Verwalter für die eigene Mutter selbst machen

Diskutiere Verwalter für die eigene Mutter selbst machen im WEG-Verwaltung Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo zusammen, meine Mutter hat eine 3-Familienhaus in welchem Sie selbst wohnt und 2 Wohnungen vermietet sind. Sie ist inzwischen 72 und die...

  1. #1 hstaiger, 29.09.2016
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    Hallo zusammen,

    meine Mutter hat eine 3-Familienhaus in welchem Sie selbst wohnt und 2 Wohnungen vermietet sind. Sie
    ist inzwischen 72 und die ganzen Probleme mit Mietern machen Ihr zu stark zu schaffen.
    Deswegen soll ich das ganze übernehmen. Um aber für Sie Mietverträge usw schließen zu können, muss
    Sie mich als Verwalter einstellen.
    - Ist es der richtige Weg mich als Verwalter einzusetzen? Gibt es etwas anderes? Einen fremdem Verwalter will Sie nicht?
    - Für den Verwalter-Job will mich meine Mutter auch bezahlen? Kann Sie das Gehalt als Ausgaben steuerlich geltend machen?
    - Wenn ich das Gehalt (keine Ahnung, vielleicht 400 Euro im Jahr) erhalte, wie muss ich das steuerlich angeben? Ich habe daneben einen normalen Job Angestelltenjob. Ist das dann ein 400 Euro Minijob ohne abgaben?
     
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  3. Andres

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    "Einstellen" klingt für mich nach abhängigem Beschäftigungsverhältnis. Das "muss" ist dann eindeutig falsch.


    Das kommt darauf an, welche Ziele man damit erreichen will.


    Ja, z.B. dass du die Tätigkeit selbständig ausübst oder - ganz wilder Gedanke - ohne Bezahlung. Wenn deine Mutter dir etwas Gutes tun will, kann sie das (weitgehend steuer- und völlig sozialabgabenfrei) zu deinem Geburtstag, zu Weihnachten oder zu jeder anderen Gelegenheit, die ihr passend erscheint, tun.


    Musst du sie selbst fragen. Für 400 € im Jahr halte ich es jedenfalls für sehr unwahrscheinlich, dass sie einen guten findet.


    Weiß ich nicht.


    Ja.


    Wenn es tatsächlich ein Gehalt ist, dann als Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit.


    Steuerpflichtig ist der Minijob trotzdem, d.h. abhängig von deinem ersten Einkommen langt der Staat hier evtl. ziemlich kräftig zu. Solange du keinen weiteren Minijob hast, ist dieser hier dann immerhin nicht versicherungspflichtig.
     
  4. #3 lostcontrol, 29.09.2016
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    Ich mach das jetzt seit über 30 Jahren für meine Mutter bzw. die Familie - aber ich kann auch nur schildern wie das bei uns läuft.

    Wozu braucht Ihr überhaupt einen Verwalter? Wenn Deiner Mutter das ganze Haus gehört braucht Ihr keinen, ist ja keine Eigentümergemeinschaft.
    Ich kümmere mich um Mietersuche, Mietverträge usw. und stehe mittlerweile auch als Vermieterin in den Verträgen (dafür braucht's natürlich eine entsprechende Vollmacht). Entsprechend bin ich die offizielle Ansprechpartnerin der Mieter. Natürlich mach ich auch die entsprechenden Betriebskostenabrechnungen und die Immo-Buchhaltung.
    Außerdem kümmere mich um Reparaturen, Instandhaltungen usw., mache bei größeren Maßnahmen die Bauleitung und lege meist auch selbst Hand an. Ich treffe sowohl kurzfristige als auch langfristige Entscheidungen mittlerweile ohne meine Mutter (die ersten Jahre habe ich mir jeden "Furz" von ihr absegnen lassen, dann hab ich nur noch größere Maßnahmen mit ihr besprochen, heute entscheide ich allein und informiere sie nur noch über die wichtigsten Dinge.

    Ja, kann sie.

    Bei 400 Euro im Jahr... ähm... Ganz ehrlich: Lass Dir das in einem hübschen Umschlag als Weihnachtsgeld von Mama geben und gut isses - das lohnt den Aufwand nicht.
    Ob das tatsächlich eine adäquate Bezahlung ist bleibt offen und hängt vom tatsächlichen Aufwand ab - und natürlich auch davon ob Du das Haus mal erbst oder nicht.

    400 Euro im Jahr, also 33,33 Euro im Monat - mir wäre das viel zu wenig gemessen an dem Aufwand den ich habe, allerdings haben wir auch nicht nur zwei Mieter.
    Wenn's ein offizieller Job sein soll, dann sollte der auch adäquat bezahlt werden...
     
    Pitty und Syker gefällt das.
  5. #4 lostcontrol, 30.09.2016
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    Vielleicht sollte ich ergänzen:
    Meine Mutter hat mich mit meiner Volljährigkeit in vielen Dingen "ins kalte Wasser" geschmissen, die "Hausverwaltung" gehörte mit dazu.
    Wir haben mehrere Häuser die der Familie gehören, entsprechend Mietwohnungen um die man sich kümmern muss.
    Unser "größtes" Haus hat grad mal 7 Parteien.
    Hier sind Leute unterwegs die ganze Wohnblocks verwalten.

    Meine Mama wird dieser Tage 80.
    Ich bin sehr, sehr, SEHR froh darüber, dass sie mich schon in jungen Jahren hinzugezogen hat - über die Jahre (eigentlich Jahrzehnte) hab ich viel gelernt.
    Anfangs hat sie mich "sehenden Auges" ins "offene Messer" laufen lassen was die Vermietung angeht (und hat ohne mit der Wimper zu zucken die Kosten hingenommen).
    Typischer Spruch meiner Mutter: "Entscheide Du, Du musst mit den Entscheidungen leben."

    Hast Du alle Zahlen und Fakten beieinander?
    Hier kann man sehr viel gute Hilfe bekommen wenn man will :-)
     
    Nanne gefällt das.
  6. #5 hstaiger, 30.09.2016
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    Ich dachte immer das ich Mietverträge unterschreiben kann muss ich als Verwalter eingesetzt sein, aber da hab ich mich wohl getäuscht. Wie sieht den eine Vollmacht aus das ich das machen darf aus?

    Aus den Antworten würd ich nun folgendes tun:
    - Meine Mutter soll mir die Vollmacht geben
    - Sie stellt mich nicht an, da dies nur zu Aufwand und Steuern führt
    - Eine Entschädigung meines Aufwands erledigen wir unbürokratisch mit einem Umschlag
    - Und ich kann mich in Zukunft um Mieter und Haus kümmern (Abrechnungen mach ich schon länger)


    Viel lieber wär es meiner Mutter sogar das Haus an mich abzugeben. Allerdings ist es so das ich noch einen Bruder habe, der einen
    Pflichterbteil von 25 % hat. Das Verhältnis ist sagen wir mal sehr angespannt. Wenn sie jetzt mir das Haus geben will, müßte sie ihn
    auszahlen, was sie nicht kann und irgendein Trick das er seinen Erbteil nicht bekommt, wollen wir nicht. Er soll seinen Teil bekommen.
    Somit kann Sie mir das Haus jetzt nicht geben. Damit Sie aber die Last mit Mietern und Unterhalt des Hauses weg hat, suchen wie eben
    einen Weg.
     
  7. #6 BHShuber, 30.09.2016
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    Hallo,

    na dann scheint mir dieses Vorgehen als das vernünftigste.

    Lass dir die Vollmacht geben und halte diese bereit, denn der eine oder andere Mieter wird die sicherlich sehen wollen, lege dir ein dickes Fell zu und nimm nichts was da von Seiten der Mieter kommen mag oder auch nicht, persönlich.

    Das sind die besten Voraussetzungen, viel Glück und gutes Gelingen.

    Gruß
    BHShuber
     
  8. #7 lostcontrol, 30.09.2016
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    Früher hatte ich nur einen Wisch auf dem ganz banal stand dass meine Mutter mich beauftragt hat.
    Aber da ich ohnehin eine Generalvollmacht habe, brauch ich keinen Extra-Wisch (Generalvollmacht ist aber schon 'ne ziemliche Hausnummer, verlang das bitte nicht von Deiner Mutter - das ist garnicht nötig bezüglich der Hausverwaltung und da hängt viel viel mehr dran auf das ich jetzt nicht eingehen möchte).
    Bisher hat aber noch nie ein Mieter von mir eine Vollmacht sehen wollen - für die Räumungsklage letztes Jahr hab ich sie erstmalig tatsächlich gebraucht.

    Ein offizieller Hausverwalter braucht übrigens für die Vermietung (die NICHT zu den Standardaufgaben einer Hausverwaltung gehört) auch eine Vollmacht des Eigentümers.

    Und wegen der 400 Euro - wie gesagt, gibt's halt wie in guten alten Zeiten von Muttern den Umschlag zum Geburtstag, zu Weihnachten etc. Die 400 Euro sind doch eh nur symbolisch.
    Ich krieg übrigens keinen Cent für meinen Aufwand - aber ich weiss wofür ich mir das antue, ich erb's ja irgendwann.
     
  9. #8 lostcontrol, 30.09.2016
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    Siehe oben: Von mir hat in über 30 Jahren nie jemand eine Vollmacht sehen wollen - nur vor Gericht hab ich sie gebraucht.
     
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