Vertrag mit Hausverwaltung kündigen

Diskutiere Vertrag mit Hausverwaltung kündigen im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo, in meinem Verwandtenkreis ist folgende Situation: Die Häuser des Großvaters meiner Frau wurden seit 15 Jahren von seiner Nichte...

  1. #1 JohnnyNoStars, 25.02.2007
    JohnnyNoStars

    JohnnyNoStars Gast

    Hallo,

    in meinem Verwandtenkreis ist folgende Situation:

    Die Häuser des Großvaters meiner Frau wurden seit 15 Jahren von seiner Nichte verwaltet, über die Verwaltung gibt es einen Vetrag.

    Jetzt versucht die Verwalterin (Nichte) den Besitzer der von ihr verwalteten Häuser (ihren Onkel) zu entmündigen, da er angeblich geistig verwirrt sei und nicht mehr in der Lage sei, die Geschehnisse rund um seine Häuser zu beurteilen. Es ist anzumerken, dass die Verwalterin sich teilweise aufführt, als wären es ihre Häuser und ihre Mieter usw.., was es in keiner Weise ist, sie ist nur Verwalterin.

    Meine Fragen:
    1. Kann sie ihren Onkel ohne weiteres entmündigen, und sich u.U. die Häuser unter den Nagel reißen?
    2. Welche Möglichkeiten bestehen bzgl. der Kündigung des Verwaltervertrags? Geht das unter den gegebenen Umständen (z.B. wegen übler Nachrede oder Verleumdung)?

    Gruß und Danke
     
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  3. #2 lostcontrol, 25.02.2007
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    sich die häuser unter den nagel reissen kann sie nicht - dazu brüchte es eine schenkun seitens des onkels.
    entmündigen lassen kann sie als nichte auch nicht so einfach - da sind erstmal die direkten verwandten gefragt und das ganze muss auch vom amt abgesegnet werden.

    ich glaub dafür braucht man noch nicht mal 'nen kündigungsgrund.
    habt ihr denn jemanden, der das übernehmen kann?
     
  4. #3 Thomas123, 26.02.2007
    Thomas123

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    Nein, das ist eine andere Nummer!

    Der Verwaltervertrag kann nur aus wichtigem Grund von der Mehrheit der Eigentümer anläßlich einer Beschlußfassung vor Ablauf des (von der Eigentümerversammlung) beschlossenen und festgelegten Zeitraums gekündigt werden. Gleichzeitig muß man dem Verwalter die Ausübung der Verwaltertätigkeit untersagen.

    Wenn nur das zweite gemacht wird, ist die Verwaltervergütung trotzdem fällig...

    Grüßle Thomas
     
  5. #4 lostcontrol, 26.02.2007
    lostcontrol

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    thomas - ich würde doch annehmen, dass es sich bei häusern, die hier als "häuser des grossvaters" bezeichnet werden, NICHT um eigentümergemeinschaften handelt.
    somit ist das ganze gedöns von wegen eigentümerversammlung etc. hier völlig irrelevant.
    mit der hausverwaltung besteht dann vermutlich ein ganz normaler projekt- bzw. objektbezogener arbeitsvertrag, der entweder per stundenlohn oder per pauschale bezahlt wird.
    da die "firma" in diesem falle sehr klein ist, lässt es das arbeitsrecht zu, dass dieser vertrag jederzeit problemlos fristlos vom grossvater gekündigt werden kann. ganz einfach.

    ich habe - zumindest theoretisch - einen ähnlichen vertrag mit meiner mutter. ich bekomme zwar nichts bezahlt (weder per stundenlohn noch per pauschale) und würde das auch garnicht wollen, weil ich es ein bisserl schofel finden würde, wenn ich dafür geld nehmen würde, dass ich meiner mutter arbeit abnehme, aber die dazugehörige vollmacht ist natürlich enorm wichtig für mein auftreten gegenüber den mietern, behörden und maklern.
     
  6. Jerry

    Jerry Erfahrener Benutzer

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    Ist doch ganz einfach: Für jeden Vertrag gibt es die Möglichkeit einer Kündigung aus wichtigem Grund (selbst wenn das vertraglich ausgeschlossen würde, ist das gesetzlich m.E. gar nicht möglich - für sowas gibt's salvatorische Klauseln ;) )

    Ein Verwaltervertrag bedingt ein gewisses Vertrauensverhältnis zwischen Objekteigentümer und Verwalter. Ist dieses Vertrauen nicht mehr gegeben, würde ich das sehr wohl als wichtigen Grund werten. Und im vorliegenden Fall ist die Vertrauensbasis erkennbar gestört.

    Insofern braucht es gar nicht erst den Vorwurf übler Nachrede oder Verleumdung oder was auch immer - die bloße Feststellung, dass die besondere Vertrauensstellung des Verwalters nicht mehr gegeben ist, genügt für die Kündigung. Den Rest kann der betroffene Onkel mglw. strafrechtlich verfolgen lassen, oder dieses auch bleiben lassen - ganz wie es ihm beliebt.

    Verwandt oder nicht verwandt, wenn der Hausverwalter sich aufführt, als seien es seine Häuser, ist das schon ein anderes Kaliber als wenn er "nur" pflichtgemäß die gleiche Sorgfalt anwendet wie bei seinem Eigentum. Der Verwalter muss in allem was er tut im Sinne des Eigentümers handeln, sonst verletzt er seine erste Vertragspflicht -> Kündigungsgrund.

    Und als Sachwalter dann noch versuchen, den Eigentümer zu entmündigen, um sich dann des Eigentums zu bemächtigen - wenn ich nicht den Eindruck hätte, dass da noch ein paar gesetzliche Hürden davor stehen, würden sich mir noch mehr die Nackenhaare kräuseln...

    Wenn - was ich mal annehme - der Onkel noch durchaus in der Lage ist, geschäftliche Entscheidungen zu treffen, wäre er mit der sofortigen Kündigung dieses Verwalterverhältnisses sicher gut beraten. Es gibt nicht-verwandte, pflichtbewusste und qualifizierte Verwalter genug da draussen, da findet sich bestimmt einer, der in seinem Sinne arbeiten wird. Und auch im Sinne eines vielleicht irgendwann aus objektivem Grund mal erforderlich werdenden "Vormundes" oder irgendwelcher Erben - wobei man sich als potenzieller Erbe durchaus zu Lebzeiten disqualifizieren kann :ätsch

    Jerry
     
Thema: Vertrag mit Hausverwaltung kündigen
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