vorzeitiges Ende des Mietverhältnisses, Mieter stellt Mietzahlungen ein

Dieses Thema im Forum "Mietvertrag über Gewerberäume" wurde erstellt von Wired, 18.05.2013.

  1. Wired

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    Gegeben sei ein befristetes Mietverhältnis bis 2015 und ein erkrankter Mieter.

    Der Mieter erkrankte irgendwann in 2012 und der Vermieter ist mit einer vorzeitigen Beendigung des Mietverhältnisses einverstanden, wenn er einen neuen Mietvertrag abgeschlossen hat. Der Vermieter hat inzwischen mehrere Interessenten für die Räume. Leider bekommt der Mieter das mit der Räumung nicht hin und reagiert nicht auf die Angebote des Vermieters die Räumung zu übernehmen. Das ganze ist schwierig und auch traurig, die Familie des Mieter ist dran vermutlich schon zerbrochen. Auch wegen einer Erbschaft zahlt der Mieter weiterhin seine Miete und präsentiert immer wieder neue Räumungstermine. Ansonsten passiert nichts. Die Miete für Mai 2013 hat der Mieter nun nicht gezahlt.

    Was tun? Mit Räumung drohen hat keinen Sinn. Bleibt nur eine Klage auf Erfüllung des Vertrags?
     
  2. AdMan

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  3. Berny

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    Halte ich für sinn- und zwecklos, denn der Vertrag existiert ja.
    Ich würde mich mit ihm arrangieren um einen stresslosen Auszug zu erreichen.
     
  4. Wired

    Wired Erfahrener Benutzer

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    Dieser Versuch ist gemacht. Es fehlt die "Mitarbeit" des vermutlich alkoholkranken Mieters.

    Die Frage ist einerseits, wie man den Vertrag sonst durchsetzt und andererseits, wie man mit einem Mieter umgeht, der sich wie der sprichwörtliche Vogel-Strauss verhält - wenn die Kündigung nicht als Drohkulisse funktioniert.
     
  5. kathi

    kathi Gesperrt

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    Irgendwie versteh ich die Situation nicht ganz:
    Der Mieter wollte vorzeitig aus dem Mietverhältnis entlassen werden. Dem hast du zugestimmt unter der Bedingung, dass du neue Mieter findest? Die kannst du natürlich nicht finden, wenn der Mieter dir nicht mitteilt, wann er auszuziehen gedenkt.
    Stellt sich doch in erster Linie jetzt die Frage wie lange du das noch mitmachen willst.
    Meiner Meinung nach hast du ein paar Möglichkeiten:
    1. Abwarten bis die zweite Miete nicht kommt, vorher die erste fehlende Miete abmahnen, und dann fristlos, hilfsweise fristgerecht kündigen. Zieht er dann nicht aus, dann Räumungsklage. Wenn von dem Erbe noch was übrig ist, wirst du dein Geld wiedersehen.
    2. Wenn der Mieter nach der ersten Mahnung die Miete nachzahlt, dann entfällt der Kündigungsgrund und das Mietverhältnis geht weiter. Stellt sich wieder die Frage was du dann machen willst.
    a.) Du bleibst bei deinem Angebot und kommst nicht weiter, weil der Mieter es weiterhin nicht auf die Reihe bekommt sich eine neue Wohnung zu suchen und auszuziehen.
    b.) Du ziehst dein Angebot zurück, da der Mieter das Angebot offensichtlich nicht anzunehmen gedenkt und bestehst auf dem offiziellen Vertragsende in 2015.
    c.) Du ziehst dein ursprüngliches Angebot zurück und machst ihm ein neues Angebot, dass der befristete Mietvertrag in einen unbefristeten Mietvertrag mit regulärer Kündigungsfrist abgeändert wird. Hierbei könntest du ihm auch anbieten, dass eine verkürzte Kündigungsfrist von z.B. 1 Monat bei Inanspruchnahme bis z.B. August gilt. Oder dass du dein neues Angebot nur bis z.B. Oktober aufrechterhalten wirst und bei Nichtinanspruchnahme weiterhin das befristete Mietverhältnis gilt. Sollte alles so frei vereinbar sein, da der Mieter dadurch ja keine Nachteile erleidet.
     
  6. Wired

    Wired Erfahrener Benutzer

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    Interessanter Ansatz, das habe ich erhofft.

    1. Ist eine recht unbefriedigende Option, denn sie birgt ein recht hohes Kostenrisiko und vermutlich Leerstand, da erst nach der Klage der Schlüssel kommt und die Mietersuche begonnen werden kann. Es sei denn man verklagt den Mieter im Anschluss auf Mietausfall bis zur Neuvermietung. Meine Erfahrung sagt jedoch, dass derartige Verfahren durch die Gerichts- und Anwaltskosten selten etwas bringen. Inwieweit der Mieter ausreichend solvent ist, kann man im Vorfeld auch schwer eruieren.

    2.a Das ist der Status quo und der Anlass des Thereads.

    2.b Ist eindeutig problematisch denn dann ist die Privatinsolvenz eine absehbare Perspektive.

    2.c Interessant. Falls ich das richtig erfasse, sehe ich darin aber keinen Vorteil. Eine verkürzte Kündigungsfrist birgt höchstens für den Vermieter das Risiko rechtzeitig keinen neuen Mieter zu finden. Dem Mieter bringt es auch nicht viel, denn unter den aktuellen Bedingungen dürfte spätestens am zweiten Monat nach Schlüsselübergabe das Mietverhältnis enden.

    Das Problem ist, dass rationale Überlegungen für den Mieter offenbar keine Rolle spielen, sonst hätte er nicht über ein Jahr Miete gezahlt ohne sein Geschäft zu betreiben. Ein Szenario "wenn Sie bis xxx nicht übergehen, bestehe ich auf die Erfüllung des Vertrags" macht daher wenig Sinn.
     
  7. kathi

    kathi Gesperrt

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    Was wurde denn jetzt vereinbart? Gar keine Kündigungsfrist? Auch nicht besser. Und wenn der Vermieter jetzt Mieter hat, die noch 1 oder 2 Monate am Ball bleiben, dann passt das doch.

    Wenn das jetzt so vereinbart war. Seltsame Vereinbarung.

    Dass es sich um Gewerberaum handelt wurde bisher nicht erwähnt und ich hatte übersehen, dass du im Unterforum "MV für Gewerberäume" gepostet hattest.

    So würd ich da nicht sehen. Eventuell hat der Mieter sich einfach hängen lassen und wacht mit dem entsprechenden Druck von aussen wieder auf.
    Ansonsten hab ich keine weiteren Ideen. Zahlt der Mieter weiter nicht, dann bleibt dir sowieso nur 1.
     
  8. #7 Pharao, 19.05.2013
    Zuletzt bearbeitet: 19.05.2013
    Pharao

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    Hi,

    ich versteh hier jetzt nicht ganz, wo das Problem ist ?!

    Denn du hast dem Mieter doch hier zugestanden: endweder läuft das Mietverhältnis bis Vertragsende oder er (also der Mieter) kann früher raus, sobald ER einen neuen Mietvertrag abgeschlossen hast.

    Wenn du dem Mieter also so ein tolles Angebot machst, warum suchst du dann jetzt schon Nachmieter, obwohl du noch garnicht sagen kannst, wann der Mieter mal ausziehen wird ?

    Mal abgesehen davon, das m.E. in dieser Vereinbarung noch nicht mal geregelt ist, was ist wenn er einen neuen Vertrag hat ? Ende dann das Mietverhältnis sofort oder zum Monatsende oder zum übernächsten Monat oder erst wenn du einen Nachmieter hast oder .... ?

    Naja, wie der Mieter das Geld aufbringt für die Miete, das muss dir eigentlich egal sein. Hauptsache die Miete geht jeden Monat pünktlich ein.

    Und wegen den immer neuen Räumungsterminen: naja, entweder das Angebot irgendwann mal zurückziehen (wobei eigentlich der Mieter hier nicht gegen eure Vereinbarung verstößt) oder dem Mieter mal sagen, er soll sich erst wieder bei dir melden, wenn er einen wirklich sicheren Termin auch benennen kann.


    Das ist jetzt eine ganz andere Baustelle und hat mit der gemachten Vereinbarung erstmal garnix zu tun. Das dies nicht hinnehmbar ist, da sind wir uns sicherlich einig, also Abmahnen.

    Noch gibt es auch keinen Grund hier den Mieter rechtlich überhaupt auf Räumung zu verklagen. Grob gesagt, noch befindet sich der Mieter nur mit einer Monatsmiete im Rückstand, sodass du ihm zum jetzigen Zeitpunkt i.d.R. nicht kündigen kannst. Und da auch der Mieter hier nicht gekündigt hat bzw nicht kündigen kann (je nach Vertrag), bleibt also das Mietverhältnis weiter bestehen.
     
  9. dandy5

    dandy5 Neuer Benutzer

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    So wie ich es verstanden habe, zahlt er weiterhin seine Miete. Auch wenn für den Monat Mai etwas später dran ist, sehe ich kein Grund so ein TamTam zu machen.
     
  10. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Eben. Also erst mal den Anfang Juni abwarten.
     
  11. Lutz61

    Lutz61 Neuer Benutzer

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    Ich würde auch erstmal abwarten, ob die Zahlung noch erfolgt. Finde das auch erschreckend in welch hilfloser Position man sich heutzutage als Vermieter befindet. Ansonsten ist das beste ein ernsthaftes Gespräch zu suchen und dabei versuchen sachlich und emotionslos zu sein. Evtl auch mit einem schlichter. Rechtlich wird es da eher schwierig.
     
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