Verteilerschlüssel für Einfamilienhaus, für Versicherung und Grundsteuer nötig?

Dieses Thema im Forum "NK - Ankündigungen!" wurde erstellt von Oskar2014, 22.12.2014.

  1. #1 Oskar2014, 22.12.2014
    Oskar2014

    Oskar2014 Gast

    Hallo,

    ich habe dieses Jahr zum ersten Mal eine Nebenkostenabrechnung für ein Einfamilienhaus gemacht,
    nun wurde ich von meinem Kollegen ganz unsicher gemacht. Er meinte ob ich auch die Verteilerschlüssel angegeben habe.
    Im Mietvertrag steht folgendes dazu: Die Nebenkosten sind bei Fälligkeit vom Mieter direkt an die erhebenden Stellen zu zahlen. Soweit der Vermieter solche Kosten verauslagt hat, sind ihm diese vom Mieter unverzüglich zu erstatten.
    Ich habe ihm die Posten aufgelistet, und je eine Kopie bei gelegt, eigentlich kann er es ja dann nachvollziehen.
    Aber reicht das auch so Gesetzlich?

    Mir stellt sich nun die Frage welchen Schlüssel hätte ich angeben sollen?
    Er wohnt alleine in einem Einfamilienhaus, bei mehreren Wohnungen wäre es sicherlich im Mietvertrag geklärt.

    Habe das Haus geerbt, Oma hat nie eine Erstattung verlangt! Es geht aber um ca. 500 Euro.

    Wie machen Ihr dass als Häuslevermieter?

    Danke schon Mal Oskar
     
  2. AdMan

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  3. #2 Glaskügelchen, 22.12.2014
    Glaskügelchen

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    Gar keinen! Bei einem EFH ist das irrelevant.
     
  4. #3 Oskar2014, 22.12.2014
    Oskar2014

    Oskar2014 Gast

    Danke Glaskügelchen, dann habe ich, glaub ich alle richtig gemacht!
     
  5. #4 Glaskügelchen, 22.12.2014
    Glaskügelchen

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    Zumindest dann, wenn die Umlage vertraglich vereinbart ist.
     
  6. Andres

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    Meiner Meinung nach ist das eine unzulässige und damit unwirksame Vereinbarung über den Abrechnungszeitraum.
     
  7. #6 Glaskügelchen, 22.12.2014
    Glaskügelchen

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    Warum sollte das so sein? Müssen Abrechnungszeiträume vereinbart werden und wenn ja wie?
     
  8. #7 alibaba, 23.12.2014
    alibaba

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    ich kenn da so , der Mieter zahlt beim EFH

    Strom ,Gas ,Müll ,Schornsteinfeger und sonstiges immer selber in abrechnung

    mit dem jeweiligen Versorger .

    Der Vermieter zahlt jährlich die SchutzGrundSteuerGebühr und die Versicherungen

    ,welche er jedoch dem Mieter widerum auferlegt ,also im Prinzip

    zahlt alles der Mieter sozusagen

    schliesslich zahlt der Vermieter schon die KontoGebühren ,wo das Geld monatlich

    eintrudelt .

    Gruss
    alibaba :45:
     
  9. #8 BHShuber, 23.12.2014
    BHShuber

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    Hallo,

    da der Mieter ja auch nur eine Einheit gemietet hat in Form eines Einfamilienhauses, kann man alle umlagefähigen Kosten in direktem Bezug auf die Einheit ohne Umlageschlüssel weiterverrechnen.

    Wurde dem Mietvertrag ein Betriebskostenspiegel beigelegt, wenn nicht dann bei der nächsten Vermietung dazuheften, dann weisse de Mieter Bescheid.

    Gruß

    BHShuber
     
  10. Andres

    Andres
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    Ich sehe das als Vereinbarung, dass über die Betriebskosten "laufend" abgerechnet wird. Wenn dreimal im Jahr Kosten anfallen, bekommt der Mieter drei Abrechnungen, die er sofort zu zahlen hat. Sind zehnmal im Jahr Kosten angefallen, bekommt er zehnmal Post. ...

    Das ist doch klar eine von § 556 Abs. 3 BGB abweichende und für den Mieter nachteilige Vereinbarung: Er muss sich mit dem Thema ständig befassen, statt einmal pro Jahr in Ruhe und mit angemessener Prüfungsfrist die Unterlagen anzuschauen. Da weiterhin keine Vorauszahlungen vereinbart sind, geht dem Mieter durch diese Abrechnung der Zinsvorteil flöten.


    Nein.

    Wenn sie trotzdem vereinbart sind, dann müssen sie mit § 556 BGB vereinbar sein.
     
  11. #10 Glaskügelchen, 23.12.2014
    Glaskügelchen

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    Nochmal ein "Warum".
    Der 556 (3) schreibt doch nur, dass über Vorauszahlungen jährlich abzurechnen ist und dass der Vermieter zu Teilabrechnungen nicht verpflichtet ist.
    Es scheint aber keine Vorauszahlungen zu geben und eine Verpflichtung zu Vorauszahlungen gibt es nicht. Und aus der Tatsache, dass der Vermieter zu Teilabrechnungen nicht verpflichtet ist, ergibt sich kein Verbot von Teilabrechnungen.
    Das mit dem verlorenen Zinsvorteil kann ich auch nicht nachvollziehen.
     
  12. Andres

    Andres
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    Das ist der Unterschied zwischen "Null" und "Nichts", ist wohl Auslegungssache. Ich bin der Ansicht, dass jährlich über die geleisteten Vorauszahlungen (0) abzurechnen ist. Deine Ansicht kann ich nachvollziehen, aber sie erscheint mir so erheblich nachteilig für den Mieter (wie gesagt: er muss sich mit dem Thema ständig befassen), dass ich nicht davon überzeugt bin.


    Dadurch, dass der Mieter keine Vorauszahlungen leisten muss, muss ihm der Vermieter bei jährlicher Abrechnung die Kosten für einen erheblichen Zeitraum vorstrecken. Das ist Bestandteil des unternehmerischen Risikos, das der Vermieter trägt. Dem Mieter entsteht so ein Zinsvorteil.
     
  13. #12 Glaskügelchen, 23.12.2014
    Glaskügelchen

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    Es gibt aber 1. keine und 2. bedeutet das mind. 1x jährlich. Ich kenne keine Rechtsprechung dazu, wenn Vermieter tatsächlich "kleckerlesweise" abrechnen würden.
    Das macht bei Vorauszahlungen vermutlich auch kein Vermieter. Wenn keine Vorauszahlung vereinbart ist, spricht nichts dagegen die Kosten sofort an den Mieter weiterzugeben. Vermieter müssen Mietern keine kostenlosen Kredite geben.

    Dem Mieter würde so ein Vorteil entstehen, ja. Aber wo steht, dass ein Vermieter Posten, bei denen er keine Vorauszahlung verlangt, nicht sofort an den Mieter weitergeben darf? Vermutlich gibt es Grenzen, wo dann in Einzelfällen ein Gericht entscheiden müsste, wenn der Vermieter alle 2 Wochen irgendeine Rechnung schickt, aber komplett unwirksam würde eine Entscheidung zugunsten des Mieters die Vereinbarung, dass der Mieter die Betriebskosten tragen muss, vermutlich auch nicht machen.
     
  14. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Gerade das wollte Andres dir hiermit verdeutlichen:

    Einerseits kann man es so wie du sehen, Glaskügelchen: Es gibt keine Vorauszahlungen. Man kann es aber auch anders sehen: Es gibt (z.B. 12) Vorauszahlungen in Höhe von 0 Euro.

    Wie gesagt, man KANN es so sehen. Vielleicht sieht die Gegenseite es ja so und man kann mit dem Wissen, dass man es auch so sehen könnte, der Gegenseite bereits im Vorfeld den Wind aus den Segeln nehmen.
     
  15. #14 Nero, 25.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 25.12.2014
    Nero

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    Ich sehe es bei einem EFH genauso wie # 7.
    Was gibt es da zu verteilen?
    Der Verbraucher(M.) rechnet direkt mit dem Versorgungsunternehmen z. B. (Gas, Strom, Wasser) ab.

    Und was nicht, wird - so wie konkret mit ihm im MV. vereinbart - via J.schlussrechnung in Rechnung gestellt, z. B. eben Versicherungen, Müllgebühren etc. für exakt diese Verbrauchseinheit.

    Das betrifft also alle Ausgaben, die nicht direkt auf Name/Kosten des M. veranlagt werden können. Sondern für die der VM ganzjährig in "Vorlage" getreten ist - weil sie als Eigentümer zunächst nur zu seinen Lasten anfallen.
     
  16. Nero

    Nero Erfahrener Benutzer

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    Wenn die fraglichen Posten eben nur einmal jährlich anfallen, braucht man sie einfach auch nur entsprechend diesem Intervall weiterzugeben.
    Bei mir gibt es keine = o Vorausz. noch begleitend quartalsmäßige - so nötig habe ich es auch nicht.
     
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