Voll-Modernisierung Ausgaben vs. Wertseigerung

Diskutiere Voll-Modernisierung Ausgaben vs. Wertseigerung im Modernisierung und Sanierung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Guten Abend, Ich würde gerne mal in die Runde fragen, wer von euch bei euren Bestandsimmobilien schon einmal eine Modernisierung in eurer WE...

  1. #1 ApartmentBuyer, 09.11.2017
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    Guten Abend,

    Ich würde gerne mal in die Runde fragen, wer von euch bei euren Bestandsimmobilien schon einmal eine Modernisierung in eurer WE durchgeführt hat, nachdem ein Mieter ausgezogen ist.

    Ich nehme an, dass die Idee bei vielen so ist, dass ihr auch Wohnungen gekauft hat, die man evtl. mit einem vorhandenen Mieter gekauft hat, die 3-jährlichen Preiserhöhungen solange durchgeführt hat, bis irgendwann einmal der Mieter von alleine oder wegen Kündigung ausgezogen ist.

    Dann standet ihr (oder steht ihr) höchstwahrscheinlich vor der Entscheidung, investiere ich nur einen kleinen Betrag und mache nen Pinselanstrich und Kosmetik und erhöhe die Miete auf's max. orientiert am Mietspiegel oder mache ich eine Vollmodernisierung und nehme z.B. nicht tragende Wände raus und baue ne alte Wohnung zu einer mit einer offenen Wohnküche um (aktuell ja gefragt), neues modernes Bad (neue Leitungen, Wasserzähler, etc.), neue moderne EBK, etc. und so weiter.

    Mir wurde vor 2 Jahren gesagt (bezogen auf Berlin), dass man bei einer älteren Wohnung ca. Euro 500,-/ m2 investiert und dann die Miete min. 20-30% anheben könnte. (Klar ist dies von der Wohnung und Lage abhängig).

    Das heisst, nehmen wir an die Wohnung wäre ca. Euro 125.000,- im Moment wert (wurde seit 15-20 Jahren nicht mehr modernisiert) und hat um leichter zu rechnen 50m2. Wenn wir nun mit Euro 500/m2 rechnen, würde eine Vollmodernisierung Euro 25.000,- kosten. Sagen wir Mieteinnahmen (exkl. Hausgeld) wären Euro 350,-/Monat vorher.

    Der Wert würde sich doch nun nicht nur um 25k erhöhen, sondern müsste eigentlich mehr sein. Gibt es da von euch aus einen Erfahrungswert, was die WE dann Wert wäre (wichtig für die Bank zur Bewertung einer Grundschuld für die nächste Investition)?

    Rechenbeispiel

    Monatsmiete vor Modernisierung: 350 € (Jahresmiete 4.200 €)
    Kosten der Modernisierung: 25.000 €
    (minus Instandhaltung ca. 10.000 €) = 15.000 €
    davon 11 Prozent: 1.650 €
    neues Jahresmiete: 5.850 € geteilt durch 12 Monate
    neue Monatsmiete: 487,50 €
    Mieterhöhung: + 137,50 € (+39.28%)

    Das heisst, ich hätte die Miete in diesem Fall um knapp 40% erhöht, was ja laut der 11% Regel rechtens sein sollte?

    Einen Mieter dafür zu finden ist eine andere Sache, aber rechtlich ist ja dagegen nichts einzuwenden.

    Danke und schönen Abend euch.

    Edit: Soll natürlich Wertsteigerung im Titel heissen...
     
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  3. #2 Ich-bin-es, 10.11.2017
    Ich-bin-es

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    Dir geht es darum, wie die Bank die Wertsteigerung bewertet? Ich denke, dann wäre es gut die Bank zu fragen.

    Die Banken bewerten anders als vielleicht der Markt es tun würde im Falle eines Verkaufs. Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass man beim Verkauf eher weniger bekommt als das, was man reingesteckt hat. Wertsteigerung? Ein komplexes Thema. Wie wird der Wert ermittelt? Wer ermittelt ihn? Nach welchen Verfahren? Der Wert ist nichts festes, wo man sagen könnte, ich gebe xxx aus, dann steigt der Wert auf + xxxx oder mehr.

    Ich rechne eher, wie lange brauche ich, um die Investition wieder raus zu bekommen. Mal überlegt, Du verkaufst es in 15 Jahren, dann haben Dir die Mieter einen großen Teil der Investition bezahlt. Aber wie sieht der Markt dann aus? In welchem Zustand sind die Erneuerungen?

    Frag mal die Bank. Um das geht es Dir ja offensichtlich. Hier und jetzt wird der Wert für die Bank vermutlich nicht auf + 25.000 oder mehr steigen.

    Grüße
    Cantor
     
  4. Duncan

    Duncan
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    Wie kommst du auf das schmale Brett?
    Die Wertsteigerung im Sinne des Marktpreises fällt deutlich geringer aus. Eine Trinkwasserleitung (z.B.) ist mit 15-20 Jahren nicht weniger funktionstüchtig und damit wertbildend als mit 3 Monaten. Du kannst mit einer Modernisierung sogar den Wert einer Wohnung senken, z.B. in dem du Oberflächen und Farben wählst die derzeit so absolut gar nicht gefragt sind. Schlimmer noch wenn du dabei Bauarten verwendest die vielen Nutzungen entgegenstehen.

    Wie hoch die Modernisierungskosten ausfallen hängt natürlich signifikant davon ab was alles saniert werden soll und wie die Grundlagen beschaffen sind. 8-900€/m² sind auch schnell mal verbaut. Bei einigen WE kommt man aber auch mit deutlich weniger hin und hat optisch und in der Funktion eine neuwertige Wohnung.
     
  5. #4 ApartmentBuyer, 10.11.2017
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    Mir geht es nicht nur um die Bewertung und Werterhöhung, sondern auch um Renditesteigerung durch höhere Mieten nach der Modernisierung.

    Zusätzlich wären Erfahrungswert gut, um Kosten-Nutzen herauszufinden, im Sinne von, welche Modernisierung kostet was und wie viel bringt sie mir als Vermieter.

    Beispiel:

    kostet xx.xx/m2 und bring mir Mieterhöhung von xx.xx/m2
    - Fussbodenheizung
    - neues Bad
    - neue Küche
    - neue Eingangstür
    - neue Fenster
    - Innenisolation
    - Schaldämmung
    - Wasserzähler
    - Stomzähler
    - Barrierefreiheit
    - Klimaanlage?
    - etc.

    Was macht am meisten Sinn (renditeorientiert) und was weniger?

    Danke
     
  6. #5 Ich-bin-es, 10.11.2017
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    Neue Bäder kommen immer gut, eigener Wasserzähler auch. Stromzähler hat ja jede Wohnung eigentlich ohnehin. Haben wollen den von Dir beschriebenen Luxus alle, aber was sind sie bereit dafür mehr zu zahlen?

    Du willst eine Kosten/Nutzenanalyse aufstellen? Dazu braucht es mehr Infos bzgl. Standort, Klientel, würdest Du überhaupt entsprechende Mieter finden, wie sieht das gesamte Objekt von außen aus ......

    Man kann nicht so linear rechnen, wenn ich das und das reinstecke, dann bringt mir das soundsoviel mehr. Du mußt es nachher zu dem Preis auch loskriegen. Und Du handelst Dir vielleicht im oberen Preisbereich extrem pingelige Mieter ein.... Du siehst, es ist komplex und läßt sich nicht auf einfache Formeln reduzieren. Zuviel Einflussfaktoren.

    Ich mache nur soviel wie nötig, was funktional wichtig ist und habe die Erfahrung gemacht, dass sich einfacher, ordentlcher Wohnraum erheblich leichter vermieten läßt. In meiner Gegend. Also funkt da auch der Wirtschaftsstandort rein.

    Vergiss das mit der einfachen Formel. Es braucht sich reinfühlen in die Situation und die potentielle Mieterschaft. Wichtig auch, wie sieht die Hütte von außen aus und wie ist die Lage. Immer noch eines der wichtigsten Kriterien für Mieter. Und die Infrastruktur. Einkaufen, Schulen, Anbindung an Verkehr, Freizeitwert etc. Zu wieviel Prozent beeinflußt der Wert der Wohnung die Miete und zu wieviel die anderen Faktoren?

    Grüße
    Cantor
     
    immobiliensammler und Sweeney gefällt das.
  7. #6 ehrenwertes Haus, 10.11.2017
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    Das würde ja bedeuten Gesamtinvestition = Mieterhöhung ohne Berücksichtigung der von Ich-bin-es genannten Faktoren.

    10 € Investion/qm = 10 € Mieterhöhung/qm
    100 € Investion/qm = 100 € Mieterhöhung/qm

    Ich glaube, die Chancen auf einen 6er im Lotto + Zusatzzahl sind höher als dafür einen Mieter zu bekommen. :15:

     
  8. Duncan

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    mögen einige Mieter, für andere ist es ein NoGo. In der Vermietbarkeit (Nachfrage und Miethöhe) würde ich diese eher als neutral bewerten, geringfügig höhere Miete wird durch erheblich höhere Kosten bei Realisierung im Bestand mehr als nur aufgefressen. Sprich entweder ist die bei der Neuerstellung des Gebäudes mehr drin oder ich will das Ding selber nutzen und unbedingt, gegen den wirtschaftlichen Verstand eine solche haben...
    je nach Größe und Ausstattung relativ gut zu verwirklichen, Kosten sind aber halt auch relativ hoch, lohnt nur über entsprechende Zeiträume 20-25 Jahre sollte ein Bad schon halten, besser 30, aber nach so 35-40 Jahren wird man eine Vollsanierung gewonnen haben. Aber ich habe auch schon deutlich ältere Schmuckstücke gesehen. Das waren aber nicht selten die superduperLuxusvarianten ihrer Zeit und vom ET selbst genutzt. -> Einzelfallentscheidung
    bei kleinen Wohnungen oft stark nachgefragt und entsprechend gewürdigt, in speziellen Segmenten auch im Luxusbereich mit entsprechender Ausstattung, in einigen Wohnungen aber auch Renditekiller, der Mieter will da lieber seine eigene Küche -> Einzelfalllentscheidung
    wollen viele Mieter haben, aber ist ihnen ziemlich genau 0,0001 €/m²/Monat wert. Muss funktionieren und nicht schlecht aussehen. Große Investitionen lohnen hier nicht. Solide Handwerksqualität für lange Lebensdauer und fertig.
    lohnen sich im Zusammenhang der Betrachtung realisierbare Warmmiete vs. Kaltmiete, hier auf Wartungsfreundlichkeit achten lohnt besonders.
    ist eine Notlösung wenn eine vernünftige Ausführung nicht umsetzbar ist, also was aus dem Reparaturbereich in der Schadensbehebung.
    wenn du nicht gerade an Musiker vermietest wird die nur entsprechend heutigen Normen vorausgesetzt insbesondere im Altbau der Gründerzeit...
    Selbstverständlichkeiten die ich schon aus Abrechnungsgründen haben will.
    partiell in den neuen Bauordnungen ohnehin vorgeschrieben (auch für entsprechende Veränderungen im Bestand), Zielgruppe ist gerne mal etwas speziell, kann lohnend aber auch sehr anstrengend sein. Vorsicht mit dem Unterschied zw. Normen und Menschen. Die 1,50m x 1,50m Bewegungsfläche (für Rollstuhl) helfen der schlanken Contergangeschädigten sicher ungemein...
    im gehobenen Bereich wird sie gerne vorausgesetzt und für die entsprechende Miete auch erwartet, bei den "normalem Wohnungen für normale Leute" holt der Mieter sich gegebenenfalls ein entsprechendes Gerät, spätestens bei den Kosten scheiden sich die Geister - Einzelfallentscheidung ggf. mit entsprechender Mieterbeteiligung.
    renditeorientiert ist halt möglichst geringe Investitionen bei möglichst hohen Einnahmen. In der Vermietung habe ich da noch keine Formel gesehen, nur gutes Handgefühl mit entsprechender Erfahrung. Es lohnt sich hier durchaus mal mit dem lokalem Makler essen zu gehen um zu erfahren was gerade entsprechend nachgefragt wird und wie es honoriert wird.

    Ich statte meine Wohnungen immer so aus, dass ich da auch jederzeit selbst einziehen würde, bisher hat das ganz gut geklappt mit einem vernünftigem Verhältnis von Aufwand zu Ertrag.
     
  9. #8 ehrenwertes Haus, 10.11.2017
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    Warum gehst du deinen Investitionsgedanken nicht anderherum an?

    Schau was es an Wohnungen mit deinen Ausstattungs- oder Modernisierungsideen gibt.
    Wo liegen dafür derzeit die qm-Mieten.

    Dann Angebote einholen, was verschiedene Varianten kosten würden.

    Erst dann kannst du überlegen ob dir die einzelnen Ausstattungsmerkmale deine Investition Wert ist.
    Ob das für die Zukunft als Wertsteigerung gilt ist aber fraglich, sobald es über Maßnahmen welche die Bausubstanz und / Funktionalität betreffen hinaus geht.

    Der Stand der Technik, Mode, neue Vorschriften (wie z. B. Rauchwarnmelder) ändern sich viel zu schnell um da Prognosen für einen längeren Zeitraum abzugeben.

    Meine Eltern hatten in ihrem Haus durchgehend Vollholz-Parkett aus extrem harten Tropenhölzern. Diese Hölzer dürfen heute gar nicht mehr importiert werden.
    Zur Bauzeit des Hauses mit das billigste Parkett das es gab. Dann eine Zeit der Hochkonjunktur dafür und a...-teuer. Und jetzt?
    Heute ist eine der ersten Fragen bei Interessen oft welche Hölzer da verwendet wurden...
    Dann kommt von den selbsternannten Profiumweltschützern: "Aber sowas geht ja Mal gar nicht, das sind Exotenhölzer, Klimaschutz, Urwaldabholzung..." also wenn wir mit sowas wohnen sollen, dann muss der Mietpreis aber runter!
    Von Leuten, die sich mit Tropenhölzern auskennen, werden erst die Augen riesen groß und es heißt: sowas ist doch unbezahlbar, warum soll das Haus so günstig sein?
    Was ist dieses Parkett jetzt? Wertsteigernd oder wertmindernd?
     
  10. #9 immodream, 10.11.2017
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    Hallo Apartmentbuyer,
    ich habe jede Wohnung nach dem Auszug der Altmieter immer kernsaniert. Guter Standart ,aber kein Luxus.
    Das habe ich aber nicht in erster Linie gemacht um mehr Rendite zu erzielen , sondern um etwas gepflegteres Publikum als Mieter zu bekommen.
    Ich kann die ehemaligen Sozialhilfeempfänger oder heutigen Hartzis nicht mehr sehen.
    Die Durchschnittsmiete in der Ruhrgebietsstadt in der ich vermiete, lag viele Jahre bei ca. 5 €/m².
    Ich kann mir dann nach der Sanierung die notwendige Rendite berechnen, nützt aber nichts da der Markt nicht mehr als 6 €/m² hergibt.
    Inzwischen steigen die Durchschnittsmieten langsam auf 6 €/m² so das ich dann 7 €/m² nehmen kann.
    Mehr ist nicht drin, da die Neubauten in dem Viertel mit 9-11€/m² vermietet werden.
    Da ich viele Dinge selbst erledigt habe, liege ich bei 600 €/m² Sanierungskosten.
    Du kannst dir deine Miete und Rendite ausrechnen, die tatsächlich erzielbare Miete wird vom örtlichen Markt bestimmt.
    Grüße
    Immodream
     
  11. #10 ApartmentBuyer, 11.11.2017
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    Erstmal danke für euer Feedback.

    Natürlich kommt es ganz auf die Lage, Lage, Lage an und dem einhergehenden potenziellen Mieter und was drum herum wohnt.

    Habe da mal ein Video zu gefunden, vom Look her eigentlich mehr oder weniger sollte es danach aussehen in der Wohnung (ist zwar Köln, aber egal). Nur Dusche sollte ebenerdig sein.



    Natürlich soll so modernisiert werden, dass man die höchst-mögliche Miete danach erzielt, sprich umlagefähige Massnahmen. Ich mach ja die Wohnung nicht schön, damit es auf den Immo-Portalen gut aussieht, sondern es ist und bleibt ein Investment.

    Fussbodenheizung ist wohl gut für Allergiker, wir haben es in unserer Wohnung und möchten es nicht missen. Bad sollte modern sein (wie im Video) und am besten eine offene Wohnküche. (Schafft man eigentlich mehr m2 Wohnfläche, wenn man eine Wand rausnimmt und die Heizungen entfernt und gegen Fussbodenheizung tauscht? Weil so ne Wand weg (20cm Dicke und 200cm lange ergeben doch 0.4 m2 mehr Wohnfläche, die vorher nicht da war, oder?!?))

    Berlin ist ja immer noch ein schnell wachsender Markt, sehr positives Einwohnerzahlwachstum über die nächsten 12-15 Jahre prognostiziert...

    So nebenbei, wie macht ihr das? Dusche oder Badewanne?

    Danke
     
  12. Duncan

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    kurz vor Minute 3 siehst du warum das hier nicht gemacht wurde und auch in sehr vielen Wohnungen nicht ohne weiteres möglich ist.

    das kommt auf das Bad und die Wohnung an. Wenn im Bad räumlich möglich und die Wohnung entsprechendes Publikum verspricht gerne beides. Oftmals lässt sich eine Wanne leichter realisieren und auch da ist grundsätzlich Duschen möglich, so man die Wände entsprechend vorbereitet.

    PS: Installationszonen nicht eingehalten, "Übliche Verdächtige" für Schadstellen in der Wand versteckt = NoGo.
    PPS: in anderthalb Stunden geh ich auf meine Baustelle, Mieter will noch vor Weihnachten einziehen...
     
  13. #12 ehrenwertes Haus, 11.11.2017
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    Das wir einen Lebensmittelallergiker wohl ziemlich kalt lassen.
    Für Hausstauballergiker kann das ein Vorteil sein, glatte Oberflächen sind da aber oft wichtiger.

    Für Tierhalter auch nicht unbedingt toll.

    Ist halt Geschmackssache. Mir ist ein geölter und oder gewachster Echtholzboden lieber. Das ist auch schön fußwarm, man rutscht nich so leicht wie auf Fließen, kann die Ökoschiene ausnutzen, für Stauballergiker fliegt weniger Staub durch die Luft, usw...
     
  14. dots

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    Na, wenn das so ist, kann ich goldene Wasserhähne (aber bitte die aus Gold, nicht die billigeren vergoldeten) empfehlen.
    Kosten zwar richtig viel, aber darum ging es hier ja nicht.
    Mit solchen Maßnahmen erzielt man die höchst-mögliche Miete.

    Ich hab ganz hinten in meinem Hinterkopf, dass das Gegenteil der Fall ist: DIe große Heizfläche führt dazu, dass flächlig Staub und so Zeug mit der Luft aufsteigt - und permanent überall im Raum gleichmäßig verteilt ist,
    Kann aber auch sein, dass ich das falsch in Erinnerung habe oder dass das mittlerweile veraltet/überholt oder so ist.
    Daher soll das nur als Denkanstoß dienen.
    Warum?
    Es gibt genug Gründe, die dagegen sprechen (aber auch welche, die dafür sprechen). Warum also so eine eindeutige Aussage von dir?
    Mich (und viele andere) würde das eher abschrecken.
    Wie kommst du zu der Überzeugung, dass eine offene Küche besser sei?
    Ja!!!
    Grundsätzlich Einzelfallentscheidung. Meist eher Dusche UND Badewanne. Eher Dusche als Badewanne, wenn nicht beides möglich oder gewollt.
     
  15. #14 immodream, 11.11.2017
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    Hallo Apartmentbuyer,
    das verstehe ich unter Kernsanierung. Ich hab allerdings keine Wände herausgerissen. Typisch für die Wohnungen der fünfziger Jahre war die berühmte Wohnküche. Gegen Ende der fünfziger Jahre gab es auch Grundrisse mit kleinen Küchen. Da es für beide Grundrisse Fans gibt, hab ich beide Grundrisse so beibehalten.
    Ich brauchte keine Leichtbauwände einziehen , maximal im Bad die Vorwandinstallation . Meine Bäder haben überall die üblichen 4,5 m² , da ist der Einbau von Dusche und Badewanne sowie Waschmaschinenanschluß nicht möglich .Daher habe ich fast nur Badewannen eingebaut ( in der Badewanne kann man duschen, umgekehrt eher nicht ).
    Wenn eine Dusche eingebaut wurde, nicht ebenerdig.
    Fußbodenheizung ist mir zu aufwendig, erwartet auch meine Kundschaft nicht.
    Die üblichen Hansgrohe Einhebelmischer, massive Holztüren habe ich aufgearbeitet und Mattweiss lackiert.
    Grüße
    Immodream
     
  16. #15 immodream, 11.11.2017
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    Hallo,
    die Videos sind gut. Da könnt ihr direkt mein nächstes Sanierungsobjekt besichtigen . Den weißen Cadillac.
    Grüße
    Immodream
     
  17. #16 ApartmentBuyer, 11.11.2017
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    Danke für die kleine Ironielektion... ;-)
    Allerdings sollte ja klar sein, dass man rendite-orientiert an eine solche Sache rangehen muss. Ich arbeite schliesslich auch art für mein Geld, da werfe ich es nicht für unnützes Zeug heraus, welches sich nicht lohnt.

    Ich habe es jedenfalls vor Kurzem noch so gelesen.

    Da stößt man sich die Zehen nicht so dran. Der Raum wirk meiner Meinung nach grösser, da die Fliesen komplett durchgehen verlegt werden können (auch leichter zum Putzen) und versprüht ein wenig 5-Sterne Hotel Feeling (wenn dann noch die Regenwalddusche aus der Decke kommt... falsch sich das wieder lohnen würde).

    Scheint mir mehr und mehr das zu sein, was überall vor allem bei den Neubauten so gemacht wird. Ein grösser wirkender Raum (eine Wand weniger) lässt das Wohnzimmer gleich sehr viel grösser wirken. Kommt natürlich auf die Alters- und Zielgruppe an.

    Wieder Ironie? Die Frage war ernst gemeint. Im Endeffekt schafft man ja wirklich mehr Wohnraum, auch wenn nur 0.4-0.5 m2, je nach Lönge und Dicke der Wand. Und 0.5 m2 mehr bei nem m2-Preis von 2500,- würden gleich mal eine Wertsteigerung von 1250.00 ausmachen.

    Also, ich meine meine Frage ernst. Danke.

    Wenn Platz da, dann beides. Wenn nicht Dusche hätte ich auch gedacht.

    Danke
     
  18. Duncan

    Duncan
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    Falsch. Für den normalen Boden möchtest du sicher gerne sehr große Fliesen haben. Für den Duschbereich wirst du für das Gefälle eine deutlich kleinere Fliese benötigen, die auch eine deutlich höhere Ruschtfestigkeit aufweist. Unfallgefahr. Die ist aber wiederum schwerer zu reinigen, deshalb nicht im ganzen Bad... Die Lösung im Video ist diesbezüglich schon sehr gut. Wobei Immodream und ich dort wahrscheinlich eine Wanne gewählt hätten.

    Ich habe einige Wohnungen mit offener Küche, Baujahr '95, und die sind eher unbeliebter als die Wohnungen in der gleichen Wohnanlage mit separater Küche, bei ansonsten gleicher Ausstattung. Unabhängig davon ob die Mietinteressenten um die 30, eher 40-50 oder um die 60 sind.
     
  19. Pitty

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    Ebenerdige Dusche ist meistens nur möglich, wenn die Decke stark genug ist, da dieses meistens nicht der Fall ist, sollte die Wohnumg im EG liegen und einen darunterliegenden Keller haben, wo man einen ordentlichen Unterzug für den Ablauf einziehen kann.

    Ansonsten verabschiede Dich von diesen Gadanken ganz schnell.

    Ein Bad kostet in Berlin zwischen 8 und 12K.
    Stromleitungen könnten auch noch alt sein, das geht auch noch ins Geld.

    Mieter solltest Du in Berlin genügend finden. Wie es woanders ausschaut kann ich Dir nicht sagen.
     
  20. jorgk

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    ... bzw. der Estrich genügend (massiv) ausgeführt wurde ...

    Wobei man hier schon gute Chancen hat, wenn der Estrich gerade mal 7 oder 8 cm hat, denn es gibt schon recht flache Systeme. Ob die dann wg. Ablaufleistung wirklich empfehlenswert sind - keine Ahnung. Merke ich dann in ein paar Jahren ...
    (z.B. Herstellerangabe Duschablaufrinne: "Aufbauhöhe Unterkante Ablauf bis Oberkante Duschrinne = 68,5 mm"; aber zugegeben, ist nur DN 40).
     
  21. #20 dots, 12.11.2017
    Zuletzt bearbeitet: 12.11.2017
    dots

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    Mir schon. Bei dir hörte sich das ...
    .. nicht danach an. Und das hört sich immer noch danach an. Aber gut, wenn du das nicht so gemeint hast, ist das auch okay.

    Aus wirklichem Interesse: Weißt du noch wo?

    Ich meinte die Antwort auch ernst. Bitte. Stören dich die vielen Satzzeichen in meiner Antwort? Die in deiner Frage auch?
     
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