Vormieter bringt Wand- und Deckenverkleidung an

Diskutiere Vormieter bringt Wand- und Deckenverkleidung an im Renovierung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo zusammen, ein Mieter bringt an Wänden und Decken irgendwelche Verkleidungen an. Hier speziell im Bad. Er lässt sie beim Auszug drin. Vor...

  1. #1 Ich-bin-es, 18.08.2018
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    Hallo zusammen,

    ein Mieter bringt an Wänden und Decken irgendwelche Verkleidungen an. Hier speziell im Bad. Er lässt sie beim Auszug drin. Vor meiner Zeit. Nun reklamiert der Nachmieter, dass diese Verkleidung marode ist. Ist sie auch. Wer ist zuständig für die Renovierung? Wenn ich, wie muss ich in der Zukunft die Übergabe von solchen Sachen besser regeln?

    Hintergrund: in zwei Jahren, wenn die Sperrfrist für den anschaffungsnahmen Aufwand vorbei ist, sollen da ohnehin nur Bäder rein. Insofern möchte ich da nur noch wenig ausgeben.

    Gruß
    Karin
     
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  3. #2 Ich-bin-es, 18.08.2018
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    Neue Bäder mein ich
     
  4. Berny

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    Das dürftest (jetzt) Du sein.
     
  5. Andres

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    Du. Bei der Neuvermietung durfte der Mieter mangels anderweitiger Vereinbarungen davon ausgehen, dass er die Wohnung "wie sie ist" gemietet hat, also einschließlich der Wandverkleidung. Durch den Erwerb bist du in die Rechtsposition des damaligen Vermieters eingetreten.


    In dieser Konstellation: gar nicht. Das ist ein mehr oder weniger unvermeidliches Risiko beim Kauf von Bestandsimmobilien. Man kauft eben das Gesamtpakte einschließlich aller nachteiliger Entscheidungen der Voreigentümer. Das ist einer der Gründe, weshalb man selbst für eine erstklassig erhaltene gebrauchte Wohnung niemals den Preis eines Neubaus zahlen sollte.

    Einigermaßen vermeidbar ist das Problem um solche EInbauten (insgesamt, also nicht nur von Wand- und Deckenverkleidungen) nur, wenn du spätestens bei Rückgabe durch den Vormieter bereits Eigentümer bist. Es gibt dann drei grundsätzliche Ansätze:
    1. Man gestattet den Einbau von Anfang an nicht. Problematisch dabei ist, dass der Mieter auf einige Gestaltungen (dazu können auch Wandverkleidungen gehören) im Rahmen der üblichen Nutzung der Mietsache Anspruch haben kann.
    2. Man fordert den Rückbau bei Auszug. Bei erlaubnispflichtigen Umbauten sollte das schon mit der Gestattung vereinbart werden, aber auch sonst stehen die Chancen nicht schlecht, den Mieter dazu zu verpflichten. Allgemeine vertragliche Vereinbarungen zu dieser Thematik ("Ausführungsart") sind eher unwirksam, z.B. BGH VIII ZR 237/11.
    3. Man übernimmt die Umbauten und verkauft bzw. verschenkt sie an den nächsten Mieter. Ob das im Einzelfall wirksam ist, ist nicht immer ganz einfach zu erkennen. Für die vom Mieter eingezogene Leichtbauwand wird das eher nicht möglich sein (untrennbar mit dem Gebäude verbunden), für den schwimmend verlegten Bodenbelag kommt das schon eher in Betracht. Die Wandverkleidung liegt da mal schön in der Mitte ...
    Aus meiner Sicht bietet sich eine Kombination aus 1 und 2 an: Möglichst wenig erlauben (wenn die Wohnung nicht gefällt, gibt es andere) und möglichst viel bei Auszug rückbauen lassen. Variante 3 landet hier regelmäßig im Forum, weil (mindestens) eine der beiden Parteien überhaupt keine Vorstellung davon hat, wer nun eigentlich was tun darf/kann/muss.
     
  6. #5 Ich-bin-es, 18.08.2018
    Ich-bin-es

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    Danke. Mir scheint am besten solche Einbauten erst gar nicht zuzulassen. Sonst hat man es irgendwie dann an der Backe. In diesem Fall vermutet der Mieter sogar Schimmel hinter der Verkleidung. Holzverkleidung im Bad ohne Lüftung dahinter. Kann ich mir auch gut vorstellen. Und klar - ich muss das jetzt sanieren, auch den Schimmel.
     
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  8. #6 immodream, 18.08.2018
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    Hallo Ich -bin -Es,
    ich bin ja auch mehrfach nur durch Schaden klug geworden.
    Deshalb versuche ich " Verschönerungen " in den Wohnungen durch den Mieter zu vermeiden.
    Problematisch ist immer, wenn ein Nachmieter die Verschönerungen ( z. B. Holzdecken ) schön findet und man daher dem Vormieter auch nicht erklären kann, warum er die Einbauten heraus reißen soll.
    Nachdem solche Decken fast meine neuen Mieter erschlagen haben und ich bei bewohnter Wohnung die Konstruktion neu befestigen mußte,
    nehme ich vom Vormieter soviel Geld von der Kaution ( oder auch notfalls die komplette Kaution ), um diese Konstruktionen notfalls zu entsorgen oder wenigstens nachzubessern.
    In deinem Fall bist du die " Dumme ".
    Ein Mieter meines Sohnes fragte " darf ich einen Sternenhimmel für meine Frau im Schlafzimmer einziehen " Antwort " Nein " , was macht der Mieter, baut eine Decke ein.
    Frage " darf ich das Wohnzimmer fliesen " Antwort " Nein ".
    Was macht der Mieter , fliest sein Wohnzimmer, dann gehen ihm noch die Fliesen aus und dann wird der Rest noch mit einer anderen Fliese gefliest.
    Mieter zieht nach 2 Jahren aus, geht nur noch "Schwarz" arbeiten bekommt Hartz4 , wohnt die Kaution ab und wir dürfen den Sternenhimmel und die Fliesen mitsamt der Spanplatte entsorgen.
    Da nützen auch keine Verbote.
    Da der Mieter inzwischen als Türsteher für eine Rockergruppe "arbeitete ", haben wir dann auch großzügiger Weise darauf verzichtet , unsere Ansprüche durchzusetzen .
    Grüße
    Immodream
     
  9. Andres

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    Das mit dem Schimmel ist wenig überraschend. Sogar wenn man baulich eine Hinterlüftung vorsieht, bleiben Deckenpaneele im Feuchtraum ein Risikofaktor. Nachdem der Mieter nun zwangsläufig für das Problem sensibilisiert ist, würde ich mal sondieren, ob der Mieter auch mit einer anderen Gestaltung zufrieden wäre - mit etwas Fingerspitzengefühl sollte es ja möglich sein, dem Mieter zu vermitteln, dass die Deckenverkleidung nicht gerade die beste Lösung ist. Wenn der Mieter mit einer einfach verputzten Decke und gefliesten Wänden zufrieden ist, hätte man wenigstens technisch eine sinnvolle Lösung erreicht.


    Wer sich noch gefragt hat, warum diese Bestimmung auch "Sanierungsstau-Paragraf" heißt ...
     
    immodream gefällt das.
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