Vorgehen und Erwebskosten bei Zweifamilienhaus

Diskutiere Vorgehen und Erwebskosten bei Zweifamilienhaus im Immobilien - Erwerb/Veräußerung im Inland Forum im Bereich Immobilien Forum; Ein Zweifamilienhaus gehört einem Alleineigentümer. Es ist nicht in Wohnungseigentum geteilt. Der Eigentümer möchte das Erdgeschoss kurzfristig...

  1. heineu

    heineu Benutzer

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    Ein Zweifamilienhaus gehört einem Alleineigentümer. Es ist nicht in Wohnungseigentum geteilt.

    Der Eigentümer möchte das Erdgeschoss kurzfristig freimachen und dies ca. zum halben Preis verkaufen inkl. Aussenanlagen. Er wohnt derzeit noch im Obergeschoss, sucht eine Wohnung in einer anderen Stadt und will den Rest des Zweifamilienhauses (Obergeschoss + Keller) dann, sobald er umgezogen ist, zum Restkaufpreis auf den Käufer übertragen. Sein Umzug kann sich 6 bis 12 Monate hinziehen, aber der Verkäufer garantiert, spätestens dann zu räumen.

    Fallen bei einem stufenweisen Eigentumsübergang höhere Beurkundungs- und Eintragungskosten an gegenüber dem sofortigen Eigentumsübergang des gesamten Zweifamilienhauses? Die Grunderwerbsteuer dürfte wegen des linearen Steuersatzes die gleiche sein.
     
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  3. Andres

    Andres
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    Den gibt es nicht, womit sich der ganze Rest der Frage erledigt. Man kann aus dem Eigentum an einem Grundstück nicht einzelne Teile herauslösen, weder Wohnungen noch Stellplätze, Gartenparzellen oder andere Einheiten, zumindest nicht ohne Teilungserklärung. Immobilien nehmen in dieser Hinsicht eine besondere Rolle ein. Niemand hält meinen Bäcker davon ab, mir halbe Brötchen zu verkaufen, aber mit Grundstücken und deren Bebauung geht das eben nicht.

    Frei aufteilbar wären z.B. Nutzungsrechte und in dieser Richtung liegt auch eine sinnvolle Lösung des Grundproblems: Ein Kaufvertrag mit Eigentums- und/oder Besitzübergang zu einem Zeitpunkt in einer (selbst äußerst) fernen Zukunft, ist kein Problem. Was du hier schilderst, ist dagegen unmöglich.
     
  4. Ferdl

    Ferdl Erfahrener Benutzer

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    Wie Andres schreibt, der Eigentumsübergang geht nur in einem Stück, Besitzübergang und Kaufpreiszahlung sind frei verhandelbar, das ganze lässt sich auch Grundbuchlich absichern. Ziehe unbedingt einen Fachanwalt für die Vertragsgestaltung zu Rate. Da lauern böse Fallstricke, die man als Laie überhaupt nicht wahrnimmt.
     
  5. heineu

    heineu Benutzer

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    Vielen Dank an Euch beide.

    Fachanwalt zusätzlich zum Notar? Muss der Notar nicht immer auch beide Seiten beraten?
     
  6. Andres

    Andres
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    Der Umfang der Beratungspflicht eines Notars wird gerne deutlich überschätzt. Der Notar muss den Vertrag so errichten, wie ihm die Vertragsparteien ihr Anliegen schildern. Er muss über gängige Risiken aufklären. Spätestens wenn es aber um die Frage geht, welche Gestaltung man überhaupt haben will (also wie hier: verzögerter Besitzübergang, Eigentumsübergang, verzögerte Kaufpreiszahlung oder doch lieber sofortige Abwicklung gegen Nutzungsrecht, entgeltlich oder nicht?), ist der Notar am Ende. Dann möchstest du jemanden haben, der ausschließlich deinen Interessen verpflichtet ist.
     
  7. Ferdl

    Ferdl Erfahrener Benutzer

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    Der Notar berät dich was rechtlich möglich ist, der Anwalt welche Auswirkungen das ganze haben kann.
    Steuerberater ist sicher auch nicht verkehrt, da kann man sicher auch einiges falsch machen.
    An der Beratung zu sparen ist am falschen Ende gespart. Fehlentscheidungen können dir wirtschaftlich das Genick brechen.
     
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