Verteilung und Berechnung der Kosten

Diskutiere Verteilung und Berechnung der Kosten im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; zuerst allen ein frohes neues Jahr, wenn auch etwas verspätet. Ich hätte da mal ein Problem. Wir haben ein Haus renoviert und dies ist wie folgt...

  1. #1 hansi01, 19.01.2017
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    zuerst allen ein frohes neues Jahr, wenn auch etwas verspätet.
    Ich hätte da mal ein Problem.

    Wir haben ein Haus renoviert und dies ist wie folgt belegt.
    KG = 2 Räume + Bad für kleine Firma ( seit 2 Jahren)
    EG = Praxis meiner Frau
    OG- Wohnung der Schwiegermutter

    Dort ist eine Gashzg. eingebaut und diese hat 2 Wärmemengenzähler,
    1 x für die Etage der Schwiegermutter und 1 x für das EG meiner Frau und das Kellergeschoß.
    Im Kellergeschoß sind wie gesagt 2 Räume + Bad an eine kleine Firma vermietet, der Rest sind Kellerräume.

    Auf den Wärmemengenzähler ist immer zu sehen, das meine Schwiegermutter immer 50% mehr
    verbraucht als meine Frau, also EG 40000 und OG 60000. Klar, die wohnt dort und meine Frau arbeitet
    nur dort. Aber die Wärmemengenzähler erfassen ja nur den Verbrauch der Heizkörper. Wie verhält es sich den jetzt mit der Warmwassserzubereitung?
    Der Gasverbrauch liegt so bei 35000 KwH und ich habe das Verhältnis der WMZ, aber wie viel vom Gasverbrauch geht denn für das Warmwasser drauf.
    Wenn ich jetzt den Verbrauch auf 40/60 umrechne, zahlt ja jeder das Warmwasser, obwohl in der Praxis
    fast kein warmes Wasser verbraucht wird.
    Oder habe ich einen Denkfehler?

    Für die Wohnung der Schwiegermutter gibt es natürlich Kalt und Warmwasserzähler für den Wasserverbrauch zu berechnen

    Jetzt das nächste Problem, für die kleine Firma haben wir für den Strom eigenen Zähler eingebaut und dementsprechend kann man deren Verbrauch errechnen. Für die Hzg geht dies natürlich nicht, da an den Heizkörpern ja keine "Messgeräte" vorhanden sind.
    Ich müsste schon seit längerem mal eine Abrechnung machen, weiß aber nicht wirklich wie ich dies einigermaßen gerecht für alle verteilen soll.
    Solche Ablesegeräte für die Heizkörper würden den Rahmen sprengen, da wäre bestimmt der Aufwand grösser als der Nutzen.
    Gibt es Ideen oder Vorschläge von euch bzgl. des Gasverbrauchs/Warmwasserzubereitung und Berechnung der Heizkosten für die kleine Firma?

    Und noch was wichtiges, ich habe ein gutes Verhältnis zu meinem Schwiegertiger. :-))

    Grüße aus dem kalten Saarland
     
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  3. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Hallo hansi01,
    ich würde mich mit einem örtlichen Installateur vor Ort treffen und besprechen, wo sinnvollerweise Wärmemengenzähler, Warmwasser- und Kaltwasserzähler einzubauen wären, um genaue Aufteilung und damit Zuteilung der Kosten erreicht werden kann. Abrechnen würde ich nach 30/70. In meinem 5erMFH habe ich es ähnlich so und mache die Abrechnungen mit Excel selbst.
     
  4. #3 hansi01, 19.01.2017
    hansi01

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    Also 1 WMZ sind ja im Heizungskreis für das OG und 1 WMZ für das EG und KG gemeinsam
    Wasseruhren ( kalt und warm) sind auch für die Wohnung im OG installiert, sodass ich den Wasserverbrauch für die Schwiegermutter ablesen kann, der Rest vom Wasserverbrauch ist dementsprechend ja für EG und KG.

    Wie kann man denn überhaupt den verbrauch für die Warmwasserzubereitung errechnen?
    Habe den Gesamtgasverbrauch und die beiden Werte der WMZ?

    Grüße
     
  5. Andres

    Andres
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    Das ist gut, aber ich würde darauf keine Lösung aufbauen. Erstens kann sich das Verhältnis auch ändern, zweitens könnte dort auch einmal jemand anderes wohnen und drittens hat der Mieter im Keller bereits jetzt einen Anspruch auf eine korrekte Abrechnung.

    Sofern das WW auch von der Gasheizung erwärmt wird, wovon ich ausgehe, ist für das gesamte WW ein zentraler WMZ erforderlich. Damit wird nach dem Verfahren aus § 9 Abs. 3 HeizkostenV zunächst ermittelt, welcher Teil der Heizkosten auf das WW und welcher Teil auf die Heizwärme entfällt.

    Das Warmwasser kann dann nach WW-Zählern weiter verteilt werden, jede Einheit braucht mindestens einen, bei ungünstigem Leitungsverlauf auch mehr. Die Heizwärme könnte nach WMZ verteilt werden, aber die Kellereinheit bräuchte einen eigenen. Ob das die Aufteilung der Heizkreise zulässt, solltest du mit dem Heizungsbauer deines Vertrauens besprechen. Ansonsten läuft das auf HKV hinaus. Die beiden anderen WMZ können dafür weg.

    Auch die Gewerbemieter haben einen Anspruch auf eine Verbrauchserfassung und Abrechnung entsprechend der Heizkostenverordnung. Passiert das nicht (also beim aktuellen Stand), haben sie ein pauschales Kürzungsrecht von 15 %. Diesen Zustand willst du schnellstmöglich abstellen.
     
  6. #5 hansi01, 19.01.2017
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    Hallo,

    das war ja auch eher als Scherz gemeint.
    Dann müsste ja ein WMZ zwischen Gasleitung und Eingang der Hzg, oder?

    Grundsätzlich benötige ich keine "gerichtverwertbare" Abrechnung oder ähnlich.
    Ich wollte dei Abrechnung ja auch im Verhältnis 40/60 für Schwiegermutter und der Praxis machen.
    Der Heizungsbauer sagte mir aber in einem Gespräch, das ich dann die WW-Aufbereitung auch in diesem Verhältnis verteile.
    Und in der Praxis wird fast kein WW benötigt, bei Schwiegermutter aber schon.
    In der Firma unten eher auch kein Warmes Wasser.

    Dann wäre ja meine ursprüngliche Idee, den Gasverbrauch z.B. 3000€ im Verhältnis 1800 Schwiegermutter, 1200 € Praxis ganz falsch.
    Die anderen Nebenkosten, Versicherung usw. teile ich nach qm auf, wenigstens das passt ja dann :-))

    Grüße
     
  7. #6 Newbie15, 19.01.2017
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    Der Mieter im Keller hat aber auch Anrecht auf eine im Sinne des BGB und der Heizkostenverordnung korrekte Abrechnung. Wird der von einer anderen Anlage versorgt? Oder willst du gar keine Heiz- und Warmwasserkosten auf ihn umlegen?
     
  8. #7 hansi01, 19.01.2017
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    Doch, aber momentan fehlt mir der richtige Ansatz, selbst wenn ich ab 2017 HKV einbauen lasse oder ähnliches, dann löst dies aber nicht das Problem für 2015 und 2016. Für diese Jahre steht die Abrechnung nämlich noch aus.
    Gibt es hier irgendwo so etwas wie eine Berechnung mit Beispielen, lese hier 50/50 und 70/30.

    Sorry das ich dies jetzt so alles "nicht Gesetz und Verordnungsgemäß" lösen möchte, aber alle 3 Parteien streben auch keine Streitereien an und beziehen sich auch nicht auf die Vorschriften.
    Bei der Aufteilung 60% der Gaskosten für Schwiegermutter und 40% auf Praxis würde ich meine Frau ja eigentlich bestrafen, das ist klar.
    Und die Firma müsste ich anteilsmäßig an den 40% beteiligen.
    Die haben insgesamt 2 Heizkörper in den beiden Räumen die grundsätzlich auf 2 stehen.

    Gibt es eine Formel oder ähnliches, um die WW-Zubereitung der Hzg irgendwie zu berechnen?

    Ich weiß, viele Fragen mit wenig Hintergrundwissen, Entschuldigung dafür
     
  9. #8 sara, 19.01.2017
    Zuletzt bearbeitet: 19.01.2017
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    da wirst du auf Gut-Will bei deinem Mieter dann rechnen müssen.
    Wie du das aber hinbekommst?
    Am besten wäre die Verteilung nach qm, was den Mieter dann wohl benachteiligt oder? (Korrekt ist das aber natürlich nicht)
    Also unbedingt für die Zukunft rechtsichere Berechnungsgrundlage sorgen wie dir Andres schon geraten hat.
    Denn korrekt kannst du das so nicht abrechnen.
    Für 2015 hättest du die Abrechnung bis 31.12.16 machen müssen. Was aber nicht heißt, dass der Mieter keine Abrechnung mehr zu bekommen hat. Nur Nachforderungen aus der Abrechnung für 2015 braucht er nicht mehr zu zahlen. Guthaben ist aber auf jeden Fall auch danach noch dem Mieter auszuzahlen!

    Die 50/50 od. 30/70 Verteilung heißt, dass mind. 30% der Heiz- u. Warmwasserkosten auf die Wohnfläche zu verteilen sind, höchstens jedoch 50%
     
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