Vorauszahlung soll nicht Anerkant werden.

Dieses Thema im Forum "Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan" wurde erstellt von Okto, 14.04.2010.

  1. Okto

    Okto Benutzer

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    Hallo zusammen,

    folgender Sachverhalt.

    Eigentumswohnung gekauft und mit Datum 14.01.2009 im Grundbuch eingetragen.

    Die Geminschaft hat im Oktober 2008 eine Öllieferung erhalten und auch gleich in 2008 bezahlt.

    Leider gab es in dieser Zeit keine Heizkostenverteiler, so das ein wirklicher Verbrauch nicht zu ermitteln war. (Diese sind erst seit 01.01.2010 installiert)

    Nun hat der Miteigentümer der im Jahre 2008 das Öl bezahlt hat, vom mir im Januar 2009 einen Betrag x für das Öl bekommen.
    Was aus meienr Sicht ja auch "Normal" ist, denn er braucht ja auch Öl für Heizung und Warmwasser.

    Bei der Abrechnung 2009 hat der Verwalter diesen betrag X bei den Hausgeldzahlungen nicht mit berücksichtigt und meint die Abrechnung 2008 sei Abgeschlossen und bei der Versammlung wurde diese einstimmig angenommen.

    Nun stehe ich vor großen Problemen und soll für 2009 in etwa den glechen Betrag Nachzahlen, den ich in 2009 dem Miteigentümer gegeben habe.


    Nun meine Frage, ist es richtig das der Verwalter die Zahlung in Jahr 2008 einbucht?
    Oder muss er den von mir bezahlten Betrag als reguläre Hausgeldzahlung 2009 berücksichtigen?

    In der diesejährigen Versammlung wurde die Abrechnung 2009 mit 2 zu 1 Stimmen angenommen.

    Habe ich hier eine Chance den Beschluss für ungültig erklären zu lassen und muss der Verwalter die Abrechnung neu erstellen?

    Über eine rasche Antwort würde ich mich freuen und bedanke mich im voraus!
     
  2. AdMan

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  3. RMHV

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    Die Jahresabrechnung der Gemeinschaft mussen sämtlliche Einnahmen und Ausgaben des Jahres ausweisen. Sieht man es eng, entspricht die Verbuchung der Zahlung auf das Vorjahr also nicht ordnungsgemäßer Verwaltung.

    Prinzipiell dürfte im Anfechtungsverfahren durchaus Aussicht auf Erfolg bestehen. Eine Garantie gibt es allerdings nicht. Insbesondere könnte das Gericht entscheiden, dass die Forderung nach erneuter Anrechnung einer Vorauszahlung, die schon 2008 - wenn auch fälschlicherweise - als Vorauszahlung abgerechnet wurde, rechtsmissbräuchlich ist. Sollte das Gericht der Klage stattgeben, könnte alternativ auch die Eigentümerversammlung den Beschluss die Abrechnung für 2008 aufheben und eine entsprechend geänderte Abrechnung beschließen. Der wirtschaftlicher Erfolg des klagenden Eigentümers wäre in beiden Fällen genau Null. Ob sich der Aufstand lohnt?

    Ich verkenne selbstverständlich nicht, dass die Kosten für 2008 letztlich vom Voreigentümer zu tragen sein werden. Das betrifft aber ausschließlich das Verhältnis der Kaufvertragsparteien und nicht das Verhältnis des Eigentümers zur Gemeinschaft. Falls die Gemeinschaft für 2008 - fehlerhafterweise - mit dem Voreigentümer abgerechnet hat, scheint mir der Versuch einer Problemlösung zwischen den Beteiligten des Kaufvertrags durchaus sinnvoll.
     
  4. Okto

    Okto Benutzer

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    Hallo RMHV,

    nach Androhung der Anfechtunmg bezüglich der Abrechnung 2009 und meiner geleisteten Zahlung in 2009, wird der Verwalter nun die Abrechnung neu erstellen. Sieht aber gefahr, dass die anderen Miteigentümer diese dann nicht zustimmen werden.

    Die Abrechnung als solches ist nun einwandfrei
    Statt meiner Nachzahlung ergibt sich für mich ein Guhaben.
    Schön und Gut.
    Der Miteigentümer dem ich Anfang 2009 die Barzahlung gegeben habe, hat jetzt eine Nachzahlung und wird der Abrechnung mit dem dritten Miteigentümer (der Sohn) nicht zustimmen.
    Somit würde ein Abstimmungsergebniss vom 1 zu 2 erziehlt.

    Was macht man in einer Solchen Situation?
    Die Abrechnung ist wirklich in Ornung, nicht etwa weil ich nun ein Guthaben habe, nein, die erste war bis auf meine Barzahlung auch vollig okay.

    Muss die Abrechnung dann wieder neu berechnet werden? Oder hat sie auch ohne Zustimmung Gültigkeit?
     
  5. #4 Michael_62, 16.04.2010
    Michael_62

    Michael_62 Erfahrener Benutzer

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    Bitte lese nochmal.

    Die Kostentragung in der WEG und dein Vertragsverhältnis zum Voreigentümer sind zwei Paar Schuhe.
    Die ganzen Probleme kommen daher, dass du da vermischst.

    Lass die WEG weg, und rechne mit dem Voreigentümer direkt ab. Wenn du da einen Fehler im Notarvertrag hast, dann nimm die Haftpflicht des Notares in Anspruch.
    :wink
     
  6. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Erst mal das Hirn einschalten... :help
    Es ist immer das gleiche. Wer der Meinung ist, ein Beschluss würde nicht ordnungsgemäßer Verwaltung entsprechen, wird diesen fristgerecht anfechten müssen. Das gilt auch bei der Ablehnung von Beschlussanträgen.

    Hier verstellt das Wunschdenken offenbar den Blick für die Realitäten. Wie sonst könnte man auf die geradezu wahnsinnige Idee kommen, dass eine wunschgemäße Abrechnung auch ohne Beschluss gültig sein könnte :?

    Über die Abrechnung entscheiden die Eigentümer durch Mehrheitsbeschluss. Erst der Mehrheitsbeschluss macht aus einer (vom Verwalter erstellten) Vorlage eine Abrechnung, die für alle Eigentümer verbindlich ist.

    Lehnen die Eigentümer die Vorlage ab, wird der Verwalter sich entscheiden müssen, ob er die Ablehnung seiner objektiv richtigen Abrechnung selbst anfechten will oder ob er dem Willen der Mehrheit folgt und eine wunschgemäße Abrechnung zur Beschlussfassung vorlegt.
     
  7. #6 Michael_62, 17.04.2010
    Michael_62

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    Im Normalfalle, dass der Verwalter versichert ist, wird er in der Regel dem Wunsch der Mehrheit nicht folgen können, da er sonst gegen die Grundsätze ordnungsgemässer Buchführung verstösst.
    Dies würde ihn meines Erachtens nach in eine Haftungsfalle dem benachteiligten Eigentümer gegenüber führen, den seine Versicherung nicht deckt.

    Wenn er die Eigentümer jedoch klar vor Beschlussabstimmung auf die buchhalterische und rechtliche Unzulässigkeit Ihres Beschlusses hingewiesen hat, sollte er aus dem Schneider sein. :wink
     
Thema: Vorauszahlung soll nicht Anerkant werden.
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