von 20% auf aktuell 75% (bzw. in Zukunft nahezu 100%) Rohrwärme

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von aldemar, 25.07.2012.

  1. #1 aldemar, 25.07.2012
    aldemar

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    In unserer Wohnanlage (8 Parteien) steigerte sich der Anteil der nicht erfassten Rohrwärme (Ölzentralheizung) in den letzten 5 Jahren von 20% auf 75%.
    Grund dafür ist, dass die meisten Mieter auf alternative Heizquellen (Holz, Strom) umgestiegen sind, das jeweilige Heizungstrangrohr abdrehen und der Wärmemengenzähler dann nichts mehr misst. Mittlerweile kostet ein abgerechnetes Megawatt (Preis/Einheit) nahezu 300€. Es wird nicht mehr lange dauern bis alle Mieter ihre Heizrohre abdrehen. Die abgerechneten Megawattkosten (Preis/Einheit) könnten sich im Extremfall auf Hunderttausende Euro belaufen, wenn z.B. insgesamt dann nur mehr 0,01 MW erfasst werden, bei Ölverbrauchskosten von 3000€.

    Aktuell liegt der Verbrauchsanteil bei gut 8 MW, der zu 90% auf 2 Mieter entfällt.
    Die nicht erfasste Rohrwärme beträgt 75%.

    Die HKVO und die DIN 2077 hilft zur Aufrechterhaltung des Hausfriedens wenig. Meine Idee ist es nun, den Anteil der Rohrwärme auf alle Parteien nach Quadratmeter aufzuteilen. Ist sowas durchsetzbar?
     
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  3. #2 Christian, 25.07.2012
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    Hallo,

    was ist denn mietvertraglich mit den Mietern vereinbart? Das muss nicht bei allen Mietern das selbe sein ...
    Das ist m.E. das einzige, was durchsetzbar ist.

    Gruß,
    Christian
     
  4. #3 aldemar, 25.07.2012
    Zuletzt bearbeitet: 25.07.2012
    aldemar

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    Mit allen Mietern ist ein Umlageschlüssel von 30/70 für die Heizkosten vereinbart.
    Im Extremfall kann also passieren, dass ein Mieter bei einem Verbrauch von z.B. 0,2 MW
    2000€ Verbrauchskosten zahlen muss, wenn die anderen Mieter jeweils nur 0,001 MW Verbrauch,
    d.h. 10€ Verbrauchskosten hatten.
     
  5. #4 Christian, 25.07.2012
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    Hallo aldemar,

    du wirst für jede erdenkliche Art, Kosten zu verteilen, einen Fall konstruieren können, der nach gesundem Menschenverstand für mindestens einen Beteiligten "ungerecht" ist.

    Letztendlich zählt, was vereinbart ist - also der Vertrag. Wenn so abgerechnet werden soll, ist so abzurechnen, auch wenn es ungerecht erscheint.

    Rein rechtlich ist das m.E. überhaupt nciht zu beanstanden.

    Gruß,
    Christian
     
  6. #5 aldemar, 25.07.2012
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    Rein rechtlich mag es ja in Ordung sein. Aber es wird bei diesen Preisen kein Mieter mehr die Ölheizung nutzen.
    Selbst die Stromheizung ist bei ca. 200€/MWh um ein Drittel günstiger als die Ölheizung (aktuell 300€/MWh).
     
  7. #6 Christian, 25.07.2012
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    Ja und?
    Gut, man könnte da was machen, wenn man will - aber wozu?
    Wenn die Mieter sich dagegen entscheiden, die Ölheizung zu nutzen, dann ist das halt so.

    Ich denke, daß man sich mehr Probleme einhandelt, wenn man das einmal vertraglich vereinbarte ändert oder bewusst dagegen verstößt - es wird immer min. einen geben, der vorher besser dastand, und dieser jemand hätte m.E. vor Gericht gute Karten.

    Um es ganz krass zu formulieren: Daran hätte der Mieter (und der Vermieter!) halt vor Abschluss des Vertrages denken müssen und dann ggf. den Vertrag nicht abschließen dürfen!

    Gruß,
    Christian
     
  8. Heizer

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    @Cristian: Was die Heizkosten angeht ist es recht unerheblich was im Mietvertrag steht. Die HKVO hat Vorrang.

    @TE: Deine Idee ist um Grunde genau das was die 2077 macht. Die nicht erfaßte Rohrwärme nach Fläche zu verteilen. Alternativ wäre eine Schlüsseländerung auf 50:50 möglich. Egal was im Mietvertrag vereinbart ist. Nur muss die Änderung vorher angekündigt werden. Die Abrechnung nach 2077 nicht.
     
  9. #8 aldemar, 26.07.2012
    aldemar

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    Eine Schlüsseländerung geht wg. HKVO leider nicht mehr.
    Wir hatten bis vor 2 Jahren 50/50 und bei 50€/MWh war die Welt ja noch in Ordnung.

    Jetzt sieht es so aus, dass die Nutzung der Ölheizung bei Verbrauchskosten von 300€/MWh wirtschaftlich nicht mehr vertretbar ist.

    Wenn die Rohrwärmekosten nicht entsprechend auf die Wohnfläche aufgeteilt werden können, wird die Ölheizung diesen oder nächsten Winter vermutlich obsolet.
     
  10. #9 Papabär, 01.08.2012
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    Strom verstehe ich ja ... aber Holz? --> Klar, gibt ´ne tolle & meist preisgünstige Wärme, keine Frage - aber machen Deine Mieter ein Lagerfeuer in den Wohnungen - oder hast Du die Wohnungen mit geeigneten Einzelfeuerstätten ausgestattet? Was sagt denn der BSFM dazu?
     
  11. #10 aldemar, 01.08.2012
    aldemar

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    Die Mieter haben sich ganz einfach Kaminöfen zugelegt.
     
  12. #11 Papabär, 01.08.2012
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    Und der Bezirksschornie hat die abgenommen? Die Wohngebäudeversicherung ist darüber informiert?
     
  13. #12 aldemar, 01.08.2012
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    Zu Abnahme und Versicherung kann ich nichts sagen, da ich selbst nur Mieter bin.
    Der Vermieter verkauft das Holz sogar den Mietern.

    Danke, jetzt weiss ich auch, warum die WGV vor zwei Jahren um 30% gestiegen ist.
    Da frage ich mich sofort, ob die Nicht-Holzheizer die Mehrprämie mittragen müssen.
     
  14. Heizer

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    Ja müssen sie. Es gibt nämlich keinen Rechtsanspruch auf eine Schlüsseländerung oder die Korrektur nach 2077. Nur wenn es unbillig wird, hast Du vor Gericht eine Chance. Wo die Grenze dazu liegt hängt vom Einzelfall und dem Richter ab.
     
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