Verstorbener Mieter.... Wie geht's weiter....?

Diskutiere Verstorbener Mieter.... Wie geht's weiter....? im Kündigung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo und guten Abend. Ich habe folgendes Problem. Ein Mieter, aus einer meiner Wohnungen ist verstorben. Es sind zwar 2 Kinder/ Erben vorhanden,...

  1. #1 Destiny29, 14.09.2017
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    Hallo und guten Abend.

    Ich habe folgendes Problem.
    Ein Mieter, aus einer meiner Wohnungen ist verstorben.
    Es sind zwar 2 Kinder/ Erben vorhanden, die aber wohl das Erbe ausschlagen, da sie mit ihrem Vater nichts mehr zu tun haben wollen.
    Zu Lebzeiten meines Mieters, deutete er schon an, dass er keinen Kontakt zu seinen Kindern hat. Wo diese Kinder wohnen und wie man sie erreichen kann, weiss ich nicht. Kenne auch nicht die Namen.
    Nun war in der Wohnung seit 4 Wochen niemand mehr drin.... es riecht im Flur .... ich denke, da stehen evtl noch Essensreste in der Küche und die unmittelbaren Nachbarn beschweren sich schon.
    Leider darf ich die Wohnung ja nicht betreten, beim Nachlassgericht habe ich schon die Wohnungskündigung eingereicht, aber wie es jetzt weitergeht, konnte mir auch dort niemand sagen.

    Vielleicht ist hier unter euch jemand, der solch einen Fall kennt, oder dieses schon einmal mitgemacht hat.

    Vielen Dank im Voraus

    Destiny
     
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  3. GSR600

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    Hallo, habe es mal verschoben.

    Mit welchem Grund hast du denn gekündigt?
     
  4. #3 Destiny29, 14.09.2017
    Destiny29

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    Danke dir..

    Das Nachlassgericht gab mir die Auskunft, dass ich innerhalb 4 Wochen nach dem Tod des Mieters die Wohnungen kündigen muss.
     
  5. Andres

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    Grundsätzlich ist das Nachlassgericht ein guter Einstieg, denn dort werden früher oder später die erforderlichen Informationen vorliegen. Wenn der Mieter nicht völlig mittellos ist, könnte man auch eine Nachlasspflegschaft beantragen - falls das Nachlassgericht noch nicht selbst auf die Idee gekommen ist, dass das sinnvoll wäre.

    Das ist mal wieder nur so halb richtig: Erstens musst du natürlich nicht kündigen, sondern du darfst. Zweitens beginnt diese Frist nicht mit dem Tod des Mieters, sondern erst sobald du Kenntnis vom Tod des Mieters erlangt hast. Drittens gibt es dieses Kündigungsrecht nur, wenn das Mietverhältnis mit einem Erben fortgesetzt wird d.h. wenn niemand in das Mietverhältnis eintreten darf. Wichtige Frage daher: Hat der Mieter in der Wohnung alleine gelebt?

    Erbt der Staat (d.h. schlagen wirklich sämtliche Erben das Erbe aus) und wird kein Nachlasspfleger bestellt, kann die Abwicklung durchaus 6-12 Monate dauern. Wie man nun weiter verfährt, hängt also ganz erheblich davon ab, welche Folgen dieser zeitliche Ablauf für einen selbst hat.
     
  6. #5 Destiny29, 14.09.2017
    Destiny29

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    Vielen Dank für deine Antwort.
    Es ist doch immer wieder schön, dass das Nachlassgericht selbst falsche Aussagen macht und selbst nicht Bescheid weiss... ☺

    Der Mieter hat alleine in der Wohnung gelebt.

    Unter welchen Voraussetzungen wird denn überhaupt ein Nachlasspfleger bestellt....?
    Die Folgen sind für mich, wenn das ganze so lange dauert, katastrophal....
    Vor allem, dass ich diese Wohnung nicht betreten darf.

    Und neu vermieten wäre ja auch nicht so ganz übel...
     
  7. Andres

    Andres
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    Das ist hilfreich. Ein Eintrittsrecht haben nur Personen, die mit dem Mieter im selben Haushalt wohnen. Damit kann das Mietverhältnis maximal noch mit dem Erben fortgesetzt werden. Ist weniger komplex ...


    Wenn das zur Sicherung des Nachlasses erforderlich ist oder der Erbe unbekannt ist, § 1960 BGB.


    Dann ist die Nachlasspflegschaft vermutlich das geringere Übel.
     
  8. #7 Destiny29, 14.09.2017
    Destiny29

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    Vielen lieben Dank....
    Jetzt weiss ich schon ein wenig mehr...
     
  9. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Es ist doch immer wieder schön, dass der Vermieter selbst nicht Bescheid weiß ...

    ;-)
     
  10. #9 Destiny29, 15.09.2017
    Destiny29

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    Sorry....
    Aber solch einen Fall hatte ich noch nie....
    Hat auch nichts damit zu tun, dass ich blond bin....
     
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  11. #10 Goldhamster, 15.09.2017
    Goldhamster

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    Ich bin auch blond... siehe links
     
  12. Duncan

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    Hm - wusste ich auch nicht bevor sich mein erster Mieter mit Anfang 60 einfach so aus dem Mietvertrag verabschiedet hat und mich mit seiner Tochter und seinem Sohn sitzen ließ. Zum Glück waren das Menschen mit denen zu reden war und deren Ziele und Wünsche sich sehr mit meinen deckten. Ich denke mal, dass es den weitaus meisten Vermietern, auch den Mitarbeitern in professionellen Hausverwaltungen, nicht wirklich anders geht, mit dem Thema beschäftigt man sich erst wenn es irgendwie aktuell wird.
    Bei einem Nachlassgericht hingegen nimmt man gemeinhin an, dass die häufiger mit dem Thema zu tun haben und sich etwas auskennen würden... - um hier mal Pauschalierungen außen vor zu lassen, ich denke es wird stark davon abhängen an welchen individuellen Rechtspflegel man da geraten ist.
     
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  13. dots

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    Macht ja auch nichts, schließlich erwartest du nicht von anderen, dass sie möglichst immer alles wissen.
     
  14. Nanne

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    Eine höfliche Anfrage ob vielleicht jemand solch einen Fall kennt oder schon mal mitgemacht hat.
    Der TE setzt nicht voraus, dass einer alles wissen muss.

    Ich hatte einen ähnlichen Fall. Ein M. ließ sich wochenlang nicht sehen, bezahlte auch keine Miete mehr. Es roch/stank aus der Wohnung komischerweise süsslich, was mich bedenklich stimmte. Ich rief die Polizei an, die kamen unverzüglich mit dem Schlüsseldienst, und es stellte sich heraus, dass die Wohnung verwahrlost war, unter anderem Kochtöpfe mit Essensresten rumstanden, die bereits vergoren waren und deshalb der
    Gestank. Meine Befürchtung, es könnte sich in der Wohnung evtl. eine Leiche befinden, wurde zum Glück nicht wahr.
    Nur soviel zum Öffnen/Betreten der Mietwohnung. Ich habe es als meine Pflicht angesehen unter diesen Umständen der Sache nachzugehen und eben die Polizei zu verständigen.
     
  15. dots

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    Erwartet das aber von anderen (bzw. beschwert sich deswegen):
    Gut, Nachlassgerichte haben oft mit Mietverhältnissen zu tun, schätzungsweise in ca. 50% der Fälle (ganz grobe Schätzung). Vermieter haben aber in 100% ihrer "Fälle" mit Mietverhältnissen zu tun.

    Daher finde ich, dass sich eher Vermieter mit Mietverhältnissen/-verträgen auskennen sollten/müssten, als Nachlassgerichte.
     
  16. Duncan

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    soweit auch vollkommen richtig. Allein was die jeweiligen Polizeibeamten vor Ort machen reicht von gar nichts, mit der Schulter zucken und wieder gehen bis zur von dir erwähnten Öffnung unter " Gefahr in Verzug" und mal nachsehen. Dein Einsatz als Vermieter ist im Zweifelsfall eine neue Tür und entsprechende Scherereien bis zu es passiert halt gar nichts.
     
  17. Duncan

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    nun endet aber nur ein verschwindend kleiner Anteil der Mietverträge auf Grund des Todes des Mieters, ich bin mir zwar noch unschlüssig ob leider* oder glücklicher Weise, aber dies ist relativ "exotisch".


    *allein meiner speziellen Ü80-Fraktion geschuldet.
     
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  18. Nanne

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    Die Wohnungstüre wurde sachgerecht geöffnet, es entstand keinerlei Schaden an der Tür. Nach dem Sachverhalt war es meine Pflicht zu handeln, und ich würde wieder so verfahren wenn ein Mieter wochenlang nicht zu sehen ist, keine Miete zahlt und es stinkt pestialisch aus der Wohnung.
    Es gab weitere Massnahmen durch die Behörden gegen den Mieter, er wurde mit Haftbefehlt gesucht.

     
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  19. #18 immobiliensammler, 16.09.2017
    immobiliensammler

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    Ich sehe Dich jetzt in einem ganz neuen Licht, ich dachte wirklich nicht, dass Du schon seit dem 14. Jahrhundert vermietest, wie war denn damals eigentlich das Mietrecht, berichte mal bei Gelegenheit ...

    (Sorry, aber die Steilvorlage musste ich einfach nutzen)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Tod
     
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  20. Nanne

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    .bestialisch stank es :45: ein paar Jahrhunderte später.
     
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  21. Duncan

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    Wird ja immer schlimmer. Langt aber auch, sonst muss ich hier nachher noch mit dem Turibulum umhergehen...
     
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