Wärmepreise bei Gas-BHKW

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von boarischahias, 27.01.2014.

  1. #1 boarischahias, 27.01.2014
    boarischahias

    boarischahias Neuer Benutzer

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    Hallo Zusammen,

    wir planen zur Zeit den Kauf eines 1-Zimmer-Appartements als Anlageobjekt.
    Für ein Apparterment, das zur Zeit in der näheren Auswahl ist, habe ich jetzt Detailinformationen bekommen.
    Etwas stutzig macht mich dabei der Contracting-Vertrag für Wärme und Strom.
    Die kleine Wohnanlage (30 Einheiten) wird mittels eines Gas-BHKW versorgt.
    Der Wärmepreis soll hier bei 18ct/kWh zzgl. MwSt. liegen, der Strompreis ist an den Preis des örtlichen Versorgers gekoppeltet, abzüglich 1 ct/kWh.
    Der Strompreis wäre o.k., auch wenn ich denke, dass dieser mit dem BHKW günstiger erzeugt wird, als beim örtlichen Versorger.
    Aber bei dem Wärmepreis habe ich doch etwas bedenken, noch dazu, wo hier eine jährliche Priserhöhung von 3% festgeschrieben ist (Vergleiche im Internet haben ergeben, dass hier die Preise zwischen 8 und 13 ct. schwanken).

    Kann mir hier jemand einen Rat geben ode rmich aufklären, ob der Preis o.k. ist oder eher nicht.
    Falls es wichtig ist: Die Wohnanlage befindet sich in Deggendorf (Bayern).

    Schöne Grüße und schon mal vielen Dank
    Mathias D.
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Das klingt natürlich nicht schön. Für etwas über 21 ct/kWh bin ich ja schon in der Gegend von Nachtspeicherheizungen mit NT-Zähler.

    Abhängig von der Vertragsgestaltung ist mit diesem Preis aber der komplette Wartungs-, Reparatur- und sogar Investitionsbedarf des BHKW abgedeckt. Nur die Infrastruktur im Haus ist evtl. noch selbst zu zahlen. Es entstehen also nur wenige weitere Kosten und der Mieter ist an Kosten beteiligt, die sonst am Vermieter hängen bleiben würden. Das ist der große Unterschied zu einer "klassischen" Zentralheizung. Mit den oft zitierten 9 ct/kWh einer Gaszentralheizung hat das also nichts zu tun.

    Ob sich zu diesen Kosten dann Mieter finden, ist eine andere Frage.
     
  4. #3 boarischahias, 27.01.2014
    boarischahias

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    Erstmal vielen Dank für die Info.

    Soweit ich das aus dem Contracting-Vertrag rauslesen kann, sind mit den 18ct alle Kosten abgedeckt.


    Ja, diese Befürchtung habe ich auch, noch dazu wo der Wärmepreis jährlich um 3% erhöht wird. Mit ABlauf des Contracting-Vertrages in 20 Jahren wären wir bei einem Preis von ca. 32ct/kWh.


    Vielleicht kann ja noch jemand was dazu sagen?

    Schöne Grüße
    Matthias D.
     
  5. Andres

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    Ja, ich ;)

    Der Witz solcher "eigenständiger Wärmelieferungen" ist gerade, dass dann in 20 Jahren eben keine neuen Investitionskosten anfallen, sondern dass das über den Wärmepreis abgedeckt ist. In 20 Jahren wird also einfach ein neuer Tarif vereinbart und das war's dann.

    Wären in diesem Moment Sonderzahlungen zu erwarten (wie auch immer das Kind genannt wird), kann das die Rentabilität erheblich verhageln.
     
  6. #5 boarischahias, 29.01.2014
    boarischahias

    boarischahias Neuer Benutzer

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    Dann würde das also bedeuten, dass das "Konzept" mit 18ct/kWh gar nicht mal so schlecht ist, oder?
    Die Kosten für eine Erneuerung der Anlage trägt dann der Mieter mit seinen Nebenkosten, so wie ich das jetzt verstanden habe? Und der Eigentümer hätte dann bzgl. Heizung keine Kosten mehr. Oder?
    Allerdings gibt mir die im Vertrag festgelegte jährliche Preiserhöhung von 3% doch immer noch ein wenig zu bedenken. In 20 Jahren wären wir ja dann bei einem Wärmepreis von ca. 32 ct/kWh, d. h. auch die Nebenkosten steigen entsprechend.
    Auch in 20 Jahren sollen sich ja auch noch Mieter finden, die bereit sind die Nebenkosten zu akzeptieren.

    Über weitere Info's oder Ihre Meinung zu diesem "Modell" wäre ich Ihnen sehr dankbar.

    Schöne Grüße
    Matthias D.
     
  7. Andres

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    Richtig, falls nicht z.B. bei Verlängerung des Vertrags üppige Abschluss-, Sonder- oder andere -zahlungen gefordert werden.

    Ja, das ist der Plan.

    Das ist unterhalb der aktuellen Preisentwicklung im Energiesektor. Da Energie (egal in welcher Form) in Zukunft kaum billiger werden wird, ist das also wirklich kein Problem.


    Die Nebenkosten kann man durch die Miethöhe auch etwas auffangen. Immerhin sollte da etwas mehr Spielraum sein, weil ein großer Instandhaltungsposten ja ausfällt.
     
  8. #7 boarischahias, 09.02.2014
    boarischahias

    boarischahias Neuer Benutzer

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    Hallo nochmal,

    jetzt muss ich nochmal nachfassen, bzw. neue Erkenntnisse einbringen.

    Der Makler hat mir gestern die im letzten Abrechnungszeitraum angefallenen monatlichen Heizkosten (ob mit Warmwasser ist mir jetzt nicht bekannt) mitgeteilt.
    Demnach fallen für 23 qm 32€ an.
    Dieser Wert erscheint mir jetzt schon etwas sehr hoch, noch dazu, wo es sich bei dem Gebäude um ein Gebäude nach "KfW55-Standard" handelt.
    Oder sehe ich das jetzt nur wieder zu "schwarz"?

    Schöne Grüße
    Matthias D.
     
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