Warum nur keine Mieter die sich in der Insolvenz befinden ?

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Maika, 19.06.2013.

  1. Maika

    Maika Neuer Benutzer

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    Ich stelle mir schon seid langen die Frage warum es soviele Vermieter gibt die keine Mieter haben möchten die sich in einer Wohlverhaltensphase ( Insolvenz ) befinden.
    Gerade diese befinden sich ja jetzt in geordneten verhältnissen und sind zahlungsfähig da sie keinerlei altlasten mehr haben. Als Beispiel nehmen ich mal einen verheirateten Mann mit 1 nem Kind. Verdienst bei sagen wir mal 2400 € Brutto. Davon bleiben etwas über 1800 € Netto. Gemäß Pfändugstabelle gehen davon etwa 60€ monatlich an den Insolvenzverwalter. Der Rest von ca. 1750 € verbleibt Ihn. Seine Frau darf auch mitarbeiten und was dazu verdienen.
    Nur weil jemand eine saubere Schufa hat heißt es nicht das er 1 Monat nach Mietvertragsunterschrift einen Insolvenzantrag stellt.
    Jemand der sich in der Wohlverhaltensphase befindet kann somit wesendlich mehr Geld zur Verfügung haben als jemand der keine negativen Schufaeinträge hat. Des Weiteren darf er sich nun 6 Jahre lang nichts zu schulden kommen lassen da er sonst aus der Schuldenbefreiung fliegt.
    Ich lasse mich natürlich gerne belehren wenn es anders sein sollte ;-)
     
  2. AdMan

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  3. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Das verstehe ich nicht. Kannst Du erklären wie Du das meinst?
     
  4. #3 Papabär, 19.06.2013
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Völlig korrekt! Deswegen habe ich ja auch nichts gegen Mietinteressenten mit sauberen Schufa´s. :50:
     
  5. Maika

    Maika Neuer Benutzer

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    klar kann ich das.
    nehmen wir das Beispiel von oben. 2 Personen beide haben netto das gleiche. Der eine befindet sich in der Wohlverhaltensphase und hat ca. 50-60 € im Monat weniger als der andere. Hat dafür aber keine weiteren Verpflichtungen wie z.B. Ratenkredite für Auto, Möbel, oder sonstiges. Der andere hat z.B ein Auto das er, sagen wir mal, monatlich mit 100 € abbezahlt. Vielleicht noch einen weiteren Ratenkredit von, sagen wir, nochmal 100 €. ( und das sind heutzutage kleine Summen ). Er hat keine negativen Einträge da er seine Raten ja bezahlt. Somit eine gute Schufaauskunft. Er hat aber etwa 140-150 € im monat weniger als der der sich in der Wohlverhaltensphase befindet. Ich will damit sagen das ein Mieter der sich in der Wohlverhaltensphase befindet durchaus für einen Vermieter in betracht kommen sollte.
     
  6. #5 GJH27, 19.06.2013
    Zuletzt bearbeitet: 19.06.2013
    GJH27

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    Aaaaber: wieso sollte der Vermieter denn sicher sein, dass derjenige nach der Wohlverhaltensphase sich wirklich geändert hat im Umgang mit dem Geld? Wenn er's doch schon erlebt hat, wie "leicht" man Schulden los wird...?

    Nachtrag: sollte man also lieber einen Mieter nehmen, der schon bewiesen hat, dass er mit Geld nicht umgehen kann - oder nicht doch lieber denjenigen, bei dem das noch nicht der Fall war?
     
  7. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Sehe ich genauso. Und heute meinte jemand hier im Forum zu mir, dass man mit Schufaeintragung sich auch eine Waschmaschine sich auf Kredit kaufen kann. Nur muss er pünktlich zahlen. Von daher hat er genauso viel oder wenig wie jemand ohne Schufaeintragung.:150:
     
  8. #7 Papabär, 19.06.2013
    Papabär

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    Vor allen Dingen isser ja die Schulden noch garnicht los geworden ... die Restschuldbefreiung jibbet ja für gewöhnlich erst am Ende der Wohlverhaltensphase.

    Baut dieser Mieter also nun Mietschulden auf, wäre eine Pfändung zunächst einmal wirkungslos (jegliches pfändbare Einkommen kann vom InsoVerw. vereinnahmt werden). Die Alternative wäre zwar, die Restschuldbefreiung "platzen zu lassen" (was nicht so einfach ist, wie´s sich anhört) - dann hat man aber neben sich ein halbes Dutzend andere Gläubiger stehen, die ebenfalls um nicht unerhebliche Summen ringen ... also kann man seine Forderung auch gleich in den Wind schießen.

    In Ermangelung von Alternativen - also wenn ich in einem Haus ohnehin jede Menge Leerwohnungen habe - nehme ich auch "insolvente" Mieter. Sofern ich aber genügend Interessenten zur Auswahl habe, suche ich mir doch lieber Mieter mit guter Bonität aus.
     
  9. #8 Papabär, 19.06.2013
    Papabär

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    Der Begriff "Schufaeintrag" ist hier auch oft negativ angehaucht. Als alter Bänker - der seinerzeit auch eine nicht unerhebliche Bewilligungsfreigabe hatte - kenne ich aber durchaus auch Einträge, die positiv zu bewerten sind. Das Übelste sind (besser: waren damals) gänzlich jungfräuliche Schufaauskünfte.

    Diesen neumodischen, maschinell ausgewerteten Prozentangaben traue ich nicht weiter als von mittags bis zwölfe. (Daher sind bei mir derzeit auch Schuldnerregisterauskünfte das Maß der Dinge)
     
  10. Maika

    Maika Neuer Benutzer

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    Bei mir sind es halt auch Erfahrungswerte. Ich habe 2 Mieter die seid 2009 und 2011 in der Wohlverhaltensphase befinden. Ich bekomme von denen jeden Monat pünklich die Miete. Es gab bis heute noch keine Probleme mit denen. Dann habe ich noch 2 Mieter die sich nicht in der Insolvenz befinden. Bei einen ist alles gut bei dem anderen kommt die Miete manchmal garnicht bzw. erst nach mehrmaligen Aufforderungen. Dieser Mieter hat auch eine positive Schufa aber anscheind ständig Geldnot.
     
  11. #10 MonikaBerger, 20.06.2013
    MonikaBerger

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    Hallo Maika,

    ja das ist so eine Sache.
    Wir haben einen Mieter in der "Wohlfühlphase" (wie wir es nennen :hut015: ) und haben auch gute Erfahrungen mit diesem Mieter bis heute.
    Leider ist es so dass man weder bei diesen Mieter noch bei schufasauberen Mietern eine Garantie hat.

    Es gibt eben gar keine Garantie. Egal was man tut. Das begreifen aber manche VM noch nicht. Wir kennen VMs die sammeln Kopien von Persos und Schufas, Verdienstbescheinigungen usw usw und denken dann sind sie auf der sicheren Seite, sind sie aber keineswegs. Vermieten ist und bleibt eine Kombination aus persönlichen Kennenlernen, Abwägung, Einschätzung, Verdienstbescheinigung /Nachweis und....Glück.

    M.
     
  12. kathi

    kathi Gesperrt

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    Ich glaub, dass es sehr wenige Vermieter gibt, die sich einbilden, sie seien auf ewig auf der sicheren Seite, wenn sie ihre Mieter gründlich überprüfen. Die Überprüfung eines Mieters spiegelt den IST-Zustand wieder und deckt einen relativ kurzen Abschnitt seiner Vergangenheit ab. Daraus kann man wiederum ein paar Schlüsse ziehen, wie sich ein Mieter wahrscheinlich in der Zukunft verhalten wird. Und das wars dann auch schon.
    Reicht aber aus um die eigene Sicherheit zu erhöhen und zumindest mal das Risiko sich einen wirklichen Mietnomaden ins Haus zu holen, nahezu auszuschliessen.
     
  13. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi Maika,

    ich denke es ist hier ggf. auch interessant für die Entscheidung bei der Mieterfindung, wie gut lässt sich was vermieten bzw wieviele Nachfragen gibt es ? Denn wen ich die freie Auswahl hab als Vermieter, dann kann man sich seinen vermeintlichen "Traummieter" auch aussuchen und hat bestimmt andere Kriterien als wenn sich was schwer vermieten lässt mit wenig Nachfrage.

    Ansonsten muss man ja mal feststellen, das jemand der sich in einer privat Insolenz befindet erstmal gezeigt hat, das er soviel Schulden angehäuft hat, die er so nicht abbezahlen kann.

    Wie auch erwähnt worden ist, wirklich Schuldenfrei ist derjenige erst am Ende, wenn alles abgeschlossen ist. Sollte derjenige aber nicht durchhalten (was durchaus passieren kann), dann hast du als Vermieter aber ganz schlechte Karten, wenn du Forderungen an den Mieter hast und dem Mieter dann wahrscheinlich eh alles egal ist. Denn wie schon gesagt, man geht nicht wegen ein paar Eurönchen in eine privat Insolenz.

    Mal ganz unabhängig von einer privat Insolvenz, bedeutet das für den Vermieter aber auch, das er max. monatlich 60€ pfänden könnte.

    Das ist ja auch eher m.E. unwahrscheinlich. Denn Schulden "machen" und privat Insolenz "eröffnen" ist oft ein längerer Prozess.

    Öhm ? Mag ja sein, aber i.d.R. wirst du als Vermieter nicht erfahren, welche "Verpflichtungen" ein Mieter hat. Also bei mir hat noch keiner Auskunft geben müssen bzw mir gegeben, was er sich zu Zeit alles a`la Ratenzahlung zugelegt hat.

    Naja, das ist oft nicht maßgebend, wenn`s um Sicherheiten geht. Probleme kann jeder Mieter machen unabhängig vom Einkommen, Status, ect.

    Ich mein, gibt auch Alg2-Empfänger, gering Verdiener, ect die nie Probleme machen als Mieter und immer pünktlich zahlen. Kannst aber auch Pech haben und dann ist oft die Frage bei Mietern mit geringen Einkommen, "was nützt es Recht zu bekommen vor Gericht, wenn´s bei denen erstmal nix zu holen gibt ?"

    Ich denke das man hier auch Unterscheiden muss, ob`s um reine Sicherheiten geht oder ob`s darum geht, ist das ein angenehmer Mieter ? Das sind m.E. zwei ganz unterschiedliche paar Schuhe.
     
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