Verwaltungskosten für eine separate, einzelne Garage?

Diskutiere Verwaltungskosten für eine separate, einzelne Garage? im Verwaltung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Ich bin Eigentümer einer Garage mitsamt dem Grund, auf dem sie steht. Sie gehörte früher zu einem Haus bei uns in der Nachbarschaft. Jenes Haus...

  1. #1 Herr Svenson, 21.01.2018
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    Ich bin Eigentümer einer Garage mitsamt dem Grund, auf dem sie steht. Sie gehörte früher zu einem Haus bei uns in der Nachbarschaft.
    Jenes Haus hat elf Wohneinheiten, und im Hinterhof, räumlich von dem eigentlichen Wohnhaus etwas abgetrennt, befinden sich sieben Garagen, und eine davon gehört mir. Der Kauf wurde damals ordnungsgemäß notariell abgewickelt.

    Ich habe mit dem Wohnhaus nichts zu tun, meine Garage hat weder Strom noch Wasser, ich besitze keinen Schlüssel zum Wohnhaus, es gibt zum Garagenplatz keine Außenbeleuchtung, die Garagenplätze sind nicht durch ein Tor von der Strasse abgetrennt.

    Ich habe vom Vorbesitzer nie eine Abrechnung bekommen.
    Im August 2017 sind in dem Haus sieben Wohnungen sowie vier Garagen an einen Investor verkauft worden, eine Hausverwaltungsfirma die sich offenbar auch gleich selbst zur Hausverwaltung gemacht hat. Ich bin bisher über nichts informiert worden, diese Informationen habe ich von einem Bewohner.

    Vor einigen Tagen erhielt ich von der neuen Verwaltung einen Wirtschaftsplan für das kommende Jahr 2018.
    Daraus geht hervor das die Verwaltungskosten wie folgt abgerechnet werden:
    Jede Wohnung gilt als eine Einheit,
    jede Garage gilt ebenfalls als eine Einheit,
    somit ergeben sich also insgesamt 18 Einheiten.
    (Für mich ist da eigentlich schon die Frage was denn eine Einheit eigentlich sein soll..? Auch ein Stimmrecht?).
    Im Wirtschaftsplan 2018 wird die “Verwalter Vergütung” (3000 Euro p.a.) dann auf 18 gleiche “Einheiten” umgesetzt.
    Meine Garage gilt danach als eine Einheit und ich soll jährlich 166,67 Euro zahlen, genau so viel wie für eine Wohnung.
    Ein Bewohner im Haus, mit dem ich sprach, soll entsprechend für seine Wohnung+Garage=Zwei Einheiten, das Doppelte zahlen.

    Meiner Meinung nach völlig unverhältnismäßig, willkürlich. Es ist offensichtlich das die Verwaltung einer Garage nicht den gleichen Aufwand bedeutet wie für eine Mietwohnung.

    Gilt nicht nach:
    Verordnung über wohnungswirtschaftliche Berechnungen nach dem Zweiten Wohnungsbaugesetz (Zweite Berechnungsverordnung - II. BV)
    § 26 Verwaltungskosten, Abs 3

    das die Verwaltungskosten für eine Garage, momentan etwa 37,XX Euro jährlich höchstens betragen dürfen?
    Ist eine solche Forderung nicht gar als wucherisch oder sittenwidrig einzustufen?

    Des Weiteren werde ich jetzt, als Garagenbesitzer, nach 1000stel Anteil beteiligt an:

    Müllbeseitigung (7,11€)
    Hausmeisterkosten (21,33€)
    Kaltwasser (28,44€)
    Allgemeinstrom (3,91€)
    Niederschlagswasser (1,56€)
    Versicherung Gebäude (10,24€)
    Versicherung Haftpflicht (0,73€)
    Kleinanschaffungen (3,56€)
    Bankgebühren (1,42€)
    Instandhaltung/Kleinreperaturen (11,83€)
    Zuführung Instandhaltungsrücklage (53,33€)

    Macht mit der oben erwähnten Verwaltungsvergütung alles zusammen 310 Euro im Jahr, für eine Eigentumsgarage, ohne Grundsteuer.

    Gebäudeversicherung, Haftpflichtversicherung und Niederschlagswasser sind für mich nachvollziehbar, muss ich wahrscheinlich zahlen.
    Mit Müllbeseitung, Kaltwasser (Gesamt: 4000 Euro!), Allgemeinstrom habe ich meiner Meinung nach nichts zu tun, ich wohne da ja gar nicht,mache also auch keinen Müll, verbrauche weder Strom noch Wasser.
    Bei den Hausmeisterkosten und der Instandhaltungsrücklage halte ich meine Beteiligung zumindest für fragwürdig.

    Wenn ich schon Instandhaltungsrücklage zahle, sind dann nicht auch Schäden am Garagendach (wird langsam undicht..) durch die Rücklage gedeckt? Oder anders gefragt: Wofür zahle ich Rücklage, was würde denn für mich daraus abgesichert werden?
    Ich bin eigentlich davon ausgegangen das die Rücklage zur Erhaltung des Wohnraums ist, die Verhältnisse für eine Garage sehen völlig anders aus, man kann die Instandhaltung einer Garage nicht mit dem Wohnanteil gleichsetzen, oder etwa doch?

    Ist es rechtlich möglich mich, als Miteigentümer an den (geplanten) Sanierungskosten des Wohnhauses zu beteiligen?
    Ich habe zunächst um Zusendung einer Teilungserklärung gebeten, bin mir aber sicher das diesbezüglich nichts Besonderes vermerkt sein kann, ich gehe von Standart aus.

    Für Antworten und Anregungen bin ich sehr dankbar!
     
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  3. #2 immobiliensammler, 21.01.2018
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    Um überhaupt in das Thema einsteigen zu können zwei Fragen:

    - Wie steht die Garage im Grundbuch, sprich was genau hast Du gekauft (1. Blatt Deines Grundbuchauszuges (nach dem Deckblatt))
    - Was steht in der Teilungserklärung? Falls du die nicht hast bekommst Du die entweder vom Verwalter oder vom Grundbuchamt

    Erst wenn Du das reingestellt hast kann man dazu etwas sagen.

    Generell (geraten):

    - Nachdem Du von einer Abrechnung nach 1.000stel sprichst denke ich mir, dass die Garage separat im Grundbuch als Einheit ausgewiesen ist (sonst hättest Du diese auch nicht unabhängig von einer Wohnung kaufen können).
    - Verwalterkosten nicht nach 1.000stel sondern nach Einheiten umzulegen ist üblich, fraglich finde ich, diese dann auch in voller Höhe für die Garagen anzusetzen, aber auch plausibel, der Verwaltungsaufwand (Abrechnung, Einladung ETV etc etc.) ist der gleiche, ob ich das für eine Garage oder eine Gewerbeeinheit von 5.000 qm erstelle
    - Wie wurde der Verwalter bestellt, war das eine Eigentümerversammlung, warst Du dazu eingeladen, was wurde dort bezüglich der Verwaltergebühr beschlossen?
    - Eventuell sähe ich einen Angriffspunkt darin, wenn der Haupteigentümer sich nur mit eigenen Stimmen zum Verwalter bestellt hat (Schlagwort dazu wäre Majorisierung), aber ich befürchte, dass da die Anfechtungsfrist wohl schon längst abgelaufen ist.


    Zur IHR: Wenn die Garage tatsächlich Bestandteil der WEG ist, dann müssen selbstverständlich auch Reparaturen am Garagendach von der Gemeinschaft getragen werden.
     
  4. #3 Herr Svenson, 21.01.2018
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    Tausend Dank schon mal für die Antwort! Sehr nett!

    >>- Wie steht die Garage im Grundbuch, sprich was genau hast Du gekauft (1. Blatt Deines Grundbuchauszuges (nach dem >>Deckblatt))
    Ich habe einen "7,11/1000 Miteigentumsanteil an dem Grundstück Gemarkung, Bielefeld, Flur 79, Flurstück xxx, Gebäude und Freifläche, Mustermannstr. xx, in einer Größe von 751qm
    verbunden mit Sondereigentum an der Raumeinheit G7 des Aufteilungsplans. Es sind Sondernutzungsrechte begründet worden."
    Eigentum am Wohnhaus habe ich damit doch nicht?
    >>- Was steht in der Teilungserklärung? Falls du die nicht hast bekommst Du die entweder vom Verwalter oder vom >>Grundbuchamts
    Ich bekomme die Teilungserklärung gleich von einem Bewohner. Wonach muss ich suchen? Kenne mich damit leider nicht aus..

    Erst wenn Du das reingestellt hast kann man dazu etwas sagen.

    Generell (geraten):

    >>- Nachdem Du von einer Abrechnung nach 1.000stel sprichst denke ich mir, dass die Garage separat im Grundbuch als Einheit >>ausgewiesen ist (sonst hättest Du diese auch nicht unabhängig von einer Wohnung kaufen können).
    Richtig, das ist wohl so.
    >>- Verwalterkosten nicht nach 1.000stel sondern nach Einheiten umzulegen ist üblich, fraglich finde ich, diese dann auch in >>voller Höhe für die Garagen anzusetzen, aber auch plausibel, der Verwaltungsaufwand (Abrechnung, Einladung ETV etc etc.) >>ist der gleiche, ob ich das für eine Garage oder eine Gewerbeeinheit von 5.000 qm erstelle.
    Da sehe ich aber schon einen Unterschied. Eine Garage macht ansonsten praktisch keinen Verwaltungsaufwand, eine Wohnung schon. Vor allem bezahlen ja alle anderen Eigentümer ebenfalls für
    jede Garage 14€/ Monat, sowie für
    jede Wohnung 14€/Monat
    =>Ein anderer Eigentümer soll jetzt für zwei Wohnungen und eine Garage 3 x 14 Euro zahlen.
    Also, das einfach gleichzusetzen kommt mir komisch vor.

    >>- Wie wurde der Verwalter bestellt, war das eine Eigentümerversammlung, warst Du dazu eingeladen, was wurde dort >>bezüglich der Verwaltergebühr beschlossen?
    Ich habe erst durch das vorgestrige Anschreiben erfahren das es eine neue Verwaltung gibt! Ich wurde weder eingeladen, noch über Verkäufe, Versammlungen etc informiert. Ich treffe mich gleich mit einem anderen Eigentümer vor Ort um zu erfahren wie das eigentlich zustande kam.

    >> Eventuell sähe ich einen Angriffspunkt darin, wenn der Haupteigentümer sich nur mit eigenen Stimmen zum Verwalter >>bestellt hat (Schlagwort dazu wäre Majorisierung), aber ich befürchte, dass da die Anfechtungsfrist wohl schon längst >>abgelaufen ist.
    Auch wenn man gar nicht informiert wurde ??
     
  5. Andres

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    Ich ergänze mal fröhlich ein paar weitere Punkte, ohne der grundsätzlichen Klärung, was hier eigentlich Sache ist, vorgreifen zu wollen:


    Die II. BV gilt für preisgebundenen Wohnraum, also nicht für Garagen und wahrscheinlich auch ohnehin nicht für die Anlage insgesamt (frei finanziert). Auch sind mit den dort genannten Verwaltungskosten nicht die Kosten der WEG-Verwaltung gemeint.


    Die Verwaltung möchte pro Einheit knapp 14 € monatlich sehen. Das ist kein Wucher sondern ein Geschenk. Argumentationen mit Sittenwidrigkeit sind meistens ziemlich ... naja, ich will nicht ausfallend werden, also einigen wir uns vielleicht darauf, dass das auch keine zielführende Argumentationslinie werden wird.
     
  6. #5 immobiliensammler, 21.01.2018
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    Doch, Du hast damit natürlich auch einen Anteil am Wohnhaus, oder denkst Du,dass Du nur 0,7 % Anteil an allen Garagen hast? Da ist natürlich auch das Wohnhaus mit reingerechnet. Von allem zusammen hast Du einen rechnerischen Anteil von 0,711 %.

    Interessant wäre, ob unter "Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums" (oder so ähnlich) etwas zu den Garagen geregelt ist.

    Ach so, die Einladung für die Eigentümerversammlung, die Jahresabrechnung, der Wirtschaftsplan, der Auftrag für die eventuelle Dachreparatur etc. etc. machen dann also die Heinzelmännchen. Natürlich verursacht die Abrechnung bzw. Verwaltung bezüglich der Garage auch Arbeit.

    Warst Du, als die Eigentümerversammlung einberufen wurde bereits im Grundbuch eingetragen?

    Aus dem Bauch heraus ohne Einladung nein, aber das wäre ggfs. mit einem Anwalt zu besprechen.
     
  7. #6 immobiliensammler, 21.01.2018
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    Habe diese Frage vorhin überlesen. Auch da hilft ein Blick in die Teilungserklärung. Der gesetzliche Regelfall ist, ein Eigentümer eine Stimme, also hätte auch jeder Garageneigentümer eine Stimme. In fast jeder Teilungserklärung die ich kenne wird das aber dann darin geändert, dass nach Miteigentumsanteilen abgestimmt wird, d.h. Du hättest mit Deiner Garage 0,711 % der Stimmrechte. Musst Du halt in der Teilungserklärung nachlesen sobald Du die bekommen hast.
     
  8. #7 Herr Svenson, 21.01.2018
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    Schon wieder Danke!

    <<Warst Du, als die Eigentümerversammlung einberufen wurde bereits im Grundbuch eingetragen?
    Ja, klar. Der alte Verwalter/Eigentümer hatte auch meine Telefonnummer. Hat sich allerdings nie gemeldet.
    Ich habe wie gesagt gestern eine Frau auf meiner mailbox gehabt, die nach meiner mail-Adresse fragte wegen einer Eigentümerversammlung, ich dachte erst das bezieht sich auf meine Eigentumswohnung, und mich ziemlich gewundert.
    Vorher wusste ich von nichts, ich habe keine Einladung erhalten, keine Protokolle, nichts.

    Und ich war gerade bei den beiden anderen Besitzern.
    Von denen hat keiner eine Teilungserklärung parat gehabt. Ich selbst bin mir sicher das ich damals auch gar keine bekommen habe, als ich die Garage kaufte.
    Es gab eine Versammlung im Sommer letzten Jahres, nach dem Protokoll dazu wurde auf der Strasse(!) eine Besprechung gemacht, zusammen mit dem alten Verwalter, dieser hatte wohl gesagt das die alten Kosten von 25 Euro pro Einheit bleiben würden. Beginn: 18:30 Uhr, Ende 18:56 Uhr.
    Ich weiß einfach das der Mann damit "Wohneinheiten" meinte, so wurde halt vorher abgerechnet.
    Daran hat man sich offensichtlich nicht gehalten.

    Ja, das stimmt für eine Einheit. Aber die Leute eben bezahlen einmal 14 Euro für die Wohneinheit, und dann noch mal 14 für die Garageneinheit. Und das bezeichne ich nicht als Geschenk.
    Ich erwarte auch nicht das umsonst zu kriegen, diese alles-umsonst-haben-Mentalität geht mir sogar etwa auf den Keks, aber meines Erachtens passt die Verhältnismässigkeit nicht.
    In der Wohnanlage in der ich wohne zahlen wir 15 Euro pro Monat/Wohnung, für eine Garage glaube ich 3 Euro extra. Wir sind aber auch mehr Parteien.
    Findest Du es wirklich völlig plausibel, den Aufwand für eine Wohnung und eine Garage gleich zu setzen?

    In dieser Gegend werden Garagen normalerweise für ca 50 Euro/Monat vermietet, da sind 14 Euro Verwaltungskosten ohne Zweifel komplett unwirtschaftlich.

    Fakt ist: An die Vorgabe des alten Verwalters, 25 Euro pro Einheit, das so weiter zu führen hat man sich nicht gehalten (er hatte für die Garagen der anderen gar nichts extra berechnet).

    Einer der Bewohner meinte eben zu mir: " Also, als ich diese Leute hier auf dem Hof gesehen habe, wusste ich, jetzt muss eine Rechtsschutz her, und die hab ich auch".
    Die haben da jedenfalls jetzt schon eine Stinkwut, der Besuch war eben sehr aufschlußreich, Donnerlüdchen...
    Die neue Verwaltung kümmert sich nämlich um - GAR NICHTS. Falsch, um den Ausbau Ihrer Wohnungen schon..
    Im Sommer haben die als erstes da einige Keller einfach aufgebrochen..? Keiner weiß wieso.
    Konnte ich kaum glauben, also ich hätte Anzeige erstattet, aber erfahrungsgemäss wird so etwas ja einfach eingestellt.
    Die hatten da gleich zwei Wasserschäden, Rohrbruch, scheinbar, die Bewohner haben das, wegen Untätigkeit der Verwaltung, nach ein paar Tagen selbst in die Hand genommen, mir wurden da eben Trockungsgeräte und der komplett nasse Keller gezeigt, die sind da schwer am basteln.

    Es ist eigentlich klar was da läuft: Die haben eine etwas runtergekommen Bude gekauft, jetzt die Zahlungen für Rückstände fast verdreifacht, auf welcher rechtlichen Basis ist mir völlig unklar, die Nebenkosten sind auch plötzlich fast doppelt so hoch, und bei den anderen Eigentümern geht gerade der Finanzierungsplan den Bach runter.
    Wenn die verkaufen wollen, an wen? Eine 63m-Wohnung mit 600 Euro Rücklagenzahlung/Monat bindet sich hier keiner ans Bein.

    Wenn ich auf dem Grundbuchamt die Teilungserklärung einsehen/kopieren will, ist das einfach so möglich, zumal ich ja selbst drin stehe?

    Ist es wohl wirklich einfach so rechtens jede der sieben Garagen als eigene Einheit abzurechnen? Genau wie eine Wohnung?
    Einen Stellplatz vielleicht auch? Also, bei uns im Haus läuft das ganz anders, hier ist eine Garage keine volle "Einheit"

    So wie ich es sehe sind die letzten Entscheidungen hinfällig, zumal ich aussen vor gelassen wurde.
    Vermutlich muss ich anwaltlich erst mal aktiv werden. Mist.
     
  9. #8 immobiliensammler, 21.01.2018
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    Zu 1: Ja, da Du als Eigentümer ein berechtigtes Interesse hat. Eigentlich reicht Dein Perso, da Du ja im Grundbuch stehst, ich würde sicherheitshalber den Grundbuchauszug mitnehmen
    Zu 2: Du hast weiter oben geschrieben, dass Du die Einheit G7 (G = wohl für Garage) gekauft hast, damit ist das eine extra Einheit und dafür fällt dann natürlich eine eigene Abrechnung und damit auch eine Verwaltergebühr (wie hoch auch immer) an. Ist halt die Frage, wie man die Aufteilung macht, man kann aufteilen "Wohnung 1 inkl. Stellplatz/Garage 1 (dann meist Sondernutzungsrecht), dann kannst Du später die Wohnung ohne Stellplatz/Garage (oder andersrum) nicht verkaufen, oder man macht jeweils ein eigenes Eigentum (also Grundbuchblatt), dann kann man kaufen/verkaufen wie man lustig ist. Hat alles Vor- und Nachteile, muss man halt vor dem Kauf überlegen.

    Bezüglich Wirksamkeit des Beschlusses und Anfechtungsmöglichkeiten auch nach Ablauf der normalen Frist kann Dir wohl nur ein Anwalt weiterhelfen!
     
  10. #9 Herr Svenson, 22.01.2018
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    Grmpf, etwas Grundsätzliches geht mir einfach nicht aus dem Kopf, wie man aus der Uhrzeit ersieht:

    Also, nach meinem Rechtsempfinden kann mir eigentlich nur etwas in Rechnung gestellt werden, wovon ich auch einen Nutzen habe.
    Das ist aber bei dem Hauswasser definitiv nicht der Fall, meine olle Garage hat keins, es gibt auch keinen Aussenanschluss oder so etwas. (Falls doch dürfte ich den dann ja benutzen und Auto waschen..)
    Für den Allgemeinstrom gilt das gleiche, es gibt zum Garagenhof keine Beleuchtung (nervt auch..), nur vorn am Eingang, die Hof-Einfahrt ist aber hinten, durch eine Seitenstrasse. Das ganze ist halt baulich getrennt.
    Und Hausmüll?
    Also ohne Nutzen, aber trotzdem Kosten??
     
  11. #10 immobiliensammler, 22.01.2018
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    Dazu wieder der Hinweis: Was steht in der Teilungserklärung. Wenn dort geregelt ist, dass die Garagen anteilig an den Kosten des Objektes beteiligt werden dann ist das eben so, dann hättest Du das nicht kaufen dürfen.

    Ich frage mich sowieso, wie Du ein Objekt kaufst, ohne die rechtlichen Gegebenheiten (hier in der Teilungserklärung geregelt) zu kennen. Kaufst Du ein Auto auch nur nach dem netten Katalogbild und ohne die technischen Daten anzuschauen?
     
  12. #11 Tobias F, 22.01.2018
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    Falsch, Dir kann auch in Rechnung gestellt werden wovon Du einen Nutzen haben könntest (du könntest doch etwas Abfall in die dort zur Verfügung stehenden Mülltonnen werfen).
    Zudem dieses "persönliche Rechtsempfinden" immer wieder ......... an der Realität vorbei empfindet ;-)

    Du bist Mitglied einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG), auch wenn du dort keine Wohnung gekauft hast. Daher ist hier das WEG zu Rate zu ziehen.
    Dort steht in § 16 Abs. 2:
    "Jeder Wohnungseigentümer ist den anderen Wohnungseigentümern gegenüber verpflichtet, die Lasten des gemeinschaftlichen Eigentums sowie die Kosten der Instandhaltung, Instandsetzung, sonstigen Verwaltung und eines gemeinschaftlichen Gebrauchs des gemeinschaftlichen Eigentums nach dem Verhältnis seines Anteils (Absatz 1 Satz 2) zu tragen."

    So lange also in der Gemeinschaftsordnung nichts anderes festgelegt ist, und auch keine anderen Verteilungsschlüssel für diese Kosten beschlossen wurde handelt der Verwalter hier völlig richtig.
     
    Andres und immobiliensammler gefällt das.
  13. #12 Herr Svenson, 22.01.2018
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    Ich bin aber kein Wohnungseigentümer.
    ?
     
  14. #13 immobiliensammler, 22.01.2018
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    Na und, Du hast eine Garage gekauft in Kenntnis (oder selbstverschuldeter Unkenntnis) der Tatsache, dass Du damit einen 7,xx/1.000stel Anteil am gesamten Gebäude mit allen daraus folgenden Rechten und Pflichten erworben hast. Alle weiteren Diskussionen diesbezüglich sind überflüssig.

    Der einzige Ansatzpunkt wäre die Art der Bestellung des neuen Verwalters, das ändert aber nicht an der Kostentragungspflicht generell
     
  15. #14 Tobias F, 22.01.2018
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    Es gibt keinen Anspruch darauf die Antworten zu erhalten die man gerne hätte.
    Alles zum Thema WEG findest du im Internet x-fach leicht verständlich erklärt.
     
    dots und immobiliensammler gefällt das.
  16. #15 Herr Svenson, 22.01.2018
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    Wollte eigentlich den Satz gar nicht raus werfen, das war ein Versehen.
    Das werde ich eben beim Anwalt mal erfragen müssen. Naturgemäss sehe ich das nicht so..;)..

    Also, Du hast natürlich völlig recht, ich brauche einfach die Teilungserklärung, habe ich ja auch schon angefordert bei denen.
    Da ich davon überzeugt bin das diese Leute sie mir nicht von selbst schicken werden, werde ich aber die nächsten Tage beim GrBuAmt auflaufen.
    Ich habe sie mir damals durchgelesen, aber nach zehn Jahren weiß ich halt nur noch das da für mich nichts drin stand was irgendwie interessant wäre. Und ich glaube, ich habe sie damals, nach dem Kauf auch nicht mehr bekommen, sonst wäre sie mit abgeheftet.
    Ich habe auch über den Besitz tatsächlich nie ein tolles Dokument, wie für meine Eigentumswohnung bekommen, nur einen gedruckten Zettel, ählich wie vom FA, ""blablubb...Flurstück xyz sind Sie eingetragen...".
    Aber ich gucke mir diesen Kram auch nie einfach mal so an, man hat mal gekauft, und paar Jahre später hat man die Einzelheiten halt komplett vergessen. Ist ja jetzt auch nicht gerade die Mega-Immobilie um die man sich großartig kümmert.

    Weshalb ich die ganze Sache gerade etwas entspannter sehe:
    Ich hab heute mit einem Eigentümer (Wohn...) telefoniert, der das letzte Protokoll da hatte, diese Hof-Eigentümerversammlung im Sommer (danach gab es keine Treffen mehr),
    in dem steht, bezogen auf die Verwalterumlage, Zitat: "Es bleibt alles wie es ist." Und dann werden da 25 Euro/Monat genannt.
    Der hat am Freitag einen Termin bei nem Anwalt, ich werde ihn dann begleiten, bin mal gespannt.

    Sieht für mich aber ganz schwer danach aus das es nicht so kommt wie die das jetzt einfach aufsetzen, oder siehst Du das anders?
    Für die Garagen wurde vorher ja gar nichts berechnet, der alte Verwalter hatte sich einmal im Jahr gemeldet, ich sollte 14 Euro zahlen, fertig. Hat er auch mal komplett vergessen, glaube ich. Unter solchen Konditionen frage ich auch nicht nach einer Abrechnung.
    Gekauft habe ich sie damals übrigens für den reinen Grundstückspreis, also, ein schlechtes Geschäft war das jedenfalls nicht, wenn ich mir die heutigen Kurse dagegen angucke, Wahnsinn!
     
  17. #16 Herr Svenson, 23.01.2018
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    Ich muss hier glaube ich mal erwähnen, das ich hier beim Schreiben mit Grippe im Bett liege, ich bin halt unkonzentriert und fahrig, kann schlecht denken, merke ich selbst. Grippe hat die Ärztin heute diagnostiziert, richtige Grippe, kein grippaler Infekt. Fing letzten Freitag an,und steigerte sich dann so, letzte Nacht 39,2 Grad, das hatte ich das letzte mal als Kind. Und unfassbare Kopfschmerzen, noch nie gehabt, so wie ich das heute morgen verstanden habe ist das wohl typisch bei Grippe, und kommt alles so in Wellen, also, das zieht einem echt die Schuhe aus...
    Wahrscheinlich hörtsich einiges von meinem Geschreibsel (und ich muss alles dreimal tippen, weil ich mich ständig vertippe..) ungefähr so an, als wäre ich schwer von Begriff. Und das ist ja gerade genau so.

    Ich hab halt die Frage im Forum eröffnet weil ich mir über diese ganzen rechtlichen Gegebenheiten klar werden will, auf diese Frage, und hab ja auch nette Leute gefunden die sich gut auskennen und gerne bisschen beraten, dafür einfach mal Danke schön!
     
  18. #17 Tobias F, 23.01.2018
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    Was i.d.R. niemanden interessiert.

    Bei "wenen"?

    Weder "denen" noch "wenen" noch "xyz" ist irgendwie verpflichtet dir diese zu senden.

    Zumindest nichts das du damals als interessant verstanden hättest?

    An was Menschen alles glauben ;-)

    Ich sehe hier nur jede Menge Fragezeichen, Ungereimtheiten, unerfüllte Wünsche und zudem sehr viel Ahnungslosigkeit.

    Vor allem wenn man bedenkt das man mit dem Grundstück nichts anfangen kann ;-)
     
  19. #18 Herr Svenson, 23.01.2018
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    Ich finde man braucht hier nicht persönlich zu werden. Natürlich habe ich keine Ahnung davon, na und? Ich hab mich zum Kaufzeitpunkt bisschen informiert, was ist eine Teilungserklärung, etc, beim Wohnungskauf dann auch beraten lassen, fertig. Soll man Deiner Ansicht nach ein Jurastudium ablegen, weil man ne Wohnung kauft? Oder studierst Du erst Elektrotechnik wenn Du Dir einen Fernseher holst?

    Wieso kann man damit nichts anfangen? Das ist eine Garage mit Stellplatz, jahrelang benutzt. Was soll das?
     
  20. #19 Tobias F, 23.01.2018
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    Aha. Wie schön. Nur das es eben völlig .... ist wie viel heute dort ein qm kostet, denn dir gehört nur die Garage und ein Anteil in Höhe deiner MEA an allem Gemeinschaftseigentum.

    Der erste Fehler schon im ersten Satz ;-)
     
  21. #20 Herr Svenson, 23.01.2018
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    Habe ich das behauptet? Ich denke, ein seriöser Verwalter würde, sofern er sie als pdf hat, sie einfach rüber schicken, warum auch nicht. Und "denen" sind natürlich die Heinzelmännchen, wer denn sonst, der Weihnachtsmann?
     
Thema: Verwaltungskosten für eine separate, einzelne Garage?
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