Vorzeitiger Auszug nach Eigenbedarfskündigung

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von Falke007, 21.02.2008.

  1. #1 Falke007, 21.02.2008
    Falke007

    Falke007 Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    vielleicht könnts Ihr uns helfen!

    Wir haben eine Wohnung gekauft, die aber noch vermietet ist. Die Mieter wohnen schon eine ganze Ecke da drin. Die Kündigungsfrist haben wir schon von unserem Anwalt checken lassen.

    Wir müssen den Mietern zum 30.09.2009 kündigen.

    Nun unsere Frage:

    Sollten die Mieter beispielsweise kurzfristig was neues finden sagen wir in 1 Monat, müssen die dann noch extra kündigen? Wenn ja, mit was für einer Frist (unsere Kündigungsfrist beträgt 12 Monate zum 30.09 eines Jahres?

    Oder können die einfach ohne zu kündigen raus??? egal wann sie wollen!

    Wäre wirklich dringend!
     
  2. AdMan

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  3. RMHV

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    Das Mietverhältnis endet mit dem Ablauf der Kündigungsfrist. Das gilt ohne jede Einschränkung auch dann, wenn die Kündigung vom Vermieter ausgespochen wurde.
    Selbstverständlich hat der Mieter bis zum Ende des Mietverhältnisses auch die Miete einschließlich vereinbarter Betriebskosten zu zahlen.

    Die gesetzliche Kündigungsfrist für den Mieter sind 3 Monate. Kürzere Fristen oder ein Kündigungsausschluss für jeweils 12 Monate könnten vereinbart sein. Ob der Mieter überhaupt zu einem früheren Termin kündigen kann, hängt von den bestehenden Vereinbarungen ab.

    Es stellt sich allerdings die Frage, ob der Vermieter bei einer Eigenbedarfskündigung auf die Einhaltung der Kündigungsfrist durch den Mieter bestehen sollte. Wenn der Mieter auf einen kurzfristigen Termin eine neue Wohnung gefunden hat und auszieht, steht die Wohnung dem Vermieter zur Verfügung. Muss der Mieter die Kündigungsfrist einhalten, wird er diese Wohnung vielleicht nicht anmieten. Ob er dann auf einen späteren Termin wieder eine Wohnung findet und fristgerecht auszieht, ist erst mal ungewiss.
     
  4. #3 Falke007, 22.02.2008
    Falke007

    Falke007 Neuer Benutzer

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    Vielen Dank für die konkrete Antwort!
     
  5. #4 gr.9846, 23.02.2008
    gr.9846

    gr.9846 Erfahrener Benutzer

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    ich kann RMHV nur zustimmen. Uns ging es ähnlich. Wir wollten dem Mieter mit einer Frist von sechs Monaten kündigen. Damit der Endtermin nicht auf Weihnachten/Wintermonate fällt, hätte die Eigenbedarfskündigung im Okt. auf Ende April dem Mieter zugestellt werden sollen. Er hat vorher mit seiner 3-Monats-Frist gekündigt.

    Nun ging alles etwas schneller als geplant (Renovierung, Umzug usw.). Letzendlich sind wir aber froh, früher in der Wohnung zu sein.
     
  6. Emhate

    Emhate Neuer Benutzer

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    Hallo,

    jetzt muß ich nochmal nachfragen.
    Ich möchte meinem Mieter mit einer 9-monatigen Frist wegen Eigenbedarf kündigen.
    Hat der denn jetzt die Möglichkeit früher auszuziehen ?
    Mir liegt nämlich gar nichts daran,ganz im Gegenteil möchte ich auf das Geld nicht verzichten und meine Tochter kommt auch erst dann aus dem Ausland zurück.
    Ich habe den Zeitpunkt meiner Kündigungsaussprechung ja extra darauf ausgerichtet.

    ciao Emhate
     
  7. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Also dann noch mal...

    Selbstverständlich hat der Mieter die Möglichkeit, zu jedem beliegen Zeitpunkt auszuziehen. Ein Mietverhältnis ist das Recht zur Nutzung der Mietsache, nicht die Pflicht oder anders formuliert: eine Mietwohnung ist kein Gefängnis.
    Ein Auszug beendet allerdings keinesfalls das Mietverhältnis.


    Der Vermieter kann selbstverständlich auf Mietzahlung bis zum Ablauf der Kündigungsfrist bestehen.

    Die Frage, die sich der auf Eigenbedarf kündigende Vermieter allerdings stellen sollte ist, ob ein Festhalten des Mieters den eigenen Interessen dient oder ob es eher schädlich ist.
    Das mögliche Szenario erfordert eigentlich gar nicht sehr viel Phantasie: Das Interesse des Vermieters ist die Verfügung über die Mietsache zu erlangen bei gleichzeitiger erzielung möglichst hoher Einnahmen.
    Der gekündigte Mieter findet nun zu irgendeinem Zeitpunkt vor Ablauf der Kündigungsfrist eine neue Wohnung und nöchte das Mietverhältnis vorzeitig beenden. Der Vermieter lehnt ab. Da der Mieter keinesfalls doppelt Miete zahlen will/kann schließt er keinen Mietvertrag neu ab und sucht weiter. Falls der Mieter aber nun keine neue Wohnung findet, die er termingerecht anmieten kann, wird er der Kündigung widersprechen und Fortsezung verlangen unter Verweis auf die fehlende Ersatzwohnung. Damit hätte der Vermieter zwar die Einnahmen bis zum Ablauf der Kündigungsfrist und auch noch darüber hinaus. Sein eigentliches Hauptziel, nämlich in den Besitz der Mietsache zu kommen hätte der Vermieter allerdings weit verfehlt.

    Jeder wird also für sich selbst das Risiko einschätzen und seine persönlichen Prioritäten setzen müssen.
     
  8. Emhate

    Emhate Neuer Benutzer

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    :wand: Da bin ich ja direkt wieder `reingetappt!

    :? Und das geht dann so einfach?
    Schließlich hat er ja lange genug Zeit, sich etwas Passendes zu finden - genau dafür hat er ja wohl auch die lange Kündigungsfrist,oder?
    Ich muß diese lange Frist gewähren und soll dann auf mein Geld verzichten und wenn er doppelt zahlen muß ist das dann ein Problem.Also irgendetwas stimmt da doch nicht.
    Meine Tochter muß einen Job kündigen, eine Wohnung und noch vieles Anderes auf diesen Termin abstimmen - ganz zu schweigen von dem neuen Job, den sie auch nicht einfach so widersprechen kann und mal einfach so einen oder zwei Monate später beginnen kann.
    Und dann kann der Mieter Fortsetzung des Mietverhältnis verlangen.Also dann bitte auch für Vermieter 3-monatige Kündigungsfrist, dann kann ich auch nur drei Monatsmieten verlieren und nicht neun oder noch einige mehr.
    Ist das denn wirklich so, daß nur der Mieter zu seinem Wunschtermin ohne Geldeinbußen das Mietverhältnis kündigen kann?
    Ist ja wirklich sehr seltsam!

    Dir RMHV und Euch Allen einen schönen 1.Advent !

    ciao Emhate
     
  9. #8 lostcontrol, 30.11.2008
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    nein, auch der mieter hat sich an die kündigungsfristen zu halten. und er muss selbstverständlich auch bis zum ende des mietverhältnisses bezahlen, es sei denn man einigt sich auf einen aufhebungsvertrag.
    wie lange die bei einer mieterseitigen kündigung sind, hängt vom mietvertrag bzw. dem alter des vertragsverhältnisses ab.

    natürlich kann es sein dass der mieter eine kürzere kündigungsfrist hat als der vermieter.
     
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