Viel zu Hohe Wasserkosten

Dieses Thema im Forum "Abrechnungs-/Umlagmaßstab" wurde erstellt von rons0n, 11.09.2016.

  1. rons0n

    rons0n Neuer Benutzer

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    Hallo,
    ich habe eine Betriebskostenabrechnung bekommen mit sehr sehr hohen Wasserkosten, was meiner Meinung doch nicht rechtens sein kann.

    Ich wohne zu Zweit in einer 3 zimmer Wohnung in einem Wohnhaus mit insgesammt 10 Mietparteien (alles 3 zimmer wohnungen). Das ganze Haus läuft über einen Wasserzähler und der Verteilungsschlüssel wird über die Fläche berechnet also in m², da alle wohnungn fast gleich groß sind muss jeder ca. 1/10 bezahlen.

    Von mir wird jetzt verlang das ich eine Zu- und Abwasserrechnung von 715.17€ bezahle (Zeitraum ist 1Jahr).
    Das kann doch nicht Rechtens sein, gibt es da nicht eine obergrenze oder so etwas der gleichen? also für uns ist das unmöglich solch einen wasserverbrauch nur annähernd zu erreichen oder auch zu bezahlen, das ist doch nur möglich wenn einer der Mietparteien hier vorsätzlich das wassser zum Fenster rauslaufen lässt oder es sich ein rohrbruch oder irgendetwas anderes vorliegt.

    Hat jemand für mich eine Ratschlag, was hier zu tun ist?
     
  2. AdMan

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  3. #2 Pharao, 11.09.2016
    Zuletzt bearbeitet: 11.09.2016
    Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi rons0n,

    auf den ersten Blickt scheint die Betriebskostenabrechnung richtig zu sein, also laut deinen Angaben. Das gesamte Kaltwasser wird durch einen Hauptzähler im Keller gemessen und dann nach Umlagesatz laut MV und Wohndauer in dem Abrechnungszeitraum auf die einzelnen Mieter verteilt. Natürlich ist diese Abrechnungsmodus nicht der gerechteste, aber zulässig (solange nicht jede Wohnung einen eigenen Wasserzähler hat).

    Ansonsten, wenn nicht alles nach tatsächlichem Verbrauch abgerechnet wird, gibt es in einer Betriebskostenabrechnung auch keine Gerechtigkeit in dem Sinne. Ich mein, nimm das Beispiel Müll. Ein Single kann auch soviel Müll produzieren wie eine Großfamilie oder eben bei deinem Beispiel Wasser, da gibt es ggf. eben einen Mieter der duscht 5x täglich im Gegensatz zu einem anderen Mieter, der duscht nur alle 3 Monate mal.

    Im übrigen, ca 700€ Gesamtwasserkosten/Jahr halte ich noch für sehr gering bei 10 Mietparteien. Interessanter wäre hier aber letztlich der Wasserverbrauch und nicht die Kosten, da die Wasserkosten ggf. sehr Unterschiedlich seinen können von Region zu Region.


     
  4. rons0n

    rons0n Neuer Benutzer

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    Also einen Garten gibt es nicht. und die meisten Mietparteien sind auch nur 2 oder 3 Personen, sind ja alles nur 3 Zimmer Wohnungen.
    Bei meinen Eltern als Vergleichswert hab ich nachgefragt, Das ist ein 4 Personen Haushalt und der Garten wird auch mit dem Nutzwasser bewässert und kommen auf gerademal 580€ im Jahr in der gleichen Umgebung.
     
  5. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    dann halte ich jetzt mal mit 10 Mietparteien dagegen, da lagen die Kosten bei ca 1800€/Jahr (ohne Garten) :(

    M.E. kannst du hier einen 4 Personenhaushalt auch nicht mit 10 Mietparteilen vergleichen, da pro Mieteinheit ggf. auch mehrere Personen wohnen. Und wie schon geschrieben, jeder Mieter verbraucht ggf. unterschiedlich viel Wasser pro Jahr.


     
  6. rons0n

    rons0n Neuer Benutzer

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    Also findest du das nicht übertrieben das das ganze Haus 7300€/Jahr (ohne Garten) hat?
    nur ich selbst habe die 715€.

    naja das hilft mir jetzt alles nicht weiter. Vll weiß ja jmd anders ob es da ne möglichkeite gibt das anzufechten.
     
  7. #6 anitari, 11.09.2016
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    Umziehen. In ein Haus wo Wasser nach exaktem Verbrauch abgerechnet wird.

    Die Umlage nach Wohnfläche ist, wenn nach Verbrauch nicht möglich, zulässig.

    Dein Anteil oder die Wasserkosten des ganzen Hauses?

    Gibt es nicht. Zudem hat man beim Wasseranbieter auch keine Wahl.
     
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  8. #7 immobiliensammler, 11.09.2016
    immobiliensammler

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    Hast Du Dir die Rechnung über besagte 7.300 Euro mal angeschaut? Du kannst bei Deinem Vermieter Einsicht in die Belege verlangen. Wenn die Kosten tatsächlich angefallen sind wäre der Umlageschlüssel und damit Dein Anteil zulässig..

    Auch wenn Du nur mit einer Person in der Wohnung wohnst müsstest Du bei der entsprechenden Wohnfläche zahlen, obwohl das dann evtl. ungerecht wäre - der Grundsatz dazu (den ein Mieter mal von einem Richter zu hören bekommen hat): Man muss es sich eben leisten können, alleine auf 120 qm zu wohnen!

    Für eine überschlägige - aber wirklich nur überschlägige - Überprüfung ein Erfahrungswert: Man nimmt als Durchschnitt pro Person im Haus 100 Liter pro Tag, also rund 3 m³ pro Monat, Du müsstest also die Wassermenge in m³ durch die Bewohner teilen und mal schauen, was dann rauskommt.
     
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  9. rons0n

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    Ich habe jetzt erst einmal Wiederspruch eingelegt, damit sich die Zahlungsfrist verlängert. Und dann such ich mir mal einen Mieterverein, der mir da evtl. Weiterhelfen kann.

    @immobiliensammler, kennst du zufällig einen? Wie ich sehe bist du auch aus Nürnberg.
     
  10. #9 anitari, 11.09.2016
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    Der wird Dir als erstes den Rat geben die Originalbelege beim Vermieter einzusehen. Und für diesen einen Satz darfst Du dann auch löhnen.

    Die Aufforderung beim Vermieter die Belege einzusehen kostet nur etwas Zeit und evtl. Briefporto.

    Du kannst natürlich auch die Abrechnung hier hochladen. Dann können wir schon mal sagen ob es lohnt einen Aufstand zu machen oder nicht.
     
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  11. GSR600

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    Wie war denn der Verbrauch in den Vorjahren?
     
  12. rons0n

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    ok, Vielen Dank, das werde ich jetzt dann als erstes machen.
     
  13. #12 anitari, 11.09.2016
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    Es wird nicht nach Verbrauch abgerechnet.
     
  14. #13 immobiliensammler, 11.09.2016
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    Ganz ehrlich, wenn ich mit denen zu tun gehabt habe dann war deren Vorgehensweise meist kein Ruhmesblatt für diese Vereine, aber wenn Du meinst denen den Mitgliedsbeitrag für eine Beratung in den Rachen zu stopfen - nur zu!
     
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  15. #14 immobiliensammler, 11.09.2016
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    Ich glaube GSR600 meinte, ob sich der Verbrauch für das ganze Haus gegenüber den Vorjahren erheblich geändert hat.
     
  16. #15 anitari, 11.09.2016
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    Richtig. Aber das geht aus der Abrechnung sicher nicht hervor wenn nach der Wohnfläche abgerechnet wird. Da muß sich TE schon die Mühe machen und die Originalrechnung einsehen.

    Nur was nutzt das? Hier kann lediglich überprüft werden ob der Vermieter die Gesamtkosten korrekt benannt hat.
     
  17. #16 Fremdling, 11.09.2016
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    Wie schon geraten, zunächst mal die Rechnungen des Wasserversorgers (Wasserbezug) und den Bescheid der Kommune für Grundbesitzabgaben (Abwasser) einsehen und dort Verbrauchsmengen, Preise pro m³ sowie die konkrete Abrechnungsperiode sichten. Hilfreich wären auch die Verbräuche und Preise vorangegangener Perioden. So dürftest Du herausfinden, was die nach Deiner Meinung hohen Kosten für das spezielle Jahr verursacht hat und ob alles korrekt ermittelt wurde. - Eine abstrakte Obergrenze, die unabhängig vom faktischen Verbrauch gilt, existiert nicht.
     
  18. #17 immobiliensammler, 11.09.2016
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    Also, nachdem ich jetzt den Standort Nürnberg bekommen habe (meine Ecke), habe ich mal Tante Googel gefragt:

    Wir haben hier Trink- und Abwasserpreis von rund 4 €/m³, das wären also für besagte 7.300 Euro (Zählergrundgebühr mal außen vor) 1.825 m³, wenn ich jetzt meinen internen Richtwert für die Plausibiltät von 36 m³/Person (s.o.) nehme, dann komme ich auf ca. 50 Personen. In einem 10-Familienhaus könnte das - mit gewissen Toleranzen - durchaus hinkommen, bischen hoch, aber möglich.

    Der einzige Weg, um den auf die Spur zu kommen ist die Jahresabrechnung des Versorgers oder Vermieters, insbesondere, wie sich der Posten im Vergleich zu den Vorjahren entwickelt hat. Leider hat sich rons0n dazu ja trotz Nachfrage nicht geäußert.
     
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  19. #18 immobiliensammler, 11.09.2016
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    Über den kleinen Rechenumweg geht das aber schon, da sich ja wohl der Umlageschlüssel (Wohnfläche) nicht geändert hat. Wir bekommen dann zwar nur die betragsmäßigen Unterschiede zu den Vorjahren, aber da die Wasser-/Abwasserpreise hier stabil waren (Wasser glaube ich seit 2009, Abwasser seit 2013) kann man schon auf den Verbrauch Rückschlüsse ziehen.

    Am einfachsten wäre natürlich die Originalrechnungen einzusehen und dann den Verbrauch zu nehmen!
     
  20. rons0n

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    im Vorjahr waren es 3700€ nun sind es 7300€

    Zu deiner Rechnung, ich kenne ein paar von den Mietparteien. 5 Wohnungen kommen auf 10 Personen + 3Kinder.
    die anderen 5 kenne ich nicht. von daher müssten in 5 wohnung über 30 Personen wohnen. das kann ich mir nicht vorstellen.
     
  21. #20 immobiliensammler, 11.09.2016
    immobiliensammler

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    Alleine aufgrund dieser Differenz würde ich vom Vermieter die Originalbelege wollen, evtl. liegt hier auch der immer mal wieder beschriebene Zählersprung vor.

    Siehe z.B.:
    http://www.mz-web.de/wittenberg/wasseruhr-vermutlich-ein-zahlensprung-5472836
     
Thema: Viel zu Hohe Wasserkosten
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