Warmwasser nur für einzelne Wohneinheit

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von feelflows, 29.05.2008.

  1. #1 feelflows, 29.05.2008
    feelflows

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    Hallo,

    in meinem vermieteten Dreifamilienhaus renoviere ich zur Zeit eine freigewordene Wohnung.

    Ich denke darüber nach, die Wohnung mit einer zentralen Warmwasserversorgung auszustatten und zu diesem Zweck einen entsprechenden Boiler im Heizugsraum installieren zu lassen, der an die Ölheizung gekoppelt wird. Bisher wurden alle drei Wohnungen dezentral (Durchlauferhitzer) mit Warmwasser versorgt.

    Die anderen beiden Wohnungen möchte ich aber jetzt noch nicht daran anschließen, da der Aufwand zurzeit einfach noch zu groß wäre.

    Wäre es technisch und auch abrechnungsmäßig möglich, erstmal nur die eine Wohnung mit Warmwasser zu versorgen, ohne dass die beiden anderen Mietparteien die Heizkostenabrechnung monieren ? Oder würden die anderen beiden Mietparteien die Kosten für die Warmwasseraufbereitung zwangsläufig über die Umlage der Heizkosten nach Fläche mitbezahlen ?

    Die Heizkörper sind alle mit Heizkostenverteilern ausgestattet, für die Warmwasserversorgung würde ich einen Einzelzähler installieren, der dann entsprechend von dem Wärmeerfassungsdienst aufgenommen würde.

    Weiss jemand eine praktikable und "gerechte" Lösung ?
     
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  3. #2 pragmatiker, 29.05.2008
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    bei warmwasserbereitung werden diese kosten von den heizkosten abgezogen und nur der rest nach der HeiKVO verteilt. die formel ergibt sich aus § 9 HeizKVO und es empfiehlt sich hier ein Messgerät, welches die Verbrauchsmenge des Warmwassers misst. Das müsste der Installateur aber besser wissen.
     
  4. #3 Thomas123, 30.05.2008
    Thomas123

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    Frage: Wenn ich das Warmwasser aufbereite wird das im selben Kessel erzeugt, der für die Heizung gebraucht wird. Welche Kosten fallen dann noch an? Ich bezahle die Heizkosten und alles was damit zusammenhängt....warum habe ich dann noch einen anderen Betrag für den qm Warmwasserverbrauch bei der Abrechnung als beim Kaltwasserverbrauch?

    Mein Verwalter hat auch erst mal ein dummes Gesicht gemacht, als ich ihm die Frage gestellt habe.... :lol
    :wink
     
  5. #4 pragmatiker, 30.05.2008
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    (kalt)wasserkosten, besser frischwasserkosten haben nichts mit dem warmwasser zu tun, denn die bei der warmwasserbereitung angesetzten kosten sind nur die kosten der erwärmung des wassers, nicht die kosten für das "material" wasser.

    bei einer verbundenen anlage wird zB mehr gas oder öl verbraucht, wenn warmwasser aufbereitet wird. je mehr warmwasser also verbraucht wird, desto höher die kosten der heizung im weiteren sinne (mehr öl oder gas, mehr strom, mehr abnutzung der düse etc.)

    deshalb sollt es da einen zähler geben, der errechnen kann, wieviel heisswasser bereitet werden musste.
     
  6. #5 Thomas123, 30.05.2008
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    Alles richtig. Aber nochmal meine Frage.
    Grundsatz:
    Ich bezahle die Heizkostenrechnung, die ja die Aufbereitung des Warmwassers beinhaltet....weil es im gleichen Kessel erfolgt.

    Warm- und Kaltwasser werden unterschiedlich abgerechnet.

    Ich habe in der Abrechnung einen höheren Ansatz für den m3 Warmwasserverbrauch...
    warum ist hier ein Kostenunterschied, die Heizung läuft, und das Warmverbrauchswasser und das Wasser für die Heizung werden von der gleichen Energiequelle gespeist, ich kann doch gar nicht feststellen wo nun Energie für Heizwasser und für WW-Brauchwasser verbraucht wird?

    Man müßte die Kosten für die Warmwasseraufbereitung berechnen und auf den Gesamtverbrauch umlegen und danach den Einzelverbrauch berechnen.

    Diese Energiekosten WWaufbereitung müßten von den umzulegenden Heizenergiekosten abgezogen werden...sonst werden die Energiekosten für Aufbereitung WW 2-mal gezahlt.....
    :wink
     
  7. #6 lostcontrol, 30.05.2008
    lostcontrol

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    ist das denn so?
    ich hab ja 'ne ähnliche problematik hier im privathaus mit einliegerwohnung.
    und mein warmwasser wird NICHT im gleichen kessel bereitet...
     
  8. Heizer

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    Es ist doch ganz einfach:

    In der HKVO gibt es so eine lustige Formel, mit der man die verbrauchte Ölmenge zur Warmwasserbereitung berechnen kann.

    Dennoch würde ich von der Umstellung auf eine zentrale Warmwasserversorgung absehen. Gerade bei nur 3 Nutzern übersteigen die Bereitstellungs- und Zirkulationsverluste den Nutzen bei weitem. Außer man will eine thermische Solaranlage betrieben. Dann kann man sich das mit der Abrechnung aber sparen, da man Sonnenwärme leider nicht umlegen kann.
     
  9. #8 lostcontrol, 30.05.2008
    lostcontrol

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    jepp, das ist ganz wichtig dass das erwähnt wird:
    "die sonne schickt uns keine rechnung" (franz alt)
    ohne beleg kein umlegen.
    umgelegt werden kann nur: wartung, versicherung usw., nicht aber reparaturen und instandhaltung (wie bei anderen heizungen / warmwasseranlagen auch).

    btw.: ich mach mit meiner einliegerin 'ne pauschale - geht ja in diesem fall.

    trotzdem: man muss nicht warmwasser und heizwasser im gleichen kessel machen.
    ist in vielen fällen auch nicht sinnvoll. ich mach's nicht, weil es sich nicht rechnen würde. ich habe aus gutem grund da getrennte systeme.

    solarthermische anlagen bringen im winter ohnehin erst ab einer gewissen grösse genug, dass sich die heizungsunterstützung wirklich lohnt. und mit "gewisser grösse" meine ich ZIEMLICH gross. grösser als das üblicherweise bei einem durchschnittlichen einfamilienhaus möglich ist.
    es stimmt zwar, dass man mit einer durchschnittlich grossen solarthermischen anlage in guter ausrichtung und neigung problemlos 90 oder mehr prozent des jahresbedarfs an warmwasser einer durchschnittsfamilie decken kann, nur blöderweise hat man das viele warme wasser halt vor allem im sommer. im sommer ist dann da gerne auch was übrig, das können pool-besitzer dann gut nutzen. im winter fehlt's aber leider. da reicht das warmwasser das besagte durchschnittsanlage erzeugen kann üblicherweise nicht mal für eine person tatsächlich aus.
    d.h.: die 90 oder mehr prozent haste halt im sommer, wenn du sie für die heizung sicher nicht brauchst. warmwasser im überfluss. und im winter? minimal. damit kriegste in vielen fällen nicht mal die badewanne voll.

    das wird leider gerne oft falsch dargestellt.
    90 oder mehr prozent des warmwasserbedarfs hören sich ja auch toll an. so rein rechnerisch.
    nur WANN hat man die denn? im sommer viel zu viel, im winter viel zu wenig.
    die sonne schickt uns keine rechnung, aber sie richtet sich auch nicht grad sonderlich nach unserem bedarf - auf jeden fall nicht was die heizung angeht. im winter isses ziemlich mau.

    fakt ist: solarthermische anlagen bringen (wie photovoltaik-anlagen) AUSSERHALB DER HEIZPERIODE 80 bis 90% ihrer gesamtleistung.
    während der heizperiode entsprechend nur ca. 10 bis 20%.
    und die sind wirklich ruckzuck weg unter der dusche, in der badewanne oder auch nur am waschbecken.
    will heissen: da bleibt dann herzlich wenig bzw. GARNICHTS übrig für die heizung, und man hätte sich den aufwand und die vielen zusätzlichen rohre auch sparen können (vom geld mal ganz abgesehen).

    wenn man sich eine thermische solaranlage zulegt, sollte man also gut überlegen, ob sich die anbindung an die heizungsanlage wirklich lohnt. in den meisten fällen (je nach grösse der anlage) ist es so, dass das erzeugte warmwasser im winter tatsächlich locker komplett für dusche, badewanne und wasch- und spülbecken draufgeht, selbst bei optimaler ausrichtung und neigung. beim durchschnitts-vier-personen-haushalt reichts normalerweise nur selten.

    wenn man mal genau nachrechnet wird man feststellen, dass man durch die komplett-abschaltung der heizung ausserhalb der heizperiode deutlich mehr einsparen kann, als man durch die anbindung der thermischen solaranlage an die heizungsanlage gewinnen kann (es sei denn man verzichtet auf das so erzeugte warmwasser beim duschen, baden, händewaschen etc.).
    und eben drum kann es sehr sinnvoll sein, die beiden systeme zu trennen.
    hängt halt vom individuellen fall ab.
    aber aus meiner doch mittlerweile recht langen praxis in der solarbranche heraus sag ich jetzt einfach mal: es ist fast immer so, dass sich die anbindung an die heizungsanlage tatsächlich nicht rechnet. ausnahmen sind riesige fensterlose dachflächen mit optimaler ausrichtung nach süden und optimaler neigung der module.

    versteht mich nicht falsch, ich bin nach wie vor eine grosse freundin von solartechnik. aber man muss sich halt darüber im klaren sein, dass diese technik extremen jahreszeitlichen schwankungen unterliegt.
    lasst euch nicht blenden von der aussage "sie können fast 100% ihres jahresbedarfs an warmwasser decken"! das stimmt zwar, nur ist das 'ne rein rechnerische aussage aufs jahr gerechnet. mit der praxis hat das dummerweise nichts zu tun, denn das viel zu viele übrige warmwasser vom august steht mir im januar eben nicht mehr zur verfügung.
     
  10. #9 feelflows, 17.06.2008
    feelflows

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    Betriebsstrom Heizung

    Hallo,

    erst einmal vielen Dank für die Antworten.

    Die Aufteilung der Heizkosten ist nun soweit klar.

    Es stellt sich aber auch noch die Frage, was mit dem Betriebsstrom für die Heizung zu machen ist. Der Betriebsstrom, der auf die Heizkosten zur Warmwasseraufbereitung entfällt, darf ja auch nur der einen Wohneinheit direkt zugeordnet werden.

    Hier kann ich mir eine Aufteilung nur auf dem Schätzungswege vorstellen.

    Oder hat jemand eine bessere Idee ?

    Gruß

    feelflows
     
  11. #10 lostcontrol, 17.06.2008
    lostcontrol

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    RE: Betriebsstrom Heizung

    heizkosten zur warmwasserbereitung? meinst du jetzt das zusätzliche warmwasserbereiten mit strom wenn im winter das warmwasser aus der thermischen anlage nicht ausreicht oder en betriebsstrom für die thermische anlage?
    für beides sollte es möglich sein einen extra-zähler zu installieren...
     
  12. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    RE: Betriebsstrom Heizung

    Das kann nicht so schwierig sein...

    Aus dem Warmwasserverbrauch wird nach der Formel in § 9 Abs. 2 HeizKV der Brenstoffverbrauch zur Wassererwärmung errechnet. Der gesamte Brennstoffverbrauch für Heizung und Warmwasser ist bekannt. Damit lässt sich der Anteil der Brennstoffmenge zur Warmwasserbereitung am Gesamtbrennstoffverbrauch recht einfach berechnen. Genau dieser Anteil an den Gesamtkosten der Heizungsanlage, neben den Brennstoffkosten also Wartung, Schornsteinfeger, Betriebsstrom und was sonst noch anfallen könnte sind die Kosten der Wassererwärmung.
    Die Kosten der Wassererwärmung werden von den Gesamtkosten der Heizungsanlage abgezogen und man hat die Heizkosten.
    Zu den Kosten der Wassererwärmung können optional noch die Kosten der verbrauchten Wassermenge addiert werden, die nach dem gleichen Verfahren aus den Kosten für Frisch- und Abwasser erechnet werden können.
    Damit hat man die Gesamtkosten der (verbundenen) Heizungsanlage aufgeteilt in Warmwasserkosten und Heizkosten, die dann jeweils nach dem für den Einzelfall zutreffenden Umlageschlüssel auf die einzelnen Wohnungen zu verteilen sind.

    Das sollte eigentlich niemanden weiter wundern. Mit ein klein wenig nachdenken sollte jeder selbst zu der Erkenntnis kommen, dass Warmwasser im Gegensatz zum Kaltwasser erwärmt werden muss und dafür nun mal Brennstoff benötigt wird.
    Umsonst ist der Tod und der kostet noch das Leben... :wink
     
Thema: Warmwasser nur für einzelne Wohneinheit
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