Verwirrung über "richtiges Lüften"

Diskutiere Verwirrung über "richtiges Lüften" im Mietvertrag über Wohnraum Forum im Bereich Mieter- und Vermieterforum; Hallo, ich bin Mieter in einer 2 Zimmer Wohnung. Ich weiß, dass mein Vermieter Probleme mit Schimmelbildung hatte. Ich habe aktuell keine solchen...

  1. #1 Tobias N, 21.09.2017
    Tobias N

    Tobias N Neuer Benutzer

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    Hallo,
    ich bin Mieter in einer 2 Zimmer Wohnung. Ich weiß, dass mein Vermieter Probleme mit Schimmelbildung hatte. Ich habe aktuell keine solchen Probleme Ich möchte aber wenn möglich solchen Problemen vorbeugung

    Ich arbeite von zu Hause aus . Ich habe u.a. hier im Forum eine Broschüre zum richtigen Lüften gefunden. Ich habe auch schon auf anderen Websiten gelesen und ich bin verwirrt, weil ich die Angaben viel zu pauschal finde.

    z.B. im September 4x täglich 20 Minuten lüften o.ä. Ich würde das gerne genauer kontrollieren, weil ich auch Heizkosten sparen möchte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es z.B. effizient sein soll im Oktober einerseits zu heizen, damit man eine angemessene Raumteperatur hat, dann aber 4x am Tag o.ä.für jedeweils 20 Minuten die Heizung herunterzudrehen, um sie dann kurz danach wieder hochzudrehen

    Ich habe mir auch Thermometer gekauft, welches neben der Temperatur auch die Luftfeuchtigkeit misst.

    Ich bevorzuge Temperaturen von 18/19 Grad um mich wohlzufühlen. 21 Grad finde ich auch ok, aber 23 Grad wären mir beispielsweise zu warm.

    Gibt es evtl Faustregeln, wo man sagen kann, "lüfte wenn die Luftfeuchtigkeit über xy % ist und heize wenn die Raumteperatur unter xy Grad ist?

    Als allgmeine Information. Beim Lüften mache ich es so, dass ich jeweils ein Fenster breit aufmache und dann die anliegende Tür ebenfalls öffne.

    Eine Ausnahme bildet das Badezimmer. Hier habe ich kein Fenster. Ich schließe also die Tür nach dem Duschen oder auch Wäsche waschen und stelle die Lüftung an.

    Für Nachfragen und Kritik bin ich offen.

    Liebe Grüße
    Tobias
     
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  3. #2 BHShuber, 21.09.2017
    BHShuber

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    Hallo Tobias,

    3 Mal Stoß und Querlüften für 10 Min. sollte in der Regel ausreichend sein, man kann die Verpflichtungen an einen Mieter auch überwälzen, bzw. übertreiben.

    Soweit du das schilderst hast du keine Schimmelprobleme, insofern alles bisher richtig gemacht von deiner Seiten her, zudem kann das ein Vermieter gerne behaupten dass der Mieter zu wenig lüftet das ist mittlerweile obligatorisch, doch kann er das auch beweisen, steht auf einem anderen Blatt.

    Im Streitfall werden sich dann Gutachter, Schimmelexperten und Richter damit befassen müssen.

    Umgekehrt wäre es auch der Fall dass der Mieter den Nachweis erbringen müsste, dass Schimmel aufgrund der Bausubstanz entstanden ist.

    Grundsätzlich ist es nicht falsch sich darüber Gedanken zu machen und entsprechend auch zu handeln, doch wenn du für deine Lüftungsaktionen keinen Zeugen hast, der das so bestätigt wie du es ja tatsächlich machst, besteht wieder Behauptung gegen Behauptung.

    Gruß
    BHShuber
     
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  4. Duncan

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    Datenlogger gibt es mittlerweile für relativ kleines Geld. Den Beweis anzutreten stellt da nun wirklich keine Hürde mehr dar.
     
  5. Duncan

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    Hallo, und ja, ich finde deine Absicht löblich.
    auf Grund dessen, das die Angaben möglichst viele Bereiche abdecken sollen und allgemeingültig sein sollen müssen sie so pauschal sein. Ein auf deine Wohnung zugeschnittenes Heiz- und Lüftungskonzept ist eine nicht triviale Ingenieurleistung. Mit ein paar Faustformeln kommt man aber praktisch zum gleichen Ergebnis, deshalb diese starken Vereinfachungen.
    zu lange. Lieber kürzer und häufiger und dann so heftig wie es nur geht. Warum? Du möchtest ja nicht die Wohnung auskühlen, was bei langer Dauer leicht geschieht sondern nur ganz schnell möglichst vollständig die Raumluft austauschen, also die warme feuchte aus dem Inneren heraus und kühl trockene Luft hereinholen. Durchzug ist da perfekt. Wenn dies so schnell und heftig geschieht bleiben z.B. die Möbel und Wände noch warm und kühlen nicht aus/ab, so das wirklich nur die Luft zu erwärmen ist. Des Weiteren ist eine sauerstoffreiche, trockene Luft viel leichter zu erwärmen als eine verbrauchte feuchte Luft warm zu halten. Weiterhin wirkt sich der höhere Sauerstoffgehalt vorteilhaft auf das eigene Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit insbesondere die Konzentrationsfähigkeit aus.
    lieber 8 mal 5 min mit starkem Durchzug. Dann ist es hoch effektiv. Immer dran denken: du willst nur die Luft austauschen! Die Temperaturen sollen weit möglichst da bleiben wo sie sind. Nur die frische Luft sollte halt kühler sein, das sie beim Erwärmen die von uns abgegebene Feuchtigkeit aufnehmen kann und beim nächsten Schwung hinausgelüftet werden kann. Ein ewiger Kreislauf.
    je nach Nutzungsverhalten sind die Werte auch vollkommen ok. Wenn man im Büro öfter mal hin und her läuft hat man auch ein ganz anderes eigenes Wärmeempfindan als auf der Couch beim Film gucken.
    insgesamt sollte man die rel. Luftfeuchte entsprechend der medizinischen Empfehlungen für das menschliche Wohlbefinden und optimal für die Gesundheit bei 40-60% halten. Über 60% sind zu vermeiden, da ca. ab hier verstärkt die Gefahr von Kondenswasserbildung in kritischen Bereichen auftritt.
    Weiterhin bei Außentemperaturen unterhalb der Raumtemperatur Fenster nicht mehr ankippen sondern immer vollständig zum Lüften öffnen. Ein angekipptes Fenster, oft fälschlich Dauerlüftung genannt, ist in erster Linie ein Temperaturtauscher. Insbesondere im Winter mit starker Förderung von Kondenswasserablagerung und in der Folge Schimmelpilzbildung.
    soweit so richtig.
    Die Lüftung sollte so eingestellt sein, dass sie sich selbsttätig einschaltet und auch eine gewisse Zeit nachläuft. Im Zweifel ruhig die maximale Zeiteinstellung wählen sind bei den in DE gängigen Herstellern 8 min. Das bisschen Strom ist immer leichter aufgewendet als Schimmelpilzprobleme.
    Ich hoffe ein klein wenig geholfen zu haben. Wenn noch was unklar ist einfach weiter fragen.
     
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  6. #5 BHShuber, 21.09.2017
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    Hallo,

    sicherlich, doch Hart auf Hart ist ein privat aufgestellter Datenlogger ebenso wie ein privat bestellter Gutachter keinen Pfifferling wert.

    Gruß
    BHShuber
     
  7. #6 Tobias N, 21.09.2017
    Tobias N

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    Hallo, zunächst danke für eure Antworten. Ich habe dazu noch ein paar Nachfragen

    Das bedeutet praktisch 3x Lüften a 10 Minuten mit breit geöffneten Fenstern und einer geöffneten Tür(anders ist es in meiner Wohnung nicht möglich, ich habe keine 2 Fenster de gegenüberliegen o.ä) habe ich das richtig verstanden?

    ok, das ist auch ein guter Hinweis.

    Zunächst, danke an euch beide für eure ausführlichen Antworten.

    Ich habe noch eine weitere Frage.

    Ich finde es relativ aufwendig umzusetzen, was auf einigen Websites steht, also dass zu unterschiedlichen Jahreszeiten so unterschiedlich gelüftet werden soll. Könnte man nicht grundsätzlich sagen, dass man einfach nur darauf achten sollte, dass die Luftfeuchtigkeit möglichst 60 % nicht übersteigt? So als Faustregel oder ist das zu pauschal bzw falsch?

    Liebe Grüße
    Tobias
     
  8. #7 BHShuber, 22.09.2017
    BHShuber

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    Hallo,

    oder genau so, du bist als Mieter verpflichtet ausreichend zu heizen und zu lüften damit kein Schimmel entsteht, wie oft und wie lange, hängt von den Gegebenheiten ab, das kannst du selber bestimmen.

    Gruß
    BHShuber
     
  9. dots

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    Jein.
    Du sollst dafür sorgen, dass die Luft in der Wohnung möglichst komplett ausgetauscht wird (gegen trockene, "frische" von draußen), und gleichzeitig möglichst wenig Wärme aus den Möbeln, Wänden und Gegenständen in deiner Wohnung "verschwindet".

    Du brauchst Durchzug! Also alles auf, was geht. So weit auf, wie geht. Alle Fenster richtig auf (nicht nur auf Kipp), die Wohnungstür auf, alle Lüfter auf volle Pulle an, am Besten auch noch die Dunstabzugshaube anmachen (wenn sie den Dunst nach außen bläst) ;-).


    Das ist nur die halbe Wahrheit.
    Wenn du einen ganzen Arbeitstag lang an deinem Schreibtisch sitzt (und wenig schwitzt, und wenig Feuchtigkeit ausatmest), ist die Feuchtigkeit am Abend vielleicht noch im grünen Bereich, aber evtl. ist dann zu wenig Sauerstoff in der Luft.
     
  10. #9 Sweeney, 22.09.2017
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    Hallo Tobias,

    grundsätzlich schließe ich mich den Ausfühhrungen meiner Vorredner an, jedoch möchte ich ein paar Zusammenhänge an dieser Stelle aufzeigen, die für das Verständnis hilfreich sein könnten.

    Schimmelsporen werden ganz natürlich durch die Luft transportiert, sodass in jedem Gebäude ohnehin bereits Sporen zu finden sind. Entscheidend für die Ausbildung eines Schimmelpilzes ist jedoch, ob ganz bestimmte Lebensbedingungen erfüllt sind. Dies ist einerseits eine Nahrungsquelle, wie beispielsweise Zellulose in der Tapete, und andererseits ausreichend Feuchtigkeit. Zielsetzung dürfte es also sein, dem Schimmel die Lebensgrundlage zu entziehen.

    Ich werde auf bautechnische Ursachen an dieser Stelle nicht näher eingehen, sondern konzentriere mich auf das Hauptproblem: Kondensation.

    Die bereits mehrfach angesprochene Luftfeuchtgkeit ist als relativer Wert zu interpretieren, der den Sättigungsgrad der Luft mit Wasser beschreibt. Es ist jedoch wichtig an dieser Stelle zu erkennen, dass dieser Wert relativ zur Aufnahmekapazität steht und somit direkt von der Temperatur abhängt. So ließe sich beispielsweise die relative Luftfeuchtigkeit, bei gleichbleibendem Wassergehalt, durch bloßes Erwärmen der Raumluft verringern.

    Nachdem wir nun geklärt haben, dass warme Luft eine höhere Aufnahmekapazität von Wasser besitzt, entsteht Kondensation beim Aufeinandertreffen warmer Luft mit einer kalten Oberfläche. Warm und kalt sind in diesem Kontext ebenfalls relativ zu verstehen, sodass es hier die Temperaturdifferenz maßgeblich verantwortlich ist. Dieser Effekt dürfte uns allen ohnehin vertraut sein: Nimmt man eine gekühlte Flasche aus dem Kühlschrank, so bildet sich an deren Oberfläche Niederschlag - Kondensation. Interessant ist jedoch, dass sich Kondensation erst dann bildet, sobald eine Temperaturdifferenz gegeben ist. Solange die Flasche im Kühlschrank bleibt, bildet sich auch keine Kondensation.

    Wir stellen nun die erste wichtige Beobachtung auf: Ohne Temperaturdifferenz entsteht auch keine Kondensation.

    Die vorbenannten Ausführungen lassen sich direkt auf Gebäude übertragen. Da die Mietsache jedoch regelmäßig von Menschen genutzt wird und nicht leer steht, sollten wir ebenfalls auf mieterinduzierte Effekte eingehen. Hierunter fallen beispielsweise das Hinzuführen von Feuchtigkeit durch Duschen, Kochen, Schwitzen, Atmen usw.

    Heizt der Mieter nun die Mietsache lediglich während seiner Anwesenheit und kippt die Fenster bei Abwesehenheit, so können wir direkt die vorbenannten Beobachtungen anwenden. Die Heizkörper erwärmen die Raumluft und diese erwärmt - mit Verzögerung - die Wände. Sobald die Heizkörper abgestellt werden, kühlt die Raumluft schneller aus als die Wände. An dieser Stelle haben wir noch kein Problem, denn die Wände sind wärmer als die Raumluft. Interessant wird es erst, wenn der Mieter am Abend die Fenster schließt und die Heizung aufdreht. Die Raumluft wird schneller erwärmt als die Wände während zusätzlich noch gekocht und evtl. sogar Wäsche getrocknet wird. Die Voraussetzungen für Kondensation an kalten Wänden sind gegeben.

    Die Lösung des Problems ist dabei trivial: Temperaturdifferenzen sollten vermieden werden, sodass die Temperatur möglichst konstant zu halten ist. Wird die Heizung im Herbst aufgedreht, so bleibt diese durchgehend an bis zum Frühling. Dadurch wird eine relativ konstante Temperatur sichergestellt und der Mieter braucht sich keine Sorgen über Schimmelbildung machen. Das Querlüften um Feuchtigkeit abzuführen sollte dennoch nicht vernachlässigt werden.

    Ein häufiger Irrtum ist das vermeintliche Einsparpotential durch das Abstellen der Heizung für einige Stunden. Übersehen wird hierbei, dass beim Aufdrehen der Heizung zunächst übermäßig kompensiert ("gegengeheizt") werden muss, da die Wände keine Wärme abgeben. Ich bin nicht davon überzeugt, dass sich durch's Abdrehen während der Arbeitszeit signifikante Summen sparen lassen.
     
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  11. dots

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    Könnte doch ganz interessant sein, diese Liste (durch alle) zu erweitern.
    Ich fange mal an (und bin gespannt, was andere dazu beitragen):
    - Blumen (gießen)
    - Aquarien
    - Putzen, "feucht durchwischen"
    - so Dinger, die an die Heizkörper gehängt werden und mit Wasser gefüllt werden, um die Luft zu befeuchten
    - Wäsche trocknen

    Wem fällt noch was ein?
     
  12. Jobo45

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    Mir fällt da noch was ein:
    Luftbefeuchter, gegen die trockene Luft!
     
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  13. #12 Tobias N, 22.09.2017
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    Hallo,

    danke für eure Antworten

    Im Grundsatz habe ich es jetzt glaube ich besser verstanden.

    Fenster mache ich niemals auf Kipp, und eine Dunstabzugshaube habe ich nicht. Aber ansonsten habe ich es schon verstanden

    das mache ich also dann ca 3x am Tag für ca 10 Minuten(+nach dem Kochen o.ä.) und dabei drehe die Heizung ab.

    Nach dem lüften drehe ich die Heizung wieder auf.
    Ist das jetzt soweit als Faustregel ok?
    Ich finde es halt schwierig, die Temperatur gut zu regulieren. Als ich noch in meiner vorletzten Wohnung lebte hatte ich ein Termostat, wo ich die Temperatur aufs Zehntel grad regeln konnte inkl. Nachtabsenkung. Jetzt habe ich nur noch Regulatoren an der Heizung die ich in 5 Stufen regeln kann. Dadurch wird mir häufig zu warm und es ist generell schwieriger die Raumtemperatur gut zu regeln.
     
  14. Duncan

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    um so weniger du an den Thermostaten drehst umso eher hast du deine Wunschtemperatur...
    Leg dir ein Thermometer auf den Tisch. Stelle der Thermostat auf Frostsicherung. Lüfte kräftig, diesmal mit Zielstellung abkühlen des Raumes. Fenster wieder zu und nun drehst du alle halbe Stunde Den Thermostat etwas höher, nutze die vorhandenen Markierungen für die einzelnen Schritte, bis deine Wunschtemperatur erreicht ist. Diese Position merkst/markierst du dir. Und nun stellst den Thermostat nach dem Lüften einfach immer auf diese Position. Ende. Größere Abweichungen sind nur bei Extremtemperaturen zu erwarten.

    Und immer dran denken: Die Jahreszeit ist egal. Das ist Physik. Es interessieren einfach nur Temperaturen, Feuchtegehalte und deren Wechselwirkungen. Die Grundlagen hatte eigentlich jeder in der Schule so ca. 7-9 Klasse, je nach Bundesland. Sweeny hat das oben schon sehr schön dargestellt.
    Und ja du möchtest eine weitgehend konstante Temperatur haben, ist wie beim Autofahren, Vollgas und Vollbremsung vs. konstant rollen lassen.
     
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  15. dots

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    War auch eher nicht ganz ernst gemeint, obwohl das theoretisch auch helfen würde.
     
  16. #15 Tobias N, 23.09.2017
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    Ich danke euch für die hilfreichen Tipps und ausführlichen Erklärungen.

    Liebe Grüße
    Tobias
     
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  17. #16 Tobias N, 25.09.2017
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    Hallo,
    ich habe jetzt mal 2 Tage lang versucht bewusster zu lüften.

    Ich weiß nicht, aber die Luftfeuchtigkeit ist immernoch "zu hoch".

    Im Schlafzimmer liegt die Luftfeuchtigkeit bei 64 %.
    Die Raumtemperatur liegt bei 19 ,6% nach dem Lüften. Im lag die Raumtemperatur bei ca 20,4 Grad

    Ich lüfte mit 2 Fenstern auf im Schlafzimmer(vollständig geöffnete Fenster und geöffneter Tür.) mehrfach täglich für 10 Minuten,.

    Aktuell sind es draußen 13 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von 94 %.

    Über den Tag verteilt lag die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer trotz 3x täglich 10 Minuten lüften nie unter 62 %

    Um Schimmel zu vermeiden versuche ich aber die Luftfeuchtigkeit unter 60 % zu halten.. Es war auch nicht so, dass ich heute besonders viel im Schlafzimmer war, sodass ich mir diesen Wert auch nicht erklären kann.

    Wie beurteilt ihr die Werte. Mache ich mir hier zu viel Sorgen?

    Liebe Grüße
    Tobias
     
  18. dots

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    Wenn du nur die Schlafzimmerfenster und -tür geöffnet hast, kann die (feuchte, verbrauchte) Luft ja immer noch nicht raus.
    Zum Fenster drückt die frische Luft von draußen rein, die alte Schlafzimmerluft will durch die Schlafzimmertür in den Flur und dann ... ?

    Du musst richtig Durchzug machen! Links rein, rechts raus (nach draußen).
     
  19. #18 Sweeney, 26.09.2017
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    Eine relative Luftfeuchtigkeit von über 60% ist schon bedenklich und kann nicht einfach ignoriert werden. Wir werden hier aus der Ferne jedoch kaum konkrete Ursachen ausmachen können.

    Eine Möglichkeit der hohen Luftfeuchtigkeit könnte in feuchten Wänden begründet sein. Dabei kann offen bleiben, ob die Wände durch falsches Lüft- und Heizverhaten in der Vergangenheit Feutchtigkeit aufnahmen und diese nun wieder abgeben, oder ob Feuchtigkeit von außen eindringt.
     
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  20. #19 Tobias N, 26.09.2017
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    Ok ich habe jetzt mal für 10 Minuten zusätzlich die Wohnungstür geöffnet. Das ist mir aber auf Dauer unangenehm, weil auch Leute in meine Wohnung sehen können. Der Ausgangswert nach dem Nachtschlaf lag bei 68 % jetzt liegt er bei 62 %

    Da mir das mit der Wohnungstür auf Dauer unangenehm ist. Habe ich zusätzlich noch das Wohnzimmerfenster geöffnet. Meine Logik ist also dass die Luft aus dem Schlafzimmer durch das Wohnzimmerfenster hinaus kann..

    Wie würdest du an meiner Stelle als Mieter jetzt weiter vorgehen? Mir ist klar, dass keine letztendlichen Lösungsvorschläge gemacht werden können.

    Ich weiß, dass mein Vormieter Schimmelproblemee hatte. Und ich weiß, dass das eine Mal als ich Ihn besucht hatte, für eine inoffizielle Besichtigung, hier sehr schlechte Luft war

    Liebe Grüße
    Tobias
     
  21. dots

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    Dazu zwei spontane Gedanken:
    - Ich finde Schimmel unangenehmer als die theoretische Möglichkeit anderer, kurzzeitig in meine Wohnung zu gucken.
    - Wenn die frische Luft von draußen durchs Schlafzimmerfenster reindrückt, wird die alte, verbrauchte Luft aus dem Schlafzimmer durch die Schlafzimmertür in den Flur gedrückt, und von da zur Wohnungstür raus ins Treppenhaus. Und dann? Wenn die Luft nicht aus dem Treppenhaus raus kann, müsste sich ja der Luftdruck im Treppenhaus erhöhen, um frische Luft in deinem Schlafzimmer zu haben. Besser: Zusätzlich zur Wohnungstür auch noch die Haustür aufmachen.
    Alternativ: Wohnungs- und Haustüre zu, aber Wohnzimmer- und Küchenfenster sperrangelweit auf machen, so dass es in allen Räumen der Wohnung nur so pfeift vor lauter Luftzug. Dann ist in 3 Minuten die komplette feuchte Luft draußen.

    Ah, jetzt erst gelesen, dadurch hat sich ein Teil meines Beitrags erledigt.
    Was ist mit dem Küchenfenster? Und allen sonstigen anderen Maueröffnungen? Am besten ALLES sperrangelweit auf! Gleeichzeitig!

    Tut sie das denn auch? Also gibt es richtig Zug(luft)?
     
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