Wärmebildkameras - Macht eine Anschaffung Sinn?

Diskutiere Wärmebildkameras - Macht eine Anschaffung Sinn? im Bautechnik Forum im Bereich Technische Abteilung; Hallo! Erstmal vorweg, ich hoffe das hier ist das richtige Forum. Falls nicht, bitte verschieben und nicht böse sein. :smile001: So, nun zu...

  1. #1 FlachdachOlli, 05.05.2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 06.05.2014
    FlachdachOlli

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    Hallo!

    Erstmal vorweg, ich hoffe das hier ist das richtige Forum. Falls nicht, bitte verschieben und nicht böse sein. :smile001:
    So, nun zu meinem Anliegen.

    Kleine Vorgeschichte:
    Ich plane mir Ende des Jahres ein paar Immobilien zuzulegen (kleine MFH oder EFH).
    Dabei möchte ich (neben einem guten Allgemeinzustand) viel Wert auf eine hohe Energieeffizienz legen. Besonders auf die Wärmedämmung, da ich in der Vergangenheit ein paar schlechte Erfahrungen mit schlecht gedämmten Häuser bzw. besser gesagt mit schlecht ausgeführten Dämmungsarbeiten gemacht habe.
    Um dem vorzubeugen, möchte ich gerne eine Wärmebildkamera zur Begutachtung der Immobilien mitnehmen. Allerdings bin ich nur Laie und kein Fachmann auf diesem Gebiet. ;)

    Nun meine Fragen:
    1. Ist es für mich als Laien möglich mit einer Wärmebildkamera möglich bauliche Mängel wie Wärmebrücken oder ähnliches zu erkennen? Oder gibt es da zu viel Raum für Fehlinterpretationen/-diagnosen? (falls dies der Fall ist, könnt ihr euch das Weiterlesen eigentlich sparen ;) )

    2. Es gibt ja prinzipiell drei Möglichkeiten. Einen Experten mit Kamera mitnehmen, eine Kamera mieten oder eine Kamera kaufen.
    Das erste wird leider zu teuer, wenn ich mehrere Immobilien besichtigen will, die evtl. auch recht weit auseinander liegen. Das kann sich dann auch schonmal über mehrere Tage hinziehen.
    Also bleibt noch Kaufen vs. Mieten. ;)

    Mieten kann man Infrarotkameras ja schon ab ~30 Euro am Tag, wobei das dann auch eher günstigere Geräte sind. Die Preise gehen je nach Gerät aber auch leicht bis über 150 Euro pro Tag. Teilweise gibt es auch eine Mindestmietdauer, z.B. von 3 Tagen.

    Beim Kauf sieht es (nach meinen Erkenntnissen als Laie ;) ) so aus, dass es für 1.000-1.500 Euro bereits Noname-Geräte gibt, die zumindestens auf dem Papier halbwegs mit einigen Markengeräten von Flir, Fluke, etc. mithalten können.

    Bitte korrigiert mich, wenn das so nicht stimmt!
    Die Frage ist nur wie sich die Noname-Geräte im richtigen Einsatz schlagen und wie es mit der Verarbeitung und der Lebensdauer aussieht.

    Natürlich lohnt der Kauf nicht allein für ein paar Tage vor Ort Begutachtungen. Allerdings kann ich das Gerät auch weiterhin für andere Zwecke verwenden und es auch bei eventuellen zukünftigen Begutachtungen einsetzen.

    Was meint ihr dazu?
    Macht es Sinn eine Wärmebildkamera mitzunehmen oder haltet ihr das für überbewertet oder gar überflüssig?
    Und was für Erfahrungen habt ihr mit solchen Geräten gesammelt?


    Ich hoffe ich habe mein Anliegen verständlich dargestellt.

    Grüße Olli
     
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  3. Jobo45

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    Zu welcher Jahreszeit möchtest Du die Immobilien begutachten? Denn die Wärmebildkamera macht nur Sinn wenn zum einen im Haus geheizt und zum anderen die Außenthemperatur deutlich unter der Innentemperatur liegt.
     
  4. Duncan

    Duncan
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    Eine Wärmebildkamera ist für dich teurer Unsinn da du nicht weißt sie einzusetzen und die Werte richtig zu interpretieren.
    Für Detailpunkte ist ein (Laser-)Thermometer und ein Hygrometer eh sinnvoller. Geht vernünftig für 50-100€. Bauphysikalische Grundkenntnisse kann man sich so drauf schaffen, gibt da diverse Fachbücher. Wenn du das nicht schaffst -> Fachmann fragen.

    Gerade bei "Energieeffizienz" (welche Energie wird ab welchem Produktionsschritt beachtet?) und Wärmedämmungen gibt es viel teuren Hokuspokus. Ich halte die Grundsubstanz für deutlich wichtiger. Keller, Bodenanschlüsse, Dächer, problembehaftete Bauteile (Balkone, Dachterrassen,...)

    Insgesamt sollte ein Fachkundiger in die Entscheidung Kauf ja/nein mit einbezogen werden. Nur ein Schielen auf die Wärmedämmung führt zum sauberen Fehlinvestment. Sind auch ein billiges Mittel um gravierende Mängel mal schön zu verstecken, deshalb Wände immer von beiden Seiten inspizieren.
     
  5. #4 FlachdachOlli, 06.05.2014
    FlachdachOlli

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    Danke für die Antworten!

    @Jobo45: Das ganze soll Ende des Jahres passieren. Also sollte man im Normalfall etwas auf den Wärmebildern erkennen können (außer der Klimawandel schlägt wieder zu ;) ).

    @Duncan: Auf den Zustand der Grundsubstanz lege ich natürlich viel Wert. Wärmedämmung und Energieeffizienz kommen dann noch oben drauf. ;)
    Einen Fachmann werde ich auch noch mit einbeziehen, wenn die Kaufentscheidung ansteht.
    Die Kamera war eher mit zur Vorauswahl von Immobilien gedacht. Ich werde mir ja vermutlich nicht nur 2-3 Häuser ansehen.
    Den Hinweis zu Fachbüchern finde ich gut. Ich denke ich werde mich mal ein bisschen mehr mit der Materie befassen. :)
     
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