verwalterproblem

Dieses Thema im Forum "WEG-Verwaltung" wurde erstellt von dirklandi, 30.07.2007.

  1. #1 dirklandi, 30.07.2007
    dirklandi

    dirklandi Neuer Benutzer

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    Ich wohne seit 1998 in einer Anlage mit 5 Wohnungen und 4 Besitzern, die alle im Haus wohnen. Unser Verwalter wohnt seit 1997 im Haus und die beiden anderen Eigentümer seit 1999 und 2007. In dieser Zeit hat es nie eine Wahl oder Wiederwahl des Verwalters gegeben. In keiner Eigentümerversammlung auch vor dieser Zeit wird je unser Verwalter benannt oder gewählt. Ist das rechtens, welche Mittel haben wir und haben wir etwa unserVerwalterhonorar unrechtmässig bezahlt?
    Desweitern haben wir in Erwägung gezogen eine Aussenleiter an die Fassade montieren zu lassen. Zur Kontrolle des Daches. (Flachdach) Seine Vorgehensweise ist es also, das er eine Firma kennt, die sind zwar teurer, aber wir kennen uns schon so lange. Auf meinen Einwand mit mehreren Angeboten einholen winkte er nur ab. Auch dort gibt es bestimmt niedergeschriebene Verfahrensweisen an die er sich halten muss. Kann er ansonsten in Regress genommen werden.

    Unsere Rücklagen hat er einfach ohne zu fragen auf ein Festgeldkonto transferiert. Er hat uns im nachhinein kurz am Gartenzaun darüber informiert. Das kann wohl auch nicht richtig sein. Ausserdem hat er das Geld wohl auf seinen Namen angelegt, was wir aber noch nachprüfen müssen.

    Eine Frage noch zu Abstimmungmodalitäten. In unseren Unterlagen gibt es keine Aussagen, wie das Abstimmungsanteile sind. Unser Verwalter hat zwei Wohnungen, geht es dann nach Kopf für beide Wohnungen oder wirklich nach Anteilen. Wie ist es wenn beide zusammen eine Wohnung besitzen und die zweite seine Frau alleine? Zählt dann auch nur ein Kopf pro Abstimmung?
    Vielen Dank!
     
  2. AdMan

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  3. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Sorry, aber euer Verwalter ist wohl kaum das Geld wert.
    1. Die Rücklagen sind gesondert vom Verwaltervermögen aufzubewahren.
    (Also nix mit Konto auf Verwaltername)
    2. In ETV kann über größere Maßnahmen und die entsprechenden auftragnehmern entschieden werden. (ist nicht nur usus, sondern vielmehr sinnvoll und Bestandteil des Verwaltervertrages)
    3. Ein Verwaltervertrag ist mind alle 5 Jahre zu erneuern.
    4. Ein Verwalter darf bei dieser Abstimmung auch in der eigenschaft als eigentümer nicht abstimmen.
    5. Die Abstimmung geht nach Köpfen, wenn nix anderes vereinbart wurde.
    Dein Beispiel:
    2 Wohnungen
    1te Whg: 1 Stimme (gemeinsam aus beiden Eigentümern, die sich einig sein sollten/müssen)
    2te Whg: 1 Stimme
     
  4. #3 Klosterfrau, 31.07.2007
    Klosterfrau

    Klosterfrau Neuer Benutzer

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    :? Ein Verwalter darf in seiner Eigenschaft als Eigentümer bei der Wahl des Verwalters nicht mit abstimmen ?? Das ist mir neu.

    Bei uns wählt er sich mit SEINEN Stimmen sowie die seiner Vasallen (Alteigentümer) immer selbst in das Amt. Da haste als Neueigentümer (Zugezogener) schlechte Karten. Da wird sogar mit der Mehrheit dann darüber abgestimmt, eine sachlich falsche Jahresabrechnung durch Mehrheitsbeschluß (Natürlich mit den Stimmen des Verwalters/Eigentümers) für richtig erklären zu lassen.

    Nutznießer dieser Falschabrechnungen ist nämlich immer der Verwalter mit seinen 3 Wohneinheiten. Da kannste argumentieren wie du willst, hast immer die schlechteren Karten.

    Bleibt nur der Gang zum Gericht. Und das kostet ! Nicht nur Nerven, sondern auch Geld!

    Also das mit dem Stimmrechtsausschluß bei der Verwalterwahl interessiert mich nun wirklich sehr. Da weiß hier doch bestimmt jemand Bescheid.

    Freundliche Grüße
     
  5. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Der Stimmrechtsausschluss eines Wohnungseigentümers ist geregelt in § 25 Abs. 5 WEG: "Ein Wohnungseigentümer ist nicht stimmberechtigt, wenn die Beschlußfassung die Vornahme eines auf die Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums bezüglichen Rechtsgeschäfts mit ihm oder die Einleitung oder Erledigung eines Rechtsstreits der anderen Wohnungseigentümer gegen ihn betrifft oder wenn er nach § 18 rechtskräftig verurteilt ist".

    Die Verwalterbestellung ist kein Rechtsgeschäft zwischen der Gemeinschaft und dem Wohnungseigentümer. Rechtsstreit und Entziehung des Eigentums (§18 WEG) scheidet ebenfalls aus. Damit gibt es keine Grundlage für einen Stimmrechtsausschluss. Der Wohnungseigentümer ist also bei der Verwalterbestellung auch dann stimmberechtigt, wenn er selbst zum Verwalter bestellt werden soll.
    Dies gilt allerdings nur für den Akt der Bestellung. Eine Beschlussfassung über den Verwaltervertrag betrifft ein Rechtsgeschäft, das zwischen der GEmeinschaft und dem Verwalter abgeschlossen werden soll und das sich auch auf die Verwatlung des gemeinschaftlichen Eigentums bezieht. Hier ist der Wohnungseigentümer von der Abstimmung ausgeschlossen.
    Ein Eigentümer kann sich also, sofern er über die erforderliche Stimmenzahl verfügt, ohne weiteres selbst zum Verwalter bestellen. Er kann sich allerdings nicht selbst eine beliebige Vergütung zugestehen.
     
  6. #5 Klosterfrau, 02.08.2007
    Klosterfrau

    Klosterfrau Neuer Benutzer

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    Moin, moin

    also: Einen Verwaltervertrag gibt es bei uns nicht (braucht man unter Eigentümern anscheinend nicht). Es wird NUR gewählt und der Verwalter nimmt sich seine Vergütung aus der Gemeinschaftskasse. Die Höhe der Verwaltungsvergütung wurde mal vor anno tobak festgelegt.

    Ich sehe das nun so: Bei jeder Neuwahl (alle 3 Jahre) muss AUCH über die Höhe der Verwaltervergütung mit abgestimmt werden. ??? Recht so ?

    Und wenn über die Höhe der Vergütung keine tragfähige Beschlussmehrheit zustande kommt, gibts denn gar nichts ?? :D

    Oder gilt automatisch die Vergütung in der Höhe des uralten Beschlusses ??

    Und was ist, wenn der Verwalter sich eigenmächtig weiterhin die (nicht genehmigte ) Verwaltervergütung in die Tasche steckt ? :?

    Morgendliche Grüße :wink
     
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