Wartung der Gastherme - Betriebskosten - Wartungsvertrag

Diskutiere Wartung der Gastherme - Betriebskosten - Wartungsvertrag im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen, meine Mutter vermietet ein sehr altes Haus mit mehreren Wohnungen- auch die Gastherme sind schon in die Jahre gekommen und...

Seiler_1947

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Hallo zusammen,

meine Mutter vermietet ein sehr altes Haus mit mehreren Wohnungen- auch die Gastherme sind schon in die Jahre gekommen und verursachen hohe Kosten.
Da in einer Wohnung neue Mietverträge mit einer WG geschlossen werden, überlegen wir eine jährliche Wartung der Gastherme in die Betriebskosten aufzunehmen und umzulegen.

Diese würde beim Flaschner 140 Euro (Pauschale im Wartungsvertrag) zuzüglich 19 % Mehrwertsteuer (166,60 Euro) kosten.

Im Wartungsvertrag steht lediglich, dass hierbei Brenner/ Verbrennungskammer/Luftzuführung und Zündeinrichtung gereinigt werden.
Sämtliche Anlagenteile werden gesondert in Rechnung gestellt.

Ist es schlau 166,6 Euro im Jahr für ausschließlich Reinigung pro Gastherme zu bezahlen?
Bei zwei Gasthermen kostet die Wartung einfach das doppelte/ bei drei das dreifache. Einsparung von Fahrtkosten oder ähnlichem wird nicht berücksichtigt.
Lieber Wartungsvertrag mit Pauschale oder jedes Jahr eine neue einmalige Wartung vereinbaren?
Was wäre günstiger?
Was ist mit Kleinteilen wie bspw. Elektroden - diese können doch auch auf dem Mieter umgelegt werden, oder nicht?


Was meint Ihr?
Liebe Grüße Seiler_1947
 

sara

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Was wäre günstiger?

Was hat denn der Instalateur für eine Wartung bis jetzt berechnet? (od.Nachfragen)

166€ finde ich schon sehr hoch.
Würde ich nicht machen.

Die Wartung der Heizung bzw. der Therme gehören zu den Heizkosten und sind lt. Betriebskostenverordung umlegbar. Dazu braucht es keinen Wartungsvertrag.
 
Zuletzt bearbeitet:

Newbie15

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Bei uns kommt man ohne Wartungsvertrag praktisch nicht an eine Wartung ran, insofern macht das schon Sinn. Ich finde es aber auch nicht gerade günstig, bei uns kostet die Wartung der Gaszentralheizung nur 120€.
 

set

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was beinhaltet den der Wartungsvertrag? Kunden die bei uns einen Wartungsvertrag abschließen haben auch Anspruch auf einen kostenlosen Störungsdienst (exkl. Material). Heist, es kommt auch einer an Wochenende wenn die Heizung kalt ist. Preislich sind die Verträge dann auch in diesen Größenordnungen angesiedelt.

Wartungen ohne Vertrag sind deutlich billiger. Da wir dann aber auch jeder Einsatz einzeln abgerechnet und es kann auch vorkommen das am Wochenende die Heizung kalt bleibt.
 

anitari

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Lieber Wartungsvertrag mit Pauschale oder jedes Jahr eine neue einmalige Wartung vereinbaren?

Letzteres.

In Wartungsverträgen sind Pauschalen für z. B. kleinere Reparaturen enthalten.
Die Kosten wären nicht umlegbar.

bei uns kostet die Wartung der Gaszentralheizung nur 120€.

Das zahle ich auch.
Find das jetzt nicht zu viel.
Reine Wartung 85 €, Fahrkosten 22 € und Märchensteuer
 

Ferdl

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Bei 120 € bin ich auch bei Ölheizung incl. Wartungsmaterial (Düse und Filter, Kleinteile) ohne Wartungsvertrag.
 

Dschei2

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Ich sehe den Vorteil in einem Wartungsvertrag auch vor allem, wenn man keinen Vorzugs-Installateur hat (also einen, bei dem man eine Vorzugsbehandlung genießt) und wenn man selber nicht an die Termine denken will.
Aber vom Preis her: das kann schon sein. Die letzte Immobilie, die wir gekauft haben, hat pro Wohnung eine Gastherme, die die Umgebungsluft ansaugt und die das Warmwasser über einen nachgeschalteten "Boiler" über Wärmetauscher erzeugt. Beim Neubau vor X Jahren halt die billigste Lösung, jetzt im Unterhalt die teuerste. Die Dinger verdrecken innerhalb eines Jahres dermaßen, dass keine Werte mehr passen, also die Wartung immer unmittelbar vor dem Termin des Schornis liegen muss. Hier ist die Wartung (ohne Vertrag / Teile / vom Installateur unseres Vertrauens) bei 175 EUR.

Jetzt ist die erste Wohnung leer, und das erste was fliegt, ist dieses Ungetüm.
 

Ferdl

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Muss man halt Überlegen.
Pro Zentralheizung: im Neubau geringere Investitionskosten, im Betrieb geringere Wartungskosten, vermutlich geringeren Energieverbrauch.
Nachteil: Heizkostenabrechnung erforderlich, wenn Ausfall dann für alle Wohnungen.
Pro Etagenheizung: Der Mieter ist ist selbst für die Gas-beschaffung verantwortlich, keine Heizkostenabrechnung erforderlich, bei Störung nur eine Wohnung betroffen.
Nachteil: höheren Invest, höhere Wartungskosten, höheren Ernergieverbrauch, verm. höhere Energiepreise, höhere Schofeg-Kosten, Heizung im Manipulationsbereich des Mieters.

Ich würde eine funktionierende Etagenheizung nicht durch eine neue ersetzen.
Entweder den alten Krempel lassen oder neue Zentralheizung. Alles andere ist mE Geld zum Fenster raus schmeißen.
 

immodream

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Hallo,
ich habe nur ein Objekt mit einer Gaszentralheizung .
Habe die jetzt nach 42 Jahren ausgetauscht weil mein Heizungsbauer mit fehlender Ersatzteilversorgung bei Ausfall gedroht hat.
Reparaturkosten in über 30 Jahren 500 DM für ein Gasmagnetventil und 500 € für eine externe Steuerung .
Natürlich brauche ich hier eine Abrechnungsfirma.
Habe die Banditen von Ista.
Die Kosten zahlt der Mieter.
Sonst habe ich über 25 Gasetagenheizungen.
Reparaturkosten grob 2 Nettomieten / Jahr .Die Kosten zahlt der Vermieter.
Über 25 Mal Wartung, 25 Mal den Schorni .
Die neuen Geräte halten auch nicht mehr über 30 Jahre sondern sind oft nach 15-20 Jahre so defekt, das man besser gleich ein neues Gerät einbaut.

PS : Bei einem Neubau würde ich ganz sicher nur eine Zentralheizung einbauen
Grüße
Immodream
 

Seiler_1947

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Vielen Dank für die vielen Antworten!
Wir sind immer noch unsicher und daher werden wir jetzt eine Wartung durchführen lassen und danach entscheiden, ob wir einen Wartungsvertrag machen oder einfach jährlich anrufen und einen Termin zur Wartung vereinbaren.

Für die jährliche Wartung (ohne Vertrag) haben wir uns aber jetzt schon entschieden, da die Gasthermen derart teurer sind und regelmäßig hohe Kosten für Reparaturen anfallen, dass wir uns jetzt erhoffen, dass die Reparaturkosten durch regelmäßige Wartung sinken.
 

immodream

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Hallo Seiler 1947 ,
da die Heizungswartung zu den Betriebskosten gehört und laut Mietvertrag vom Mieter getragen wird, lasse ich die vor allem aus Sicherheitsgründen durchführen .
Gleichzeitig erkennen die Monteure vorhandene Mängel oder sich anbahnende Mängel , die dann umgehend beseitigt werden.
Kann natürlich bei der falschen Firma auch als Arbeitsbeschaffungsprogramm missbraucht werden.
Grüße
Immodream
 

ehrenwertes Haus

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Diese würde beim Flaschner 140 Euro (Pauschale im Wartungsvertrag) zuzüglich 19 % Mehrwertsteuer (166,60 Euro) kosten.
Einem Flaschner würde ich keinen Auftrag an irgendwelchen Heizungsteilen geben. Sicher, dass du einen Flaschner meinst?

Da in einer Wohnung neue Mietverträge mit einer WG geschlossen werden, überlegen wir eine jährliche Wartung der Gastherme in die Betriebskosten aufzunehmen und umzulegen.
Umlagefähige Kosten auf Mieter umlegen ist fast immer schlau.
Warum den Geldbeutel des VM unnötig strapazieren. Mieter danken das nur in Ausnahmefällen.
meine Mutter vermietet ein sehr altes Haus mit mehreren Wohnungen- auch die Gastherme sind schon in die Jahre gekommen und verursachen hohe Kosten.
Rechne mal durch, ob ein Austausch der Thermen mittelfristig die bessere Lösung ist.
Neue Thermen wirken sich meist positiv auf die erzielbare Miete aus.
Mit Förderprogrammen lassen sich die Kosten für einen Tausch reduzieren.

Bei Bestandsmietern kann ein Tausch der Thermen als Modernisierung auf die Mieter umgelegt werden, wenn damit Energie eingespart werden kann. Näheres dazu findest du beim Thema Modernisierungsmieterhöhung.
 

ehrenwertes Haus

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Entweder den alten Krempel lassen oder neue Zentralheizung. Alles andere ist mE Geld zum Fenster raus schmeißen.
Das würde ich vom Mieterklientel abhängig machen.
Bei entsprechend hohem Risiko auf Zahlungsausfälle bei den Mietern, können Etagenheizungen die deutlich günstigere Alternative zu einer ZH sein.
 

Duncan

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Das würde ich vom Mieterklientel abhängig machen.
Also bei vorsätzlicher Vermietung an Hochrisikoklientel. Also der durchschnittliche ALG-2-Empfänger wäre dafür schon der absolute Overkill, weil viel zu gut als Mieter.
Weder im Wedding-Badstraße noch in Köln-Kalk, Ha-Neu oder Marxloh würde ich Gas-Etagenheizungen neu einbauen.
Weder das Risiko (Freihauslieferung einer Bombe die schon bei Blödheit das ganze Haus pulverisiert) noch der Kostenaufwand sowie der Arbeitsaufwand rechtfertigen den vermeidliche Vorteil einer Gassperre durch den Versorger.
In allen Fällen, die ich mit Gas-Etagenheizungen erlebt habe, wo es zu einer ernsthaften Sperre mit Zählerausbau durch den Gasversorger kam, kam es genau daraus zu Folgeschäden, vom Brandschaden am Fußboden, weil Grillbetrieb in der Wohnung über diverse Feuchteschäden, wegen nicht-Heizung (und Nicht-Lüftung, wird ja kalt ohne Heizung...) bis Zerstörung der E-Anlage durch Überlast da man versuchte mit E-Herden vom Schrott an der Schukosteckdose zu heizen...
Und immer Schadensverursacher die finanziell amtlich beglaubigt nackte Leute sind...

Für einen Neubau hat mir bisher noch niemals jemand irgendein gutes Argument für eine Gas-Etagenheizung liefern können. Im Bestand ist es im Allgemeinen der Scheu vor Aufwand in technischem und rechtlichem Sinne, die ich mit zunehmender Erfahrung immer weiter als nicht durchschlagskräftig ansehe.
 

Duncan

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Sicher, dass du einen Flaschner meinst?
Ganz sicher, dass Sie den nicht meint. Aber die Leute schicken ja auch Klempner an ihre Heizungen und Sanitäranlagen ohne zu wissen, das ein Klempner eigentlich Blechdächer usw., fertigt.
Wird auch noch hundert Jahre dauern bis die Leute gelernt haben, das sie eigentlich einen Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik brauchen und der wird bis dahin vermutlich auch anders heißen...
 
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