Verwalter kündigt mit sofortiger Wirkung

Dieses Thema im Forum "WEG-Verwaltung" wurde erstellt von Urmelchen, 22.04.2014.

  1. #1 Urmelchen, 22.04.2014
    Zuletzt bearbeitet: 22.04.2014
    Urmelchen

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    Hallo

    Der Hausverwalter aus den eigenen Reihen wurde bis 2015 gewählt. Wegen Unstimmigkeiten weil ihm der Verwaltungsbeirat bei den Abrechnungen einwenig auf die Finger schaut, hat er die Hausverwaltung letztlich hingeschmissen und es einem Eigentümer übergeben die die Kontenvollmacht hatte.

    Ist das rechtens das der Verwalter es ihr einfach übergibt oder muß er erst warten mit der Übergabe bis ein neuen Hausverwalter gewählt wird (vorerst für 1 Jahr)

    Der Verwalter ist ja jedes Jahr entlastet worden von zwei Eingetümern ( jedes Mal andere)
    Was passiert wenn man ihm enorme Abweichungen und Rechenfehler nachweisen kann. Die Unterlagen sind ja jetzt bei einer Eigentümerin die die Kontenvollmacht hat.
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Ihr braucht einen neuen Verwalter, alles andere ist Pfusch. Natürlich kann man irgendwen für alle möglichen Dinge bevollmächtigen, aber derjenige würde sich auf extrem dünnes Eis begeben. Was auch immer er macht - es ist immer irgendwie angreifbar. Und da die Harmonie im Haus wohl doch etwas gelitten hat, ...

    Also: Versammlung einberufen, neuen Verwalter bestellen. Aufgrund der Querelen mit dem zurückgetretenen Beirat (dein anderer Thread), würde ich die Einberufung per Umlaufbeschluss durchführen.

    Da es nun schon einmal Unruhe gab, würde ich gleich über einen externen Verwalter nachdenken.
     
  4. Duncan

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    Im Hinblick auf den Hausfrieden würde ich immer auf einem externen Verwalter setzen. Der braucht weder um seine Geranien fürchten, noch Angst um seine Kinder haben, wenn es mal Unstimmigkeiten geben sollten. Auch verklagt sich der einfacher, wenn man meint ihm Fehler nachweisen zu können, als den lieben Nachbarn der immer im Urlaub die Katze füttert. Langfristig in meinen Augen die günstigere Variante.*


    *Ich bin kein Verwalter. Nur Eigentümer und Vermieter, auch in WEGs.
     
  5. #4 Urmelchen, 22.04.2014
    Urmelchen

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    Danke Andres

    was ist ein Umlaufbeschluss
    Ja das auf alle Fälle muß ein externer Verwalter her
     
  6. #5 Fremdling, 22.04.2014
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    [FONT=DejaVuSansCondensed,Book][FONT=DejaVuSansCondensed,Book]Der Umlaufbeschluss nach WEG § 23 (3):
    Auch ohne Versammlung ist ein Beschluß gültig, wenn alle Wohnungseigentümer ihre Zustimmung zu diesem Beschluß schriftlich erklären.
    hat seinen Namen davon, dass das Schriftstück in der Regel bei allen Eigentümern einmal zwecks Unterzeichnung 'umläuft'.
    [/FONT]
    [/FONT]
     
  7. #6 PHinske, 23.04.2014
    PHinske

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    Diese Eigentümergemeinschaft ist durch den Rücktritt im Moment verwalterlos. (Was nicht gut ist.)

    Rechtmäßig kann nun der Vorsitzende des Beirats bzw. sein Vertreter die nächste Eigentümerversammlung einberufen.

    In Vorbereitung dieser Versammlung sollten Verwalterangebote bereits eingeholt sein.

    MfG, PHinske
     
  8. #7 Urmelchen, 25.04.2014
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    Danke für die Antwort.

    Es haben sich schon zwei neue externe Verwalter vorgestellt.

    Viele Grüße
    Urmelchen
     
  9. #8 öööööööö, 04.05.2014
    öööööööö

    öööööööö Gast

    Verwalterauswahl

    Auswahlkriterium für den neuen Verwalter sollte sein, dass er in den Verwaltervertrag aufnimmt, dass er auf Entlastungsbeschlüsse verzichtet.
     
  10. #9 Urmelchen, 05.05.2014
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    Danke für die Antwort.

    Meinst Entlaststungsbeschluss für die Kassenprüfung zum Jahresende
     
  11. #10 Martens, 05.05.2014
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    Mit Verlaub, DAS soll ein Qualitätskriterium sein?
    Bei uns steht der Verzicht auf die Entlastung nicht im Vertrag, doch wir haben seit bestimmt 15 Jahren keinen solchen Beschluß mehr auf die Tagesordnung gesetzt.
    Macht uns dieses Detail nun zu tollen Verwaltern?
    Bestimmt nicht...

    Die Entlastung des Verwalters befreit ihn aus der Haftung für leichte Fahrlässigkeit. Das hilft weder dem Verwalter noch den Eigentümern, man kann es tun oder lassen, es ändert praktisch nichts.

    Christian Martens
     
  12. #11 Fremdling, 05.05.2014
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    Darf ich nachfragen? Wirkt eine 'beschlossene Entlastung' tatsächlich nicht über die versicherbaren (und üblicherweise vom Verwalter versicherten) Haftungsrisiken hinaus, nämlich auch z.B. für grob fahrlässiges Handeln? - DANK im voraus!
     
  13. #12 Martens, 06.05.2014
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    so wurde es mir mal gesagt, ich habe es nie überprüft, weil es mir darauf nicht ankommt.

    Mal aus der Praxis gesehen:
    Wenn ich Mist baue, muß ich dafür grade stehen und die Sache beheben / nachholen / korrigieren wie auch immer. Mir ist an einer langfristigen Zusammenarbeit mit den Eigentümern gelegen, da will ich mich nicht hinter einem erfolgten Entlastungsbeschluß verstecken müssen.
    Wenn die Vertrauensbasis hinüber ist bin ich sowieso aus dem Rennen, ob ich entlastet wurde spielt dabei dann keine Rolle.

    Ich habe in mehreren Verfahren gegen unsere jeweiligen Vorgänger erlebt, wie schwierig es vor Gericht ist, dem Verwalter ein Verschulden für wasauchimmer nachzuweisen und ihn in Regreß dafür zu nehmen.
    Was hier für uns als neue Verwalter, für den Anwalt und für die Eigentümer arg frustrierend war, obwohl die Kollegen erkennbar Mist gebaut hatten, beruhigt mich irgendwie schon für meine eigene Zukunft... :)

    Christian Martens
     
  14. Jobo45

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  15. #14 Martens, 06.05.2014
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    ja, aber ich sehe auf dieser Seite (zumindest im frei zugänglichen Teil) jetzt keinen neuen Erkenntnisgewinn.

    Christian Martens
     
  16. Jobo45

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    manche sind doch immer ganz scharf auf die BGH Urteile! Zudem hat noch keiner geschrieben dass dem Verwalter überhaupt keine Entlastung zusteht!
     
  17. #16 Fremdling, 06.05.2014
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    Sowohl Dein Bekenntnis als auch die Ausführungen zu Deiner Verwalterseele ehren Dich zweifelsfrei ohne weiteren Kommentierungsbedarf!
    Hintergrund meiner Frage war lediglich die Erinnerung an eine Runde mit einem Fachjuristen, wo Wohnungseigentümer vor der Entlastung des Verwalters 'gewarnt' wurden, weil eben damit auch unversicherbare Ansprüche (grobe Fahrlässigkeit) entfallen und damit weder vom Versicherer noch vom Verwalter selbst entschädigt werden. Auch mir scheint diese Thematik bei ordentlichen Verwaltungen ohnehin eher theoretischer Natur.
     
  18. #17 Martens, 06.05.2014
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    na schön, also habe ich mal einen Anwalt gefragt...
    Bei der Entlastung geht es nicht um leichte oder grobe Fahrlässigkeit, weder beim Beirat noch beim Verwalter.
    Es geht darum - wie auch Herr Deckert bei Haufe schreibt - ob die Versäumnisse hätten erkennbar sein können oder nicht.

    Manchmal schieße ich aus der Hüfte und treffe dann auch daneben, tut mir leid.

    Christian Martens
     
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