Verteilung der Heizkosten fürs Treppenhaus

Diskutiere Verteilung der Heizkosten fürs Treppenhaus im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen, ich vermiete ein Zweifamilienhaus mit zwei Wohnungen. Beide Wohnungen hängen an den Gasthermen im Keller und haben ihren eigenen...

  1. #1 digiphotos, 27.12.2018
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    Hallo zusammen,

    ich vermiete ein Zweifamilienhaus mit zwei Wohnungen. Beide Wohnungen hängen an den Gasthermen im Keller und haben ihren eigenen Heizkreis. An jedem Heizkreis hängt ein Wärmemengenzähler (zentral im Keller, nicht an den einzelnen Heizkörpern), so dass der Verbrauch je Wohnung genau ermittelt werden kann. Die Rechnung fürs Gas von den Stadtwerken geht an mich und ich teile sie auf die Mieter entsprechend auf.

    Am Heizkreis im Erdgeschoss hängt zusätzlich ein Heizkörper im Treppenhaus. Diese Heizkosten müsste man ja eigentlich auf beide Mieter verteilen.

    Wie kann ich hier eine faire (und juristisch einwandfreie) Verteilung vornehmen? Einfach schätzen und nach Quadratmetern aufteilen? Oder wäre es besser, den Heizkörper im Treppenhaus sicherheitshalber still zu legen, damit es zu keinen Diskussionen kommt?

    Danke für Eure Einschätzung

    Grüße

    Mario Müller
     
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  3. #2 sara, 27.12.2018
    Zuletzt bearbeitet: 27.12.2018
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    Da spricht wohl nichts dagegen.
    Zudrehen, wäre auch eine Option, (und Ventil entfernen)
    Kommt allerdings auf die Lage des Treppenhauses an, ob das mittig von den Wohnungen liegt, so gut wie keine Frostgefahr, (Thermometer im Flur aufhängen zur Kontrolle)
    ...oder außen liegend angebaut.
    Dann wäre es sinnvoll den ganzen Heizkörper stillzulegen und zu entfernen.
    (Auch wenn du Mieter hast die bei längeren Frostperioden die Haustüre permanent offen lassen würden)
     
  4. #3 digiphotos, 27.12.2018
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    Hallo,

    Danke für die schnelle Antwort.

    Das Treppenhaus liegt außen und es könnte ziemlich kalt werden (das Haus ist schon älter und ohne Fassadendämmung).

    Wäre es zulässig, den Verbrauch des Heizkörpers im Treppenhaus zu schätzen und diesen Schätzwert vom Verbrauch im Erdgeschoss abzuziehen? Die Aufteilung vom Schätzwert würde man dann nach Quadratmetern vornehmen.
     
  5. #4 digiphotos, 27.12.2018
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    P.S. Der Heizkörper ist direkt vor der Eingangstür der Erdgeschosswohnung. Er ist an einer Innenwand (Schlafzimmer der Erdgeschosswohnung) montiert.

    Der Mieter im Erdgeschoss profitiert am meisten vom Heizkörper und kann diesen auch regulieren.
     
  6. #5 ehrenwertes Haus, 27.12.2018
    Zuletzt bearbeitet: 27.12.2018
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    Lies dir mal die Heizkostenverordnung durch (und verstehen).

    Schätzen ist nur in Ausnahmefällen zulässig.
    Ohne nachlesen denke ich, dass dein Fall nicht unter die zulässige Schätzung fällt.

    Wenn du meinst eine Beheizung des Treppenhauses ist zwingen erforderlich, wäre evt. ein elektrischer Frostwächter eine Alternative.
    Sofern dieser über den Zähler für Allgemeinstrom angeschlossen ist, ist auch eine Umlage auf die Mieter problemlos machbar.
    Bautechnisch ist das aber i. d. Regel nicht eforderlich, auch nicht bei Altbauten.

    Eine nicht regelkonforme Lösung wäre mit den Mietern reden und eine gemeinsame Lösung mit Schätzung finden.
    Dabei riskierst du aber, dass irgendwann ein Mieter genau diese Abrechnungsmethode bemängelt. Meist kommt das bei Mieterwechsel oder wenn es sonstige Probleme gibt auf's Tablett. Spätestens dann musst du dir Gedanken um eine gesetzeskonforme Lösung machen.

    Heizkörper demontieren wäre meine 1. Wahl.
     
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  7. sara

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    wie willst du das schätzen.
    Zumindest sehe ich da keine Möglichkeit, da du, wenn du nicht selbst mit im Haus wohnst, dich an die Heizkostenverordnung halten musst.
    Es sich aber ganz sicher nicht lohnt jetzt noch alle Heizkörper mit Heizkostenverteilern auszustatten und damit die Verteilung zu machen.
    Dann wohl die komplette Stilllegung/Abbau. Aber das ist jetzt im Winter auch nicht die beste Idee, denn dafür muss das Wasser aus der Anlage abgelassen werden, um den Heizkörper zu entfernen.

    Das ist nur meine Einschätzung, aber es kommt sicher noch ein hilfreicher Tipp von den anderen Usern hier.
     
  8. #7 digiphotos, 27.12.2018
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    Danke Euch.

    Was spricht dagegen, das Ventil des Heizkörpers dauerhaft zu verschließen (Drehregler abnehmen)? Würde natürlich sicherstellen, dass man das Ventil nicht mehr auf bekommt.
     
  9. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    wie oben schon geschrieben, evtl. Frost, das müsste zumindest überwacht werden.
    Denn sonst hast du evtl. ein größeres Problem.
     
  10. #9 ehrenwertes Haus, 27.12.2018
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    Ganz einfach... diese Regler haben genormte Anschlüsse und sind in (fast) jedem Baumarkt, garantiert über's Internet, erhältlich.
    Was hindert einen Mieter ernsthaft auszuprobieren ob nicht einer der Regler aus der Wohnung passt.
    Nach dem Aufrehen, kann man den Regler genauso abziehen wie nach den Zudrehen.
     
  11. Andres

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    Grundsätzlich möchte ich eigentlich davon ausgehen, dass sich derjenige, der diesen Heizkörper geplant hat, dabei etwas gedacht hat. Daher zögere ich etwas, bevor ich den Heizkörper einfach abbaue. Da diese Lösung aber mit Abstand die einfachste sein wird, dürfte es darauf hinauslaufen.

    Alternativen:
    • Dem Treppenhaus einen eigenen Heizkreis spendieren, der an der Verbrauchserfassung der beiden Wohnungen vorbei geht.
    • Dem Treppenhaus einen Zwischen-WMZ spendieren.
    Sinnvoll ist beides nur, wenn die räumlichen Gegebenheiten das zulassen. Beim zusätzlichen WMZ entstehen darüber hinaus wahrscheinlich höhere Kosten für die Verbrauchserfassung als für den tatsächlichen Verbrauch.
     
  12. #11 ehrenwertes Haus, 27.12.2018
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    Das nehme ich auch an. Jedoch nicht als bautechnische Notwendigkeit, sondern als reinen Komfortfaktor.

    Ich habe ja selber einen Altbau mit Fußbodenheizung im Foyer. Aus Erzählungen weiß ich, dass das wirklich mal eine Notwenigkeit war, zu Zeiten als Gehwege und Straßen noch nicht befestigt waren, um Eisglätte im Foyer und Treppenhaus zu vermeiden. Damals trug man aber noch sehr viel mehr Schmutz und Matsch in an den (Über-)Schuhen ins Haus als heute.
    Nachdem dann die Strasse, Gehweg und Hof befestigt war und die Fußbodenheizung nicht mehr über Abwärme beheizt werden konnte, wurde sie außer Betrieb genommen. Foyer und Treppenhaus sind seither trotzdem trocken und frostfrei.

    Vereinzelt klagen auch Mieter über ein im Winter teilweise wirklich sehr kaltes Treppenhaus. Sobald aber die Frage nach Übernahme der Heizkosten aufkommt, schnuckeln sich diese Mieter lieber schon im Treppenhaus in ihre Winterwetter-Outdoor-Kleidung.
     
  13. #12 FMBerlin, 27.12.2018
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    Ich würde eine Heizlastberechnung nach DIN 4701, (Fassung vor 2003, wenn ungedämmter Altbau) durchführen und dabei das Treppenhaus mit einer Raumtemperatur von 6 oder 8 Grad Celsius ansetzen. Im Ergebnis erhält man den Anteil des Treppenhauses an der Gesamtheizlast des Hauses. Anschließend würde ich den Thermostatkopf des Trepenhausheizkörpers gegen eine sogenannte Behördenversion austauschen (kostet vieleicht so 20€), die nur mit Spezialwerkzeug verstellbar ist und auf Frostschutz einstellen (entspricht je nach Modell 6 bis 8 Grad). Damit ist das streitige Heizkostenvolumen auf ein Minimum abgesenkt und die Funktion des Heizkörpers sichergestellt. Bei der Kostenumlage wird nun der Prozentanteil der Treppenhausheizlast an den Gaskosten des Hauses im Verhältnis der Wärmemengenzählerverbräuche der beiden Wohnungen auf beide Mietparteien aufgeteilt.
    Da es nach meiner Erinnerung eine Klausel in der Heizkostenverordnung gibt, nach der die Kostenanteile auch nach den allgemeinen Regeln der Technik (grob gesagt: was physikalisch und mathematisch schlüssig und zutreffend ist) ermittelt werden dürfen, falls eine genaue Ermittlung unwirtschaftlich ist, traue ich mir zu, diese Lösung auch einem Richter, der Physik im Abitur nicht abgewählt hat, verständlich zu machen.
    Man könnte den Anteil des nur noch frostschutzheizenden Treppenhausheizkörpers auch ganz aus den Gaskosten herausrechnen und selber tragen, wenn man Sorge hat, daß ein querulierender Mieter sich vor Gericht durchsetzt.
     
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  14. #13 immobiliensammler, 27.12.2018
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    Wird aber rechnerisch schon erheblich komplizierter. Zuerst muss die Treppenhausheizlast ja vom Wärmemengenzähler Erdgeschoss abgezogen werden, um dann wieder anteilig draufgeschlagen zu werden, oder?
     
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  15. #14 ehrenwertes Haus, 27.12.2018
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    Ich finde den Vorschlag gar nicht schlecht.
    Rechnerisch ist das kein Hexenwerk.

    Ich befürchte nur, das die Umlage zu Diskussionen führen wird.
    Treppenhäuser wirken zwar oft klein und gefühlt ist das nicht viel Fläche. Rechnet man aber mal wirklich die Fläche von Treppenhäusern aus, ist man schnell im Bereich der Fläche von Mietwohnungen (abhängig von der Etagenanzahl) auch wenn diese "Gemeinschaftsheizfläche" nur anteilig auf die Mietparteien umgelegt wird.
    Ich glaube es ist den Meisten gar nicht bewußt, wie schnell sich solche Flächen aufsummieren.
     
  16. #15 immobiliensammler, 27.12.2018
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    Wobei die Macher der HeizkostenV das Problem ja erkannt hatten. Heizkörper für Gemeinschaftsflächen (Wäschekeller, Treppenhaus etc.) müssen nicht mit Erfassungsgeräten ausgestattet werden, insofern werden die Kosten dafür auf alle Nutzer umgelegt. Kompliziert wird es hier nur dadurch, dass der Heizkörper über den WMZ einer Wohnung läuft.
     
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  17. Ferdl

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    sehe das wie Immobiliensammler, der Flurheizkörper gehört nicht in einen Mieterheizkreis. Kannst du den nicht separieren?
     
  18. #17 digiphotos, 27.12.2018
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    Danke Euch für die Antworten.

    Genau, der Heizkörper hängt im Heizkreis im Erdgeschoss und müsste vom Verbrauch im Erdgeschoss abgezogen werden.

    Ich finde die Idee mit dem Behördenthermostat nicht schlecht, da man das nur sehr schwer manipulieren kann. Da die Haustür recht neu und gut isoliert ist, glaube ich nicht, dass die 8 Grad unterschritten werden. Die Heizung wäre wahrscheinlich immer aus.

    Ideal wäre ein Behördenthermostat, das man auf 0 stellen kann (ohne Frostschutz). Habe aber nur welche mit Frostschutz gefunden.

    Oder ist Euch eine andere Möglichkeit bekannt, den Heizkörper beizubehalten und dauerhaft und manipulationssicher auf 0 zu stellen?
     
  19. Andres

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    Die Anschlussrohre trennen und verschließen. Ich frage mich nur, welchen Mehrwert das gegenüber der Demontage mit sich bringt.
     
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  20. Duncan

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    und das hat auch seinen guten Grund. Ein Thermostat das wirklich vollständig abriegelt und dauerhaft auch bei Frost abschließt macht keinen Sinn. Eine dauerhafte Absperrung erreicht man über andere Bauteile oder halt die Demontage ohne damit die Integrität der gesamten Heizungsanlage zu gefährden.
     
  21. #20 Petra_44, 29.12.2018
    Petra_44

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    Warum sollte man das Treppenhaus heizen? Energie- und damit Geldverschwendung. Ich würde den Heizkörper auf "Frostwächter" stellen, wärmer braucht es im Treppenhaus nicht sein.
     
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