Verwaltung weigert sich, Tagesordnungspunkt aufzunehmen

Dieses Thema im Forum "Eigentümerversammlung" wurde erstellt von immobiliensammler, 23.03.2016.

  1. #1 immobiliensammler, 23.03.2016
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

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    Hallo Kollegen,

    ich hätte gerne vorab Eure Meinung zu folgendem Problem:

    WEG mit m.E. absolut inkompetenter Verwaltung; im Jahr 2014 habe ich einen Beschluss erfolgreich angefochten, Streitwert war 120 Euro, Anwaltsrechnung wurde dann gebucht über rund 900 Euro, ich habe dies hinterfragt und zuerst die Aussage (im Protokoll) bekommen, der Anwalt habe nach einem Stundensatz von 180 Euro abgerechnet, es gäbe darüber jedoch keine Vereinbarung. Man wolle dies mit dem Anwalt klären. Ich habe dann die Anwaltskammer eingeschaltet, diese hat die Abrechnung für korrekt erklärt, der Anwalt habe eine Vereinbarung mit dem Verwalter über eine Honorarvereinbarung von 180 Euro/Stunde vorgelegt. Die Abrechnung wurde geändert, dass diese Summe nur auf die anderen Eigentümer, nicht auf mich umgelegt wird.

    Da ich mit der Verwaltung sowieso über Kreuz liege habe ich vor rund 6 Monaten einen Tagesordnungspunkt verlangt, eine Zahlungsklage gegen den RA wegen überzahlten Honorars einzureichen, es bestehe ja für die WEG keinerlei Prozessrisiko, entweder die Vereinbarung existiert (und die Verwaltung hat die WEG im Protokoll belogen - dann ja Schadensersatzpflicht Verwaltung) oder sie existiert nicht, dann kann der Anwalt nicht so abrechnen.

    Nichts mehr darüber gehört, jetzt kommt die Einladung zur ETV, mein TOP fehlt, im Anschreiben (an mich) steht dazu dieser sei unzulässig, da ich von diesem Punkt nicht persönlich betroffen sei!

    Frage:

    Stimmt das, wenn ich Tante Google frage dann kann ich zu allen Punkten im Rahmen der ordnungsgemäßen Verwaltung Anträge stellen - also auch ohne persönlich finanziell oder sonstwie belastet zu sein!

    Stefan
     
  2. AdMan

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  3. Andres

    Andres
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    Man könnte hier über Rechtsmissbrauch nachdenken, aber ich bin da eher skeptisch. Zwar hast du an der primären Zielsetzung des Antrags kein eigenes Interesse, aber die Aufklärung der Frage, wer hier nun lügt, sehe ich als legitimes Anliegen deinerseits an.

    Bevor man hier aber ein Fass aufmacht: Ist die Frage, ob diese Honorarvereinbarung besteht, nicht aus den Verwaltungsunterlagen zu klären? Das erscheint mir eine einfachere Lösung zu sein. Und was sagen eigentlich die anderen Eigentümer? Liegen die alle im Wachkoma?
     
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  4. #3 immobiliensammler, 23.03.2016
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

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    Hallo Andres,

    es sind 7 Eigentümer, davon sind 3 (inkl. mir), die die Verwaltung lieber von jetzt auf gleich weg hätten! Da wird wirklich nur Mist fabriziert. Aber etliche ist das egal, und Verwaltungsbeiratsvorsitzender ist ein geschätzt 80 Jähriger, der bei dem Tagesordnungspunkt Neuwahl immer nur unisone meint: Aber Frau xxx macht das doch jetzt so lange schon, warum soll man das ändern

    Ich wollte schon mal Einblick in die Unterlagen, da ging es darum, dass es eine Beeinträchtigung vom Nachbargrundstück gab, die Verwalterin sollte laut Beschluss über das Grundbuchamt abklären, wer Eigentümer ist, dann mit diesem Kontakt aufnehmen und wenn es keine Änderung gibt nach Rücksprache mit dem Verwaltungsbeirat Klage einreichen. Nach einen Jahr ist nichts passiert, es läge immer noch beim Grundbuchamt. Ich wollte dann den Schriftwechsel mit dem GBA sehen und bekam die Antwort "Sie wollen doch nur beweisen dass ich eine faule Sau bin (wörtlich), da muss ich Ihnen gar nichts zeigen"
     
  5. Andres

    Andres
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    Die Antwort darauf lautet: Ja und doch. Die Unterlagen gehören der Gemeinschaft und jeder Eigentümer darf (in sehr weiten, hauptsächlich organisatorischen) Grenzen Einblick nehmen. Die Antwort deutet auch darauf hin, dass du mit deiner Vermutung genau richtig liegst, denn wenn man dich "Nervensäge" mit einer Fotokopie oder 2 Minuten Zeit, um dir das Original zur Einsicht vorzulegen, loswerden könnte, warum legt man es dann auf eine Konfrontation an?
     
  6. #5 _DER_HESSE_, 24.03.2016
    _DER_HESSE_

    _DER_HESSE_ Gast

    "Aber nicht doch! Ich möchte Ihnen die Gelegenheit geben, mich vom Gegenteil zu überzeugen."
     
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