Wärmemengenzähler, Kalt- und Warmwasserzähler

Diskutiere Wärmemengenzähler, Kalt- und Warmwasserzähler im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo Zusammen, ich benötige Hilfe beim Berechnen/ Erstellen der Nebenkosten. Es geht um meine Immobilie. Sie besteht aus 3 Etagen. Was ich zur...

rsp123

Neuer Benutzer
Dabei seit
26.01.2022
Beiträge
12
Zustimmungen
0
Hallo Zusammen,

ich benötige Hilfe beim Berechnen/ Erstellen der Nebenkosten. Es geht um meine Immobilie. Sie besteht aus 3 Etagen.

Was ich zur Verfügung habe:
Hauptgaszähler
Hauptwasserzähler

Jede Etage hat einen Wärmemengenzähler für die Heizung, sowie einen Warmwasserzähler und einen Kaltwasserzähler.

Für den Wasserverbrauch, kann ich da einfach jeweils die WW und KW aus den Etagen addieren und habe dann in etwa den Gesamtverbrauch des Hauptwasserzählers?

Wie berechne ich den Verbrauch an Gas für warmes Wasser und Wärmemengenzähler, sodass ich die Rechnung für den Hauptgaszähler verteilen kann?

VIelen Dank im Voraus.
 

Newbie15

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
27.04.2015
Beiträge
829
Zustimmungen
337
Seit 2013 ist ein Wärmemengenzähler vor dem Warmwasserspeicher Pflicht. Gibt es den wirklich nicht? Wenn nicht, es gibt eine Formel in der Heizkostenverordnung, mit der man aus dem Warmwasserverbrauch (Volumen) die benötigte Energiemenge schätzen kann. Dann kannst du die Verteilung in Warmwasser und Heizung vornehmen.

Der Stand des Hauptwasserzählers interessiert nur den Versorger. Du nimmst für die Abrechnung einfach den Rechnungsbetrag und verteilst den im Verhältnis der Warm- und Kaltwasserzähler auf die Nutzer. Die Summe der Unterzähler ist in der Regel geringer als die Summe am Hauptwasserzähler.
 

braut

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
17.09.2021
Beiträge
388
Zustimmungen
121
Was ich zur Verfügung habe:
Hauptgaszähler
Hauptwasserzähler

Jede Etage hat einen Wärmemengenzähler für die Heizung, sowie einen Warmwasserzähler und einen Kaltwasserzähler.

Für den Wasserverbrauch, kann ich da einfach jeweils die WW und KW aus den Etagen addieren und habe dann in etwa den Gesamtverbrauch des Hauptwasserzählers?
Hier sollte kein Fragezeichen stehen, sondern ein Ausrufezeichen. Ist es denn so, dass die Summe allerWasserzähler dem Hauptwasserzähler entspricht? Wenn nicht, was ist die Ursache dafür? Ursachen sind üblicherweise Messfehler oder nicht erfasste Entnahmestellen - vor allem Garten und Außenbereich, Waschkeller, aber selbst auch Wasserhähne im Keller. Du kannst versuchen, die Differenz als Allgemeinverbrauch auf die Mietparteien zu verteilen.
Wie berechne ich den Verbrauch an Gas für warmes Wasser und Wärmemengenzähler, sodass ich die Rechnung für den Hauptgaszähler verteilen kann?
Das kommt auf die Funktion der Wärmemengenzähler an. Anteilig von Wärmemengenzähler auf Gasverbrauch umzulegen ist simpler Dreisatz. Wenn aber die Warmwassermenge getrennt von der Wärmemenge erfasst wird, dann brauchst du dafür einen mir bisher unbekannten Umrechnungsfaktor. Der würde sich ergeben aus Menge (durch Zähler erfasst) und Wärmekapazität des Wassers - also der erforderlichen Energie, um von Kaltwassertemperatur auf den Sollwert deiner Warmwassertemperatur zu kommen, das dann multipliziert mit einem Korrekturfaktor für den Wirkungsgrad.

"Experimentell" könnte man den einfach ableiten, wenn man von Ostern bis Oktober die Heizung ganz abstellt und für den Sommerverbrauch Gasverbrauch und Wasserverbrauch protokolliert. Das erfordert also mindestens zweimalige Ablesung der Wasserzähler im Jahr.

Oder habe ich da einen Denkfehler drin? Dass man im Winter größere Verluste an den Warmwasserleitungen hat würde ich ignorieren, weil die zum Großteil über den Grundanteil der Heizung wieder fair zugeordnet werden.
 

Ferdl

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
14.09.2015
Beiträge
2.872
Zustimmungen
1.398
Ort
Westerwald
@Newbie15 hat dass richtig und gut beschrieben.
Weder der Hauptwasserzähler noch der Gaszähler sind für die Betriebskostenabrechnung von Belang.
Wenn tatsächlich kein Wärmemengenzähler fürs Warmwasser vorhanden ist, solltest du den nachrüsten lassen.
 
immobiliensammler

immobiliensammler

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
17.09.2015
Beiträge
7.904
Zustimmungen
4.293
Ort
bei Nürnberg
Gibt es den wirklich nicht? Wenn nicht, es gibt eine Formel in der Heizkostenverordnung, mit der man aus dem Warmwasserverbrauch (Volumen) die benötigte Energiemenge schätzen kann. Dann kannst du die Verteilung in Warmwasser und Heizung vornehmen.

Ist aber inzwischen unzulässig und berechtigt die Mieter, die Kosten pauschal um 15 % zu kürzen! Wie @Ferdl schon schrieb, wenn der WMZ für die Warmwassererwärmung noch nicht da ist: Dringend nachrüsten lassen.

Meines Erachtens sollte der TE sich bei solchen Grundsatzfragen erst mal mit der HeizkostenV vertraut machen oder die Abrechnung gleich fremd erstellen lassen.
 

braut

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
17.09.2021
Beiträge
388
Zustimmungen
121
Seit 2013 ist ein Wärmemengenzähler vor dem Warmwasserspeicher Pflicht. Gibt es den wirklich nicht? Wenn nicht, es gibt eine Formel in der Heizkostenverordnung, mit der man aus dem Warmwasserverbrauch (Volumen) die benötigte Energiemenge schätzen kann. Dann kannst du die Verteilung in Warmwasser und Heizung vornehmen.
Kennst du Erfahrungen, ob und wie sich die Genauigkeit damit verbessert hat?

Inzwischen sind auch schon wieder die Wärmemengenzähler mit Tauchrohrfühler verboten, bis 2026 braucht's auch die mit Funkauswertung.
Als Vermieter kommen da immer mehr Kosten auf einen zu, wo ich so gut wie keinen Nutzen daran erkennen kann. Klar, man kann genauer und besser damit abrechnen, hoffentlich. Im Vergleich zu den simplen Verdunsterröhrchen von früher erreicht man durchaus bessere Werte heute. Aber ebenso stehen die Kosten dafür in keinem sinnvollen Verhöltnis zu entsprechenden Einsparungen.

Ich lasse mich gerne eines besseren belehren. Aber für den sparsamen Vermieter sehe ich keine sinnvolle Alternative, als die Abrechnung auf ein Unternehmen zu übertragen - nicht weil die es besser können, sondern weil nur dann die Kosten auf den Mieter abgewälzt werden können.
 

rsp123

Neuer Benutzer
Dabei seit
26.01.2022
Beiträge
12
Zustimmungen
0
Danke für die ganzen Antworten. Es ist nur Eigenbedarf - keine Vermietung. Es sollen nur die Kosten auf die 3 Etagen geteilt werden daher brauche ich das.

Wie würde das aussehen als Rechnung: Der würde sich ergeben aus Menge (durch Zähler erfasst) und Wärmekapazität des Wassers - also der erforderlichen Energie, um von Kaltwassertemperatur auf den Sollwert deiner Warmwassertemperatur zu kommen, das dann multipliziert mit einem Korrekturfaktor für den Wirkungsgrad.

Okay Menge ist m3 Wasser und Wärmekapazität des Wassers? Habe davon echt 0 Ahnung :(
 
immobiliensammler

immobiliensammler

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
17.09.2015
Beiträge
7.904
Zustimmungen
4.293
Ort
bei Nürnberg
Danke für die ganzen Antworten. Es ist nur Eigenbedarf - keine Vermietung. Es sollen nur die Kosten auf die 3 Etagen geteilt werden daher brauche ich das.

Wie würde das aussehen als Rechnung: Der würde sich ergeben aus Menge (durch Zähler erfasst) und Wärmekapazität des Wassers - also der erforderlichen Energie, um von Kaltwassertemperatur auf den Sollwert deiner Warmwassertemperatur zu kommen, das dann multipliziert mit einem Korrekturfaktor für den Wirkungsgrad.

Okay Menge ist m3 Wasser und Wärmekapazität des Wassers? Habe davon echt 0 Ahnung :(

Wenn es nur "pro Forma" ist würde ich mich trotzdem an der HeizkostenV orientieren:

Zunächst musst Du aufteilen zwischen den Kosten für die Heizung und die für die Warmwassererwärmung, dazu brauchst Du eigentlich den besagten zusätzlichen Wärmemengenzähler, zur Not (aber halt nicht rechtskonform) geht auch die alte Formel, die findest Du hier

Danach hast Du die Wärmemenge für das Warmwasser und die für die Heizung, entsprechend teilst Du die Betriebskosten der Heizungsanlage (Gas, Betriebsstrom, evtl. Wartung, Schornsteinfeger) prozentual auf.

Dann werden die Kosten verteilt:

A) Heizung: Der oben ermittelte Teil, der auf die Heizung entfällt wird zu einem gewissen Satz (üblich sind meist 30 %) nach Wohnfläche verteilt, der Rest nach Verbrauch, bei Dir also geteilt durch die Summe der WMZ * WMZ der Einheit

B) Warmwasser: Auch hier ein Teil nach Wohnfläche, der Rest nach Verbrauch, hier also geteilt durch Summe aller Warmwasserzähler mal Warmwasser der Einheit.
 

braut

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
17.09.2021
Beiträge
388
Zustimmungen
121
Danke für die ganzen Antworten. Es ist nur Eigenbedarf - keine Vermietung. Es sollen nur die Kosten auf die 3 Etagen geteilt werden daher brauche ich das.

Wie würde das aussehen als Rechnung: Der würde sich ergeben aus Menge (durch Zähler erfasst) und Wärmekapazität des Wassers - also der erforderlichen Energie, um von Kaltwassertemperatur auf den Sollwert deiner Warmwassertemperatur zu kommen, das dann multipliziert mit einem Korrekturfaktor für den Wirkungsgrad.

Okay Menge ist m3 Wasser und Wärmekapazität des Wassers? Habe davon echt 0 Ahnung :(
Simple Physik, lernt man schon in der Schule. Man muss nur die Einflussgrößen kennen.

1) welche Temperatur hat euer Kaltwasser? 15 °C? 10 °C? 8 °C? oder 20 °C? Nehmen wir mal 10 °C an.

2) auf welche Temperatur wird das Wasser erzeugt? Aus dem Kessel sollte es mit 60 °C kommen, in der Verteilung sollten es 55 °C noch sein. Außer, du versorgst Krankenhäuser, Schulen o.ä. wo Heißwasser kein Heißwasser sein darf. Nehmen wir mal 60 °C an.

Um einen Liter Wasser um ein Kelvin zu erwärmen brauchst du 4190 Joule: c_Wasser = 4190 J/kg K.

Deine erforderliche Wärmeenergie ist also Q = 1000 kg * 4190 J/kg K * (60 °C - 10 °C) = 209 500 000 J = 209,5 MJ
Nun musst du die Joule in kWh umrechnen: 1 kWh = 3 600 000 J.
209 500 000 J * 1 kWh / 3 600 000 J = 58,2 kWh. Bis dahin ist das reine theoretische Physik, unter Annahme möglicherweise falscher Temperaturwerte. Nun kommt der Schätzwert hinzu: Hat dein Heizkessel einen Wirkungsgrad von 95 %, dann brauchst du 58,2 kWh / 0,95 = 61,25 kWh an Energie. Hat deine Heizung einen Wirkungsgrad von unterirdischen 50 % (Kaminofen mit wasserführender Tasche beim Anheizen), dann sind es offensichtlich 58,2/0,5 = 116.4 kWh.

Annahme: 90 % -> 65 kWh pro Kubikmeter Warmwasser.
Die Experten der Heizkostenverordnung mögen korrigieren, was die (früher?) korrekten Werte waren.

Auch die Umrechnung auf den Gasverbrauch ist simpler Dreisatz. Der Heizwert von Erdgas beträgt beispielsweise 10,1 kWh / Kubikmeter. Den echten Heizwert deiner Gasversorgung verrät dir dein Lieferant.

65 kWh * 1 m³/10,1 kWh = 6,44 Kubikmeter Gas pro Kubikmeter Warmwasser.
 
Zuletzt bearbeitet:
dots

dots

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
08.07.2014
Beiträge
6.920
Zustimmungen
2.768
Ort
Münsterland
Es sollen nur die Kosten auf die 3 Etagen geteilt werden daher brauche ich das.
Dafür braucht man das nicht zwangsläufig.

Möglichkeit A:

Es reicht evtl, die Kosten zu dritteln - jede Etage bekommt ein Drittel der Kosten zugeordnet.
Oder man denkt sich eine andere (willkürliche) Aufteilung aus, z.B.: Wohnung A = 61,3%, Wohnung B = 22,2% und Wohnung C den Rest zu 100%.

Möglichkeit B:

Oder man teilt die Kosten anhand der Fläche (oder Wohnfläche) auf (muss dann aber die (Wohn-)-Fläche ermitteln, was Aufwand (eigene Zeit fürs Nachmessen oder Kosten für Gutachter oder ...) bedeutet). Die zusätzlichen Kosten gehören dann eigentlich auch mit auf die Wohnungen aufgeteilt -> es wird für alle teurer, vielleicht(!) aber auch gerechter (was auch immer "gerechter" bedeutet).

Möglichkeit C:

Oder aber man fährt schwere (teure) Geschütze auf und macht das Heizkostenverordnungs-konform.
Ob das jetzt gerechter oder fairer ist ...? Wenn vermietet wird (oder werden soll) wird man das wahrscheinlich so machen müssen.

Im ersten Fall (Möglichkeit A) zahlen alle 3 je 3 Euro (alle Kosten dritteln)
Im letzten Fall (Möglichkeit C, Anwendung Heizkostenverordnung) zahlt - bei gleichen Kosten wie im ersten Fall - einer 4, einer 8, und einer 2 Euro (die Verbrauchsmessung kostet in diesem Fall symbolische 5€),
Somit zahlen zwei mehr, einer weniger, aber es ist (vermeintlich?) gerechter verteilt.
 
Zuletzt bearbeitet:

rsp123

Neuer Benutzer
Dabei seit
26.01.2022
Beiträge
12
Zustimmungen
0
Dafür braucht man das nicht zwangsläufig.

Möglichkeit A:

Es reicht evtl, die Kosten zu dritteln - jede Etage bekommt ein Drittel der Kosten zugeordnet.
Oder man denkt sich eine andere (willkürliche) Aufteilung aus, z.B.: Wohnung A = 61,3%, Wohnung B = 22,2% und Wohnung C den Rest zu 100%.

Möglichkeit B:

Oder man teilt die Kosten anhand der Fläche (oder Wohnfläche) auf (muss dann aber die (Wohn-)-Fläche ermitteln, was Aufwand (eigene Zeit fürs Nachmessen oder Kosten für Gutachter oder ...) bedeutet). Die zusätzlichen Kosten gehören dann eigentlich auch mit auf die Wohnungen aufgeteilt -> es wird für alle teurer, vielleicht(!) aber auch gerechter (was auch immer "gerechter" bedeutet).

Möglichkeit C:

Oder aber man fährt schwere (teure) Geschütze auf und macht das Heizkostenverordnungs-konform.
Ob das jetzt gerechter oder fairer ist ...? Wenn vermietet wird (oder werden soll) wird man das wahrscheinlich so machen müssen.

Im ersten Fall (Möglichkeit A) zahlen alle 3 je 3 Euro (alle Kosten dritteln)
Im letzten Fall (Möglichkeit C, Anwendung Heizkostenverordnung) zahlt - bei gleichen Kosten wie im ersten Fall - einer 4, einer 8, und einer 2 Euro (die Verbrauchsmessung kostet in diesem Fall symbolische 5€),
Somit zahlen zwei mehr, einer weniger, aber es ist (vermeintlich?) gerechter verteilt.
Danke für die Rückmeldung, aber ich habe ja Messinstrumente dort hängen. Andere Kosten wie Schornsteinfeger usw zu 3. oder nach qm ist ja in Ordnung. Aber mir geht es explizit um Wasser / Heizung. Das soll schon nach Verbrauch sein.
 

rsp123

Neuer Benutzer
Dabei seit
26.01.2022
Beiträge
12
Zustimmungen
0
@Immobiliensammer
@braut

Danke werde mich wenn ich es später schaffe zu Hause mal hinsetzen und rechnen.

Nehmen wir an ich habe an Gas 3466 m3 verbraucht.
Wasser Hauptzähler 330 m3

Etage 1:
Warmwasser 57 m3
Kaltwasser: 130 m3

Etage 2:
Warmwasser 47 m3
Kaltwasser 53 m³

Etage 3
Warmwasser 0 m3
Kaltwasser: 2 m3

Dann passt das Wassermäßig und kann mittels Dreisatz die Wasser und Abwasserkosten weitergeben.

Problematisch sehe ich das nur bei dem Gasverbrauch in Kombi mit Warmwasserzähler und Wärmemengenzähler für die Heizung

Etage 1:
WMZ: 11051 kwh 3631m3
Etage 2:
WMZ: 3891 kwh 344 m3
Etage 3:
WMZ: 1612 kwh 126 m3

Kann man damit was anfangen?
 
Zuletzt bearbeitet:
GSR600

GSR600

Moderator
Dabei seit
04.10.2011
Beiträge
2.601
Zustimmungen
1.151
Ort
Stuttgart
Hier sollte kein Fragezeichen stehen, sondern ein Ausrufezeichen. Ist es denn so, dass die Summe allerWasserzähler dem Hauptwasserzähler entspricht? Wenn nicht, was ist die Ursache dafür? Ursachen sind üblicherweise Messfehler oder nicht erfasste Entnahmestellen - vor allem Garten und Außenbereich, Waschkeller, aber selbst auch Wasserhähne im Keller. Du kannst versuchen, die Differenz als Allgemeinverbrauch auf die Mietparteien zu verteilen.

Das kommt auf die Funktion der Wärmemengenzähler an. Anteilig von Wärmemengenzähler auf Gasverbrauch umzulegen ist simpler Dreisatz. Wenn aber die Warmwassermenge getrennt von der Wärmemenge erfasst wird, dann brauchst du dafür einen mir bisher unbekannten Umrechnungsfaktor. Der würde sich ergeben aus Menge (durch Zähler erfasst) und Wärmekapazität des Wassers - also der erforderlichen Energie, um von Kaltwassertemperatur auf den Sollwert deiner Warmwassertemperatur zu kommen, das dann multipliziert mit einem Korrekturfaktor für den Wirkungsgrad.

"Experimentell" könnte man den einfach ableiten, wenn man von Ostern bis Oktober die Heizung ganz abstellt und für den Sommerverbrauch Gasverbrauch und Wasserverbrauch protokolliert. Das erfordert also mindestens zweimalige Ablesung der Wasserzähler im Jahr.

Oder habe ich da einen Denkfehler drin? Dass man im Winter größere Verluste an den Warmwasserleitungen hat würde ich ignorieren, weil die zum Großteil über den Grundanteil der Heizung wieder fair zugeordnet werden.
@braut, oder es liegt an einem unterschiedlichen Ablesezeitpunkt.
 
immobiliensammler

immobiliensammler

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
17.09.2015
Beiträge
7.904
Zustimmungen
4.293
Ort
bei Nürnberg
Etage 1:
WMZ: 11051 kwh 3631m3
Etage 2:
WMZ: 3891 kwh 344 m3
Etage 3:
WMZ: 1612 kwh 126 m3

Kann man damit was anfangen?

Natürlich, siehe #8 - Du hast eigentlich alle Werte die Du brauchst (Wohnfläche und Daten der Heizungsanlage setze ich ebenfalls als bekant voraus) - rechnen musst Du schon selbst!
 

braut

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
17.09.2021
Beiträge
388
Zustimmungen
121
@Immobiliensammer
@braut

Danke werde mich wenn ich es später schaffe zu Hause mal hinsetzen und rechnen.

Nehmen wir an ich habe an Gas 3466 m3 verbraucht.
Wasser Hauptzähler 330 m3

Etage 1:
Warmwasser 57 m3
Kaltwasser: 130 m3

Etage 2:
Warmwasser 47 m3
Kaltwasser 53 m³

Etage 3
Warmwasser 0 m3
Kaltwasser: 2 m3

Dann passt das Wassermäßig und kann mittels Dreisatz die Wasser und Abwasserkosten weitergeben.
Wie kommst du zur Aussage, das passt? Ich komme hier nicht auf 330, sondern nur auf 289 Kubikmeter. Wo stecken die fehlenden 41 m3?

Etage 3 ist also signifikant ungenutzt.
Problematisch sehe ich das nur bei dem Gasverbrauch in Kombi mit Warmwasserzähler und Wärmemengenzähler für die Heizung

Etage 1:
WMZ: 11051 kwh 3631m3
Etage 2:
WMZ: 3891 kwh 344 m3
Etage 3:
WMZ: 1612 kwh 126 m3

Kann man damit was anfangen?
Die Frage ist unbeantwortet, wo und wie das Warmwasser abgerechnet und erzeugt wird.
Warmwasser: 57+47 = 104 m3. Multipliziert mit meinem Rechenweg 104 * 65 kWh = 6760 kWh. Hausaufgabe an dich: Mach die Kontrollrechnung nach Heizkostenverordnung.

Heizkosten laut WMZ: 11051+3891+1612 = 16554 kWh

Gasverbrauch: 3466 m3 * 10,1 kWh/m3 = 35006 kWh

Wo steckt die Differenz von 35006 - 6760 - 16554 = 11 692 kWh? In deiner Abrechnung fehlt immerhin ein Drittel des Verbrauchs.
 
immobiliensammler

immobiliensammler

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
17.09.2015
Beiträge
7.904
Zustimmungen
4.293
Ort
bei Nürnberg
Warmwasser: 57+47 = 104 m3. Multipliziert mit meinem Rechenweg 104 * 65 kWh = 6760 kWh. Hausaufgabe an dich: Mach die Kontrollrechnung nach Heizkostenverordnung.

Habe ich für ihn erledigt und mal durch unser Programm laufen lassen, bei angenommen 60 Grad Warmwassertemperatur kommen da 13.000 kwh raus!

EDIT: Gerade gesehen dass @Newbie15 zum gleichen Ergebnis kommt - dann scheint das Programm ja zu stimmen :huepfend011:
 

Newbie15

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
27.04.2015
Beiträge
829
Zustimmungen
337
Wo steckt die Differenz von 35006 - 6760 - 16554 = 11 692 kWh? In deiner Abrechnung fehlt immerhin ein Drittel des Verbrauchs.
Grundsätzlich: die ist entweder zum Schornstein raus oder über die Warmwasserleitungen oder den Warmwasserspeicher an die Raumluft...
Etage 1:
Warmwasser 57 m3
...
Etage 2:
Warmwasser 47 m3
Wenn du uns noch die Temperaturen vom Warmwasser verrätst, kann man das ausrechen:

Q=2,5*(57m³+47 m³)*(Temperatur Warmwasser - 10 K)

Bei 60 °C wären das 13000 kWh. In der Summe kommt man dann auf 28554 kWh, die genutzt wurden, was bei 35000 kWh Gasverbrauch gar nicht so schlecht ist. Der Rest siehe oben, Verluste um die 20 % sind nicht ungewöhnlich. Wenn da den ganzen Tag eine Warmwasserzirkulation läuft, dann ist der Wert sogar recht gut. Und genau diesen "Fehler" hat man halt, wenn man über die Volumina den Erwärmungsbedarf berechnet und nicht über die Erfassung. Es wird bei einer Zirkulation erheblich mehr Wärme für Warmwasser benötigt als am Ende wirklich genutzt wird.

@braut: das ist auch mehr oder weniger die Antwort auf deine Frage von oben, ob der Wärmemengenzähler genauer ist. Wenn es keine Zirkulation gibt, dann ist das meiner Erfahrung nach nicht wirklich viel anders. Gibt es aber eine Zirkulation, die den ganzen Tag 60°C durch die Leitungen schickt, ist der Unterschied schon merklich. Einmal ist der Verlust nach dem Zähler (Wärmemengenzähler), einmal davor (wenn die an den Abnahmestellen sind). Es kommt natürlich immer auf die Begebenheiten vor Ort an. Wie lang sind die Leitungen? Gedämmt? Wie ist das Abnahmeprofil?
 
Zuletzt bearbeitet:

braut

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
17.09.2021
Beiträge
388
Zustimmungen
121
Grundsätzlich: die ist entweder zum Schornstein raus oder über die Warmwasserleitungen oder den Warmwasserspeicher an die Raumluft...

Wenn du uns noch die Temperaturen vom Warmwasser verrätst, kann man das ausrechen:

Q=2,5*(57m³+47 m³)*(Temperatur Warmwasser - 10 K)

danke - oder direkt mit Q = 2,5 * 1 * (60-10) = 125 kWh/m3. Im Vergleich zur Theorie ist das schon mehr als Faktor zwei. Da sollten schon großzügig alle Verluste über den Schornstein mit eingerechnet sein.
Bei 60 °C wären das 13000 kWh. In der Summe kommt man dann auf 28554 kWh, die genutzt wurden, was bei 35000 kWh Gasverbrauch gar nicht so schlecht ist. Der Rest siehe oben, Verluste um die 20 % sind nicht ungewöhnlich. Wenn da den ganzen Tag eine Warmwasserzirkulation läuft, dann ist der Wert sogar recht gut. Und genau diesen "Fehler" hat man halt, wenn man über die Volumina den Erwärmungsbedarf berechnet und nicht über die Erfassung. Es wird bei einer Zirkulation erheblich mehr Wärme für Warmwasser benötigt als am Ende wirklich genutzt wird.
Naja - ob Wärmemengenzähler wirklich erheblich genauer arbeiten, daran habe ich durchaus begründete Zweifel. Die erfassen zwar direkt und genauer den Temperaturunterschied, können aber mangels Rücklauf beim Warmwasser auch nur orakeln zwischen Kaltwasser, Warmwasser aus dem Kessel und nutzbarem Warmwasser beim Verbraucher.

Mit Zirkulation geht das wirklich nur über den Wärmemengenzähler oder spezielle Wasseruhren, die bei der Zirkulation die wieder mit raus rechnen. Im Winter trägt die Zirkulation wenigstens noch zur Raumheizung bei, im Sommer sind das reine Verluste Und ob die Installation zirkulationstauglich mit kurzen Stichleitungen konzipiert ist, das passiert auch nicht immer.
 
dots

dots

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
08.07.2014
Beiträge
6.920
Zustimmungen
2.768
Ort
Münsterland
Danke für die Rückmeldung, aber ich habe ja Messinstrumente dort hängen. Andere Kosten wie Schornsteinfeger usw zu 3. oder nach qm ist ja in Ordnung. Aber mir geht es explizit um Wasser / Heizung. Das soll schon nach Verbrauch sein.
Wenn nach Heizkostenverordnung (oder daran angelehnt oder angenähert) abgerechnet werden soll, ist es gerade nicht in Ordnung, die "anderen Kosten wie Schornsteinfeger usw" nach qm abzurechnen.
 
immobiliensammler

immobiliensammler

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
17.09.2015
Beiträge
7.904
Zustimmungen
4.293
Ort
bei Nürnberg
Wenn nach Heizkostenverordnung (oder daran angelehnt oder angenähert) abgerechnet werden soll, ist es gerade nicht in Ordnung, die "anderen Kosten wie Schornsteinfeger usw" nach qm abzurechnen.

Kleines Veto dazu: Das ist glaube ich abschließend nicht geklärt. Ich kenne Hausverwaltungen, die diese Kosten in die Heizkostenabrechnung aufnehmen und auch solche, die diese Kosten außerhalb der Heizkostenabrechnung verteilen, z.B. nach MEA.

Ich persönlich nehme solche Kosten auch mit in die Heizkostenabrechnung auf.
 
Thema:

Wärmemengenzähler, Kalt- und Warmwasserzähler

Wärmemengenzähler, Kalt- und Warmwasserzähler - Ähnliche Themen

Was ist Heizungs- was ist Wasserverbrauch?: Hallo, da unser Vater verstorben ist, haben wir ein Problem mit der zukünftigen Neben-/Betriebskostenkostenabrechnung. Das meiste ist uns klar...
Ort der Wärmemengenzähler zur Heizkostenabrechnung: Hallo zusammen, ich hoffe, dass ich hier nicht eine schon einmal gestellte Frage stelle - aber ich habe leider keine Antwort gefunden. Ich...
Nebenkostenabrechnung mit Wärmepumpe und Wärmemengenzähler: Hi zusammen, ich bin leider an verzweifeln und weiß nicht weiter. Habe ein neues Haus gebaut und die untere Etage vermietet. Es existieren...
Nebenkostenabrechnung mit Wärmepumpe ohne Wärmemengenzähler: Hallo Zusammen, ich bin neu hier und konnte schon einige spannende Erkenntnisse gewinnen, danke dafür! Ich glaube auch schon Antworten auf meine...
Probleme Abrechnung Warmwasser: Hallo Zusammen, wir haben Ende 2017 ein Haus mit Einliegerwohnung gekauft, die Erdgeschosswohnung bewohnen wir seit Anfang 2018 selbst, die...
Oben