Vertretungsvollmacht

Dieses Thema im Forum "Eigentümerversammlung" wurde erstellt von Okto, 13.05.2012.

  1. Okto

    Okto Benutzer

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    Hallo Leute,

    bei der letzten ETV wollte ich mich als Miteigentümer wegen Abwesenheit vertreten lassen.
    Meine Frau die gleichfals zu 50 % Miteigentümerin unserer Wohnung ist, hat an der Versammlung teilgenommen.

    Auf der Versammlung wurde jedoch meiner Vertretung die Teilnahme an der Eigentümerversammlung verweigert weil meine Frau anwesend war. Die Verwaltung sagte meiner Frau das sie ja anwesend wäre und wenn meine Vertretung anwesend sein solle, müsse sie den Saal verlassen.

    Nun meine frage: Ist dies richtig was der Verwalter meiner Frau hier sagt? Schließlich habe ich als Miteigentümer ja das recht auf Vertretung auf einer Eigentümerversammlung.

    Danke für Eure Hilfe.
     
  2. AdMan

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  3. #2 Tobias F, 13.05.2012
    Tobias F

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    Der Verwalter hat RECHT, den ihr, also Du und Deine Frau, habt EIN Stimmrecht. Und wenn einer von euch anwesend ist kann sich der andere nicht vertreten lassen.
    Wozu sollte das auch gut sein, ihr könnt sowieso nicht gegeneinander abstimmen.
     
  4. #3 Martens, 14.05.2012
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    Die Vertretung in der Eigentümerversammlung ist vom Stimmrecht zu trennen.

    Selbstverständlich dürfen beide Eigentümer auftreten, wenn sie zu idiellen 50% Eigentümer sind. Daraus ergibt sich, daß sich jeder der beiden auch separat vertreten lassen darf, ggfs. eingeschränkt durch die Regelungen der Teilungserklärung.

    Der Verwalter hat falsch gehandelt.

    Christian Martens
     
  5. #4 Redwolf, 21.08.2012
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    hallo zusammen,

    jetzt habe ich schon die suche bemüht und bin auf diesen beitrag gestoßen. trotzdem bin ich leider genau so schlau, wie zuvor.

    in unserem beispiel haben mein vater und ich 23 von insgesamt 31 einheiten (6700/10000) einer WEG zu je 50% erworben.
    haben wir nun jeder eine stimme oder reicht es, wenn einer von beiden zur versammlung erscheint?
    wie sieht es mit der doppelten qualifizierten mehrheit aus? gelten dann bei uns zwei stimmen?
    kann mir das jemand verständlich und vor allem verbindlich erklären?

    ich möchte nämlich das grundstück gerne teilen. hier stehen zum einen zwei viererblöcke (unsere) und ein einzelnes (mehrere fremde eigentümer (insg.6)) sowie ein weiterer einzelner eigentümer (gastronomie). rein technisch scheint es kein problem zu geben, die gemeinschaft in drei gemeinschaften (gastronomie, 6er und uns) zu teilen.
    hierzu werde ich jedoch vermutlich diese doppelte qualifizierte mehrheit brauchen und da wäre es wichtig zu wissen, ob wir beide als eine, oder zwei stimmen zählen.
    kann ich meinen vater auch (mit vollmacht) vertreten?

    ich weiß, das sind alles viele fragen auf einmal, aber ich kenne mich im WEG überhaupt nicht aus.

    vielen dank für jede hilfe.

    gruß
    volker
     
  6. #5 Tobias F, 21.08.2012
    Tobias F

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    Also Du hast x Wohnungen, und Dein Vater hat y Wohnungen? Oder gehören diese Wohnungen euch beiden zu gleichen Teilen?

    Gehören Dir x und Deinem Vater y Wohnungen jeweils als Einzeleigentümer dann müsst ihr auch beide Erscheinen, bzw. den anderen bevollmächtigen.
    Gehören die Wohnungen euch beiden zusammen, also jeder 1/2 an Whg. x bis y, dann braucht auch nur einer von euch zu erscheinen.

    Wenn ihr beide die Wohnungen zu gleichen Teilen besitzt, also jeder an jeder Wohnung 50% Anteil hat, so habt ihr für alle Wohnungen zusammen 1 STIMME.

    WEG - § 25 Mehrheitsbeschluss
    (2)Jeder Wohnungseigentümer hat eine Stimme. Steht ein Wohnungseigentum mehreren gemeinschaftlich zu, so können sie das Stimmrecht nur einheitlich ausüben.
     
  7. #6 Redwolf, 21.08.2012
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    ok. also wir haben alle wohnungen zu je 50% erworben...
    somit braucht also nur einer von beiden zu den versammlungen erscheinen und hat das stimmrecht von 67% bzw. 1-kopf-stimmrecht

    hmmm... das ist nicht so prickelnd....
     
  8. #7 Tobias F, 21.08.2012
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    Du musst einen Blick in die Teilungserklärung werfen. Dort steht u.U. das sich das Stimmrecht nach MEA (Miteigentumsanteilen) richtet. Dann habt ihr zumindest in vielen Bereichen einen hohes Stimmrechtsanteil. Ansonsten gilt das gesetzliche Kopfprinzip.
    Es gilt jedoch zu beachten das ihr mit allen euren Wohnungen selbst dann in manchen Fällen eben nur 1 Stimme habt.


    Zitat aus "Ratgeber-recht.de"
    "Das neue Wohnungseigentumsrecht hat die Möglichkeiten der nicht einstimmigen Beschlussfassung erweitert. Dazu wurde zum 1. Juli 2007 unter anderem der Bergriff der "(doppelt) qualifizierten Mehrheit" ins Wohnungseigentumsgesetz (WEG) eingeführt.
    Sie liegt vor, wenn gleichzeitig:

    •in der Eigentümerversammlung ein Beschluss von 3/4 der Eigentümer (aller Eigentümer, nicht nur der Anwesenden!) gefasst wird.
    •diese Eigentümer über mehr als die Hälfte der Miteigentumsanteile verfügen.
    Jeder Eigentümer zählt dabei nur einfach, ganz gleich, über wie viele Wohnungen er verfügt. Das heißt also: Die qualifizierte Mehrheit gilt nur, wenn den Befürwortern eines Beschlusses zusammen mehr als die Hälfte der gemeinsamen Anlage gehört. "
     
  9. #8 Martens, 21.08.2012
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    Die eigentliche Frage ist hier falsch, denn es geht Dir gar nicht um Vertretung.

    Bei einer Teilung der WEG müssen sämtliche Eigentümer und Grundpfandgläubiger zum Notar, die Sache muß im Grundbuch vollzogen werden. Daher ist die Frage nach Mehrheiten obsolet.

    Ansonsten: Sofern ein 50%-Eigentmer anwesend ist, ist die Einheit vertreten.
    Sind beide 50%-Eigentümer da, müssen sie sich bei der Stimmabgabe auf ein gemeinsames Votum einigen.
    Wieviel Stimmen ein Eigentümer einer Einheit hat, steht in der Teilungserklärung des Objektes. Steht dort nichts, gilt das Gesetz.

    Christian Martens
     
  10. #9 frenchberlin2, 11.09.2012
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    Christian sagte:
    "Bei einer Teilung der WEG müssen sämtliche Eigentümer und Grundpfandgläubiger zum Notar, die Sache muß im Grundbuch vollzogen werden. Daher ist die Frage nach Mehrheiten obsolet."

    Die Grundpfandgläubiger müssen glaube ich nicht mehr zustimmen und es kann auch eine Öffnungsklausel in der Teilungserklärung geben, die eine Teilung der WEG möglich macht.
    Die Hausverwaltung tritt in dem Fall dann für die WEG auf unde geht alleine zum Notar.

    DAs Gleiche gilt für Zweckbestimmungsänderungen von Teil oder Wohnungseigentum.

    Es wäre interessant, wenn wir hier in einem Beitrag alle Kentnisse zusammentragen können. Dann können auch später User das nachschlagen.
     
  11. #10 Redwolf, 11.09.2012
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    erstmal vielen lieben dank für die freundlichen antworten.

    ich habe mir nun zuletzt doch ein beratungsgespräch beim notar gegönnt und dort erfahren, dass es tatsächlich extrem schwierig ist, so eine trennung zu erreichen.
    wie schon gesagt, müssen alle beteiligten eigentümer und die grundpfandgläubiger (in der regel die banken) zum notar und ihre anteile aufgeben.
    dann müssen neue teilungserklärungen erstellt und neue teile vergeben werden.
    das grundbuch wird komplett neu erstellt. dazu natürlich auch die flurkarte.

    die einfachere lösung ist sicherlich nach und nach alle wohnungen aufzukaufen :)
     
  12. #11 AREAL SERVICE GmbH, 18.12.2012
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    Wenn Du Dich nicht auskennst, kannst Du viel verlieren.
    Ein Forum wird Dir nur bedingt und evtl. für den Einzelfall helfen.
    Nimm Dir einen erfahrenen Verwalter für Eure Wohnungen und lass Dich von ihm beraten. Es ist mehr zu beachten als Du im Forum erfährst. Lieber gebe dem Verwalter einen Bruchteil der jeweiligen Miete als Honorar, aber Du hast Rechtssicherheit und der WEG-Verwalter kann Dich dann nicht mehr veralbern, wenn Du einen guten Verwalter für Dein Sondereigentum hinter dir hast. Er wird Dir helfen.

    Für eine zuverlässige Auskunft reicht das hier geschriebene meist nicht aus, man muss den Einzelfall näher prüfen (Teilungserklärung, Beschlüsse usw.).
     
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