG Düsseldorf, 14.10.1998 - 3 Wx 169/98 : Max. 5 DM

    Zur Diskussion auch in diesem Beschluss: Oberlandesgericht Hamm 28.02.2000, Az: 15 W 349/99 Beschluß
     
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