Wanddurchbruch bei einer tragenden Wand in Eigentumswohnung

Diskutiere Wanddurchbruch bei einer tragenden Wand in Eigentumswohnung im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo zusammen, wir sind sind kurz davor uns eine Eigentumswohnung zu kaufen (Vorvertrag ist unterzeichnet). Wir haben einige Umbaumaßnahmen...

tisp

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Hallo zusammen,

wir sind sind kurz davor uns eine Eigentumswohnung zu kaufen (Vorvertrag ist unterzeichnet). Wir haben einige Umbaumaßnahmen geplant, sind uns aber nun unsicher, welche Steine uns andere Eigentümer in den Weg legen können, da in den (auf dem Papier) geplanten Umbaumaßnahmen auch ein größerer Wanddurchbruch in einer tragenden Wand und eine neue Tür in einer tragenden Wand geplant sind. Die Umbaumaßnahmen würde von einem Architekten begleitet werden und natürlich fachmännisch von einer beauftragten Firma durchgeführt werden.

Laut Teilungserklärung sind aber tragende Wände Gemeinschaftseigentum und somit bräuchten wir doch die Zustimmung aller Eigentümer, oder? Ist mit Problemen zu rechnen? Ich meine mal gelesen zu haben, dass wenn es keine Nachteile für einen Eigentümer gibt, er die Zusage nur schwer verweigern kann. Stimmt das?

Hat jemand soetwas schon hinter sich und kann von seinen Erfahrungen (sowohl positiv als auch negativ) berichten?

Timo
 

Capo

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Die Zustimmung ist notwendig. also sobald die Pläne/statiken da sind, das ganze auf die Tagesordnung setzen lassen. mE wird nur ein Blick darauf geworfen, ob das alles iO ist und die nötigen Maßnahmen (Statiker) getroffen wurden.

Es sollte eigntlich keine Probs geben.
 

tisp

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Original von capoEs sollte eigntlich keine Probs geben.

So habe ichmir das auch gedacht. Das ganze hat nur zwei Harken: Erstens hängt unsere Entscheidung für diese Wohnung sehr stark von dengeplanten Umbaumaßnahmen ab. Zweitens ist die letzte Eigentümerversammlung erst wenige Woche her (laut Protokoll) und eigentlich würden wir gerne so schnell wie möglich mit Umbaumaßnahmen beginnen, da wir in spätestens 5 Monaten aus unserer aktuellen Mietwohnung raus müssen/wollen. Drittens, was kann im schlimmsten Fall passieren?

Timo
 

RMHV

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Original von tisp
Drittens, was kann im schlimmsten Fall passieren?

Es fängt damit an, dass ein Streit mit der Eigentümergemeinschaft unabhängig vom Ausgang sicher nicht förderlich ist für die Stimmung zwischen den bisherigen und dem neu eintretenden Eigentümer.
Sollte es zu einem Gerichtsverfahren kommen, kann niemand den Ausgang wirklich sicher vorhersagen. Dies gilt auch bei einer Rechtslage, die man eigentlich für eindeutig hält. Schlimmstenfalls wird der Gemeinschaft ein Anspruch auf Beseitigung der baulichen Veränderungen zugesprochen. Das bedeutet dann Rückbau...
Es dürfte also schon zur Streitvermeidung sinnvoll sein, die Genehmigung der Gemeinschaft einzuholen. Wenn aus Zeitgründen die nächste ordentliche Versammlung nicht abgewartet werden kann, könnte man auch an die Einberufung einer außerordentlichen Versammlung denken. Dazu wird der Verkäufer entweder den Verwalter überzeugen müssen oder genügend Miteigentümer um 25% der MEA zu erreichen und die Versammlung zu verlangen.
Es wird der Bereitschaft zur Zustimmung sicher nicht abträglich sein, wenn die Kosten der Gemeinschaft von denen übernommen werden sollten, die an der Versammlung interessiert sind. :zwinker
 

tisp

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Natürlich möchte ich nicht ohne Zustimmung der Eigentümergemeinschaft handeln. Selbstverständlich bin ich an einem freundlichen Miteinander interessiert. Kann ich so eine Frage aber nur über eine Eigentümerversammlung regeln oder kann man so etwas auch mit einem Anschreiben oder sogar per mündlicher Absprache machen?

Timo
 

tisp

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Nur nochmal zur Klarstellung: Ich möchte keine komplette Wand rausreißen, sondern nur einen Durchbruch (oder zwei machen). Die Arbeit soll auf jeden Fall vom Fachmann durchgeführt werden.

Timo
 

RMHV

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Original von tisp
Kann ich so eine Frage aber nur über eine Eigentümerversammlung regeln oder kann man so etwas auch mit einem Anschreiben oder sogar per mündlicher Absprache machen?

Ein Eigentümerbeschluss ist bei schriftlicher Zustimmung aller Wohnungseigentümer nach § 23 Abs. 3 WEG auch ohne Versammlung gültig.
Das mag in einer relativ kleinen Gemeinschaft eine praktikable Möglichkeit sein. Ab einer gewissen Anzahl von Wiohnungen wird sich bestimmt ein Eigentümer finden, der sich für das ganze nicht interessiert und deswegen auch die Zustimmung nicht zurück schickt.
Mündliche Absprachen sind nicht mehr wert als keine Absprache. In beiden Fällen gibt es solange kein Problem, bis sich einer gestört fühlt...
 
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Wanddurchbruch bei einer tragenden Wand in Eigentumswohnung

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